Websiteentwicklung: JavaScript: Einleitung

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Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
JavaScript





Was ist JavaScript?[Bearbeiten]

JavaScript ist eine Skriptsprache, die meist clientseitig, das heißt auf dem Rechner des Benutzers ausgeführt wird. Im Gegensatz dazu ist beispielsweise PHP eine serverseitige Skriptsprache, da die PHP-Skripte vom Webserver ausgeführt und die dabei vom Server erzeugten Ergebnisse an den Client gesendet werden. Das systembedingte Problem von JavaScript liegt darin, dass die verschiedenen Browser unterschiedliche Versionen der Sprache unterstützen. JavaScript dient zwar nicht ausschließlich, aber hauptsächlich dazu, HTML- und XHTML-Code zu ergänzen, um sie z.B. interaktiv zu machen. Auch dient es der Erstellung von Benutzeroberflächen mithilfe von Mozillas XUL (XML User Interface Language).

Ende 1995 wurde JavaScript von Netscape mit dem Netscape Navigator 2.0 veröffentlicht, der JavaScript 1.0 unterstützt. Microsoft erfand für seine Browser eine eigene Variante namens „JScript“. In der Spezifikation ECMA-262 wurden JavaScript/JScript später als ECMAScript zu einem Industriestandard erklärt. JavaScript wird von Mozilla weiterhin optimiert und erweitert. Die derzeit (2008) aktuell genutzte JavaScript-Version ist die Version 1.8, der Firefox ab 3.1 unterstützt aber bereits JavaScript 1.9. Neuerungen bei Mozillas JavaScript landen jedoch nicht automatisch im Standard, und sollten nur verwendet werden, wenn man sich sicher ist, daß der Benutzer einen Mozilla-Browser verwendet.

Was haben JavaScript und Java miteinander zu tun?[Bearbeiten]

Kurzfassung: Nichts!

Langfassung: JavaScript hieß ursprünglich LiveScript, wurde aber in JavaScript umbenannt, als die Firma Netscape einen Kooperationsvertrag mit der Firma Sun, von der Java ursprünglich kommt, abschloss: Java und JavaScript sollten sich gegenseitig Marktgeltung verschaffen.

Aufgrund dieser Kooperation soll Netscape die Syntax von JavaScript der von Java in Details angeglichen haben. Grundsätzlich ähneln beide Sprachen einander syntaktisch sowieso, weil beide Sprachen der Schreibweise der Programmiersprachen C bzw. C++ folgen. Das ist aber praktisch schon das einzige, worin JavaScript und Java einander ähneln, es gibt viele Unterschiede.

Vorteile von JavaScript[Bearbeiten]

JavaScript ist als Einstieg in die Web-Programmierung und in die Programmierung gut geeignet:

  • Der Umfang der Syntax ist überschaubar.
  • Um JavaScripte zu erstellen, zu testen oder auszuführen, werden nur ein Web-Browser und ein Texteditor benötigt. Aufwändige Downloads und für Programmieranfänger schwierige Installationen oder Konfigurationen sind also nicht erforderlich, um JavaScripte herzustellen.

Nachteile von JavaScript[Bearbeiten]

JavaScript wurde in sehr kurzer Zeit entworfen und enthält daher leider auch einige Designfehler, die leider nachträglich auch zum Standard erklärt wurden und damit konserviert werden. Javascript ist keine besonders "strenge" Sprache und bietet viele und damit auch viele schlechte Programmierpraktiken. Gute Praktiken wie Closures setzen bereits erweiterte Programmierkenntnisse voraus. Dadurch, dass Javascript nicht von einer einzelnen Firma, sondern von den Herstellern von Internet-Browsern und daran anknüpfenden Konsortien weiterentwickelt wird, ist der Entwicklungsfortschritt träge.

Mit welchen Programmen soll man Skripte erstellen?[Bearbeiten]

WYSIWYG-Editoren oder Office-Programme[Bearbeiten]

(WYSIWYG = What you see is what you get. Was du siehst, ist was du bekommst.)

Besonders ungeeignet für den ersten Kontakt mit JavaScript sind komplexe Website-Editoren auf WYSIWYG-Basis (wie Dreamweaver, Netobject-Fusion, Frontpage, GoLive oder ähnliche) oder (Open- oder Microsoft-)Office-Programme. Auf den eigentlichen HTML- und JavaScript-Code zugreifen kann man mit solchen visuellen Editoren oft nur indirekt oder umständlich, zumindest jedenfalls verführen sie den Anwender dazu, sich den Code gar nicht oder kaum anzuschauen. Sieht man sich den Code nie an, dann kann man auch nicht verstehen, wie er im Einzelnen wirkt. Schaut man sich den von diesen Programmen erzeugten JavaScript-Code doch an, so ist er sehr oft in einem Wust von automatisch erstellten Tabellen, Layern und Platzhalter-Grafiken kaum noch auszumachen. Daher ist es schwer, Unerwünschtes aus den automatisch erzeugten Skripten zu beseitigen oder sie, wo gewünscht oder notwendig, zu verbessern. Gerechterweise muss man anmerken, dass diese Programme und ihre Nutzer oft auch andere Ziele verfolgen. Beispielsweise sind Office-Programme nicht in erster Linie dafür entwickelt worden, dass man mit ihnen Web-Sites erstellt, sondern sie bieten nur nebenbei an, „auf die Schnelle“ einen Text, eine Präsentation oder eine Tabelle fürs Internet tauglich abzuspeichern – als Schnittstelle für Programmieraufgaben oder zum Erlernen von JavaScript sind sie nur bedingt geeignet.

Es ist unbedingt davon abzuraten, MS Word oder ähnliche Schreibprogramme als Editoren zum Programmieren zu benutzen!

HTML-Editoren für die direkte Arbeit am Code[Bearbeiten]

Gut geeignet für die Erstellung von HTML-Seiten mit JavaScript-Elementen sind z. B. diese für Windows für den Privatgebrauch als Freeware erhältlichen Editoren:

Für Linux sind in allen gängigen Distributionen brauchbare Editoren wie Kate oder Gedit vorinstalliert.

Empfehlung: Ein Editor mit vordefinierten Makros kann zwar das Programmiererleben ungemein erleichtern, aber in der ersten Lernphase verstellen solche Hilfen den Blick auf das Wesentliche und erschweren das Lernen.

Wer immer nur Fertigtütensuppen aufkocht, lernt nicht kochen, sondern kann noch nicht einmal die notwendigen Zutaten für ein Gericht benennen und erkennen.


Nur sehr eingeschränkt zu empfehlen ist der NVU-Composer. Letzte Version 1.0 ist vom 20.6.2005! Das Beste, was man über das Programm sagen kann, ist, dass es kostenlos verfügbar ist; leider aber verhält sich das Programm destruktiv gegenüber dem Code in HTML-Dokumenten, d. h. es reformatiert Code nach seinen internen Vorgaben um, egal, ob dies negative Folgen hat und vom Anwender gewünscht wird oder nicht. Nachfolger ist der CompoZer 0.7.10 vom 30.8.2007. In der englischen Version mit deutschen Sprachpaket verhält er sich aber noch immer so, wird aber offenbar weiterentwickelt. Ebenso ist abzuraten vom IceApe Composer bzw. dem Mozilla Editor. Nur wer seine Arbeit gerne drei oder viermal macht statt einmal richtig, sollte einen dieser Editoren benutzen!

Aufgaben + Lösungen[Bearbeiten]