Das Herzogtum Anhalt-Bernburg
Dieses Buch steht im Regal Geschichte sowie im Regal Reisen und Landeskunde.
Zusammenfassung des Projekts
[Bearbeiten]- Ansprechpartner: Methodios
- Sind Co-Autoren erwünscht? Ja.
Zielgruppe
[Bearbeiten]Dieses Buch richtet sich in erster Linie an Bernburger und an Bernburg-Reisende, aber auch an alle romantisch Interessierte. Vorkenntnisse zum Thema sind nicht notwendig.
Schloß Bernburg (Burg Salfurt = Dupzk)
[Bearbeiten]-
Schloß 1892, aus der Gartenlaube; Bildunterschrift: „ Das Schloß in Bernburg vor dem Brande am 6. Januar 1894. Nach einer Originalzeichnung von O. Günther-Naumburg.“
-
Bernburg, Saale / Schloss. Postkarte vom "Verlag Max Teich, Bernburg Nr. 14129. Um 1900.
-
Bernburg, Saale / Schloss. Postkarte vom "Verlag Max Teich, Bernburg Nr. 14129. Rückseite. Um 1900.
-
Gruss aus BERNBURG, HERZOGL.SCHLOSS; Motiv: Schloss von der Wasserseite, Wappen; Kartennummer: 4652; Signatur: Signum ES; Signaturlage: rechts unten. 1899 von Erwin Spindler (1860 bis 1926).
-
Gruss aus BERNBURG, HERZOGL.SCHLOSS; Motiv: Schloss von der Wasserseite, Wappen, Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre!; Kartennummer: 4652; Signatur: Signum ES; Signaturlage: rechts unten. 1899 von Erwin Spindler (1860 bis 1926).
-
Titel: Gruss aus BERNBURG, HERZOGL. SCHLOSS; Motiv: Burgberg mit Schloss, rechts unten Wappen; Kartennummer: 4654; Signatur: Signum ES; Signaturlage: rechts unten. 1899 von Erwin Spindler (1860 bis 1926).
-
Titel: BERNBURG; Motiv: Burgberg mit Schloss, rechts unten Feld für Text, Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre; Kartennummer: 4172; Signatur: Erw.Spindler; Signaturlage: links unten; Gedruckt bei: Max Teich, Bernburg. 1899 von Erwin Spindler (1860 bis 1926).
Geschichte Bernburgs
[Bearbeiten]Frühmittelalter
[Bearbeiten]Das 7. Jahrhundert
[Bearbeiten]Ab dem 7. Jahrhundert wanderten die slawischen Sorben in den Raum ein und überschritten hier auch die Saale Richtung Westen.
Das 8. Jahrhundert
[Bearbeiten]Ältester urkundlich bezeugter Ort im Stadtgebiet von Bernburg ist Waldau. 782 wurde ein fränkischer Königshof Waldau (Uualadala = Waladala) erwähnt.[1] Dieser lag auf dem Martinsberg, südlich des Areals der heutigen, 1893 erbauten neogotischen Backsteinkirche St. Stephan.
Das 9. Jahrhundert
[Bearbeiten]Hier hielt König Karl, der Sohn Karl des Großen, 806 einen Heertag (=Heerschau) ab, rückte von dort aus über die Saale vor und schickte Heerschaaren auch über die Elbe. Im Verlaufe dieses Feldzuges wurden die Burgen nördlich der Elbe gegenüber von Magdeburg und östlich der Saale bei Halle (Giebichenstein) auf Befehl des Königs Karl gegründet.[2] Das Kloster Fulda besaß in Waldau ein Klostergut, welches ebenso wie die Fuldaer Klostergüter in Magdeburg und Alsleben an der damaligen Ostgrenze des fränkischen Reiches (der Elbe-Saale-Linie) lag. [3] An dieses Klostergut erinnert die alte Stephanskirche auf dem Stephansberg an der "Straße der Romanik".
