Benutzer:Rotbuche/Spielwiese

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Vorwort

Cannabis kann gefährliche Auswirkungen auf die Gesundheit - insbesondere von Jugendlichen - haben!

Natürlich ist Cannabis eine Droge und hat, wie viele andere legale und illegale Drogen, auch unerwünschte Nebenwirkungen. Gerade auf Jugendliche in der Pubertät, oder schlimmer: Kinder kann Cannabis verherende Folgen haben. Menschen, die schon sehr jung mit dem Kiffen beginnen, haben sehr oft Probleme mit der Droge Cannabis verantwortungsbewusst umzugehen und leiden öfter unter psychischer Abhängigkeit.

Andererseits ist Cannabis bei moderatem Genuss eine relativ ungefähliche Droge. Am meisten wird der Körper beim Cannabiskonsum durch das Rauchen der Pflanze geschädigt, etwa so stark wie beim Rauchen einer Zigarette. Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien betont die relative Ungefährlichkeit von Cannabis.

Leider ist der Konsum und der Besitz der Pflanze in Deutschland, Österreich und der Schweiz illegal. Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts ist daher immer stärker ein neuer Trend der Konsumenten bemerkbar: Um der strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen bauen Kiffer ihr eigenes Gras an. Trotz des Besitzverbots von Hanfsamen in Deutschland blühen die Anbau-Shops und Samenhändler auf. Ein weiterer Vorteil des Eigenanbaus ist die hohe Qualität des fertigen Grases. Auf dem Schwarzmarkt gekauftes Gras, vor allem aber Haschisch ist oft mit - auch giftigen Mitteln - gestreckt. Der Heimgärtner kann sich dagegen bei einem erfolgreichen Zuchtverlauf erstklassiger Qualität erfreuen.

Die Pflanze

Enzyklopädische Information rund um die Pflanze Hanf und die Droge Cannabis findet man bereits in der Wikipedia:

Sorten und Samen

Der Markt für Hanfsamen bietet heute eine schier unüberschaubare Vielfalt von Varietäten und Sorten. Alle diese Samen sind Nachkommen von Samen, die die Pioniere der Hanfzucht in den 60er Jahren, vor allem Amerikaner, aus geschmuggeltem Gras sammelten. Durch gezielte Zuchtauswahl und Kreuzung schuf man Sorten wie Northern Lights oder Skunk, Haze oder Durban Poison, die im Lauf der Zeit immer besser an die Bedingungen unter künstlichem Licht angepasst wurden.

Wir möchten in diesem Buch drei Varietäten der Art Cannabis unterscheiden:

  • Cannabis sativa
  • Cannabis indica
  • Cannabis ruderalis

Cannabis sativa L. ist in tropischen Klimata heimisch und wächst vor allem in Indonesien, Thailand oder Kolumbien. Sativa Arten zeichnen sich durch hohes Wachstum und relativ lange Blütezeiten aus. In den Ursprungsländern kann die Pflanze leicht höher als sechs Meter werden. Im Anbau sind sie etwas anspruchsvoller als die anderen zwei Arten, sind aber bei Züchtern wegen des hohen THC Gehalts und der "klaren" Wirkung beliebt. .

Die Cannabis indica Arten sind gedrungener im Wuchs und blühen etwas kürzer als Sativa Arten. Sie wachsen im subtropischen Klima Indiens, Pakistans, Afghanistans und in Marokko. Indica ist wegen des buschigen Wuchs besonders für den Indoor-Anbau geeignet, allerdings ist die Wirkung von Indica-Gras eher sedierend als aufputschend.

Cannabis ruderalis Arten wachsen in gemässigten Gebieten Osteuropas und werden auch in der Natur selten grösser als ein Meter. Sie enthalten von allen drei Sorten auch die geringste Menge an THC. Wegen ihres niedrigen Wuchs werden sie aber gerne in andere Sorten eingekreuzt.

Wie erwähnt gibt es eine unüberschaubare Vielfalt von Sorten, die teilweise sehr teuer verkauft werden, manche Sorten erzielen mehr als 20 Euro pro Samen. Diese hohen Preise erklären sich aus dem hohen Aufwand zum Erhalt qualitativ hochwertigem, homogenen Saatgut. Als Anfänger sollte man anspruchslose Sorten wie Northern Lights oder Skunk bevorzugen um ein Gefühl für den Wuchs der Pflanze zu bekommen. Hat man etwas Erfahrung gesammelt, dann sollte man jedenfalls hochqualitatives Saatgut kaufen und selbst aus den gezogenen Pflanzen weiter selektieren.

