Wikibooks:Warum viele Wiki-Lehrbücher scheitern
Aus Wikibooks
Dieses Buch steht im Regal Diverse.
[Bearbeiten] Buchtitel
Ich hänge nicht am Titel „Warum Wiki-Bücher scheitern“. Der Titel war auch nicht provokativ gedacht. In den letzten Monaten sind etwa 80% der Buchkandidaten nach drei Monaten gelöscht worden, von „Vielen“ zu sprechen ist also gerechtfertigt. Aber die möglichen Alternativtitel „Wie schreibe ich erfolgreich ein Wiki-Buch“ oder „Wiki-Bücher schreiben:Probleme und Lösungen“ sind mir thematisch zu umfangreich. Wer hat einen anderen Vorschlag?
- „Wie schreibe ich ein Wikibook bis zum Ende?“ (Vorschlag von Turelion)
-
- Nicht übel! -- Klaus 11:16, 13. Mai 2007 (CEST)
- „“
[Bearbeiten] Zusammenfassung des Projekts
- Themenbeschreibung: Regelmäßig werden angefangene Bücher gelöscht, weil sie verwaist sind. Besonders schmerzhaft ist das bei Büchern, die schon einen nennenswerten Inhalt haben. Es muss mehr Gründe dafür geben als nur Selbstüberschätzung des Autors. Diese Gründe sollen gemeinsam gefunden werden, um zukünftig die Bedingungen für Autoren zu verbessern.
- Zielgruppe: Alle Autoren
- Lernziele: Was ein Autor tun kann, um eine sinnvolle Zusammenarbeit zu fördern und die Vorteile eines Wiki-Buches zu nutzen.
- Buchpatenschaft / Ansprechperson: Klaus 21:06, 19. Jul 2006 (UTC)
- Richtlinien für Co-Autoren: Nur erfahrene Benutzer, die ein Buch (weitgehend) fertiggestellt haben, sind als Co-Autoren erwünscht. Wir wollen hier keine wilden Spekulationen, sondern Erfahrungen auswerten. Kurze, präzise Formulierungen sind erwünscht, auch Stichworte sind ausreichend.
- Projektumfang und Abgrenzung zu anderen Wikibooks: Konstruktive Ideen werden in das Hilfe:Wikibooks Lehrbuch und andere Anleitungen übernommen.
- Aufbau des Buches:
| Hinweis: Beiträge der Autoren der hier genannten und noch ungenannten Bücher sowie der erfahrenen Benutzer sind herzlich willkommen, sofern sie auf eigenen Erfahrungen und Gefühlen beruhen. Ansonsten bitte die Diskussionsseite benutzen. |
[Bearbeiten] Eingrenzung des Themas
Auf Wikibooks gibt es zwei sehr verschiedene Arten von Büchern: „Klassische Lehrbücher“ und „Sammlungen“.
[Bearbeiten] Sammlungen
Dazu zählen Kochbuch, Cocktails, Traktorenlexikon, diverse Reiseführer, Fruchtbringendes Wörterbuch, Heimwerkerhandbuch und andere. In diesen Sammlungen gibt es keine oder kaum Verbindungen zwischen Kapiteln. Deshalb werden neue Kapitel einfach hinzugefügt, sie müssen nicht eingefügt und mit anderen Kapiteln logisch verbunden werden. Umgekehrt verschlechtert sich das Buch nicht qualitativ, wenn ein Kapitel wegen URV oder aus anderen Gründen gelöscht wird. Insofern sind Sammlungen vergleichbar mit der Wikipedia und deren Erfolgsrezept.
Aus den genannten Gründen „scheitern“ Sammlungen nicht, schlimmstenfalls gibt es längere Wachstumspausen.
Wenn ein gewisser Grundstock gelegt ist, wachsen diese Sammlungen mehr oder weniger schnell an, wobei nach einer Startphase die Mitarbeit mehrerer Autoren die Regel ist.
[Bearbeiten] Klassische Lehrbücher
Aufgebaut wie Monografien, wird idealerweise jedes Kapitel auf den schon vorhandenen Kapiteln aufgebaut, eine logische Kette von Schlussfolgerungen ist vorhanden. Das Einfügen, Verschieben oder Entfernen eines Kapitels beeinflusst das ganze Buch oder zumindest mehrere umliegende Kapitel, andernfalls geht die innere Logik des Buches verloren.
