Wikijunior Großkatzen/ Gepard

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Ein Gepard

Geparde sind für hohe Geschwindigkeit gebaut, mit einem peitschenförmigen Rückgrat, langen Beinen und einem langen Schwanz, der als Ruder für plötzliche Richtungsänderungen dient. Sie sind die schnellsten Landtiere. Bei der Jagd auf Beutetiere können sie auf kurze Distanzen bis zu 110 km/h sprinten. Aus diesem Grund wurden Geparde als Jagdbegleiter eingesetzt. Wenn Geparde in Gefangenschaft aufgezogen wurden, lassen sie sich leicht dressieren. Sie sind von daher auch unter der Bezeichnung Jagdleopard bekannt.

Wo leben Geparde?[Bearbeiten]

Je dunkler die Karte eingefärbt ist, desto mehr Geparden leben dort. ISt die Karte hell, haben dort früher Geparden gelebt.

Heutzutage findet man die meisten Geparde in Afrika südlich der Sahara. Einige wenige wurden noch immer im Iran gesichtet. In der Vergangenheit waren sie in Nordindien und im Iran stark verbreitet. Sie leben bevorzugt in Halbwüsten, Savannen, Prärien und dichtem Buschland. Weil sie bei der Jagd von ihrer Geschwindigkeit abhängig sind, vermeiden sie dichte Wälder. Geparden gelten im Moment als nicht gefährdet. Damit das aber so bleibt, sind Schutzmaßnahmen erforderlich.

Wie sehen Geparde aus?[Bearbeiten]

Zwei Geparde

Geparde sind mittelgroße, hundeähnliche, gefleckte Katzen mit langen Beinen und mageren Körpern. Sie haben einen weißen Bauch und auf beiden Seiten des Gesichts einen schwarzen Streifen, der wie eine Träne aussieht. Geparde haben auch runde dunkle Flecken auf ihrem Fell. Ausgewachsene Geparde wiegen zwischen 40 kg und 65 kg und sind rund 110 cm bis 135 cm lang. Geparde sind entsprechend konstruiert um hervorragende Läufer abzugeben. Sie besitzen einen großen Brustkorb, eine schlanke Taille und kräftige Hinterbeine. Sie haben einen schmalen Kopf und eine schmale Schnauze, große Nasenlöcher zur erhöhten Sauerstoffaufnahme und kleine runde Ohren. Das alles macht Geparde zu sehr schnittigen und aerodynamischen Läufern.

Was fressen sie und wie fangen sie ihre Beute?[Bearbeiten]

Geparde fressen meist Säugetiere wie die Antilopenarten (Gazellen, Impalas, Gnukälber) und Hasen; also alle Tiere die in etwa genauso groß oder kleiner als ein ausgewachsener Gepard sind.

Geparde schleichen sich an die Beute näher als dreißig Meter heran und nehmen dann die Verfolgung auf. Die Jagd ist normalerweise nach weniger als einer Minute vorbei. Wenn ein Gepard das Beutetier nicht schnell fangen kann, gibt er oft auf, um nicht unnötig Energie zu verschwenden. Geparde benötigen jede Menge Energie zur Jagd mit derart hoher Geschwindigkeit. Ungefähr die Hälfte der Jagden verläuft erfolgreich.

Geparde müssen ihre Beute schnell verschlingen, sonst kann es passieren, dass stärkere Raubtiere ihre Nahrung stehlen. Geparde kämpfen nicht mit größeren Tieren um das Futter. Sie riskieren sonst Verletzungen und dann können sie nicht weiter jagen und würden verhungern.

Geparde sind gut für das Leben in kargen Umgebungen angepasst. In der Kalahari-Wüste muss schätzungsweise eine Entfernung von 82 km zurückgelegt werden, um Wasser trinken zu können. Geparde wurden dabei beobachtet, wie sie ihren Durst am Blut und Urin ihrer Beutetiere gestillt haben oder Wassermelonen verspeisten.

Wie ziehen Geparde ihre Jungen auf?[Bearbeiten]

Eine Gepardin mit ihren Jungen

Weibchen gebären pro Wurf drei bis fünf Junge. Viele Junge sterben auf Grund von Nahrungsmangel oder werden von ihren natürlichen Feinden (Löwen und Hyänen) getötet. Eine alte afrikanische Legende besagt, dass die tränenförmigen Markierungen auf dem Gepardengesicht von den Tränen stammen, welche die Mutter für ihre verlorenen Jungen weint.

Das Muttertier muss den Jungen beibringen, selbst für Nahrung zu sorgen, damit sie eigenständig überleben können. Die Jungen verlassen ihre Mutter nach ein oder zwei Jahren und leben normalerweise in Zweier- oder Dreiergruppen bis zum Erwachsenenalter. Weibliche Geparde gehen dann eventuell eigene Wege, aber verbrüderte Geparde formen lebenslange Partnerschaften und jagen gemeinsam um zu überleben.

Besonderes[Bearbeiten]

  • Nach einer Jagd mit vollem Tempo muss ein Gepard mindestens 15 Minuten ausruhen, bevor er wieder rennen kann.
  • Geparden brüllen nicht, aber sie geben eine Reihe wenig katzenhafter Laute von sich, vieles davon gleicht Vogelgezwitscher.
  • Das Wort „Leopard“ ist eine Kombination für die lateinischen Bezeichnungen von Löwe und Panther. Geparden wurden früher für solche Leoparden gehalten. Der Name überlebte diese Theorie, wird aber nun für eine andere Katzenart verwendet.

Weitere Informationen[Bearbeiten]


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