Klima

Belüftung und Temperatur

Essentiell für eine erfolgreiche Zucht ist eine ausreichend dimensionierte Belüftungsanlage! Ein Sparen an der Belüftung hat schon so manchen Grower seine Ernte gekostet. Die Belüftung erfüllt mehrere Zwecke. Zum einen sorgt sie für einen permanenten Nachschub an frischer Luft und damit neuem CO2, den die Pflanzen zur Assimilation benötigen. Zum anderen sorgt die Zirkulation innerhalb des Zuchtraumes für kräftigeres Stengelwachstum und vermindert das Risiko, dass sich Parasiten und Schädlinge einnisten. Gerade während der Blütezeit ist eine gute Luftzirkulation innerhalb des Zuchtraumes wichtig um Schimmel vorzubeugen. Die meisten Leuchtmittel produzieren ausserdem eine nicht geringe Menge an Verlustwärme, die mit der Abluft aus dem Zuchtraum geblasen wird.

Darüberhinaus ist es für den überwiegenden Teil der Heimzüchter wichtig die deutlichen Gerüche aus der Lucht zu filtern. Dafür verwendet man Aktivkohlefilter in Kombination mit leistungsstarken Rohrlüftern.

Zur Dimensionierung der Lüftungsanlage kann man keine einfache Faustformel angeben. Als Richtwert kann gelten, dass man alle zwei Minuten einen kompletten Luftaustausch im Zuchtraum realisieren können muss. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Nennleistung des jeweiligen Lüfters durch vorgeschaltete Aktivkohlefilter und Rohre erheblich gemindert wird.

Unterschiedliche Leuchtmittel produzieren unterschiedlich viel Wärme. Leuchtstoffröhren erhitzen sich nur mässig, während Natrium-Hochdrucklampen und Metallhalogen-Lampen sehr viel Verlustwärme produzieren. Schon der Unterschied zwischen einer 250 Watt und einer 400 Watt Natrium-Hochdrucklampe ist frappierend.

Temperaturregelung

Am einfachsten lässt sich eine konstante Temperatur im Zuchtraum durch Thermostat geregelte Lüftersteuerung erreichen. Steigt die Temperatur über einen festgelegten Wert, dann regelt der Thermostat den Lüfter auf höhere Leistung. Ebenso wird der Lüfter auf niedrigere Drehzahlen gestellt, wenn die Temperatur wieder unter den Grenzwert sinkt.

Die richtige Temperatur ist ein wichtiger Faktor zur erfolgreichen Ernte. Man versuche die Temperaturen während der Beleuchtungsphase nicht über 23 Grad steigen und während der Dunkelphase nicht unter 17 Grad sinken zu lassen. Bei Temperaturen steigt einerseits die Gefahr von Schädlingsplagen, zum anderen sind einige Bestandteile der wirksamen Inhaltstoffe des Hanfs ab 25 Grad flüchtig.

Relative Luftfeuchte

Grundsätzlich gilt die Luftfeuchte während der Vegetationsphase möglichst hoch, während der Blütephase möglichst niedrig zu halten.


Licht

Sonnenlicht ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Bei künstlicher Beleuchtung der Pflanzen stellt sich somit die Frage der richtigen Lichtquelle. Der für Pflanzen nutzbare Bereich des elektromagnetischen Spektrums liegt im Bereich des sichtbaren Lichts. Hanf ist eine Pflanze die sehr hohe Mengen an Licht durch Photosysthese zur Assimilation nutzen kann, eine gute Beleuchtung ist somit essentiell.

Von spezieller Bedeutung für den Anbau sind der rote und der blaue Spektralbereich des sichtbaren Lichts. Blaues Licht lässt die Pflanzen gedrungener und buschiger wachsen, ausserdem bilden sich dickere Stämme, gut für den Indoor-Anbau, bei dem oft die Höhe des Zuchtraums ein limitierendes Element darstellt. Unter rotem Licht wachsen die Pflanzen schneller in die Höhe. In der Blüte bekommen sie dafür aber dickere Knospen. Idealerweise kombiniert man also Leuchtmittel mit vorwiegend blauem Lichtanteil für die Vegetationsphase und vorwiegend rotem Lichtanteil für die Blütephase.