Diesen inneren Zusammenhang der Kapitel zu erkennen bzw. zu erfühlen und ihn auf das Ziel des Buches auszurichten, ist nicht auf die Schnelle möglich. Diese Zusammenhänge entstehen im Kopf des Autors, bevor er das Buch zu schreiben beginnt. Deshalb ist es absolut normal, dass ein Hauptautor das Buch im wesentlichen allein schreibt, und substantielle Beiträge von Co-Autoren sind eine absolute Ausnahme.
Im wesentlichen droht nur dieser Art Büchern das „Scheitern“, und nur um diese soll es im Weiteren gehen.
[Bearbeiten] Vorwort
Bisher habe ich (auf Wikibooks) nur ein Buch fertiggestellt und weiß nur wenig darüber, wie man erfolgreich ein gutes Buch schreibt. Aber während meiner Admin-Tätigkeit habe ich hunderte Bücher beim Wachsen und leider auch beim Scheitern beobachtet und mir über viele andere Bücher Gedanken gemacht, warum sie stagnieren. Wenn ein Autor nach zwei Monaten und hunderten Edits sein Buch aufgibt, hat es vermutlich andere Gründe als Selbstüberschätzung (wie schwer es ist, ein Buch zu schreiben, hat man noch vor dem hundertsten Edit gemerkt).
Ich will hier meine Beobachtungen und eigenen Erfahrungen schildern und hoffe, dass andere Autoren ihre Erfahrungen einbringen.
[Bearbeiten] Erfahrungen erfolgreicher Autoren
[Bearbeiten] Hast auch du schon mal beinahe aufgegeben?
- Ja, als vor acht Monaten mein Artikel über TFT-Bildschirme mit der Begründung POV von IPs mehrmals zusammengestrichen wurde. Jetzt hat er noch 40% des früheren Umfangs, ich habe den Kampf aufgegeben. Das damals Herausgestrichene steht inzwischen im Spiegel Nr. 24 und anderen renommierten Quellen. Klaus
- Nein, aber ich war für eine ganze Weile ziemlich angefressen, als herauskam, das der Hauptautor eines Buches an dem ich ein wenig mitgeholfen hatte dieses Buch fast komplett von einem anderen Buch abgeschrieben hat. Dies ist für die Mitautoren ein Schlag in das Gesicht, da solch ein Buch gelöscht werden muss und die Arbeit daran komplett vergebens war. Ich hatte mich in dieser Zeit auf andere Bücher konzentriert, von denen ich relativ sicher sein konnte, das dies dort nicht der Fall sein würde. --Svon 10:50, 11. Apr. 2008 (CEST)
[Bearbeiten] Wo die Zusammenarbeit funktioniert
[Bearbeiten] Wikijunior - eine Erfolgsgeschichte
Bei den meisten Wikijuniorbüchern handelt es sich um Übersetzungen aus den englischen Wikibooks. Die Struktur der Bücher ist schon vorgegeben, die Hauptarbeit besteht in der Übersetzung und einer altersgruppengeeigneten Sprachgestaltung. Eigentlich gibt es Heerscharen von Benutzern, die Englisch gut beherrschen und sich an der Übersetzung beteiligen könnten, aber durchschnittlich nur drei bis fünf Benutzer machen mit.
Wikijunior Großkatzen und Wikijunior Südamerika stagnieren seit Monaten. Von den in diesem Jahr begonnenen Büchern sind Wikijunior Sonnensystem und Wikijunior Sprachen fast fertig, und Wikijunior Alte Zivilisationen hat schon mehr als die Hälfte geschafft. Wikijunior Computer und Internet, ein Buch ohne englische Vorlage, hat Fahrt aufgenommen. Andere Projekte stecken noch in der Planungsphase.
Gemeinsamkeiten: Die Zusammenarbeit klappt bestens, es gibt keinen Streit (ein erbitterter fachlicher Streit ist bei einem Juniorbuch wenig wahrscheinlich).
Bemerkenswert: Bei keiner anderen Bücherart finden sich mit so hoher Wahrscheinlichkeit sogar mehrere Coautoren, während bei der Masse der Bücher Coautoren eine seltene Ausnahme sind. Mehr noch: Die Autoren eines Juniorbuchs beteiligen sich oft noch an einem weiteren Buch.
