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Ästhetik der Formen und des Materials/ Sonstige Symbole

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Sonstige Symbole

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Oben und Unten

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Oben und Unten ist als polares Gegensatzpaar wohl das wichtigste und am weitesten verbreitete aller Dualsysteme. Es mag sich in der menschlichen Psyche bereist eingewurzelt haben, als seine ältesten Vorfahren noch den aufrechten Gang lernten.

Die oberen Regionen des Himmels und der Gestirne, von denen das Licht und der befruchtende Regen kommen, wird den höheren Mächten, den Göttern oder Gott und den Engeln zugewiesen, während die Erde Bereich der sterblichen Menschen bleibt.

Die Hölle stellt eine Potenzierung der Oben-Unten-Polarität dar.

Die vertikale Ordnung des menschlichen Kosmos erfordert vielfach eine zentrale Weltachse oder einen diese Bereiche verbindenden Weltenbaum.

Der Himmel wird als männlich, die erde als weiblich angesehen.

Der obere Bereich repräsentiert meist den Bereich des Geistes, er untere den der Materie, und der Mensch sieht sich als Wesen mindestens zweier Welten, zwischen welchen er seinen Weg finden muss, das die Himmelserfahrung mit dem Gottesbegriff und den ethischen Forderungen der oberen Region verbunden wird.

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Die beiden Seiten bilden ebenfalls ein Dualsystem, das zumindest (aber nicht immer) die rechte Seite bevorzugt und als positiv anspricht. Die rechte Seite wird mehrheitlich als die bessere und glücklichere aufgefasst.

In vielen Kulturen wird die rechte Seite als die männliche, die linke als die weibliche aufgefasst, was mit einer negativen Bewertung des weiblichen verbunden sein kann.

In der abendländischen Magie wird der „Pfad zur rechten Hand“ als weiße, der „zur linken Hand“ als schwarze Magie angesprochen.

Auch die zwei Gehirnhälften (Hemisphären) sind in Links und Rechts polarisiert. Die linke Hälfte ist die rationale, logische, die rechte hingegen die intuitive, bildhafte Gehirnhälfte. Dieser Dualismus eignet sich hervorragend für künstlerische Darstellungen, genau wie schon der Oben-Unten-Dualismus. Hier findet der Mensch eine hervorragende Darstellung seiner selbst. Ich selber habe sehr gerne mit diesem Dualismus gearbeitet, nicht zuletzt, um die Zweihemisphärigkeit widerzuspiegeln.

Die Geschlechtssymbole

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Das Phallussymbol

Der Mensch betrachtet die Dinge nicht nur neutral (Gegenstandssymbole), sondern er beurteilt sie rein unbewusst auch nach ihrer Geschlechtsbezogenheit. Zu unterscheiden sind hier das Phallussymbol und das Weiblichkeitssymbol, wie ich es einmal nennen will.

Der Kürze halber habe ich darauf verzichtet, genauer auf die Symbolform einzugehen. Hierzu ist wohl schon genug geschrieben worden, nicht zuletzt im Rahmen der Psychoanalyse. Ich lasse daher lediglich eine rein subjektive Auflistung von Phallussymbolen folgen. Jeder kann die Liste beliebig vervollständigen:

Der Zug

Das Schiff

Das U-Boot

Der Flugzeugrumpf

Der Kaktus

Die Flasche

Der Kugelschreiber

Die Kerze

Der Gartenschlauch

Der Draht

Der Stift

Der Stecker

Das Ofenrohr

Der Pflug

Das Messer

Das Weiblichkeitssymbol (Vaginalsymbole)

Hier nun das Gegenstück dazu, eine kurze Auflistung von wichtigen Weiblichkeitssymbolen:

Die Steckdose

Der Kranz

Die Schlauchschelle

Die Vase

Das Dreieck (auf der Spitze stehend)

Das Ausrufezeichen

Die Ampel

Die Handtasche

Die Tasche

Die Blüte

Das (Brillen-) Etui

Das Portemonnaie

Luft, Wasser und Erde