Traktorenlexikon: Heinrich Lanz HP ("Knicklenker")
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| Basisdaten | |
| Hersteller: | Heinrich Lanz AG, Mannheim |
| Modellreihe: | HP |
| Modell: | HP |
| Motor | |
| Hubraum: | XX.XXX cm³ |
| Anzahl Zylinder: | 1 |
| Leistung: | 9 kW / 12 PS |
| Drehmomentanstieg: | XX % |
| Maße und Abmessungen | |
| Länge: | 2.550 mm |
| Breite: | 1.345 mm |
| Höhe: | 2.130 mm |
| Radstand: | 1.400 mm |
| Spurweite: | 1.080 mm |
| Wenderadius (mit/ohne Lenkbremse): | X.XXX mm |
| Eigengewicht: | 1.500 kg |
| Bauzeit und Stückzahl | |
| Bauzeit: | von 1923 bis 1926 |
| Gesamtstückzahl: | 723 Stück |
| Sonstiges | |
| Höchstgeschwindigkeit: | 4,3 km/h |
| Standardbereifung (vorn / hinten): | 200 mm x 1050 mm / 200 mm x 850 mm (BxH) |
Ein Jahr nach der Vorstellung des ersten Bulldogs mit der Modellbezeichnung HL begann man 1922 bei Lanz mit der Entwicklung einer Zugmaschine, die ganz auf die Erfordernisse der Landwirtschaft ausgelegt war. Um die Geländegängigkeit, Zugleistung und die Gewichtsverteilung auf die beiden Achsen zu verbessern, wurde der Traktor mit einem dauerhaften Allradantrieb ausgestattet, bei dem die vorderen Räder etwas größer ausfielen als die Hinterräder. Bereits während des I. Weltkrieges hatten Konstrukteure bei Lanz einen allradgetriebenen für Material und Mannschaften entwickelt, von dem aber nur Prototypen gebaut wurden. Die Serienproduktion des neuen Bulldogs konnte bereits nach einem Jahr darauf aufgenommen werden. Die Typenbezeichnung dieses Allradschleppers war HP, der Telegrammname lautete „Peter“. Darüber hinaus wurde dieses Modell auch als „Knicklenker“ bekannt, da der Traktor nicht über die Achsen oder Achsschenkel gelenkt wurde, sondern in Kurven der vordere Teil des Traktors in der Mitte gegen den hinteren Teil knickte. Dieses Lenkprinzip war seiner Zeit revolutionär und wird heute noch bei Großtraktoren und Baumaschinen verwendet. So gilt das Modell HP als erster Knicklenkschlepper, der in Serie gefertigt wurde.
Das Kühlsystem war gegenüber den Modellen HL und HM verbessert worden. Zwar war es immer noch ein Verdampfungskühler, doch befand sich der Kühlwasserbehälter nun über dem Motor, so dass keine Wasserpumpe mehr notwendig war. Darüber hinaus sammelte sich das aufsteigende heiße Wasser wieder in diesem Behälter. Wenn es bei hohen Temperaturen verdampfte schlug sich ein Teil des Kühlwassers am Gussgehäuse nieder bevor es entwich.
Neben der Verwendung als Ackerschlepper hoffte man bei Lanz, dass dieser Bulldog seiner geringen Breite von nur 1.345 mm auch im Weinbau Verwendung finde, dabei hatte man besonders den französischen Markt im Blick. Zwar war das Modell HP ein äußerst fortschrittlicher Traktor, doch blieb er wirtschaftlich wenig erfolgreich. Aufgrund des Allradantriebes und der aufwändigen Lenkung war er recht teuer. Auch erwiesen sich seine 9 kW häufig als zu schwach, um Mehrscharpflüge zu ziehen. Bei den letzten Bulldogs dieses Typs wurde die Motordrehzahl daher auf 500 U/min erhöht um die Leistung auf 11 kW (15 PS) zu steigern.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Bauart
Knickgelenkter Traktor mit mittiger Gelenkverbindung. Motor, Wasser- und Kraftstoffbehälter bildeten den vorderen Teil, die Fahrerplattform den hinteren.