Liegt das am Thema? am Schwierigkeitsgrad? oder an der Zielgruppe? Wahrscheinlich spielt alles eine Rolle.
[Bearbeiten] Fast fertige kleine Bücher
„klein“ meint Material im Umfang von fünf bis zwanzig Seiten. Mit „fast fertig“ ist gemeint, dass das Material offline entwickelt worden ist. Im (fast) fertigen Zustand wurde es eingestellt und vom Autor oder Wikibookianern wikifiziert.
Vermutung: Wenn das Material interessant und gut geschrieben ist, finden sich genügend Benutzer, die das Material wikifizieren, ergänzen und mit Bildern ausstatten.
[Bearbeiten] Der Wettlauf zum Mond – Die Rolle der Raumfahrt im Kalten Krieg
[Bearbeiten] Mensch in Zahlen
[Bearbeiten] Fast fertige große Bücher
Gemeint sind Bücher von einigen Dutzend Seiten, die Offline entwickelt wurden und bei denen die Zusammenarbeit funktioniert hat.
- Anorganische Chemie für Schüler: Ein Lehrer hat sein im Unterricht verwendetes Material unwikifiziert bereitgestellt. Einige Freiwillige haben in monatelanger Arbeit einen großen Teil des Textes wikifiziert und mit Bildern ausgestattet. Konflikte irgendwelcher Art gab es nicht.
- Computerhardware für Anfänger: Ein EDV-Dozent hat sein praxiserprobtes Lehrmaterial teilweise bereitgestellt und selbst wikifiziert. Konflikte gab es wegen zahlreicher Änderungen durch IPs, die klare Aussagen „entschärften“ sowie Material auf Profi-Niveau einfügen wollten, obwohl in der Projektdefinition als Zielgruppe „Anfänger“ angegeben war.
- Blender Dokumentation: Komplett erfolgreiches Projekt. Klein angefangen, und von einer engagierten Community getragen. Deswegen viele Leser, und viele die bereit sind kleine Änderungen vorzunehmen. Überhaupt nicht offline, nur online entwickelt.
- weitere Beispiele: ...
[Bearbeiten] Hauptautor geht für immer
[Bearbeiten] Ursachen?
Viele Autoren, die sich hier für immer verabschieden, lassen ihre Wut nochmal als IPs abschließend heraus. Solche Wutausbrüche sind zwar schwer zu interpretieren, ich will es trotzdem mal versuchen. Was ich in letzter Zeit diesbezüglich gelesen habe:
- Eine IP beklagte sich darüber, daß hier nur Rentner und Schüler arbeiten. Übertragen bedeutet das vielleicht, daß hier die entsprechende Realitätsnähe fehlt: "Lehr-"Bücher zu Computerspielen werden gefördert, beruflich relevante Bücher wie z.B. eins zur ABAP-Programmierung werden gelöscht. Da ist die Zielsetzung irgendwo nicht mehr klar. Was will ein guter Autor in einem Projekt ohne eindeutige Zielsetzung?
- Eine IP beklagte sich über zuviel Zerstrittenheit. Der Zirkus, der letztlich zum Rückzug Gnushis geführt hat, begann ja eigentlich schon vorher. Siehe beispielsweise die Reaktionen auf den Streit zwischen Hjn und Gert (Doc) zum Thema Buchkatalog auf die Hauptseite oder die Demokratisierungs- bzw. Abwahlvorschläge von Hjn gegen Admins (Streit mit P...) oder die Reaktionen auf die Gegenstimme von Gert (Doc) bei der Adminwahl von MichaelFrey. Nutzer Uuu beklagte sich hier, daß einzelnen Usern "der Mund verboten wird" (oder so ähnlich, habe das nicht mehr genau im Kopf). Das alles macht keinen guten Eindruck in punkto Toleranzfähigkeit. Ich will hier aber jetzt auf niemanden mit dem Finger zeigen, glaube aber, daß Autoren eben viel Ruhe und Toleranz brauchen, wenn sie ihre Bücher schreiben wollen. Toleranz auch dann, wenn es mal ungewohnte Wege geht, denn das ist beim Bücherschreiben manchmal nötig.
