Wikis in Organisationen: Ordnung
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Zwar gehorcht ein Wiki am besten einer selbstregulierten Lebensevolution, aber keiner Anomie. Ein Wiki untergliedert das Wissen und damit auch die Kommunikation in einzelne Artikel. Wie sich diese Gesamtheit auf die einzelnen Artikel verteilt bedingt einer Organisation.
Die Ordnung in einem Wiki ist nicht grundsätzlich hirarchisch, also das alles einer pyramidalen Struktur eingebettet ist, sondern matrizenförmig. Alle sinnvollen Informationsbausteine, meistens als Artikel auf einer Seite zusammengefasst, werden nur durch ihr Lemma identifiziert. Die Position in gesamten Informationskomplex ist hauptsächlich durch referenzierende links, in zweiter Instanz auch durch Kategorien oder sonstige Ordnungsbausteine (Themenringe, Übersichtsseiten) definiert.
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[Bearbeiten] Artikelaufteilung
Rein theoretisch wäre es möglich alle Informationen in eine große Seite zu verpacken, dann hätte man wieder ein Buch, ein ziemlich großes sogar. Bücher haben aber auch eine Ordnung, aufgrund der seriellen Struktur eine hierachrische. Es gibt Bände, Kapitel, Überschriften, Unterüberschriften.
Wo in diesem Spektrum die Trennung zwischen Wiki-Unterüberschrift und eigenen Artikel liegt muss sicherlich für jedes Wiki einzeln entscheiden werden, zwischen den beiden Extremen "ein einziger Artikel" und "alles einen eigenen Artikel".
Sinnvoll aber sind zwei Strategien welche aber nicht immer in Reinform betreiben werden können
- Inhalte welche eine starke Begrifflichkeit haben eher als eigenen Artikel.
- Inhalte in einem übergeordneten Artikel anwachsen lassen, und dann sinnvoll ausgliedern ( z.B. aus der Organisationsbeschreibung die Historischen Fakten auslagern) es soll dann aber dafür geachtet werden das die Auslagerung nicht nur über einen neuen link sondern schon in einem Satz erfolgt (z.B. Die [[Geschichte des Hünerzuchtvereins Hühnerbach]] begann 1897 und wurde bis zur Umwandlung in die AG nur durch den 2. Weltkrieg unterbrochen.)
In der Wikipedia ist das gesamte Wissen in lexikalische Lemmata unterteilt. Dieses System ist recht ausgereift und lässt wenig Chaos zu. So sind die Fakten über Personen immer einem Artikel zu finden, sollte dieser größer werden werden dann Unterartikel angelegt. Bei schwierigeren Sachverhalten, welche nicht so stark einen Objektcharakter haben, wie bei einer philosophischen Lehre, ist das aber schon schwieriger.
[Bearbeiten] Kategorie
Kategorisierung hilft eine große Anzahl von Artikeln in zweiter Instanz nach dem Lemma zu ordnen. Dabei kann man mit den meisten Wikis mehrfach Kategorisierung, also einem Artikel mehrere Kategorien vergeben (z.B. der Artikel Buchhaltung in die Kategorie:Finanzen und Kategorie:Personal)
Gesetzt werden diese Kategorien unterschiedlich:
- Durch eine extra Datenbankstruktur, die Kategorie wird mit einem Drop down ausgewählt (Tikiwiki). Zwar ist die Menge an Kategorien aufgrund der Länge des Dropdownmenue begrenzt, aber für die meisten User gewohnt.
- Die Kategorie wird als Text speziell markiert in die Seite geschrieben, die Software erkennt dies und setzt die Kategorie (MediaWiki). Im Grunde genommen die einfacherer Technik, da Kategorien software-technisch nur Übersichtsseiten über deren Inhalt sind. Mit dieser Methode können auch unendlich viele Kategorien erstellt werden.
Manche Systeme können auch Kategorien selbst wiederum in Metakategorien kategorisieren (MediaWiki) und das auch mehrfach.
[Bearbeiten] Namensräume
Ein Namensraum ist in Wikis ein weiter Möglichkeit Inhalte hierarchisch zu strukturieren. Der Namensraum grenzt einzelne Artikel mit einem gemeinsamen Wortstamm ein. Dieser ist meist durch ein allgemeines Trennzeichen (: oder /) abgetrennt. So ist bei Wikis in Organisationen: Ordnung und Wikis in Organisationen: Lalelu der Bereich Wikis in Organisationen der Namensraum. Alle Artikel die mit diesem beginnen gehören zu einem Namensraum.
Der Namensraum hilft dem Nutzer sich zu orientieren, vor allem aber der Software Inhaltsbereiche besonders zu behandeln:
- Lese oder Schreibsperren auf ganze Bereiche vergeben zu können.
- Ausschließlich im Namensraum zu suchen.
Die Ordnungsmöglichkeit mit Namensräumen hat aber die Begrenzung das zwar mehrere Artikel in einen Namensraum eingeordnet werden können, aber ein Artikel natürlich nur in einen Namensraum. Eine Mehrfachkategorisierung, wie bei Kategorien, ist nicht möglich.
Der Namensraum gleicht der Ordner-Struktur von Dateisystemen (Windowsordner), ist so für viele Nutzer ein gewohnte Ordnungsstruktur. Nur das man in den meisten Wikis nicht nach unten durchklicken kann. Technisch gesehen ist der Wikinamensraum und der Windowsnamensraum das gleiche, nur anders dargestellt.
[Bearbeiten] falsche Namensräume
Da manche die Nutzer an sich mit "nur" einem Wiki nichts anfangen können transferieren sie sich ein bekanntes Werkzeug ins Wiki. Das ist prinzipiell nichts schlimmes, doch wird so oft ein eigene Namensraum für das Werkzeug erstellt. Ein Namensraum Glossar oder Bibliothek erklärt meist Begriffe oder Lemmas, das macht das Wiki aber grundsätzlich. In einer Bibliothek finden sich meistens Texte oder nur Weblinks zu Themenbereichen, aber eben zu Themenbereichen. Das hat den Nachteil das ein Themenbereich mehrmals vorkommt und der Nutzer nicht weiss soll er über glossar:foo, bibliothek:foo oder begriffe:foo zu foo kommen.
Nichtsichtbare Namesräume, sprich wenn der Namensraum generell im link nicht sichtbar ist (ist bei DokuWiki möglich), sind sogar gefährlich, da man nicht im link nicht mehr zwischen generischen und speziellen Inhalt unterscheiden kann.
Das lässt sich nur verhindern, indem Namensräume wie beschrieben nur aus sich herauswachsen, oder eben Teil des Lemmas sind (z. B. Hilfe:foo)
[Bearbeiten] Sprache
Die natürliche Sprache der Organisation sollte übernommen werden. Werden z. B. einzelne Aufträge mit Nummern versehen, so kann das durchaus in das Wiki Einzug finden.
Theorie: Begriffe | Abgrenzung | Anwendung
Praxis: Ordnung | Kultur | Leben | Kontrolle | Datenschutz
Projekt: Einführung | Anforderungen an das Wiki & die Organisation | Software | Schulung
Meta: Referenzen | Nachwort