Wikijunior Buddhismus: 1. Die Ursprünge
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Der Buddhismus ist eine Religion oder auch Weltanschauung, die mittlerweile seit über 2500 Jahren existiert und somit älter ist als das Christentum (etwa 2000 Jahre) und der Islam (etwa 1500 Jahre). Nur das Judentum ist mit rund 6000 Jahren älter als der Buddhismus.
Der Buddhismus geht zurück auf einen indischen Königssohn namens Siddhartha Gautama. Dieser Prinz war Sohn des Königs Shuddhodana und seiner Frau Maya. Beide regierten von der Hauptstadt Kapilavastu (liegt heute in Nepal) aus. Er entstammte dem indischen Adelsgeschlecht der Shakya.
Schon vor der Geburt ihres Sohnes hatte seine Mutter nächtliche Träume, die ihr sagten, dass das Kind, das sie im Bauch trägt etwas ganz besonderes ist. Nach der Geburt des Kindes kamen mehrere weise Männer zum Palast, besahen sich das Kind und die Umstände seiner Geburt und kamen durchweg zu dem Ergebnis, dass dieses Kind ein großen Herrscher weltlicher oder geistiger und spiritueller Art werden wird.
Der König freute sich natürlich sehr darüber, wollte aber, dass sein Sohn später das Königreich gut regiert und also ein guter Nachfolger wird. Aus diesem Grund setzte er alles daran, dass dem jungen Prinzen das Leben so angenehm wie möglich gemacht wurde: Es wurden viele Partys gefeiert, und dem jungen Prinzen wurde sozusagen jeder Wunsch von den Augen abgelesen. All das machte den jungen Prinzen jedoch nicht wirklich glücklich. Er wusste jedoch nicht, was genau es war, was ihm noch fehlte.
Er ließ ihm viele Dinge beibringen, die er als späterer König gut gebrauchen können würde, so wurde er im Lesen, Schreiben, aber auch in Geschichte, Philosophie und der Kunst unterrichtet. Auch studierte der Prinz die Schriften der Brahmanen, fand ...
Etwa zu jener Zeit schoss sein Cousin, der ein guter Bogenschütze war, im Garten des Palastes einen Schwan, den er aber nicht gut getroffen hatte, und der deshalb nicht tot war, sondern an einem Flügel schwer verletzt worden war. Der junge Prinz Siddharta sah dies, lief zu dem Schwan, redete ihm gut zu und tröstete ihn. Zu seinem Cousin sagte er, dass er sich ab sofort um den Schwan kümmern werde, und dass er einen großen Fehler gemacht habe, auf den Schwan zu schießen.
Siddharta hatte sehr großes Mitgefühl mit dem Schwan und wollte ihn auf jeden Fall beschützen.
Langsam kam der Prinz in das Alter, in dem man heiraten und eine eigene Familie gründen kann, und sein Vater, der König, dachte, dass dies eine gute Gelegenheit sein würde, seinen Sohn, den Prinzen Siddharta glücklich zu machen und gleichzeitig an den Palast zu binden. Also veranstaltete der König wieder ein großes Fest, zu dem er viele Adlige von weit her einlud und ihnen sagte, sie sollen ihre Töchter mitbringen, damit sich Siddharta eine Frau aussuchen könnte. Zu dem Fest kamen sehr viele andere Könige, und alle brachten ihre Töchter mit, damit Prinz Siddharta sich eine Frau aussuchen könnte. Prinz Siddharta tanzte und redete mit jeder der Töchter und fand einige langweilig und andere interessant. Besonderes Interesse erregte aber eine junge Prinzessin namens Yasodhara, die Tochter des Königs xxx war. Mit ihr konnte er sich am besten unterhalten, und sie hatten gleich einen Draht zueinander. Auch Yasodhara fand Siddharta sehr sympatisch, und so beschlossen sie beide zu heiraten. Diese Neuigkeit sprach sich sehr bald herum und alle Anwesenden waren sehr glücklich über diese Wahl. Schon bald heirateten die beiden und bekamen einen gemeinsamen Sohn, den sie Rahula nannten.
Yasodhara war eine Frau, die anders war als viele Prinzessinnen zu der damaligen Zeit. Sie machte sich sehr viele Gedanken über verschiedene Dinge und diskutierte auch sehr viel mit ihrem Mann Siddharta darüber. Die beiden waren ein glückliches Ehepaar.
[Bearbeiten] Die drei Ausfahrten
Einige Zeit später machte der Prinz drei Fahrten mit dem Pferdewagen und seinem Kutscher.
Bei der ersten Ausfahrt sah Siddharta viele Menschen, die nur mit schlechter Kleidung bekleidet waren und auf den Straßen bettelten. Der Prinz war sehr erstaunt, hatte er doch bisher nur Reichtum und gutes Essen kennen gelernt. So fragte er den Kutscher, der neben ihm saß, was das zu bedeuten habe. Dieser sagte ihm, dass es auf der Welt sehr viel Armut und Leid gebe und nur die wenigsten Menschen so leben würden, wie es der junge Prinz Siddharta tue. So fuhren beide wieder zum Palast zurück, und der Prinz dachte lange über das Gesehene nach.
Kurze Zeit später machte Prinz Siddharta eine weitere Ausfahrt mit dem Kutscher. Bei dieser zweiten Ausfahrt sahen sie eine Frau, die sehr schwer krank war, und die wohl bald sterben würde. Auch dies sah der Prinz zum ersten Mal, und es verwirrte ihn sehr. Er fragte den Kutscher, der mittlerweile sein Freund geworden war, ob es normal sei, dass die Menschen krank würden, und dieser bestätigte ihm, dass jeder Mensch während seines Lebens krank würde, manchmal sogar sehr schwer krank. Auch über das, was der Prinz bei dieser Ausfahrt gesehen hatte, dachte er im Palast noch sehr lange nach.
Zu einer dritten Ausfahrt kam es wenige Wochen darauf. Der Kutscher kam mit dem Prinzen an einem Fluss vorbei, an dem mehrere Menschen versammelt waren, und wo auch mehrere Feuer brannten. Auf diesen Feuern lag jeweils ein lebloser menschlicher Körper, der in weiße Tücher eingewickelt war. Der Prinz konnte sich das nicht erklären und fragte seinen Freund, den Kutscher, was das zu bedeuten habe. Dieser antwortete ihm, dass diese leblosen Körper tote Menschen seien, die auf diese Weise verbrannt würden, und dass letztlich jedes Lebewesen irgendwann sterben würde. Diese dritte Erkenntnis war für den Prinzen absolut neu, und er dachte auch darüber im Palast sehr lange nach.

