Wikijunior Großkatzen/ Schneeleopard

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Das Schneeleopardenfell schützt vor Kälte

Schneeleoparden leben in einer Gegend mit eisigen Stürmen, wo das Blut von Menschen in wenigen Minuten gefrieren würde. Ihre Körper sind an das Leben in der eisigen Wildnis angepasst. Bis vor kurzem hat noch niemand einen Schneeleoparden in der Wildnis fotografiert. Bis zu diesem Tag hatten nur wenige das Glück einen zu sehen. Und wenn sie mal einen gesehen haben, so konnten sie nicht viel von ihm erkennen, denn der Schneeleopard ist sehr gut getarnt. Genauso mögen es Schneeleoparden – sie sind im Grau und Weiß der felsigen Gesteinsformationen gefärbt und wenn sie verschwinden wollen, dann bleiben sie einfach abrupt stehen, und jeder hält sie für einen matschigen Felsen.

Wo leben Schneeleoparden?[Bearbeiten]

Orte an denen Schneeleoparden leben sind grün markiert

Sie leben in den hohen Bergen Chinas und Zentralasiens, wie beispielsweise dem Himalaya. Schneeleoparden beanspruchen typischerweise riesige Reviere von 260 km2, da sie in diesem Lebensraum nur sehr schwer Nahrung finden.

Wie sehen Schneeleoparden aus?[Bearbeiten]

Beachte den intensiven Blick

Das Fell der Schneeleoparden ist ein grau-weißes wie die Farben von Fels und Schnee. Sie haben Rosetten an den Flanken und Punkten auf Kopf und Nacken, ähnlich wie Jaguare. So getarnt können sie sich in dem eisigen Klima unbemerkt an ihre Beute anschleichen. Ihre Schwänze sind ungewöhnlich lang, mit dickem Fell und gestreift. Um sich während Schneestürmen warmzuhalten, können sie ihren Schwanz wie einen Schal über das Gesicht legen. Ihre Pranken wirken wie Schneeschuhe, die mit dichtem Fell überzogen sind. Ihre Augen sind rund und in einem fahlen Gelb bis Graugrün gefärbt. Schneeleopardenmännchen wiegen zwischen 40 kg und 52 kg, Weibchen sind etwas leichter und wiegen zwischen 34 kg und 40 kg.

Was fressen Schneeleoparden und wie fangen sie ihre Beute?[Bearbeiten]

Ein Scheeleopard frisst in Hockstellung.

Schneeleoparden fressen beinahe alles, was sie fangen können. Oft fressen sie Tiere, die dreimal so groß wie sie selbst sind. Meist jagen sie Wildschafe, Wildziegen, Pfeifhasen, Hasen und Vögel. Im Sommer fressen sie meist kleinere Beutetiere wie beispielsweise Murmeltiere. Andere Beutetiere sind Wildschweine, Gazellen, Schraubenziegen, Steppenmurmeltiere, Tahre, Steinböcke, Blauschafe, Mäuse und Rotwild. Sie schleichen sich 6 bis 15 m an die Beute heran und attackieren sie wenn es für eine Flucht normalerweise viel zu spät ist.

Die Pfoten der Schneeleoparden sind so breit, dass sie nicht im Schnee einsinken können. Wie Schneeschuhe verleihen diese ihnen Bodenhaftung, wenn sie ihrer Beute nachjagen. Am besten funktioniert das, wenn sie über eine harte Firnkruste (eisiger, harter Schnee) laufen aber die Beutetiere mit ihren Hufen durch diese Kruste bricht, weil diese im Untergrund aus losem Schnee keinen so guten Halt finden.

Wie ziehen Schneeleoparden ihrer Jungen auf?[Bearbeiten]

Schneeleopardinnen gebären zwei oder drei Junge pro Wurf, aber es können auch mehr als sieben sein. Im Alter von zwei Monaten fangen sie an, feste Nahrung zu essen. Mit drei Monaten folgen sie ihrer Mutter auf die Jagd. Sie bleiben bei ihr während des ersten Winters, bevor sie die Leopardin im Alter von 18-22 Monaten verlassen. Nach dem Verlassen können die Geschwister noch einige Zeit zusammen bleiben.

Interessante Details[Bearbeiten]

Schneeleoparden sind Meister im vertikalen Klettern
  • Der Schneeleopard hat den längsten Schwanz aller Katzen.
  • Schneeleoparden greifen Beutetiere an, die viermal so schwer sind wie sie selbst.
  • Die großen, dick bepelzten Tatzen eines Schneeleoparden wirken wie eingebaute Schneeschuhe.

Klassifikation[Bearbeiten]

Der Schneeleopard wurde (wie sein Name schon vermuten lässt) ursprünglich zur Gattung Panthera gezählt, wozu auch der Leopard zählt. Allerdings brüllt der Schneeleopard nicht wie ein Löwe, Jaguar, Leopard oder Tiger, die alle zur Gattung Panthera gehören. Der Kehlkopf des Schneeleopard ist eher wie der einer Kleinkatze aufgebaut. Weiterhin verzehrt er seine Beute in Hockstellung, wie es Kleinkatzen tun, und nicht wie typische Großkatzen im Liegen. Daher hat man den Schneeleopard einer separaten Gattung „Uncia“ zugeordnet.

Für weitere Informationen[Bearbeiten]


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