Wikijunior Großkatzen/ Die Gefahr des Aussterbens
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[Bearbeiten] Aussterben ist für immer
In der Geschichte sind immer wieder Großkatzen ausgestorben, weil sie nicht mehr den natürichen Bedingungen entsprachen. Der Säbelzahntiger (smilodon fatalis) ist ein Beispiel dafür. Er war einer der größten Räuber der großen Eiszeit, starb aber aus, weil sich seine Beute aus den Gletschern zurückzog. Pumas und Jaguare durchstreifen jetzt die Gegend, wo einst die mit rieseigen Zähnen ausgestattete Katze herrschte. Natürliches Aussterben ist allerdings Teil der großen Bühne Leben auf der Erde. Dennoch sind viele andere Katzenarten vom Aussterben durch andere, unnatürliche Gefahren bedroht. Der Grund: Das Töten von ganzen Katzenarten durch Menschen, die nichts Anderes zu tun haben. Das Ausrotten als eine Art Sportübung. Diese Arten werden nicht durch andere, besser angepasste ersetzt. Sie hinterlassen eine große Lücke in der „Fabrik“ des Lebens.
[Bearbeiten] Die Jagd auf Großkatzen
Viele Großkatzen wurden getötet, weil sie beispielsweise die gleichen Beutetiere jagen wie der Mensch oder auch weil sie vereinzelt Siedlungen von Menschen angegriffen haben. Einige Großkatzen, die zu krank oder schwach geworden sind, um in ihrer natürlichen Umgebung zu jagen, begeben sich in die Nähe menschlicher Siedlungen, weil es hier einfacher ist. Andere haben auch ohne solch eine günstige Gelegenheit eine Vorliebe für Menschensiedlungen entdeckt. Ab und zu erscheint es ja angebracht, solche Großkatzen wegzuschaffen oder sogar zu töten. Jedoch ist es sehr gefährlich nur um einige, wenige Jäger zu kontrollieren eine ganze Population (das ist die Anzahl von Tieren in einem bestimmten Gebiet) oder sogar eine ganze Spezies (Art) als „Plage“ einzustufen und sie zum „Abschuss“ freizugeben, so dass die Möglichkeit einer Ausrottung gegeben ist.
Es gab in Amerika beispielsweise Zeiten, in denen Pumas zur Ausrottung freigegeben waren. Auch Rotluchse und Jaguare waren Ziele von Ausrottungskampagnen. Heutzutage haben die meisten Regierungen erkannt, dass die Tötung von Großkatzen nicht der richtige Weg ist, aber manchmal ignorieren Leute einfach die Gesetze, die die Großkatzen vor der Ausrottung schützen sollen.
[Bearbeiten] Die Jagd als Sport
Die meisten Leute in westlichen Ländern bewundern Jäger von Großkatzen nicht mehr so wie noch in den Büchern und Geschichten von Ernest Hemingway (Schriftsteller, der von 1899 bis 1961 lebte), insbesondere dann, wenn sie Tiere jagen, die selbst Jäger und keine Gejagten sind. In Indien, wo es den Geparden einst reichlich gab, wurde er bis zu seiner Ausrottung gejagt. Den Asiatischen Löwen traf das gleiche Schicksal.
Der Mythos des „Großen Jägers“ leitet heute nicht mehr die Mehrheit der Jäger zur Jagd auf Großkatzen an, Trophäen für ihre Kleidung und Foyers (sprich: fojehs; Eingangshalle in einem Haus) zu erhalten. Allerdings betrachtet immer noch eine Großzahl der Leute das Aufspüren, Aufscheuchen und Besiegen von großen Räubern als eine große Mutprobe und eine zufriedenstellende Form des Vergnügens in der Wildnis. Weil die Popularität (positives großes Bekanntsein bei vielen Leuten) dieses „Sports“ immer mehr nachlässt, muss in aller Fairness gesagt werden, dass sich immer mehr Sportjäger für die Gesetze und die Maßnahmen zum Schutze der Großkatzen, die sie jagen, einsetzen.
[Bearbeiten] Wilderei
Leute, die die bestehenden Gesetze ignorieren, um geschützte Tiere für Geld, einzelne Körperteile oder aus persönlichen Gründen töten, werden Wilderer genannt. Viele Wilderer sind gefährliche Leute, genau wie Gesetzlose, die auch gewillt sind, ihre Lebensgrundlage mit Hilfe von Gewalt zu verteidigen. Die berühmten, führenden Umweltschützer George Adamson und Diane Fossey wurden von Wilderern umgebracht, die sie als Bedrohung ansahen. Die Wilderei ist sehr schwer aufzuhalten, da die meisten Lebensräume der Großkatzen in entfernt gelegenen Gebieten sind, die schwer zu kontrollieren sind und oftmals auch in den ärmsten Gebieten dieser Welt, die nicht die nötigen Ressourcen (Rücklagen, zurückgelegte Mittel) für so etwas haben. Der effektivste (effektiv=viel bringend) Weg um die Wilderei einzuschränken ist den Bedarf an den Produkten, die die Wilderer liefern, herabzusetzen.
