Zwischen den Weltkriegen

Aus Wikibooks

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieses Buch steht im Regal Geschichte

Inhaltsverzeichnis

Willkommen beim Wikibook-Projekt

[Bearbeiten] Zwischen den Weltkriegen: Von Versailles über Weimar nach Hitlerdeutschland

Zusammenfassung: Das Buch soll einen Überblick vom Ende des ersten Weltkrieges bis zum Aufstieg der Nationalsozialisten geben. In sechs Teilen wird über den Vertragsschluss von Versailles gesprochen, die Jahre der Weimarer Republik und letztendlich die Machtübernahme und deren Folgen bis zum Kriegsausbruch im Jahr 1939. Im Buch auftauchende, wirklich wichtige Persönlichkeiten sollen in einem eigenen Kapitel vorgestellt werden. Auch die Verknüpfung mit der so genannten „Urkatastrophe“ soll nicht zu kurz kommen.


Ziele: Ein allgemeinverständliches Buch über die Zeit zwischen erstem und zweitem Weltkrieg in Deutschland.


Mitarbeiter: Aktuell arbeite ich alleine an dem Buch.Würde mich aber über jede Hilfe freuen. Kontakt I


Inhalt

[Bearbeiten] Einführung

Epochenjahr 1917, Katalysatoren und Urkatastrophen
Wenn man heute ein Jahr nennen würde, das eine neue Epoche einleiten würde – aus modernerer Zeit so würde man von den Deutschen das Jahr der Wende hören. Von der Welt ein ganz anderes Datum: Der 11. September 2001. Dieses schon historische Datum markiert einen neuen Abschnitt in der Weltpolitik, deren Ende noch nicht zu sehen ist, das Jahr 1917 markierte eine Weltpolitik deren Ende bis Anfang der Neunziger nicht abzusehen war. Der Erste Weltkrieg, entweder die Urkatastrophe oder der Katalysator des 20. Jahrhunderts war in vielerlei Hinsicht prägend für den nachfolgenden Verlauf der Weltgeschichte.

Als Ludendorff die Märzoffensive plante, war ihm vielleicht bewusst, welche Stunde für das deutsche Reich geschlagen hatte, aber wusste er auch, dass ein Mensch namens Hitler in einem Moment im September 1918 – dem Moment der Kapitulation Deutschlands – zu sich selbst sagte » Ich werde Politiker! «? Und hätte Hindenburg gewusst, dass ein Mensch namens Hitler ein komplettes Volk in den Krieg und ein anderes in den Massenmord überführen wird, dann hätte er sich laut Brecht wohl nicht so einfach erpressen lassen: » Heißt das, Sie weigern sich, mir als Mensch zu helfen? Dann verlang ich es von ihnen als Verbrecher! «

Als Lenin und die Bolschewisten in der Oktoberrevolution (russischer Kalender: 25. Oktober 1917, europäischer Kalender: 7. November) die Macht übernahmen – sie wussten wahrscheinlich nicht, dass ihre Ideologie einst im kalten Krieg aufgehen würde und erst in den Neunzigern enden würde, als der Widerstand – zuerst in der Februarrevolution (russischer Kalender: 23. Februar 1917, europäischer Kalender: 8. März) gegen den Zaren, dann gegen die provisorische Regierung in der Oktoberrevolution gipfelte. Lenin konnte nicht wissen, dass der Vertrag von Versailles sein Land später in den zweiten Weltkrieg unter Stalin leiten würde und keiner rechnete mit dem industriellen Massenmord von sechs Millionen Juden.

Wären die Amerikaner in den Völkerbund eingetreten, den ihr Präsident Wilson in seinem „14-Punkte-Programm“ vorgeschlagen hat – wäre ein Dämon wie Hitler vielleicht verhindert worden? Auch sie rechneten nach ihrem Eintritt in den Weltkrieg, ausgelöst durch die deutsche Ignoranz, nicht mit den Schrecken, die dieses Jahrhundert mit seiner bisher einzigartigen Dynamik noch hervorbringen sollte. Die „New Diplomacy“ verkündete das Ende der amerikanischen Isolation – die Amerikaner griffen im ersten Weltkrieg offen und zum ersten Mal in Europa in europäische Belange ein.

Keiner der Mächte - besonders Frankreich mit seinem dekadenten Siegerverhalten - rechnete mit derart weitreichenden Konsequenzen für die Weltpolitik: Hinterher ist man immer schlauer und so schien es nur logisch, dass die Alliierten im Zweiten Weltkrieg die Parole ausriefen » Wenn Deutschland besetzt wird, dann nicht als befreites Land sondern als besetztes Feindesland « und die Amerikaner – entgegen der Forderungen der Franzosen – eine erneute wirtschaftliche Isolation Deutschlands zusammen mit Großbritannien verhindern wollten.

Die Bestrebungen der westlichen Alliierten auf der einen Seite missfielen den Sowjets auf der Anderen, so dass die Kluft zwischen Amerika und der Sowjetunion so groß wurde, dass man sich nicht mehr über die „deutsche Frage“ einigen konnte und parallel zwei deutsche Staaten entstehen sollten: Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik. Ein Ende fand die DDR in der Wiedervereinigung, wo berühmte Politiker sich über die Rückkehr nach „Mitteldeutschland“ freuten. Der neunte November scheint der Schicksalstag der Deutschen zu sein, gleich vier Ereignisse negativer wie positiver Natur fallen auf diesen Tag – so dass man den dritten Oktober heute als „Tag der deutschen Einheit“ feiert. Manch einer neigt dazu zu sagen, der Erste Weltkrieg wäre wirklich die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts gewesen…

Erster Teil

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
  • Artikel hinzufügen
  • Hilfe zu Sammlungen