- Auch die mangelnde Verteidigung von Gnushis Buch gegen Eingriffe von außerhalb hat wahrscheinlich viele hier abgeschreckt (zeige da mit dem Finger durchaus auch auf mich...). Wenn man als Autor sehr viel Mühe in ein Buch investiert, muß einfach auch sichergestellt sein, daß dieses dann nicht so grundsätzlich angegriffen und umgeschrieben wird. Welchen Antrieb hat man denn, um sich hier so viel Mühe für ein Buch zu machen? Schaffung eines guten Namens oder Arbeiten einfach nur aus Lust und Laune? Arbeiten einfach nur als Lust und Laune ist eben spätestens nach der Schulzeit passé...
- Ein weiterer Autor beklagte sich hier über zuviel Bürokratie. Bildlizenzen, Namenskonventionen etc. Beispiel Bildlizenzen: In wissenschaftlichen Werken ist es beispielsweise durchaus üblich, auch Abbildungen anderer zu übernehmen und dann einen Verweis auf das Original zu setzen. Das verbietet hier unsere Lizenz.
- Umständlicher Aufbau: Ich habe hier z.B. noch keine schnelle Anleitung gefunden, wie man etwa mit Fußnoten arbeitet.
- Mangelnde finanzielle Verwertbarkeit der Bücher: Alle können damit arbeiten, nur der Autor hat nichts davon außer - bestenfalls - einem guten Namen (und auch der ist nicht einmal gewährleistet, weil hier viele aus gegebenen Gründen zur Anonymität raten). Siehe dazu insbesondere auch die Diskussion zur Löschung von Photoschule Großformat. Profit ist nichts Verwerfliches, wer mit jugendlichen Weltverbesserungsdiskussionen konfrontiert wird, ist hier schnell wieder draußen. Denn Weltverbesserungsdiskussionen oder Verteidigung des guten Namens gegen anonyme (oder auch nicht-anonyme) Angriffe oder Trolle kosten nur Kraft, bringen aber auf Dauer nichts ein.
Soweit mal meine 50 Pfennige (wie Philipendula sagen würde) hier zu dem Thema. Einige der o.g. Gründe sind zumindest auch ursächlich dafür, daß ich hier z.Zt. anonym auftrete, momentan nur hin und wieder mal an einem angreifbaren "Allerwelt"-Buch wie dem Reiseführer schreibe und mich hier auch nicht mehr an einem tiefergehenden Werk beteilige. Ade, --African Queen 07:28, 20. Jul 2006 (UTC)
[Bearbeiten] Beispiele für Bücher, die auch ohne Hauptautor fertiggestellt worden sind
- Meerschweinchen ist möglicherweise auf dem Weg zur Fertigstellung. Diskussionen über die Gründe für Gnushis Abgang NICHT HIER!!!
- weitere Beispiele?
[Bearbeiten] Beispiele für Bücher, die ohne Hauptautor verwaist sind
Ich möchte hier keine Buchansätze diskutieren, die vermutlich bei der nächsten Löschdiskussion gekillt werden wie z.B. Marketing, sondern nur größere Bücher, wo richtig viel Arbeit drinsteckt und die möglicherweise bereits eine Löschdiskussion überstanden haben. Jetzt warten diese Bücher, ob ein neuer Autor die „Zügel in die Hand nimmt“.
Vielleicht kommt das Buch Erste-Hilfe im Gelände für eine Diskussion hier in Frage. Das ist schon sehr umfangreich, aber es fehlt z.B. noch das vom damaligen Hauptautor Oliver Merkel vorgesehene juristische Kapitel "unterlassene Hilfeleistung".
[Bearbeiten] Das Buch entsteht zu langsam
Ein Buch hat normalerweise drei Monate Zeit, bis jemand darüber nachdenkt, einen Löschantrag zu stellen. Setzen wir mit dieser Frist manche Autoren zu sehr unter Druck? Hat mal jemand darauf verzichtet, ein Buch zu beginnen, weil ihm drei Monate zu kurz sind? Bitte meldet euch!