[Bearbeiten] Traditionelle Medizin
Eine große Zahl von Leuten glaubt an die Wirkung von Medizin, die aus Teilen von Großkatzen hergestellt wird, ohne dafür einen wissenschaftlichen Beweis zu haben. Sie solle verschiedene Krankheiten lindern oder sogar heilen. Der Glaube an magischen Kräfte der Teile, die die Eigenschaften und Attribute der Großkatzen auf den Anwender übertragen soll, treibt viele Menschen zur Anwendung dieser „Medizin“ an. Durch das Essen, Trinken und Tragen von Körperteilen der Tiere sollen beispielsweise der Mut, die Stärke und andere großartige körperliche Eigenschaften der Tiere auf die Menschen übergehen. Es gibt jedoch für fast alle Krankheiten oder Leiden, die mit „Katzenmedizin“ geheilt werden soll, effektive, sichere und geprüfte Mittel in der modernen Medizin.
[Bearbeiten] Der Handel mit den Pelzen
Das sanfte, warme, gemusterte Fell der Großkatzen war lange Zeit ultimativer (am Ende stehend, großartig) Ausdruck der Mode und Extravaganz (die Leute, die aus dem Rahmen fallen, weil sie soviel Geld besitzen, dass sie sich alles kaufen können, was sie wollen). Sogar heute verkaufen die meisten Modefirmen echte Felle von Großkatzen wie zum Beispiel von Rotluchsen und Nerzen. Diese sind allerdings legal produziert worden, weil sie auf sogenannten Pelzfarmen aufgezogen wurden und nicht gejagt wurden. Die große Mehrheit von Pelzen, die mit richtigem Leoparden-, Ozelot-, Luchs- und Jaguarfellen hergestellt wurden, sind durch Gesetze auf dem internationalen Markt gesperrt, die gefährdete Arten schützen.
[Bearbeiten] Der Verlust des Lebensraumes
Der Verlust des Lebensraumes ist ein leiser Mörder. Der Lebensraum eines Tieres ist das Gebiet, wo es leben kann. Für die meisten großen Räuber ist dieser Lebensraum wichtig, um sich zu verstecken, geeignete Beute und frisches Wasser zu finden und Freiheit in der Bewegung zu haben. Die meisten Großkatzen benötigen gerade wegen ihres räuberischen Lebensstils ein großes Gebiet ohne künstliche angelegte Hindernisse, wo sie ungestört jagen und ihre Jungen aufziehen können. Die unkontrollierte Veränderung von Gebieten für unter anderem die Landwirtschaft durch zum Beispiel Rodung verringert den Lebensraum der Großkatzen immer mehr. Aber es gibt es auch sogenannte Parks, die dazu beitragen, den Lebensraum von gefährdeten Arten vor so etwas zu schützen. Aber auch dies können sich viele arme Länder nicht leisten. Außerdem muss gesagt werden, dass die Tiere mehr Land benötigen als der Mensch in Wildparks zur Verfügung stellen kann. Trotzdem sind Parks dazu geeignet die Zahl der Großkatzen zu erhöhen und so die genetische Vielfalt zu bewahren. Beispielsweise kann auch eine Nutzbaumplantage zum einen hochqualitatives Holz liefern und auf der anderen Seite einen Lebensraum für Räuber und ihre Beute bieten. Diese Technik des „erhaltenden Managements“ kann eine nie endende Quelle qualitativ guter Holzprodukte und ein Beitrag zum Schutz des Wildlebens sein.
[Bearbeiten] Es liegt an Dir
Wenn Dich nun Großkatzen interessieren, zeige dies auch nach außen! Bringe es durch Deinen Lebensstil und Deine wohltätigen Spenden zum Ausdruck. Einzig und allein Regierungen und Parlamente können die Großkatzen und andere gefährdete Arten vor dem Aussterben bewahren. Zeige es ihnen durch Deinen Lebenswandel! Damit Großkatzen geschützt werden können, müssen wir alle Hand in Hand arbeiten. Lerne weiterhin etwas über die Großkatzen und beschäftige Dich auch mit den negativen Seiten, wie der des Aussterbens! Bedenke immer: Wir bewundern nur, was wir verstehen, und beschützen nur, was wir bewundern!

