Benutzer:Konradn/ Firmen-Server mit Debian
Dieses Buch steht im Regal EDV.
Zusammenfassung des Projekts
[Bearbeiten]- Zielgruppe:
Interessierte, die einen Linux-Server für ein kleines bis mittleres (Firmen-)Netzwerk aufbauen wollen.
- Lernziele:
Den Leuten soll ermöglicht werden, schnell einen zentralen Server mit allen wichtigen Diensten aufzubauen. Bei kommerziellen Produkten ist die Installation über Wizards sehr unkompliziert und schnell erledigt aber bei Linux muss man viele einzelne Softwarekomponenten installieren. Mit Hilfe dieses Buches soll jeder mit minimalen Linux/Debian Kenntnissen einen Server aufbauen können so dass eine Vertiefung in einzelne Bereiche im Anschluss erfolgen kann.
- Buchpatenschaft/Ansprechperson:
Konrad Neitzel <konrad@neitzel.de>
- Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht?
Jegliche Zuarbeit ist herzlich willkommen. Wichtigster Punkt sollte aber immer sein, dass wir Leute schnell und unkompliziert zu dem gewünschten Ziel bringen.
- Richtlinien für Co-Autoren:
Keine Richtlinien derzeit. (Ich bin auch noch etwas zu unbedarft als Autor. Daher sind Hinweise und Tipps immer herzlich Willkommen!)
- Projektumfang und Abgrenzung zu anderen Wikibooks:
Dieses Buch soll keinen genauen Überblich über Linux geben. Das Buch soll lediglich als Rahmen für einen schnellen und unkomplizierten Aufbau des Servers dienen. Sobald die Installation komplett beschrieben ist, sind Kapitel zu typischen Administrationsaufgaben und zur Fehleranalyse denkbar. Dies aber nie mit dem Anspruch, Themen allumfassend zu behandeln, denn dazu gibt es andere Quellen (auf die in dem Buch auch hingewiesen werden soll, so dass der Leser die tiefgehende Dokumentation findet.
- Themenbeschreibung:
Installation aller für ein Netzwerk wichtiger Dienste wie DHCP, DNS, LDAP, eMail, (lokaler) Messenger, ...
- Aufbau des Buches:
In dem Buch wird Kapitel für Kapitel der Server weiter ausgebaut und Clients verbunden. Am Ende sollte der Leser sein Netzwerk soweit konfiguriert haben, dass es erst einmal arbeitsfähig ist und er so die notwendige Zeit hat, sich tiefer mit den einzelnen Softwareprodukten zu beschäftigen.
Einführung
[Bearbeiten]Bei kommerziellen Produkten wie z.B. dem Windows Server von Microsoft kann ein Administratoren mit wenigen Mausclicks auch recht komplexe Funktionen installieren. Hierzu haben die Entwickler Wizards erstellt, die mit nur wenig Eingaben alle benötigten Komponenten installiert. Bei Linux sieht dies leider etwas anders aus: Wenn ein vergleichbares System installiert werden soll, so hilft hier meist kein einfacher Wizard. Ein Administrator, der einen Domain Controller aufbauen möchte, muss die notwendigen Produkte finden und installieren. Im Anschluss sind dann einige Konfigurationsdateien zu editieren bis dann hoffentlich der Server endlich läuft und den Dienst aufnehmen möchte.
Dieser „komplizierte“ Weg bei Linux ist nichts negatives. Ein Administrator hat so eine viel größere Auswahl an Möglichkeiten so kann er frei entscheiden, welches Produkt er für welche Aufgabe verwenden möchte. Und wenn er die Konfigurationsdateien kontrolliert bekommt er fast alle möglichen Einstellungen mit, die ein Wizard unter Umständen verborgen hätte.
Aber ein Wizard ist ein gutes und schnelles Werkzeug um schnell zu einem ersten, lauffähigen Ziel zu kommen. Daher beschreibt dieses Dokument die notwendigen Schritte um einen Linux Server zu installieren, der viele wichtige Aufgaben in einem Netzwerk übernehmen kann:
- DHCP / DNS
- LDAP Backend zur Verwaltung von Usern und Computern
- Samba als Domain Controller und als File-/Printserver
- Postfix als Mailserver
- Eigene CA zur Ausstellung von selbstsignierten Zertifikaten
- Konfiguration von Windows Clients (Domain und Email)
- Konfiguration von Linux Clients
Für die Durcharbeitung des Buches wird empfohlen, das Buch vom Anfang an durchzuarbeiten da Kapitel teilweise aufeinander aufbauen.
Basis-Installation
[Bearbeiten]Als Grundlage sollte eine Debian Installation vorliegen. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
- Ein Netzwerkadapter sollte verfügbar sein, der das System mit dem lokalen Netz verbindet. Dieser Adapter sollte eine feste IP Adresse haben.
- Es wird kein Desktop benötigt. Für die Administration sollte aber ein System mit graphischen Webbrowser im Netzwerk verfügbar sein um das Webfrontend aufzurufen.
Bei meiner virtuellen Testumgebung habe ich folgende Konfiguration:
- Debian wheezy Installation mit Desktop
- eth0 hat DHCP und über einen Router Internetzugang
- eth1 hat die IP 10.100.0.1 / 255.255.255.0 und hängt am lokalen Netzwerk.