- Wikijunior_Buddhismus: Bin zur Zeit leider aufgrund eines Umzugs und der damit verbundenen Umstellung der Telekom einige Zeit nur sporadisch online und kann deshalb derzeit nicht an meinen Projekten arbeiten. Ich hoffe, dieser Zustand dauert nicht mehr allzu lange an. Bodhi-Baum 11:01, 6. Apr 2006 (UTC) Zitiert aus Diskussion:Wikijunior Alte Zivilisationen/ Archiv1
- Wikijunior_Buddhismus (inzwischen gelöscht): Grundsätzlich habe ich vor, an diesem Projekt noch weiter zu arbeiten, komme im Moment jedoch nicht wirklich dazu, es nennenswert voran zu bringen. -- Bodhi-Baum 08:13, 19. Jul 2006 (UTC) Zitiert aus Diskussion:Wikijunior#Buddhismusbuch noch zu retten? Buch wurde inzwischen wiederhergestellt.
Schau mal ins Buch Trampen - Reisen per Anhalter. Ich glaube, da liegt ein Jahr zwischen zwei Bearbeitungen... Nur hat da wohl noch nie jemand einen Buchkandidaten reingesetzt, weshalb das Buch bis heute überlebt hat. Das wäre vielleicht so ein Beispiel. --African Queen 18:50, 25. Sep 2006 (CEST)
Ich bin der (bislang Haupt-)Autor von Trampen - Reisen per Anhalter. Und ja: Für mich wäre mit dieser dreimonatigen Löschfrist Wikibooks eine ungeeignete Plattform. Bei mir läuft die Arbeit an solchen Projekten nicht stetig sondern schubweise und auch wenn in der Zwischenzeit viel neues Material zusammenkam, so habe ich doch nicht immer einen Internetanschluss und die Muße etwas publikationsfertig zu machen. Von daher lässt sich eben beispielsweise bei mir aus monatelangen Abwesenheiten noch kein Rückschluss auf die Vitalität eines Projektes treffen. Auch wenn ein Projekt seinen Autor verloren hat, so kann es ja doch auch immer einen neuen finden... – Die Realität lässt sich nur schwer berechnen...--Speck-Made 23:48, 28. Jun. 2007 (CEST)
[Bearbeiten] Autor fürchtet Rufschädigung
Wenn ein renommierter Autor freundlicherweise ein Buch bei Wikibooks einstellt, statt in einem Verlag Geld damit zu verdienen, ist das eine tolle Sache. Wird das Buch allerdings im Nachhinein von Besserwissern verfälscht und verschandelt, wird sich kaum ein Leser die Mühe machen herauszufinden, ob eine komische Aussage vom Hauptautor oder einer späteren Bearbeitung stammt. Unsere jetzigen Regeln und Gepflogenheiten gestatten es nicht, ein Buch vor Veränderungen zuverlässig zu schützen. Es sollte auf Antrag des Hauptautors sogar möglich sein, alle Seiten eines fertigen Buches vor Veränderungen durch IPs oder sogar vor allen Veränderungen zu schützen. Man kann fairerweise keinen Autor (ob renommiert oder Pseudonym) zumuten, Jahre und Jahrzehnte nach Fertigstellung regelmäßig nachzusehen, in welchem Zustand das Buch ist.
- Bei der eventuellen Sperrung von Büchern geht es nur um fertige Bücher, nur auf Bitte des Autors und normalerweise nur um eine Halbsperrung (vor IPs). Die Diskussionsseiten bleiben auf jeden Fall offen!
Hjn hatte zunächst ein Mittel dagegen gefunden: Druckversionen als PDF-Dateien, notfalls außerhalb von Wikibooks. Gute Idee zwar, aber - oh Gott - wie peinlich (für Wikibooks)! Inzwischen ist auch die wiki2pdf-Software verwaist und darüberhinaus gar nicht mehr funktionsfähig, das Schicksal des entsprechenden Wikibooks ist abzusehen.
[Bearbeiten] Autor will kein weiteres Buch schreiben
Computerhardware für Anfänger ist die gekürzte Version eines Lehrbuches, das ich schon länger in meiner Firma verwende. Gekürzt deshalb, um POV-Diskussionen zu vermeiden. In einem Buch, das auf meinen Erfahrungen basiert, ist aber eine gewisse Menge POV nötig, sonst ist das Buch nutzloses Wischiwaschi. Auch jetzt noch werden klare Aussagen und Warnhinweise von IPs „entschärft“. Mit angemeldeten Benutzern könnte man diskutieren, mit IPs geht das nicht. Frustriert vom Stress bei der Erstellung und „Bewachung“ meines ersten Buches habe ich schon vor Monaten beschlossen, drei weitere Bücher dieser Anfänger-Serie hier nicht zu veröffentlichen. Eine Rohversion eines dieser Bücher hat Hjn erhalten, dafür habe ich ein Dankeschön erhalten. Auf Wikibooks würde ich hauptsächlich Frust ernten.
