Wikijunior Großkatzen/ Karakal

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Schräge Augen und lange schwarze Ohrbüschel geben dem Karakal ein unverkennbares Aussehen

Der Karakal, auch Persischer Luchs, Afrikanischer Luchs oder Wüstenluchs genannt, ist eine mittelgroße wilde Katze. Der Karakal ähnelt dem Luchs und ist mit diesem auch verwandt. Karakale werden zu den Kleinkatzen gezählt, aber sie sind die schwersten und auch die schnellsten aller Kleinkatzen.

Wo leben Karakale?[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Karakale ist grün eingefärbt

Karakale leben in Afrika und Westasien. Ihr Lebensraum umfasst Trockensteppen und Halbwüsten, aber auch Wälder, Savannen und Buschland. Sie leben einzeln oder in Paaren in markierten Territorien.

Wie sehen sie aus?[Bearbeiten]

Karakale erreichen eine Länge von 65 cm, plus 30 cm Schwanzlänge. Sie besitzen längere Beine und einen schlankeren Körperbau als Luchse. Ihre Fellfarbe kann weinrot, grau oder sandfarben sein. Junge Karakale haben rötliche Flecken auf der Bauchseite. Erwachsene Tiere sind ungemustert, bis auf schwarze Punkte über den Augen. Karakale haben lange schwarze Ohrbüschel, was auch den Ursprung ihres Namens erklärt - "karakulak", türkisch für "schwarze Ohren".

Was fressen Karakale und wie fangen sie ihre Beute?[Bearbeiten]

Ein ruhiger Moment

Karakale können eine lange Zeit überleben ohne zu trinken. Ihren Wasserbedarf decken sie mit ihrer Nahrung. Sie jagen üblicherweise bei Nacht, in der kalten Jahreszeit aber auch bei Tag. Ihre Beute setzt sich hauptsächlich aus Nagetieren und Hasen zusammen. Sehr selten attackieren sie auch Gazellen, kleine Antilopen oder junge Strauße.

Sie sind wählerisch, was ihr ihr Essen anbelangt. Innere Organe von erbeuteten Säugetieren verschmähen sie. Teilweise rupfen sie das Fell von Schliefern und größeren Beutetieren und vermeiden es Haare zu essen. Andererseits essen sie die Federn von kleinen Vögeln und verachten auch verrottendes Fleisch nicht.

Karakalohren werden von 20 verschiedenen Muskeln gesteuert. Fellbüschel an den Ohren helfen ihnen bei der präzisen Lokalisierung ihrer Beute.

Karakale können außergewöhnlich gut springen und klettern, was es ihnen ermöglicht, Schliefer besser als jedes andere Raubtier zu erbeuten. Am eindrucksvollsten ist ihre Fähigkeit zur Vogeljagd. Ein Karakal kann einen fliegenden Vogel erbeuten, manchmal gelingt es ihm auch mehr als einen gleichzeitig zu fangen.

Interessante Fakten[Bearbeiten]

  • Der Karakal ist verglichen mit anderen Katzen seiner Größenordnung die schnellste Katze.
  • Obwohl er manchmal wegen seiner Haarbüschel an den Ohren auch Wüstenluchs oder Afrikanischer Luchs genannt wird, ist er kein Luchs.
  • Zahme Karakale werden in Indien und im Iran manchmal zur Jagdbegleitung eingesetzt.

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