[Bearbeiten] Motor
Der Lanz Bulldog HP war mit einem liegeneden Einzylinder-Motor ohne Ventile ausgestattet. Dieses Zweitakt-Aggregat lieferte eine Dauerleistung von 9 kW (12 PS) bei 420 U/min, bei den späteren Modellen 11 kW (15 PS) bei 500 U/min. Die Kühlung erfolgte über Verdampfung.
[Bearbeiten] Kupplung
Elastische Backenkupplung mit Kupplungsbremse für den Fahr- und den Riemenantrieb.
[Bearbeiten] Getriebe
Wie die Modelle HL und HM hatte auch der HL kein Getriebe. Zur Rückwärtsfahrt wurde die Drehrichtung des Motors vom Fahrersitz aus umgeschaltet.
[Bearbeiten] Geschwindigkeiten vor- und rückwärts
Die maximale Geschwindigkeit betrug auf der Straße 4,3 km/h und 3,6 km/h auf dem Acker.
[Bearbeiten] Antrieb
Eine Kette wirkte vom Motor auf eine Vorgelegewelle an der sich ein Stirnrad-Differentialgetriebe mit zwei Sonnenrädern befand. Ein Sonnerad wirkte über eine Kegelradgetriebe auf die Kardanwelle des Hinterradantriebs, das andere auf die Vorgelegewelle des Vorderradantriebs.
[Bearbeiten] Zapfwelle
Keine, der Antrieb von stationären Geräten erfolgte über eine Riemenscheibe mit 680 mm Durchmesser und einer Drehzahl von maximal 320 U/min.
[Bearbeiten] Bremsen
Das Modell HP war mit einer Spindelbremse aus gestattet, die auf das Vorgelege der Vorderachse wirkte.
[Bearbeiten] Achsen
Zwei Achsen, beide angetrieben.
[Bearbeiten] Lenkung
Der HP verfügt über eine Knicklenkung zwischen Vorder- und Hinterachse, bei den ersten Modellen wurde die Lenkung über ein Schneckengetriebe betätigt, das sich jedoch als zu Verschleißanfällig erwies und durch ein Schraubenradgetriebe ersetzt wurde.
[Bearbeiten] Hydrauliksystem und Kraftheber
Nicht vorhanden.
[Bearbeiten] Steuergeräte
Nicht vorhanden.
[Bearbeiten] Elektrische Ausrüstung
Nicht vorhanden.
[Bearbeiten] Maße und Abmessungen
Länge .................. 2.550 mm
Breite: ................ 1.345 mm (mit Moorreifen 1.500 mm)
Höhe: .................. 2.130 mm
Spurweite: ............. 1.080 mm (mit Moorreifen 1.190 mm)
Radstand: .............. 1.400 mm
Bodenfreiheit: ......... ca. mm
Kleinster Wenderadius:
mit Lenkbremse .. mm
ohne Lenkbremse . mm
[Bearbeiten] Eigengewicht
Je nach Bereifung ca. 1.500 kg bis 1.600 kg.
[Bearbeiten] Bereifung
Die Standardbereifung bestand aus Eisenrädern mit aufgenieteten Greifstollen. Der Felgendurchmesser betrug vorn 1050 mm und hinten 850 mm die Breite betrug jeweils 200 mm. Die Auflegeräder für die Straßenfahrt hatten einen Durchmesser von 1.200 mm vorn und 1.000 mm hinten. Darüber hinaus gab es diverse Sonderbereifungen wie Verbreiterungen, Spezialprofile oder Hartgummireifen.
[Bearbeiten] Füllmengen
[Bearbeiten] Verbrauch
Der Verbrauch unter Vollast betrug etwa 180 g/PSh, was etwa 245 g/kWh entspricht.
[Bearbeiten] Kabine
Für das Modell HP wurde keine Kabine angeboten.
[Bearbeiten] Sonstiges
[Bearbeiten] Sonderausrüstung
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
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