Wer hat einen ähnlichen Entschluß gefasst und warum?
[Bearbeiten] Hauptautor fordert mehr Kontrolle über sein Buch
Die Strukturen sind einfach hier ganz anders und das ist auch der Grund, weshalb bei den meisten - nicht allen!!! - Büchern auch das Wiki-Prinzip hier versagen dürfte. Das ist auch ein Grund, weshalb ich immer wieder darauf hinweise, daß hier Admin-Rechte IMO deutlich überbetont und Haupt-Autorenrechte deutlich zu gering geachtet werden. --Gert alias "Der Doc" 13:03, 21. Jul 2006 (UTC)
Klar: Für Bücher muss man die Idee/das Prinzip anders formulieren und anders interpretieren als bspw. bei Wikipedia. Der Hauptautor braucht einfach mehr Einfluss. Zum einen weil sich ein Buch besser liest, wenn es in einem Stil geschrieben wurde und zum anderen, weil der Hauptautor ein bestimmtes Konzept verfolgt. John N. (Diskussion) 09:30, 12. Jul 2006 (UTC) Zitiert aus Wikibooks:Meinungsbilder/ Mitautor an einem Werk werden
Wiki hin Wiki her: Das Wikiprinzip sollte man spätestens dann über den Haufen werfen, wenn es sich kontraproduktiv zur eigentlichen Zielsetzung (Lehrbücher schreiben und hier kostenlos für andere zur Verfügung stellen) erweist. Das ist mein Standpunkt. Der Hauptautor sollte selbst bestimmen können, wie weit er Mitarbeit zulassen sollte und wann er das Buch als abgeschlossen schließen will. Für mich liegt die höchste Priorität eben darin, hier gute Bücher zu schaffen und diese der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung zu stellen und nicht darin, daß hier jeder seinen "Fun" austoben kann. Ade. --African Queen 12:31, 20. Jul 2006 (UTC)
Ich denke, es ist im Sinne eines Wikis, dass man bei Büchern nicht wild inhaltlich loseditiert. Bücher leben vom Konzept. Co-Autoren, die also inhaltlich etwas beisteueren wollen, sollen (müssen) sich daher entweder haargenau an die Projektbeschreibung und das vorhandene Konzept halten oder sich mit dem Hauptautoren und anderen absprechen. Der Hauptautor hat allerdings auch nicht das Recht kategorisch alles abzulehnen, was dann allerdings durch den Einfluß zusätzlicher Leser und Interessierten (an der Diskussion) verhindert werden sollte. Neufassungen eines vorhandenen Textes sollten auf einer Unterseite im Benutzernamensraum oder in einer Unterseite einer neuen Wikibooks-Seite ("Testfeld" o.ä.) vorgeschrieben und vorgestellt werden. Wikibooks heißt nicht jeder darf, sondern alle dürfen zusammen sprich Kooperation und nicht Alleingang. -- John N. (Diskussion) 09:02, 7. Jul 2006 (UTC) Zitiert aus Wikibooks:Meinungsbilder/ Mitautor an einem Werk werden
Nur: derjenige, der ein Buch als Hauptautor anfängt und sich damit willens zeigt, die ganze Arbeit auf sich zu laden, gehört hier zuerst einmal geschützt. Um sich über fachlichen Unsinn oder Nicht-Unsinn eines Buches zu streiten, dazu ist zuerst nun einmal die Diskussionsseite da. Eine umfangreiche Werkveränderung im Nachhinein, so wie hier geschehen, darf niemals durch per Pseudonym auftretende Personen erfolgen, sonst kann hier jeder, der einen Autoren nicht mag, dessen Werk hier durch den Kakao ziehen und den Autor letztlich damit fertig machen. -- 84.167.164.224 13:07, 7. Jul 2006 (UTC) Zitiert aus Wikibooks:Meinungsbilder/ Mitautor an einem Werk werden
Wenn der Hauptautor merkt, daß da nur - aus seiner Sicht - fachlicher Unsinn getrieben wird (Bsp. Philipendulas Buch, da ist das z.Zt. schon der Fall...), sollte er auch schon das Recht haben, ALLE Beiträge eines bestimmten anderen Nutzers kategorisch abzulehnen. Soweit sollte der Werkschutz hier schon gehen, wofür investiert ein Autor sonst soviel Mühe in sein Werk? Nicht jeder Autor hat die Zeit und Kraft, wirklich tage- oder wochenlang jeden Unsinn zu verfolgen, den sich dann nach Fertigstellung des Werks andere für ihn einfallen lassen. Wenn Du so etwas zulässt, kannst Du gleich die Totengräber-Schaufel für Wikibooks suchen (IMHO). Beste Grüße -- 84.167.158.210 12:43, 7. Jul 2006 (UTC) P.S.: Was meinst Du wohl, weshalb ich z. Zt. nicht mehr an meinem beruflichen relevanten Buch weiterarbeite - auch ich habe hier womöglich einen Ruf zu verlieren... Zitiert aus Wikibooks:Meinungsbilder/ Mitautor an einem Werk werden
Die Urheberrechte schützen das fertige Werk. Normale Autoren sitzen zurückgezogen in ihrem Kämmerlein und schalten das Telefon ab, um ungestört schreiben zu können. Der Gesetzgeber konnte nicht voraussehen, dass es durch das Wiki-Prinzip möglich geworden ist, dem Autor über die Schulter zu schauen und in seinen Entwürfen gegen seinen Willen herumzuändern. Der Geist des Urheberrechts lässt nur eine Interpretation zu: Der Autor ist im Falle eines Streites der Chef und bestimmt, wieviel gutwillige Mitarbeit er in welcher Phase zulassen will. -- Klartext 08:50, 9. Jul 2006 (UTC) Zitiert aus Wikibooks:Meinungsbilder/ Archiv/ Kriterien Adminkandidatur
Mein Beitrag Wikibooks:Verbesserungsvorschläge#Namensgebung und Vereinheitlichungswahn hat Parallelen zu diesem Thema:
In diesem Sinne fände ich es sehr gut, wenn die Projektdefinition eines Buches eingefroren würde. Neuen Autoren steht es dann frei, das Buch im Sinne der Definition fortzuführen oder ein neues Projekt mit abweichender Definition zu starten. Auf keinen Fall sollte die Definition eines laufenden Projekts geändert werden können. Diese Praxis ist bei Wikinews übrigens gang und gäbe („Ändere diesen Artikel nicht mehr, sondern erstelle einen Folgeartikel“).
Das Thema eingefrorene Projektdefinition ist übrigens auch ein Streitpunkt auf Wikibooks:Warum viele Wiki-Lehrbücher scheitern, auch wenn sich die Diskutierenden dort dessen nicht bewusst sind, sondern nur von „Rechten des Hauptautors“ sprechen. Eine mögliche Alternative zum Einfrieren der Projektdefition wäre, dass nur der Hauptautor sie ändern darf. Das Wiki-Prinzip greift nur, wenn alle Autoren dasselbe Ziel haben. In der Wikipedia sind diese Ziele klar und unabänderlich festgeschrieben. Hier sind sie frei veränderbar in den Projektdefinitionen untergebracht. --Bitbert 10:42, 14. Feb. 2007 (CET)
Lehrbücher selber schreiben scheint in Mode zu kommen: Studenten schreiben ihre Lehrbücher selbst. Interessante Meinung: Im Unterschied zu Wikipedia soll aber nicht jeder Nutzer in der Lage sein, den Inhalt der Einträge zu verändern. Ein Herausgeber soll stattdessen die Hand auf der Endfassung des Textes haben - und so Fehler vermeiden. "Das Problem von Wikipedia ist, dass jeder den Text verändern kann", sagt Rick Watson, Inhaber einer Professur für Wirtschaft an der Universität von Georgia und Initiator des Projekts. "Das ist für für Lehrbücher nicht praktikabel."
[Bearbeiten] Autor will ein Buch gar nicht erst anfangen
- Solange hier nicht 100%ig sichergestellt ist, daß ein Buch dann gegen andere Bearbeitungen geschlossen wird, wenn ich darum bitte, fange ich hier gar nicht erst damit an. Wenn ich mich entscheide, hier ein Buch aufzumachen, bin erst einmal ich der Experte und möchte steuern können, mit wem ich zusammenarbeite und was ich in meinem Buch wann dulden möchte. Und ich muß (als Coautor ergänzt von K.E.) auch akzeptieren, wenn der Hauptautor meine Beiträge zusammenstreicht (siehe etwa auch meine gestrichenen Beiträge im europäischen Reiseführer zu Touristen-Nepp in Venedig, da habe ich ja jetzt auch keinen Editwar angefangen, obwohl ich anderer Überzeugung bin...) Grüssle --African Queen 13:27, 20. Jul 2006 (UTC)
[Bearbeiten] Keine Beteiligung und kein Feedback
Bei meinem Buch Astrofotografie, das ich vor mehr als einem Jahr begonnen habe, gibt es niemanden, der entweder als Leser des Buchs oder gar als potenzieller Mitautor sein Interesse gezeigt hätte. Für wen schreibe ich denn das Buch, wenn es niemand liest? Es gibt keine Möglichkeit zu sehen, wieviele Menschen das Buch bisher angesehen haben oder wie lange sie dort verweilt haben. Das ist für einen Autoren kein großer Ansporn es zu beenden. Ich hätte auch erstmal auf dem Schwarzen Brett einen Coautoren suchen können, um das Buch zu beginnen, aber ich habe das Gefühl, das ich genausogut warten kann, bis mein Körper zu Staub zerfallen ist, denn diese Seite ist zu versteckt um gesehen und dann noch gelesen zu werden. Deshalb habe ich das Buch schon angefangen und große Teile des Textes schon geschrieben. --Svon 12:56, 11. Apr. 2008 (CEST)
[Bearbeiten] Erste Lösungsvorschläge
Wenn wir das sogenannte Wiki-Prinzip „schwächen“, indem wir den Autoren, vor allem in der Anfangsphase und nach Fertigstellung, mehr Macht über ihr Buch geben, sollten wir in der Fertigstellungsphase des Buches das Wiki-Prinzip stärken. Wenn ThePacker analog zur Vorlage Buchkandidat uns eine Vorlage „Endkontrolle“ oder „fast fertig“ oder „Korrekturen erwünscht“ oder „Fertigstellungskandidat“ oder „Mitarbeit gewünscht“ oder „Zusammenarbeit“ ... entwirft, könnten Autoren gezielt auf den Zeitpunkt hinweisen, wann sie Kritik und Mitarbeit an ihrem Buch am meisten wünschen. Diese Liste sollte über die Portalseite leicht gefunden werden können. Jedes fast fertige Buch sollte mindestens einen, maximal drei Monate (mein Rohvorschlag) auf dieser Liste stehen.
Es gibt auf dem Wikibooks-Portal im Abschnitt „Hilfe gesucht“ drei Listen: „Schwarzes Brett“, „Ausformulieren“ und „Aufbau / Design verbessern“ sowie im Abschnitt „Beteiligen“ die Liste „Zusammenarbeit:“. Alle Listen sind ungepflegt und total veraltet. Wohl auch deshalb, weil weniger erfahrene Benutzer nicht die Stelle finden, wo sie ihr Buch eintragen können und auch weil sie sich scheuen, die Portalseite zu verändern (nach dem Motto: „wenn ich dort etwas ändere, gibt es bestimmt Ärger mit den Admins“). Diese vier Listen sollten durch einen Link auf eine einzige, chronologisch sortierte Liste ersetzt werden. Ein einfaches Einfügen einer Vorlage in das Buch solle das Buch automatisch listen.
Die neue Vorlage sollte außer dem Datum vielleicht noch einen optionalen Parameter haben, damit der Autor eine Anmerkung zum Schwerpunkt machen kann (z.B. „Bitte Bilder ergänzen“, „Bitte Tabellen gestalten“, „Bitte Beispiele ergänzen“, „Bitte Beispiele nachrechnen“ o.ä.
Ich habe mal als Arbeitstitel für die neue Vorlage „Vorlage:Fertigstellungskandidat“ gewählt, kann ja problemlos umbenannt werden. Die Diskussionen dazu könnten umfangreich werden, daher bitte gleich auf Vorlage Diskussion:Fertigstellungskandidat diskutieren. Danke!

