Wikijunior Großkatzen/ Ozelot

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Ozelot

Der Ozelot ist eine schöne, mittelgroße Katze, deren Fellfärbung stark an den deutlich größeren Jaguar erinnert. Das Fell ist wegen seiner Zeichnung sehr begehrt, was diese Art an den Rand der Ausrottung gebracht hat, obwohl sich die Situation durch verstärkten Schutz in den letzten Jahren verbessert hat.

Wo leben Ozelots?[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiete der Ozelots (in grün)

Ozelots sind in Mittel- und Südamerika verbreitet zu finden, aber auch bis weit nördlich in die südlichen Gebiete der USA anzutreffen. Es sind elf verschiedene Unterarten von Ozelots bekannt, die alle in verschiedenen Teilen von Südamerika leben.

Drei der elf Unterarten leben in Mexiko und andere leben im Amazonasgebiet, in Wäldern am Atlantik, den nördlichen Anden (Venezuela und Guyana) und anderen Ländern in Südamerika, wie Argentinien, Columbien, Brasilien (der größte Teil auf der Karte), Bolivien, Ecuador und Paraguay.

Ozelots sind ausgezeichnete Schwimmer, jagen aber meistens im Wald am Boden und sind meist nur nachts unterwegs. Tagsüber schlafen sie auf Bäumen, in Büschen oder im dichten Gras. Einige von ihnen leben als Einzelgänger, so wie es die meisten Katzen tun. Bei anderen wurde beobachtet, das sie in Paaren leben und den Kontakt durch Miauen aufrecht erhalten. In Gefangenschaft werden viele Ozelots sehr zutraulich zu Menschen.

Wie sehen Ozelots aus?[Bearbeiten]

Ozelots wurden oft wegen ihres schönen Fells gejagt.
Ozelots haben eine Körperlänge von etwa 1 m. Hinzu kommt noch eine Schwanzlänge von 45 cm. In ihrer Erscheinung ähneln sie der etwas kleineren Tigerkatze und der Langschwanzkatze, die den gleichen Lebensraum bewohnen. Das Fell des Ozelots ist golden mit schwarzen Flecken. Sie sind sehr schlank, haben lange Zähne und können vergleichsweise weit springen.

Was fressen Ozelots und wie fangen sie ihre Beute?[Bearbeiten]

Ozelots fressen überwiegend kleine Tiere. Sie fangen Affen, Schlangen, Nagetiere und auch Vögel, wenn sie können. Nahezu alle Tiere, die sie jagen, sind kleiner als sie selbst. Wissenschaftler vermuten, dass Ozelots ihre Beute mittels ihres Geruchssinns finden, indem sie ihrer Spur auf dem Boden folgen. Sie können ausgezeichnet im Dunkeln sehen und bewegen sich nahezu lautlos.

Interessantes[Bearbeiten]

  • Ozelot kommt von dem atztekischen Wort tlalocelot, das so viel wie „Feldtiger“ bedeutet.
  • Ozelolots haben nur 36 Chromosomenpaare, während die meisten anderen Katzenarten 38 Paare haben. Ihre nahen Verwandten, die Langschwanzkatze und die Tigerkatze, haben ebenfalls nur 36 Chromosomenpaare.
  • Sie können oft über eine halbe Stunde völlig bewegungslos dasitzen, um dann plötzlich ihre ahnungslose Beute zu überraschen.
  • Einige Beobachter vermuten, dass Ozelots ihren Partnern treu bleiben.
Wie fängt man ein Ozelot?

Wissenschaftler des Naturschutzgebietes im Süden von Texas hatten Schwierigkeiten, die wenigen Ozelots in dieser Region zu finden. Sie versuchten alle möglichen Arten von Tiergerüchen, aber kein einziges Tier zeigte sich. So war es in glücklicher Zufall für die Wissenschaftler, als ein erstaunliches Ereignis stattfand. Ein Arbeiter im Schutzgebiet trug das Männerparfum Obsession (engl. für Besessenheit). Eines Tages versuchte ein Ozelot sich gegen den Arbeiter zu reiben, um besser seinen Duft anzunehmen. Von da an wussten die Wissenschaftler, dass Ozelots Obsession lieben. Sie versuchen jetzt dieses Parfüm zu benutzen, um in dem Schutzprojekt die Anzahl der Ozelots zu erhöhen.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg Ozelot bei der Wikipedia

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