Wikis in Organisationen: Leben
Dieser Abschnitt versucht die Phasen und Zustände eines Wikis von der Außenansicht zu beschreiben. Aktive Maßnahmen werden in Einführung beschrieben.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Phasen
Zwar gilt ein Wiki nie als vollendet, dennoch gibt es Meilensteine, gerade in geschlosseneren Organisationen hängt der Erfolg oder Misserfolg von einigen Faktoren ab.
[Bearbeiten] Start
Bei der aktiven Einführung ist besonders die kritische Anforderung an die Software entscheidend.
[Bearbeiten] erster Schlaf
Nach der Eröffnung des Wikis findet oft ein "Neuigkeiten Slashdotting" statt. Nutzer probieren das ganze erst mal aus, fangen aber nicht sofort an Ihre ganze Arbeitszeit, oder besser alle sammelnswerten Informationen einzutragen. So hat das Wiki erst mal weniger Nutzen, weil nicht all zuviel drin steht. Hier bedarf es meist einiger engagierter Nutzer um diese Inhalte trotzdem zu erstellen und um dann immer wieder andere anzulocken die Informationen suchen. Dabei genügt es schon, wenn man übliche Rundmails, anstatt nur für sich selbst zu ordnen, einfach in das Wiki thematisch einsortiert bzw. kopiert. Ein wenig Kategorisierung, Verlinkung und Syntaxanpassung ist jetzt auch sehr wichtig um nicht den Überblick zu verlieren.
[Bearbeiten] kritische Masse
Wie viele aktive schreibende und administrierende Teilnehmer braucht ein Wiki? Eine absolute oder relative Definition der kritischen Masse an Lesern und Schreibern zum Funktionieren eines Wikis ist nur ansatzweise möglich, da diese von einigen Variablen und Einflussfaktoren, wie Arbeitsweise im Wiki und Themengebiet abhängig ist.[1]
Prinzipiell hat jeder Teilnehmer allein schon einen Vorteil. Die große Schlagkraft entwickelt sich bei einem Wiki dann natürlich in der Gruppe. So können vor allem kleine Gruppen schnell für ihren Bereich eine effektive Informationsgrundlage schaffen. Von so einer Keimzelle aus kann ein Wiki sehr schnell wachsen und sich zu einem Ganzen verknüpfen.
Für die Verteilungen von Schreibern und Nutzern wird Lotkas Gesetz angewandt. Ein Ziel wären 5% bis 10% Autoren, welche 30% des Inhaltes einbringen.[1]
Das Verhältnis wird aber besser je mehr Nutzer ein Wiki hat. Hängt aber nicht nur von der Größe ab, sondern auch von Motivation, Anerkennung der Arbeit etc.
[Bearbeiten] Wissensautorität
- Ein Ingenieur muss nichts wissen, er muss nur wissen wo es steht - im Wiki.
[Bearbeiten] Faktoren
Weiteren Faktoren für eine lebendes Wiki.
[Bearbeiten] Killerapplikation
Eine Killerapplikation ist eine konkrete Anwendung, die einer schon existierenden Technologie zum Durchbruch verhilft. Anwendung für Wikis gibt es viele, meistens zu viele, als dass sich aus dem sprichwörtlichen Nichts eine Ordnung entwickeln könnte. Um ein Wiki begleitend und schrittweise zu implementieren, empfiehlt es sich ein oder zwei Kernfunktionen zu definieren. Um diesen Impfkern kann die organisationabbildende Struktur wachsen.
Dazu ist eine einfache, leicht zu verstehende Funktion zu nutzen. Am besten eignen sich Inhalte, die zwar auf einer Seite oder Seitenart abgelegt und verändert werden können, aber von vielen gleichzeitig gelesen und verändert werden müssen, um die Vorteile von in der Zusammenarbeit in einem Wiki zu erkennen.
Ein solcher Nukleus kann sein:
- Todo Listen
- Kantinenplan
- Protokolle
- Corporate Identity (Farbwerte, Logos)
- Telefonliste
[Bearbeiten] Leidensdruck
Leidensdruck, über mangelnde, veraltete oder falsche Information, kann einem Wiki helfen.
[Bearbeiten] Top-down oder Bottom-up
Ob man ein Wiki Top-down oder Bottom-up einführen soll, kann man nicht genau spezifizieren. Freie, offene Wikis sind natürlich bottom-up, da diese einfach anfangen und sich Ihre Gruppe oder Organisation erst selbst sammeln. Da bei einem Firmenwiki einzelne Mitarbeiter die wichtigsten Akteure sind, liegt es in der Natur der Sache, dass ein Stück bottom-up mit dabei ist. Aber diese Organisationen haben auch immer noch ein Leitung, welche das Wiki, auch aktiv, mittragen muss. Wahrscheinlich ist es ein Kulturmix.
[Bearbeiten] Verantwortung
Erst mal muss jemand Verantwortung für ein Wiki übernehmen. Auch ein Wiki ist keine Zaubermaschine, in die alle Ihren Müll einladen und dann hoffen, dass die Heinzelmännchen alles schön aufräumen.
Aber den Mitgliedern wird die Angst vor Fehlern genommen, weil man alles Synoptisch nachvollziehen kann.
[Bearbeiten] Scheitern
Wahrscheinlich gibt es mehr gescheiterte (Organisations)-Wikis als erfolgreich genutzte Systeme. Wenn nach der Installation, außer ein paar Happyedits, über einen längeren Zeitraum nichts passiert, besteht die Gefahr, dass das Wiki auf Grund der Nicht-Nutzung in den Datenmülleimer wandert. Viele, vor allem Skeptiker, sehen hierdurch ein prinzipielles Scheitern organisatorischer Wikis für bewiesen. Ein Scheitern kann unterschiedliche Gründe haben:
- Passt die Kultur wirklich in die Organisation?
- Waren alle Teilnehmer auch wirklich im Umgang geschult?
- Gab es genug Gärtner die Informationen und Kommunikation geordnet haben?
- War immer klar wofür das Wiki Wikis in Organisationen: Anwendung findet und für was besser nicht?
[Bearbeiten] Quellen
Theorie: Begriffe | Abgrenzung | Anwendung
Praxis: Ordnung | Kultur | Leben | Kontrolle | Datenschutz
Projekt: Einführung | Anforderungen an das Wiki & die Organisation | Software | Schulung
Meta: Referenzen | Nachwort