Als Kind, als ich so ca. 10 Jahre alt war fragte ich mich welche Rechenart nach mal kommt. Also es gibt zuerst plus, dann mal und dann vielleicht noch etwas.
Heute kann ich die Frage mathematische genauer ausdrücken und nach einer Antwort suchen. Kurz um es geht auf den gesamten reellen Zahlen nicht.
Nimmt man jedoch nur die reellen Zahlen die größer als Null sind so geht es schon. Ich werde jetzt erst die Frage mathematisch formulieren, dann werde ich zeigen
das es keine Lösung auf den gesamten reellen Zahlen gibt und dann werde ich eine Lösung mit der Einschränkung auf positive reelle Zahlen angeben.
Bekanntlich bildet
mit den üblichen Verknüpfungen
und
einen Körper. Gefragt ist nun ob
mit
und einer noch zu findenden Verknüpfung
ebenfalls einen Körper bildet. Wobei in diesem Körper
die Rolle der Addition und
die Rolle der Multiplikation hat.
Unmöglichkeit einer uneingeschränkten Lösung
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Wir betrachten einen Körper. Dieser hat eine Multiplikation. Bezüglich dieser existiert jedoch für die Null kein Inverses Element. Da diese Multiplikation jedoch eine Addition bzgl. des zu konstruierenden Körpers sein soll, müsste sie jedoch ein solches existieren. Daher kann es einen solchen Körper nicht geben.
Ich rechne noch kurz vor, das 0 kein Inverses Element bzgl. der Multiplikation haben kann.
Sei
das inverse Element von 0 bzgl. der Multiplikation. Dann gilt:
Ferner:
Das darf aber laut den Körperaxiomen nicht sein.
Suche nach einer eingeschränkten Lösung
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Da die reellen Zahlen einen Körper bilden kann es auf ihnen keine Lösung des Problems geben. Wir müssen wie wir oben gesehen haben zumindest die Null herausnehmen. Wenn wir dies tun verlieren wir automatisch die Addition. Wir suchen also eine Teilmenge von
welche die Null nicht enthält und zusammen mit
und
einen Körper bildet. Zuerst zeigen wir, dass negative Zahlen nicht enthalten sein können.
Jede positive reelle Zahl lässt sich schreiben als
. Dann gilt nach dem Distributivgesetz für jedes
:
Ist also einer der beiden Faktoren positiv so auch ihr Produkt.
Sei
das neutrale Element bzg.
wäre
und
Dann
Dann wäre
nicht das neutrale Element. Also muss
, denn
muss nicht bertrachtet werden da bereits gezeigt wurde das die Null nicht enthalten sein kann.
Sei nun
und
das inverse Element zu
dann ist:
Das ist Unsinn.
Also muss die gesuchte Menge eine Teilmenge der positiven reellen Zahlen sein.
Es ist nun noch zu zeigen, dass sie die positiven Reellen Zahlen vollständig enthält.
Wir wissen bereits das
positiv ist. Man überlegt sich (ziemlich) leicht
Hierbei beachte man dass e nicht immer für die eulersche Zahl steht. Dennoch ist die Funktion
für
surjektiv auf
. Daraus folgt dass unser Körper die positiven reellen Zahlen vollständig enthält.
Beispiel für eine eingeschränkte Lösung
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Nun betrachte ich die Menge der positiven reellen Zahlen
und gebe eine Verknüpfung an welche die gewünschten Eigenschaften erfüllt.
Ich definiere eine Verknüpfung
von
nach
.
Dies ist wohldefiniert.
Im folgenden seinen
beliebig.
Offenbar gilt:
Weiterhin:
Mit der eulerschen Zahl
ist
Sei a ungleich eins. Es sei:
Dieser Ausdruck existiert.
Es ist
Im folgenden bezeichne ich das Inverse Element von
bezüglich der Verknüpfung
mit
Weiterhin ist
Es bleiben noch die entsprechenden Eigenschaften von
zu zeigen.
Für
ist offenbar
Kommutativität und Assoziativität sowie Existenz des neutralen Elements vererben sich sich aus
.
Falls
so auch
Somit ist
mit
und
ein Körper.
Es gilt:
Der Isomorphismus ist die Exponentialfunktion.
Denn
ist nicht vollständig bezüglich des Absolutbetrages auf
. Es bietet sich daher an einen geeigneten neuen Abstandsbegriff zu untersuchen.
Offenbar gibt es in diesem Körper ebenfalls lineare Gleichungen. Die Lösungsverfahren für Lineare Gleichungen ins besondere die Matrizen Rechnung ist auch hier anwendbar.
Ob und in wie weit möglichkeiten zur Differentialrechung bestehen soll hier untersucht werden. Das inverse Element von
bzgl. der Verknüfpung
bezeichne ich mit
Ich definiere:
Man überlegt sich leicht das:
und
Interessanterweise ist
aber
Was die Sache klarer macht.