Licht macht Gewicht! Anders ausgedrückt ist die Art und die Stärke der verwendeten Lichtquelle entscheidend für einen hohen Ertrag. Für den Indoor-Anbau werden heute im wesentlichen drei Arten von Beleuchtung verwendet, Natriumdampflampen (NDL), Metallhalogen-Hochdruchlampen und die bekannten Leuchtstoffröhren (LSR). Seltener verwendet, aber auch geeignet sind speziell für die Aufzucht von Pflanzen entwickelte Energiesparlampen.

Leuchtstoffröhren (LSR)

Die allgemein bekannten Leuchstoffröhren gibt es in einer schier verwirrenden Formen- Stärken- und Lichtfarbenvielfalt. Für den Anbau von Hanf benötigt man sogenannte Drei-Banden-Leuchtstoffröhren, solche Leuchtmittel haben grundsätzlich eine "8" am Anfang der Typenbezeichnung. Die zwei weiteren Ziffern kennzeichnen die Lichttemperatur des emittierten Lichtes in 1000 Kelvin. Für die Wuchsphase von Hanf benötigt man Lampen mit einem hohen Blauanteil, das sind Röhren mit der Bezeichnung 860 oder 865 ("Daylight") und entsprechend einer Farbtemperatur von 6000 bzw. 6500K. Für die Blütephase des Anbaus ist ein erhöhter Rotanteil zur Ausbildung dicken Blüten notwendig. Für diesen Abschnitt sollte man dann mit Röhren der Bezeichnung 840 ("Cool White") und 830 ("Warm White") beleuchten.

Natriumdampflampen (NDL)

Hanfpflanzen stehen unter gelben NDL-Licht

Das Licht von NDLs sieht für den Menschen gelblich aus. Viele Strassentunnel sind mit 150 Watt NDLs bestückt, um eine Vorstellung von der Leuchtkraft dieser Lampen zu geben. Eine NDL kann jeweils nur mit einem speziellen, auf die Leistung des Leuchtmittels abgestimmten Vorschaltgerät betrieben werden. Dazu gehört noch ein Reflektor um das abgestrahlte Licht möglichst verlustfrei auf die Pflanzen zu werfen. Im Fachhandel gibt es z.B. 400 Watt Bausätze bereits ab 80 Euro.

NDLs strahlen vor allem im gelben und roten Spektralbereich des sichtbaren Lichts und sind damit vornehmlich für die Blütephase geeignet. Manche NDLs besitzen jedoch einen gegenüber normalen NDLs einen um 30-40% erhöhten Blauanteil und sind somit auch gut für die Vegetationsphase geeignet. Mit NDLs lassen sich die höchsten Erträge erzielen, nicht zuletzt wegen ihrer Lichtstärke. Es gibt sie in Stärken von bis über 1000Watt.

Metallhalogen-Hochdrucklampen (MH)

Thema noch frei!

Spezielle Leuchtmittel für Pflanzen

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Nicht geeignete Leuchtmittel

Glühbirnen

Alle Arten, egal welcher Wattstärke, von Glühbirnen sind für die Hanfzucht absolut ungeeignet.

Halogenlampen

Halogenlampen - nicht verwechseln mit Metallhalogen-Hochdrucklampen - sind ebenfalls ungeeignet für die Hanfzucht.

Die Photoperiode, oder: es blüht!

Wie die meisten Pflanzen reagiert Hanf mit dem Beginn der Blütephase in Abhängigkeit der Lichtdauer pro Tag. Dieses Phänomen wird Photoperiodizität genannt. Wenn man die Hanfpflanzen 18 Stunden oder länger am Tag mit Licht bestrahlt, dann wachsen sie. Bei einer Verkürzung der Photoperiode auf 12 Stunden reagiert die Pflanze mit dem Beginn der Blüte. Damit das in dieser Phase ausgeschüttete Blühhormon wirksam ist, ist es unerlässlich, dass die "Nachtzeit" auch wirklich vollkommen dunkel ist. Der Zuchtraum sollte also vollkommen lichtdicht abgeschlossen sein und die Pflanzen ablolut in Ruhe gelassen werden. Eine Unterbrechung der Nachtperiode bewirk eine Verzögerung bzw. ein Ausbleiben der Blüte. Außerdem führt eine Störung der Dunkelphase zu Stressreaktionen der Pflanzen, was sich durch zwittern äußern kann.