Da die Saale im Unterlauf wegen des geringen Gefälles recht stark mäanderte, verlief der Fluß damals durch den heutigen Altarm der Röße am Fuße des Waldauer Berges. Hierdurch lag das Gebiet der heutigen Talstadt genau wie das Gebiet der heutigen Bergstadt östlich der Saale im damals slawischen Territorium. Hieran erinnert noch der Name der alten slawischen Siedlung Dupzk im Bereich der heutigen Talstadt.
In der früheren Forschung wurde das Gebiet östlich der Saale vielfach zur Sorbenmark (Limes Sorabicus) gerechnet. Im Orlagebiet um Saalfeld wie auch im mittleren Saaletal um Jena existierten auch östlich der Saale große, bewaldete und damit siedlungsfreie Grenzräume, bis zu denen nachweislich fränkischer Einfluß festzustellen ist. Im unteren Saaletal hingegen fehlten bereits lange vor der karolingischen Zeit solche natürlichen Grenzen. Hier geht die neuere Forschung von einer Grenzfunktion der Saale mit den slawischen Grenzburgen östlich der Saale aus.
Seit 806 gab es nach dem Annalista Suebico ein tributäres Abhängigkeitsverhältnis der ostsaalischen Sorben. 839 [4]versuchte der Stamm der Colodici unter ihrem "König" Czimislav (Cimisclus) die innerfränkischen Wirren um die Nachfolge Ludwigs des Frommen auszunutzen, um sich von diesem Tribut freizumachen. Daraufhin zeigten die Franken eine erneute Geschlossenheit und besiegten die Sorben bei der "Königsstadt" Kesigesburch (wohl dem heutigen Cösigk), eroberten diese "Stadt" und 11 weitere Burgen der Colodicer. Czimislav wurde getötet, von dem unter fränkischer Ägide neugewählten "König" wurde der Treueid und Geiseln entgegengenommen, und die Coledicer erhielten neben dem Tribut eine weitere "Buße". Offenbar suchten die Colodicer zu diesem Zeitpunkt ihre etwas rückwärtige Lage jenseits der Saale am Mittellauf der Fuhne für diesen Abfallversuch aus dem fränkische Einflußbereich zu nutzen. Aus den Gauen direkt an der Saale wie Nudzici (mit Bernburg), Neletici (mit dem Hauptort Nehlitz), Budizko (Grimschleben), Serimunt und Zitici (mit Rosenburg) sind solche Vorgänge aus jener Zeit nicht bekannt, weil hier die Sorben sogar noch von ihrer exponierten Lage direkt an der Grenze profitierten.
Auf dem späteren Schlossberg von Bernburg gab es nach der sorbisch-orthodoxen Hagiographie in spätkarolingischer Zeit eine slawische Grenzburg, von den Slawen Burg Dupzk genannt, entweder nach den für das Bernburger Krumbholz typischen Eichen oder weil die Burg aus Eichenstämmen errichtet war. Der germanische Name war Burg Salfurt nach der "eisernen Furt" über die Saale. Diese Grenzburg gehörte zu einer ganzen Kette von mächtigen slawischen Befestigungen am Ostufer der Saale wie Burg Grimschleben (slawisch: Budizco) und Rosenburg (sorbisch Rosburg=von Schilf umgebene Burg) im Gau Serimunt (Untergau Zitici) sowie Rothenburg (slawisch: Spuitni) und Burg Wettin (slawisch Vitin von Vit=Willkommen) im Gau Nudzici. Neben der "eisernen Furt" in Dupzk gab es damals noch die "Steinforth" Plezege über den Altarm Bläs. Brücken über die Saale entstanden erst im Hochmittelalter. 885 gründeten aus dem Großmährischen Reich vertriebene orthodoxe Slawen, darunter auch Sorben, im Schutz der Burg Dupzk (Salfurt) unter ihrem Abt Kliment das Kloster "Sveti Pantelejmon" (Heiliger Pantaleon).
890 kamen die Gebiete der Sorben und damit auch der Gau Nudzici an das Großmährische Reich. Damit setzte eine erneute Verfolgung und Vertreibung der orthodox gebliebenen Slawen ein. Viele Mönche und auch Priester verließen daraufhin das Kloster des Heiligen Pantaleon und gründeten in Liezkau (dem heutigen Leitzkau) das Kloster "Nowe Dupzk" ("Neu-Salfurt"). Als bereits kurz darauf nach dem Tod des großmährischen Fürsten Svatupluk I. im Jahre 894 innerdynastische Streitigkeiten im Großmährischen Reich einsetzten, endeten die Verfolgungen orthodoxer Slawen in den sorbischen Gebieten. Daraufhin blühte Kloster Dupzk (Salfurt) in Nudzici wieder auf und wurde zeitweise von mehr als 60 Mönchen bewohnt. Um die Klosterkirche (im Bereich der heutigen Schloßkirche St. Aegidien) wurde ein Friedhof angelegt, der bei Bauarbeiten östlich der romanischen Apsis im Jahre 2011 angeschnitten wurde. Dieser ist offenbar auch nach der Zerstörung des orthodoxen Klosters nachgenutzt worden, wie die Fundsituation nachweist. Das Kloster befand sich vermutlich zwischen dem zweiten und dem erst 2014 archäologisch entdeckten dritten Burgwall der Burg Dupzk (Salfurt). Damit hatte diese frühmittelalterliche sorbische Burg einen ähnlichen Aufbau wie die seit der Bronzezeit strategisch wichtige Burg Budizco (Grimschleben) gegenüber der Bodemündung, welche zur gleichen Zeit ebenfalls über drei Wälle verfügte. Nach der sorbisch-orthodoxen Hagiographie gab es in Budizco (Grimschleben) eine durch Priester aus Dupzk betreute Kirche, genauso wie in Rosenburg, Wettin, Burg-Kühnau und weiteren Orten.
Die starke Klostergemeinschaft auf dem Schlossberg baute um 900 direkt am Fernhandelsweg in Dupzk eine hölzerne Kirche mit dem Marienpatrozinium (die heutige Marienkirche der Talstädter Altstadt).
Desweiteren wurde kurz vor 900 die unter Ludwig dem Deutschen um 869/70 gegründete Reichsabtei St. Cyriakus (Frose) durch Salfurter Mönche reformiert. Die Fürsten des benachbarten Suebengaus regierten damals eine deutsch-slawische Mischbevölkerung und förderten angesichts der Verhältnisse im päpstlichen Rom (wie die "Leichensynode" vom Januar 897) den volkssprachlichen Gottesdienst in althochdeutsch und altkirchenslawisch. Im März 868 war das Altkirchenslawische als vierte Sprache nach Hebräisch, Altgriechisch und Latein zur Verwendung im Gottesdienst des Westkirche von Papst Hadrian II. zugelassen worden. Deutsch sollte sich erst nach der Reformation durch Martin Luther als Liturgiesprache durchsetzen.
Das 10. Jahrhundert
[Bearbeiten]Am 3. Oktober 909 starb der erste Abt Kliment von Dupzk. Zum Nachfolger wurde der Mönch Ioannis gewählt.
Nach dem Frieden mit den Ungarn 924[5] schürten die sächsischen Liudolfinger unter König Heinrich I. im Verbund mit der römischen Kirche, allen voran der streitbare Bischof Bernhard von Halberstadt, eine Adelsfehde im Suebengau und unterstützten dabei massiv ihre Parteigänger um den Grafen Thietmar von Ostfalen und dessen Sohn Siegfried. Im Verlaufe dieser Kämpfe erlitten die sieben Mönche des Klosters Frose unter ihrem Abt Michail am 5. Mai 927 das Martyrium. Burg Dupzk als Fluchtort des suebischen Fürsten und seines treu gebliebenen Adels wurde am 10. Mai 927 von den Truppen Thietmars zerstört. Dabei wurde auch das Kloster Pantaleon verbrannt und die zwölf nicht geflohenen Mönche und ihr Abt Ioannis getötet. Eine Datierung von Einzelfunden aus den 2011 entdeckten Grabenverfüllungen der frühmittelalterlichen Wallburg ergab das 9. und 10. Jahrhundert und korrespondiert demzufolge mit der Burg vor 927.
