Unwirksam: Aktuelles

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] 12.9.09 Memantine bringt nichts beim Alzheimer

Nach der Auffassung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Wikipedia-logo.png IQWiG) ist der Nutzen von Wikipedia-logo.png Memantine für Alzheimer-Patienten nicht belegt und eine Erstattung durch die gesetzlichen Kassen nicht gerechtfertigt. siehe http://www.welt.de/news/article4514161/Alzheimermittel-Herber-Rueckschlag-fuer-Frankfurter-Pharmakonzern-Merz.html

[Bearbeiten] 19.10.2008 Zweitmeinungsverfahren bei Arzneimitteln für die Behandlung von schweren Erkrankungen mit hohen Therapiekosten

Der Gemeinsame Bundesausschuss Wikipedia-logo.png G-Ba hat ein Zweitmeinungsverfahren bei Arzneimitteln für die Behandlung von schweren Erkrankungen mit hohen Therapiekosten beschlossen.

Es muß vor der Verordnung die Meinung eines spezialisierten Kollegen eingeholt werden.

Die Regelung gilt zunächst nur für die pulmonal arterielle Hypertonie.

  • betroffene Wirkstoffe
    • Bosentan,
    • Iloprost zur Inhalation,
    • Sildenafil
    • Sitaxentan.

Zitat: Man kann dieses Verfahren als Bürokratie einstufen. Man kann es aber auch als Mittel der Qualitätssicherung betrachten Rainer Hess, Vorsitzende des G-BA

siehe http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34073

[Bearbeiten] 21.10.2008 35 % der krebskranken Kinder erhalten zusätzlich eine komplementäre (=nichtschulmedizinische) Behandlung

In einer Studie von Alfred Längler, Leitender Arzt der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschafskrankenhaus Herdecke, und Mitautoren des Deutschen Kinderkrebsregisters an der Universität Mainz wurde der Anteil der krebskranken Kinder in der BRD abgeschätzt, die zusätzlich zur anerkannten-schulmedizinischen Behandlung eine wahrscheinlich unwirksame komplementäre und alternative Thrapie bekommen. Die Zahl liegt mit 35 % erstaunlich hoch. European Journal of Cancer (2008; 44: 2233-2240).

Die am häufigsten angewandten unwirksamen Verfahren sind Homöpathika und anthroposophische Medikamente wie die Misteltherapie.

Siehe auch http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34102

[Bearbeiten] Statistik der Arzneimittelausgaben im Ländervergleich 1999 und 2006

Land           Euro / Kopf 
                1999         2006
----------------------------------
Irland           122 
Griechenland     174
Polen            197
Niederlande      208         321
Dänemark         211         240
Spanien          232         313
GB               250         183
Italien          252
Frankreich       254         506
Schweden         264
Österreich       303         343
BRD              349         427
Belgien          377
Schweiz                      485

1999Quelle: Rosian/Vogler. 2002. S.231 2006Quelle: Die Zeit und SFK

Welche Schlußfolgerungen kann aus diesen Werten ziehen:

  • 1.Die Werte sind nicht plausibel. Es ist nicht glaubhaft das Frankreich innerhalb von 7 Jahren von 254 auf 506 Euro ansteigt.
  • 2.Einige Länder geben unsinnig viel Geld für Arzneimittel aus. Wenn man zB Dänemark mit der BRD vergleicht, dann wird in der BRD viel mehr ausgegeben. Dabei ist die Lebenserwartung und die Krankheitsrate in Dänemark eher besser als in der BRD. Daraus kann man folgern, daß in der BRD noch viel Geld für unwirksames ausgegeben wird.
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