Zuchtraum

Raum ist in der kleinsten Hütte! Zum Anbau von Hanf ist nicht unbedingt ein separater Kellerraum vonnöten, viele Hobbygärtner berichten von erfolgreichen Ernten auf 0.25 Quadratmetern! Erforderlich sind lediglich ein abgeschlossener Schrank oder ähnlicher Behälter in dem man das Klima und die Lichtverhältnisse perfekt kontrollieren und so den Bedürfnissen der Pflanzen anpassen kann.

Sauberkeit ist essentiell!

Man sollte stets darauf achten den Zuchtraum, sein Umfeld und alle Gerätschaften, die beim Arbeiten mit den Pflazen zum Einsatz kommen, sauber zu halten. Vor allem nach ausgedehnten Waldspaziergängen oder nach Gartenarbeiten sollten man saubere Kleidung anziehen, bevor man sich an seiner Zucht zu schaffen macht. Schädlinge und Krankheiten sind sehr viel schneller eingeschleppt als man sie wieder los wird!

Haustiere - Hunde und Katzen - haben nichts im Zuchtraum zu suchen, sie stellen hochpotente Infektionsherde dar.

Rohausbau

Fugen abdichten

Ist der Schrank, der Kasten oder die Kommode an Ort und Stelle kann man sich an den Rohbau wagen. Alle Fugen werden Luft- und Luchtdickt versiegelt. Gut dafür geeignet ist beispielsweise Silikon, wie es zum Verfugen von Fliessen im Bad verwendet wird. Ebensogut kann man 4x4mm Fichtenholzleisten in die Kanten kleben. Der Zuchtraum soll tatsächlich vollkommen abgedichtet werden. Gegen Licht, damit während der Blütezeit das Blütehormon der Pflanzen nicht gestört wird, gegen Luft, damit keine Ritzen oder Löcher verbleiben durch die Ungeziefer oder Staub eindringen können.

Löcher für Belüftung und Elektroinstallation

Man braucht nun Löcher für Zu- und Abluft. Die Öffnung für die Zuluft dimensioniert man mindestens doppelt so gross wie die Öffnung der Abluft. Die Zuluftöffnung verklebt man mit einem feinen Netz um Insekten und Staub zurückzuhalten. Zuletzt installiert man Lichtfallen um vollkommene Dunkelheit bei ausgeschalteten Lampen zu gewährleisten.

Reflekt(x)ion

  • SW-Folie - am besten
  • Heizungslack - gut
  • Aluminiumfolien - schlecht

Elektrik-Installationen

Zuchtmedien

Für die meisten Anfänger wohl am beeignetsten ist der Anbau auf Erde. Für Fortgeschrittene bieten sich die Hydrokultur sowie die Zucht auf Kokosfasern oder Steinwolle an. Bei den Anbaumethoden auf leblosen Medien bzw. der Hydrokultur beziehen die Pflanzen ihre Nährstoffe direkt aus dem zugegebenen Wasser. Damit ist einerseits eine extrem gute Kontrolle der Lebensbedingungen möglich, andererseits muss man dann auch gut über die Bedürfnisse der Pflanzen bescheid wissen und stete Kontrolle üben.

Erde

Erde ist nicht gleich Erde. Man kann für die Hanfzucht am einfachsten auf fertige Blumenerde aus dem Pflanzenmarkt zurückgreifen. Man sollte jedoch etwas auf die Qualität der Erde achten. Billige Erde ist oft schlecht gedüngt oder ist anfälliger für Schädlinge. Es gibt auch spezielle Erde für Hanfpflanzen, die auf die Bedürfnisse von Hanf hin zusammengemixt wurde und von allen Grow-Shops vertrieben wird.

Zur Verbesserung des Bodenklimas und für besssere Belüftung der Erde sollte man in jedem Fall ein Viertel bis ein Drittel Perlite der Erde beimischen. Perlite ist durch Erhitzen aufgeschäumte und anschliessend zermahlene Lava. Perlite speichern Feuchtigkeit und tragen wesentlich zu einem gesunden Bodenklima bei.

Neben dem Licht ist der Boden wohl der zweitwichtigtse Faktor, der zu einem guten Ertrag führt. Durch regelmässiges Umtopfen hat die Pflanze Gelegenheit ständig neue Wurzeln auszubilden. Gesundes Wurzelwachstum ist auch die Voraussetzung für gesundes Wachstum von Stengel, Blättern und Blüten. Hanfpflanzen entwickeln sich oberirdisch proportional zum unterirdisch verfügbaren Platz.

Eigene Erdmischungen

Eine einfaches und für Hanf sehr gut geeignetes Basisrezept ist Blumenerde. Perlite und Wurmdung 1:1:1 gemischt. Wurmdung ist ein stickstoff-reicher Dünger und sorgt für gesunde, grüne Pflanzen. Wichtig bei der Bereitung von eigener Erde ist rechtzeitiges Anfangen. Die fertige Erdmischung sollte für mindestens drei Monate ruhen, damit sich die verschiedenen Inhaltsstoffe gut verbinden können. Zweckmässigerweise mischt man die eigene Mischung in grossen Eimern, wie sie von Maurern zum Mischen von Mörtel verwendet werden.

Hydrokultur

Thema noch frei!

Kokos-Substrat

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Wasser

Da die Pflanzen zum Leben Wasser brauchen und alle Nährstoffe über Wasser aufgenommen werden, ist dies ein weiterer wichtiger, wenn auch nicht kritischer Faktor.

Zunächst zur Menge: Hanf liebt es nicht zu nass. Der häufigste Anfängerfehler ist zu starkes Giessen - manche Pflanze wurde schon richtiggehend ertränkt! Giessen sollte man erst, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Selbst wenn die Pflanzen einmal wegen Trockenheit ihre Blätter hängen lassen ist das kein Grund zur Sorge, kräftig gewässert richten sie sich innerhalb kurzer Zeit wieder zur Sonne.

Das Wasser sollte nicht zu heiss sein, andererseits auch nicht heisskalt. Falls man glücklicherweise eine Regentonne besitzt, kann man ohne Probleme mit Regenwasser giessen. Wasser aus der Leitung sollte sich "kühl" anfühlen, "lauwarm" ist etwas zu viel.

ph-Wert

Der pH-Wert (potentium hydrogenii) bezeichnet den negativen dekadischen Logarythmus der H+-Ionen im Wasser. Einfacher ausgedrückt: der pH-Wert ist ein Mass für den Säuregehalt des Wassers. Wasser mit einem pH-Wert von 7 ist neutral. Werte unter 7 stehen für saures, über 7 für basisches Wasser.

Für Hanf sind pH-Werte von 6.0 bis 7.0 sehr gut. Die Pflanzen kommen aber auch mit Werten zwischen 5.0 bis 7.5 gut zurecht. Benutzt man als Anzuchtmedium vorgedüngte Markenerde, so muss man sich meistens um den pH-Wert keine grossen Sorgen machen. Im Zweifelsfall gilt aber, dass bestehende Verhältnisse nicht drastisch geändert werden sollten, da sich die Wurzeln an einen bestehenden pH-Wert gewöhnen.

EC-Wert

Der EC-Wert (electric conductivity) ...Thema noch frei.


Wuchs, Blüte und Ernte

Vegetationsphase

Keimen der Samen

Es gibt voneinander abweichende Methoden die Samen zum Keimen zu bringen, die von verschiedenen Züchtern mit hoher Erfolgsquote angewendet werden. Am einfachsten ist es die Samen in Torfquelltöpfe zu pflanzen und diese in ein Minigewächshaus zu setzen. Manche Züchter legen die Samen 24 Stunden in ein Wasserglas zum Vorquellen (mit einem Küchentuch lässt sich verhindern, dass die Samen aufschwimmen), eine weitere Methode sieht vor die Samen zwischen zwei feuchten Taschentüchern zum Keimen zu bringen, und erst in Erde zu setzen, wenn die Keimwurzel ein bis zwei Centimeter lang ist. Alle diese Methoden führen zum Erfolg, wichtig ist lediglich, dass die Samen - und die Keimlinge - unter warmen und feuchten Bedingungen gehalten werden.

Anzucht

Sieben Tage alt

Die Anzucht- oder Vegetationsphase findet wie im Kapitel Licht geschildert, am besten unter Licht mit erhöhtem Blauanteil statt. Verwendet man Leuchtstoffröhren, dann sollte man beachten, dass die jungen Pflanzen sehr dicht unter den Röhren positioniert werden. Die Hitzeentwicklung der Röhren ist sehr gering, es besteht also keine Verbrennungsgefahr, ausserdem nimmt die Lichtintensität bei Leuchtstoffröhren mit dem Abstand sehr schnell ab. Durch den geringen Abstand zum Leuchtmittel beugt man dem im Anfangsstadium des Wuchses sehr gefürchteten "Spargeln" vor.

Unter Metallhalogen- und Natrium-Hochdrucklampen sollte man dagegen einen eher zu grossen als zu kleinen Abstand wählen. Die Hitzeentwicklung ist sehr hoch, ausserdem ist die Lichtintensität dieser Lichtquellen für Jungpflanzen sehr hoch. Als Faustregel für den Abstand wählt man Watt/10 in Centimeter, bei einer 400 Watt Lampe also mindestens 40 Centimeter.

Beleuchtungsdauer

Hanfpflanzen, denen man 18 oder mehr Lichtstunden pro Tag gönnt, wachsen immer weiter ohne zu blühen. Bei einer Lichtdauer von 12 oder weniger Lichtstunden pro Tag jedoch fängt die Pflanze an Blüten auszubilden. Ein regelmässiges Ein- und Ausschalten der Lampen erledigt am besten eine Zeitschaltuhr.

Der Zeitpunkt ab dem man Hanfpflanzen "in die Blüte schickt", sprich die Beleuchtungsdauer auf 12 Stunden reduziert hängt von vielen Faktoren ab. Man sollte bei der Bestimmung dieses Zeitpunkts berücksichtigen, dass die Pflanzen auch in der Blütephase noch wachsen. Als Faustregel gilt, dass Indicas nach der Zeitumstellung noch einmal so gross werden, wie sie dann bereits sind. Sativa Sorten wachsen auch in der Blüte noch stärker nach. Oft dreimal grösser als bei der Zeitumstellung.

Männlein oder Weiblein?

Weibliche Blüte im Anfangsstadium

Ist die Blüte eingeleitet, werden nach einigen Tagen die Pflanzen anfangen Blüten zu bilden. Weibliche Exemplare entwickeln weisse bis gelbe, intensiv duftende Stempel bzw. Fäden. Männliche Pflanzen erkennt man an kleinen kugeligen Gebilden, den Pollensäcken, die sich an den Nodien bilden.

Um qualitativ herausragendes Sinsemilla ("ohne Samen") zu erhalten, muss man alle Männer aus dem Zuchtraum entfernen. Die psychoaktive Substanz des Hanfs - THC - befindet sich hauptsächlich im Harz der weiblichen Blütenstände. Die Funktion des Harz ist nämlich ein Festhalten der Pollen auf den Blüten. Wird eine Hanfblüte bestäubt, so wird die Produktion von Harz verringert und die Pflanzen konzentrieren ihre Energie auf die befruchteten Samen. Unterbleibt jedoch die Bestäubung durch Pollen, so werden die Weibchen bis zu ihrem Tod am Ende der Blühperiode immer mehr und immer potenteres Harz produzieren.

Stecklinge zur Geschlechtsbestimmung

Falls man herausragende Mutterpflanzen heranziehen möchte, oder man aufgrund von Platzmangel möglichst früh die männlichen Pflanzen entfernen will, kann man dazu Stecklinge schneiden und diese nach kurzer Zeit in die Blüte schicken. Voraussetzung dazu ist allerdings ein vom Vegetationsraum abgetrennter Blüteraum.

Zum erfolgreichen Arbeiten mit Stecklingen benötigt man auf jeden Fall ein scharfes Messer, am besten frische Rasierklingen oder Skalpelle. Je glatter die Schnittfläche, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Stecklinge überleben.

Die Stecklinge werden kurz über einer Nodie abgeschnitten, mit einer Markierung versehen (wichtig!) und sofort in ein Wasserglas gestellt. Da die Überlebensrate von Stecklingen nicht bei 100% liegt kann man zur Sicherheit mehrere Stecklinge der selben Pflanze schneiden. Nachdem man etwa die Hälfte des Stiels gekappt hat, schiebt man den Steckling einige Centimeter tief in ein evorbereitete Torfquelltablette oder ein kleines Töpfchen mit ungedüngter Anzuchterde.

Während der ersten Zeit sollte man die Stecklinge feucht, nicht nass, und geschützt vor Flüssigkeitsverlust stellen. Am einfachsten stellt man sie in ein kleines Vorzuchtgewächshaus, das alle Pflanzenmärkte günstig vertreiben. Man sollte mit dem Bewässern sehr vorsichtig sein, da sich leicht Fäule bildet.

Nach ein bis drei Wochen sollte der Steckling angewachsen sein. Zur Beschleunigung kann man auf Wurzelhormon aus dem Fachhandel zurückgreifen. Wenn der Steckling anfängt zu wachsen, werden sich bei 12stündiger Lichtdauer pro Tag nach weiteren ein bis zwei Wochen Blüen zeigen.

Um die potenteste Mutterpflanzen zu bestimmen kann man nun die Stecklinge bis zum Erntezeitpunkt blühen lassen und das Ergebnis testen. Die nächste Ernte wird dann nur aus Pflanzen bestehen, die alle identische Klone der besten Mutterpflanze sind.


Blütephase

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Ernte

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Lagerung

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Fortgeschrittene Methoden

Arbeiten mit Stecklingen

Wie bereits erwähnt liegt der Preis vieler Samen deshalb so hoch, weil der Aufwand für die Aufrechterhaltung der Sortenreinheit enorm ist. Deswegen empfiehlt sich das Arbeiten mit Stecklingen. Stecklinge sind Klone und stimmen in ihren Eigenschaften vollkommen mit den Mutterpflanzen ueberein.

Zur Auswahl einer guten Mutterpflanze sollte man nicht mit Samen sparen, da auch Saatgut sortenreiner Zuchten verschiedene Phaeno- und vor allem Qualitaetstypen hervorbringt.

Bei der Arbeit mit Mutterpflanzen und Stecklingen sind unbedingt zwei getrennte Zuchtraeume vonnoeten: ein Vegetations- und ein Bluehraum.

Im Vegetationsraum brennt das Licht 18 Stunden am Tag um die Pflanzen vom Bluehen abzubringen. Die Mutterpflanzen und frisch geschnittenen Stecklinge werden hier untergebracht.

Im Bluehraum brennt das Licht nur fuer zwoelf Stunden am Tag um die Bluete zu stimulieren. Je nach Hoehe, die der Raum bietet, kann man die Stecklinge, sobald sie sichtbare Zeichen von Wachstum zeigen (10-20 Tage) in den Blueteraum stellen. Waehrend der Bluetezeit wachsen auch Stecklinge noch weiter in die Hoehe. Mit der doppelten Groesse zum Zeitpunkt der Ernte muss gerechnet werden.

Stecklinge schneiden

Sea of Green (SoG)

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Screen of Green (ScroG)

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Samen aus eigener Zucht

Die Samen, die aus eigener Zucht gewonnen werden, stammen von den männlichen Pflanzen, welche hierzu großgezogen werden müssen und somit einen eigenen Grow-room benötigen, sodass die männlichen Pflanzen die weiblichen nicht bestäuben. Nachdem die Samen geerntet wurden, sollte man sie in einem trockenen Raum in Aluminiumfolie oder in anderes kondensations-neutrales material verpacken und Lagern.

Bearbeitung: J.K. [7.11.07]

Duenger

Schädlinge, Krankheiten und deren Bekämpfung

Wie bereits im Kapitel über den Zuchtraum erwähnt, ist Hygiene der beste Schutz gegen Schädlinge und Krankheiten. Jedenfalls sollte man nach Waldspaziergängen die Kleidung wechseln um den Raum nicht mit Sporen, Larven und Insekteneiern zu kontaminieren. Nach Möglichkeit bewahrt man alle Werkzeuge, die im Anbauraum verwendet werden getrennt auf, z.B. im Anbauraum selbst oder einer sauberen Kommodenschublade.

Daneben sind vor allem die Umweltparameter Temperatur und relative Luftfeuchte entscheidend zur Aufzucht von gesunden Pflanzen. Grundsätzlich sollte die Temperatur im Bereich von mindestens 17 (nachts) bis maximal 25 (bei Licht) Grad liegen. Bei höheren Temperaturen fühlen sich viele Schädlinge, allen voran die Spinnmilbe sehr wohl, unter 17 Grad verlangsamt sich die Entwicklung der Pflanze sehr stark.

Die relative Luftfeuchte sollte man in der Vegetationsphase sehr hoch halten, um gesundes Wachstum zu fördern. In der Blütezeit, besonders gegen Ende, ist niedrige Luftfeuchte wichtig um die Bildung von Schimmel zu verhindern.

Adlerkrallen

Adlerkrallen

Adlerkrallen, mehr oder weniger stark sich nach unten verbiegende Blätter, scheinen ein häufiges Phänomen zu sein. Sie sind aber ohne erkennbare Verfärbungen auf den Blättern eher harmlos. Manche Sorten scheinen eine verstärkte Neigung zu Adlerkrallen zu besitzen.

Blattläuse

Blattläuse sind zwar ein ärgerliches, aber kein schlimmes Problem, das man am einfachsten durch tägliches "Handanlegen" beseitigt.

Fruchtfliegen

Bei Befall mit Fruchtfliegen in der Erde, ist die erste Maßnahme weniger zu gießen. Falls die Fruchtfliegen überhand nehmen, sind Gelbtafelsticker (Neudorf oder ähnlich) aufzustellen. Die Fliegen werden dadurch schnell eleminiert. Die Fliegen sind solange harmlos, solange kein Massenbefall auftritt und die Fliegen genug Nahrung auf der Erde finden. Ansonsten werden auch die Wurzeln der Pflanzen vertilgt. Die Pflanzen gehen dann schnell ein.

Schimmel

Schimmel gehört zu den gefürchtetsten Krankheiten, die eine Hanfpflanze befallen kann. Ausnahmslos tritt der Schimmel in den späteren Phasen der Blüteperiode oder während des Trocknens auf. Ursache ist meist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Besonders in der Blüte sollte also auf eine gute Durchlüftung des Zuchtraums geachtet werden, leider sind Massnahmen zur Reduzierung der Luftfeuchte aufwendig und teuer. Als ausgefallenes Hausmittel können Hopfendolden ausgelegt oder aufgehangen werden. Auch täglich in einer flachen Schale ausgelegter trockener Reis nimmt Feuchte auf.

NIEMALS darf man - so weh es auch tut - von Schimmel befallene Blüten konsumieren. Zur Wiederholung: NIEMALS konsumiert man von Schimmel befallene Pflanzenteile! Die Schimmelsporen enthalten karzinogene, allergene und schlichtweg giftige Stoffe, die auch erhalten bleiben, obwohl die Sporen durch die Hitze beim Rauchen zerstört werden. Auch eine Extraktion mit Butan-Gas oder Butter entfernt die Sporen nicht aus dem Gras.

Blüten, an denen man Spuren von Schimmel findet, sind immer vollständig zu verwerfen! Wie beim schimmeligen Brot durchdringt das Pilzmyzel meist das gesamte Volumen der Blüte.

Bekämpfung

Eine Bekämpfung von Schimmel - einmal aufgetreten - gibt es nicht mehr. Vorsorglich sorgt man für eine gute Durchlüftung des Anbauraumes.

NIEMALS verschimmelte Pflanzenteile konsumieren!!!

Spinnmilben

Spinnmilben sind die häufigste Bedrohung für Hanfpflanzen. Liegt ein Befall vor, dann zeigen sich weisse Flecken an den Blättern. Die Schädlinge selber sitzen an der Unterseite der Blätter. Bei fortgeschrittenem Befall im Endstadium sind die Pflanzen schliesslich vollkommen von einem weissen Geflecht übersponnen.

Bekämpfung

Spinnmilben vermehren sich besonders stark ab Temperaturen von 25 Grad Celsius. Optimale Temperatur für eine erfolgreiche, spinnmilbenfreie Zucht sind Temperaturen um die 23 Grad.

Ein natürlicher Feind von Spinnmilben ist die Raubmilbe Phytoselius persimilis. Zu beziehen sind Insekteneier dieses Raubinsekts über den Fachhandel.

Thripse

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Weisse Fliegen

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Outdoor

Als Outdoor wird die Hanf zucht im freien bezeichnet. Im Gegnsatz zur Indoor zucht.

Industriehanf

Industriehanf wird gezüchtet um Seile,Vogelfutter,Speisseöl usw. zu Produzieren. Der Industriehanf wurde extra so gezüchtet das er einen besonders niedirigen THC gehalt hat (THC gehalt ca.01 prozent bis 0.3) und somit nicht als Rauschmittel verwendet werden kann.

Kommentierte Anbau-Reports

Glossar

Literatur und Weblinks

Literatur

  • Runa (2001): SINSEMILLA unter Kunstlicht, Organic Earth, Maastricht. ISBN 9075924038

Weblinks