Die alte Stätte der slawischen Grenzburg wurde danach Brandanburg genannt - nach dem althochdeutschen "brandan, brendan", dem deutschen "brennen" (vergleiche auch die zu dieser Zeit mehrfach abgebrannte slawische Burg Brandenburg). Im Niederdeutschen, welches als Elbostfälisch bis in die Bernburger Gegend nachgewiesen wurde, wird für brennen "bernen" benutzt. Demzufolge bedeutet Bernburg "verbrannte Burg".
Am 1. Juni 932 starb Thietmar, auf den die Grafenrechte im Schwabengau übergegangen sein dürften, denn diese sind bereits 934 bei seinem Sohn Siegfried nachweislich.[6] Das linkssaalische Waladala gehörte zum Schwabengau. Der Gau Nudzici mit dem heutigen Schloßberg und der heutigen Talstadt ging wahrscheinlich in das Königsgut ein, das 936 von Heinrich I. auf Otto I. vererbt wurde. Nach dem Tode Siegfrieds 937 wurden zunächst dessen Schwager, der Billunger Christian, und ab 944 Christians Sohn Thietmar, Grafen im Schwabengau.
Brandanburg erscheint am 29. Juli 961 in einer Urkunde Ottos I. als civitas Brandanburg. Das Original der Urkunde von 961 ist nicht erhalten. Das Landeshauptarchiv Magdeburg besitzt noch zwei ältere Abschriften aus dem 11. bzw. dem 15. Jahrhundert. In der zweiten Abschrift als Teil eines Copiars zusammen mit etlichen weiteren Urkundenabschriften, die das Erzbistum Magdeburg betrafen, wurde zu Brandanburg die erklärende Randglosse Berneburg hinzugefügt. Hier hat sich das niederdeutsche "bernen" (brennen) noch deutlicher erhalten. Demnach wurde der Ort der ehemals slawischen Grenzburg nun als Burgwardort für den Norden des Gaues Nudzici nachverwendet. Die weiteren ottonischen Burgen dieses Gaues, welche in dieser Urkunde erwähnt wurden, waren Vitin (Wettin), Liubuhun (Löbejün), Zputinesburg = Suptinesburch (Rothenburg), Loponoh (Laublingen, heute zu Beesenlaublingen) und Trebonizi(Trebnitz. Der sich zwischen der Saale und den Flüssen Fuhne (bis Plötz) und Götsche von der Fuhnemündung bei Bernburg bis zur Götschemündung bei Halle über sorbisch besiedeltes erstreckende Gau verfügte demnach über sechs ottonische Burgwardbezirke.
964 gehört die Stephanskirche in Waldau zur Memorial-Stiftung des durch Gero frisch gegründeten Hausklosters Gernrode.[7] Ähnlich wie in Gernrode wird der mächtige Markgraf, der sich durch den Tod seiner beiden Söhne Siegfried und Gero auf seine Stiftung konzentrierte, hier nun den Bau einer ottonischen Steinkirche (an der Stelle der fränkischen Holzkirche) gefördert haben. Von diesem Bau zeugen noch Spolien in der Tür des Turmes: zwei ottonische Grabsteine als Zargen und ein Reliefstein mit erhobener Hand als Sturz.
Markgraf Gero verstarb bereits im folgendem Jahr 965. Seine "Sächsische Ostmark", zu der auch Nudzici gehörte, wurde aufgeteilt. Der sorbisch besiedelte Gau mit der Brandanburg kam an die Mark Lusica (Lausitz). Erster Markgraf wurde Hodo I., ein naher Verwandter Geros, der die Mark im Namen der deutsch-sächsischen Könige und Kaiser bis 993 verwaltete. Hodo fand auch 974 als Graf im Schwabengau Erwähnung. Bis 978 mußte er sich dort die gräflichen Rechte noch mit Thietmar, seit 944 im Schwabengau nachgewiesen, teilen. Am 2. November 974 wurde Biendorp (der heutige Bernburger Stadtteil Biendorf) im Gau Serimunt ersterwähnt. Auch im Gau Serimunt besaß Thietmar (ab etwa 970) Grafenrechte. Nach Thietmars Tod scheint Rikdag, der Markgraf von Meißen, in dessen Rechte eingetreten zu sein (nachweislich 985 im Schwabengau)). Zu Hodos Zeit wurden 979 das sorbische Roschwitz im Gau Nudzici, am 26. April 983 das sorbische Dorf Sarauna (Sabrau bei Gröna) ebenfalls in Nudzici und 986 der heutige Bernburger Stadtteil Wohlsdorf im Gau Serimunt erstmals erwähnt.
Das frühe 11. Jahrhundert
[Bearbeiten]Ihm folgte Gero als Markgraf der Lausitz und damit auch über Brandanburg, der einzige Sohn des Markgrafen Thietmar I. von Merseburg und Enkel des Grafen Christian vom Schwabengau (und Serimunt) bis 1015. Gero mußte die Grafenrechte im Schwabengau noch mit Rikdags Sohn Karl teilen, der von 992 oder 993 bis 1010 als Graf dort nachgewiesen ist und 1014 starb.
Nach Geros Tod wurde dessen Sohn Thietmar bis 1030 als Markgraf der Lausitz. Dieser mußte sich die Grafenrechte im Schwabengau mit dem Grafen Dietrich II. von Wettin teilen.
Dem Markgrafen Thietmar von der Lausitz folgte dessen einziger Sohn Hodo II., der am 30. Juli 1032, hundert Jahre nach dem Tode seines bedeutenden Ahnen Thietmar von Ostfalen, letztmalig urkundlich erwähnt wurde. Mit ihm starb das Geschlecht des Asig von Ostfalen aus, welches so berühmte Männer wie den Legaten Siegfried und den Markgrafen Gero hervorgebracht hatte.
In der Markgrafschaft Lausitz folgte Dietrich II. von Wettin, so dass das Gebiet des heutigen Bernburgs westlich wie östlich der Saale erstmals wieder in einer, nämlich der wettinischen Hand, vereinigt wurde. Dietrich II. starb am 19. November 1034.
Nach Dietrichs Tod wurde der Ekkehardiner Ekkehard II. Markgraf der Lausitz, welcher 1038 auch noch die Markgrafschaft Meißen erhielt. Im Schwabengau setzten sich nach den Wettinern die Askanier mit Esico von Ballenstedt durch, der um 1059 oder 1060 verstarb. Da Esico auch Graf im Gau Serimunt war, bildete seine Herrschaft die Keimzelle des späteren Anhalt.
1046 folgte auf Ekkehard II. erneut ein Wettiner, Dedo I., als Markgraf. Damit wurde die Saale bei Bernburg erneut Grenze - zwischem den Askaniern im Westen und den Wettinern östlich des Flusses.
Hochmittelalter
[Bearbeiten]Das späte 11. Jahrhundert
[Bearbeiten]Auf Esico folgte bis 1080 dessen Sohn Adalbert II., überdies Graf im Nordthüringgau und den beiden Gauen Nicici. In dieser Zeit wurde Aderstedt im Schwabengau am 20. August 1063 ersterwähnt. Heinrich IV. schenkte dem Halberstädter Bischof Burchard II. diesen ökonomisch wichtigen Ort. Burchard gab diesen wertvollen Besitz am 5. Mai 1086 an das Benediktinerkloster Ilsenburg weiter, welches ihn bis zur Reformation behielt. Seit 1087 sind auch Gottesdienste in Aderstedt überliefert.
Die Askanier blieben bis in die Neuzeit die Herren des ehemaligen Schwabengaues, vom militärischen Verlust von Aschersleben an den Bischof von Halberstadt im 14. Jahrhundert abgesehen. Die Wettiner konnten sich bis 1123 im Besitz der Mark Lausitz behaupten, die 1124 an Albrecht den Bären und damit ebenfalls an die Askanier ging. Sie hatten sich aber zu dem Zeitpunkt bereits in den Besitz der Mark Meißen gebracht, welche sie bis in die Neuzeit behielten.
Das 12. Jahrhundert
[Bearbeiten]Um 1100 ist vermutlich Albrecht der Bär auf der Bernburg geboren worden, welche damals zum Herrschaftsbereich des Ballenstedter Grafen Otto des Reichen gehörte. Nach dem Historiker Lutz Partenheimer hingegen wäre Bernburg erst 1106 an die Askanier über das Billungsche Erbe gefallen - zusammen mit Halle und weiteren Orten bei Weißenfels. Es existieren leider keine urkundlichen Nachrichten über Bernburg aus dem 11. Jahrhundert. 1112 war der damalige Herr über Bernburg, Otto der Reiche, für wenige Monate sogar der Herzog von Sachsen.
1128 wird die Altstädter Kirche St. Marien aus dem frühen 10. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.
1138 tauchte der Name Berneburch auf. Wie zu fast allen Ortsnamen gibt es aber auch hierzu weitere Etymologien: der Name kann auf den Personennamen "Bero" als Kurzform zu Vollnamen wie Bernhard zurückgehen, wird aber auch von altsächsisch bero = Bär oder altsächsisch brannjan = brennen abgeleitet.[8]
Im Jahre 1138 wurde die Burg erneut zerstört - diesmal als Wohnsitz der damals 57-jährigen Eilika Billung von Sachsen, als verheiratete Gräfin von Ballenstedt Mutter Albrecht des Bären. Ihr Sohn war als Parteigänger des Staufers Konrad III. mit dem Herzogtum Sachsen belehnt wurden, worauf der konkurrierende Welfe Heinrich der Stolze gemeinsam mit sächsischen Widersachern Albrechts die Bernburg niederbrannte. Nach weiteren militärischen Niederlagen Albrechts 1139 wurde im Jahr 1142 der Welfe Heinrich der Löwe Herzog von Sachsen, der Sohn des 1139 in Quedlinburg verstorbenen Heinrich des Stolzen.
Im Jahre 1157 wird der Bernburger Ortsteil Peißen als Buzene erstmals in einer Schenkungsurkunde an das Kloster auf dem Petersberg bei Halle erwähnt.
Um 1170- dem Todesjahr Albrechts des Bären - wurde die romanische Kirche Sankt Aegidien in Stein an der Stelle der 927 zerstörten Klosterkirche errichtet. Vermutlich gab es einen hölzernen Vorgängerbau, der bei der Zerstörung der Bernburg 1138 dann ebenfalls zerstört worden sein dürfte. Im Jahre 1186 wurde über die wiederaufgebaute Bernburg berichtet.
In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstand das heutige Kirchenschiff der Waldauer Stephanskirche. Womöglich wurde auch diese Kirche Opfer der Zerstörungen von 1138. Der Turm jedoch ist zumindest im unteren Bereich älter als 1138, wie Funde bei der Sanierung von 1979 zeigten.[9]
Wiederum gelang es dem Sohn Albrechts, Bernhard III., am 13. April 1180 auf dem Gelnhauser Reichstag mit dem Herzogtum Sachsen belehnt zu werden. Hier erhielt er auch von Friedrich Barbarossa den später so genannten Rautenkranz. 1190 nahm Bernhard an der Wahl Heinrichs VI. zum deutschen König teil, wobei ihm bei dessen Krönung erstmals das Amt des Erzmarschalls des deutschen Reiches zustand. Er begründete das sächsische Wappen und legte dazu über den alten Schild des askanischen Hauses die fünf schwarzen Balken im goldenen Felde und zum Zeichen der jüngeren Geburt und Linienabzweigs den schrägen Lilienbalken. Hierzu kam der später so genannte Rautenkranz.
Das frühe 13. Jahrhundert
[Bearbeiten]In einer Urkunde des Papstes Innozenz II. aus dem Jahre 1205 wurde Bernburg erwähnt: dem Kloster Nienburg wird der Besitz von drei Hufen Bernburger Land bestätigt. Im Jahre 1207 gab es die Ersterwähnung des heutigen Bernburger Stadtteils Poley als Poleye als Besitz der Abtei Gernrode.
Bernhard verstarb am 9. Februar 1212 auf der erneut aufgebauten Bernburg nicht nur als Herzog von Sachsen, sondern auch noch als Graf von Askanien und Ballenstedt und Herr zu Bernburg und wurde im Benediktinerkloster Ballenstedt beigesetzt. Sein Land wurde nach den askanischen Gesetzen unter seinen beiden Söhnen aufgeteilt: Heinrich I. erhielt Anhalt und Albrecht das Herzogtum Sachsen. Dies war die Geburtsstunde des Fürstentums Anhalt. Für 1215 ist durch eine auf Burg Lopene bei Raguhn ausgestellten Urkunde Heinrich als "Fürst in Anhalt" belegt. An den Reichstagen des Staufers Friedrich II. nahm er ab 1218 teil und verfügte seit dieser Zeit auch über das Münzregal für sein Land. Seit dieser Zeit sind rein anhaltische Münzen nachweisbar. Unter seinen Zeitgenossen besaß er den Ruf eines Minnesängers, so daß er Anfang des 14. Jahrhunderts mit fünf Minneliedern in die Heidelberger Manessische Liederhandschrift aufgenommen aufgenommen wurde. 1219 wurde durch erzbischöflichen Erlaß für das Müllerhandwerk das „Bernburger Maß" auch für die Stadt Halle eingeführt. Dies war die Ersterwähnung der damals fürstlichen Saalmühle. 1228 wurde in einer Schenkungsurkunde Heinrichs I. der Bernburger Priester Waltherus als Zeuge genannt, der vermutlich in der alten Kirche St. Marien in der Talstadt seinen Dienst verrichtete. Für das Jahr 1239 ist erstmals eine Saalebrücke schriftlich belegt.
Spätmittelalter
[Bearbeiten]Das späte 13. Jahrhundert
[Bearbeiten]Nach dem Tode Heinrich I. im Jahre 1252 wurde dessen Land unter seinen drei Söhnen aufgeteilt, so daß neben Anhalt-Bernburg unter dem damals 34-jährigen Bernhard I. von Anhalt-Bernburg auch noch Anhalt-Aschersleben unter Heinrich dem Fetten und Anhalt-Köthen unter Siegfried I. entstehen. Bernhard I. machte die Bernburg zu seiner Residenz und begründete damit die Bernburger Linie der Askanier. Am 3. Februar 1258 heiratete er in Hamburg die dänische Prinzessin Sophie. Altstadt und Neustadt von Bernburg erhielten am 21. September 1278 durch Bernhard I. das Stadtrecht. Er starb 1287.
Nach askanischem Recht wurde das Land wiederum geteilt. Der älteste Sohn Johann I. regierte gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Bernhard II. das Bernburger Land. Die Brüder Albrecht (Bischof von Halberstadt) und Heinrich (Dominikanerprior in Halberstadt) verzichteten als Geistliche auf ihr Erbe.
Am 5. Juni 1291 starb Johann unverheiratet und kinderlos. Sein Bruder Bernhard trat die Alleinherrschaft über Anhalt-Bernburg an. Ab 1300 nannte er sich Graf von Bernburg. Auf Betreiben des Abtes von Nienburg wurde 1293 in Bernburg die sorbische Sprache als Gerichtssprache verboten, woraus den sorbischen Muttersprachlern erhebliche rechtliche Nachteile erwuchsen. Dieses Verbot leitete die Marginalisierung und folgende vollständige Assimilierung der Sorben in ihrer eigenen Siedellandschaft ein. Hierin spielte die Region Bernburg wie später bei den Städtevereinigungen eine Vorreiterrolle. Woanders kamen diese Verbote erst später wie 1327 in Altenburg, Zwickau und Leipzig, und erst 1424 in Meißen in Zusammenhang mit den Hussitenkämpfen.
Das 14. Jahrhundert
[Bearbeiten]Am 21. Juli 1308 wurde das vor den Mauern der Bernburger Neustadt liegende Kloster der Marienknechte erwähnt, welches vermutlich ab 1296 im gotischen Stil erbaut worden war.
1316 starb mit Otto II. von Anhalt-Aschersleben diese Linie der Askanier im Mannesstamme aus. Der fürstliche Titel ging auf Bernhard II. von Anhalt-Bernburg über, doch der Bischof Albrecht I. von Halberstadt, der Bruder Bernhards, machte ihm den Besitz der Stadt Aschersleben streitig. Die Fehden zwischen den Heeren der Askanier und der Halberstädter Bischöfe um Aschersleben zogen sich mit verheerenden Folgen bis 1468, dem Aussterben der alten Bernburger Linie, hin. Die Halberstädter Bischöfe blieben auch gegen mehrfache kaiserliche und erzbischöfliche Schiedssprüche im militärischen Besitze Ascherslebens. Damit war die für die Askanier namensgebende Stadt verloren, das Fürstentum und spätere Herzogtum Bernburg in ein oberes und unteres getrennt.
1320 wurde erstmals eine Bernburger Schule an der Marienkirche erwähnt, welche unter Aufsicht der Kirche stand. Im gleichen Jahr wurde Bernhard II. Pfalzgraf zu Sachsen und Graf zu Brehna. Damit hatte er den Höhepunkt seiner Macht erreicht. Er starb nach dem 26. Dezember 1323. Ihm folgte sein ältester Sohn Bernhard III. in der Regentschaft des Fürstentums Anhalt-Bernburg nach.
1326 wird die Siedlung am Berge erstmals urkundlich erwähnt. Die ursprünglich slawische Siedlung im Schutze der slawischen Burg war 927 mit der Burg zerstört worden. In der Folgezeit bestand für Slawen ein Verbot, dort zu siedeln oder die ostfränkisch/frühdeutsche Burg auch nur zu betreten. Dasselbe galt dann auch für die deutschen Stadtgründungen der Altstadt wie der Neustadt. Neben dem schnell deutsch übersiedelten Dupzk bestanden lediglich noch zwei sorbische Fischerkietze im Bereich des heutigen Rosenhages und im Bereich des Werders. Auch die Siedlung am Berge war eine rein deutsche Gründung, die 1461 das Stadtrecht und ein eigenes Rathaus, das Haus an der Schenktreppe, erhielt. Damit stellt Bernburg eine der Ausnahmestädte Mitteldeutschlands dar, welche neben einer Alt- und Neustadt eine dritte Stadtgründung integrierten. 1825 erfolgte im Zusammenhang mit der Residenz des Prinzen Alexander Carl von Bernburg auf Schloss Bernburg die Vereinigung der bereits zweiteiligen Talstadt mit der Bergstadt. Nur noch in Magdeburg wurden 1867 und 1886, also sogar noch später als in Bernburg, mit Sudenburg und der Neustadt ebenfalls drei mittelalterliche Stadtgründung schon relativ zeitig in die Stadtenwicklung einbezogen.
1326 wird auch erstmalig das Hospital zum Heiligen Geist an der Saalebrücke vor dem Berge erwähnt. 1341 wird die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert ersterwähnt, 1375 die romanische Aegidienkirche aus dem späten 12. Jahrhundert. 1376 erhält die Waldauer Martinskapelle eine Hufe Land zu Roschwitz. 1384 erfolgt die Ersterwähnung des Rathauses auf dem Markt.
Das 15. Jahrhundert
[Bearbeiten]1408 wurde die hölzerne Saalebrücke durch Hochwasser mit starkem Eisgang zerstört. Die Kosten des Neubaus einer Steinbrücke belasteten die Altstadt so stark, daß schon am 28. September 1410 durch Rat und Bürgerschaft der Alt- und Neustadt eine „Ewige Vereinigung zu gemeinem Nutzen füreinander" entstand. Diese Vereinbarung gestaltete sich zur Grundlage der ungewöhnlich frühen Städtevereinigung von 1561. Vom 9. Juni 1421 ist der älteste Innungsbrief der Handwerker erhalten. 1425 gab es einen ungewöhnlich warmen Winter, so dass im Dezember erneut Kornblumen, