Wikijunior Großkatzen/ Langschwanzkatze

Aus Wikibooks
Wechseln zu: Navigation, Suche


Eine Langschwanzkatze in ihrem Zuhause in den Bäumen

Langschwanzkatzen sind wahre Kletterkünstler. Sie verbringen die meiste Zeit in den Bäumen. Dort verfolgen sie ihre Beute. Manchmal machen sie in den Zweigen auch ein kleines Nickerchen und das kopfüber nach unten hängend, wobei sie sich dann mit ihren Hinterläufen festkrallen. Die Langschwanzkatze (Leopardus wiedii) ist auch als Baumozelot, Bergozelot, Peludo oder Margay bekannt und heißt im englischsprachigen Raum "Long Tailed Spotted Cat" (das heißt "gefleckte Langschwanzkatze").

Wo leben Langschwanzkatzen?[Bearbeiten]

In den grün markierten Gebieten leben Langschwanzkatzen

Langschwanzkatzen leben im nördlichen Mexiko und in allen südlicheren Gegenden Lateinamerikas bis hinunter ins nördliche Argentinien. Man hat diese Tiere auch schon in Texas gefunden. In Nordamerika sind sie allerdings ausgestorben. Langschwanzkatzen leben meist in den tropischen Regenwäldern.

Wie sehen Langschwanzkatzen/Baumozelots aus?[Bearbeiten]

Die Langschwanzkatze ähnelt dem Ozelots sehr, so dass man sie auch Baumozelot nennt. Doch ihr Kopf ist etwas kürzer und rund. Die Augen sind sehr groß, um die Nachtsicht zu verbessern. Der Schwanz ist länger als beim Ozelot (etwa 70 % der Körperlänge) und dient als Gegengewicht beim Balancieren. Der Körper der Langschwanzkatze ist kürzer als der des Ozelots (62-79 Zentimeter Kopf-Rumpf-Länge). Dafür sind aber die Beine länger. Daher können sie bis zu 6 Meter hoch springen, höher als ihr Verwandter der Ozelot! Sie wiegen zwischen 2,5 und 5 Kilogramm und erreichen eine Gesamtlänge von 80 bis 130 Zentimeter (mit Schwanz). Die Männchen sind oft etwas größer und schwerer als die Weibchen. Die Langschwanzkatze wird oft mit ihrem Verwandten, dem Ozelot oder dem Oncilla (Tiger- oder Ozelotkatze) verwechselt, da die Fellzeichnung sehr ähnlich ist. Das Fell der Langschwanzkatze ist sehr dicht, goldbraun mit schwarzen Tupfen, die in der Mitte verblassen können (Rosetten). Bauch, Unterbrust, Kehle und Kinn sind hell bis weiß. Die Ohren tragen weiße Augenflecken auf der Rückseite, der Schwanz ist schwarz getupft oder geringelt.

Was fressen Langschwanzkatzen und wie fangen sie ihre Beute?[Bearbeiten]

Langschwanzkatzen leben fast ausschließlich auf Bäumen. Sie sind hervorragende Kletterer und Springer und jagen Vögel und Affen in den Baumkronen. Die Knöchelgelenke der Hinterbeine sind so beweglich, dass sie als einzige Katzenart wie ein Eichhörnchen mit dem Kopf voran einen Baumstamm hinabklettern können. Ihre Beute sind meist andere baumlebende Säuger wie Eichhörnchen, Opossums, Großohr-Baumratten, kleine Affen und Faultiere. Sie fressen aber auch Baumfrösche, Eidechsen und Vögel, manchmal auch Insekten oder sogar Blätter und Früchte. Sie können tagsüber und nachts jagen.

Wie ziehen Langschwanzkatzen ihre Jungen auf?[Bearbeiten]

Langschwanzkatzen bringen für gewöhnlich nur ein Kätzchen zur Welt, manchmal auch Zwillinge. Die Kätzchen wiegen bei ihrer Geburt etwa 450 Gramm (zum Vergleich: eine neugeborene Hauskatze wiegt etwa 100 Gramm) und sind gleichmäßig schwarz gefleckt. Das Kätzchen bekommt die erste feste Nahrung nach etwa 40 Tagen und ist nach acht bis zehn Monaten ausgewachsen. In Gefangenschaft lebende Langschwanzkatzen können bis zu 18 Jahre alt werden.

Besonderes[Bearbeiten]

Margaykat Leopardus wiedii.jpg
  • Langschwanzkatzen haben so flexible Fußknöchel, dass sie kopfüber Bäume hinunter klettern können.
  • Langschwanzkatzen können an einem Hinterbein von einem Ast herabhängen und so sogar ein kurzes Nickerchen machen ohne abzustürzen.
  • Langschwanzkatzen können bis zu sechs Meter hoch springen.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

Wikijunior

Vorwort
Einleitung

Großkatzen

Pantera
  Löwe
  Jaguar
  Leopard
  Schneeleopard
  Nebelparder
  Tiger
  Tigon, Liger
Pumas
  Puma
  Gepard
  Jaguarundi
Felis
  Manul
  Sandkatze
  Wildkatze
Ozelote
  Ozelot
  Baumozelot
Karakale
  Karakal
  Serval
weitere
  Luchs
  Marmorkatze
  Rostkatze
Anhang
  Geschichte
  Aussterben
  Haltung
  Glossar
  Autoren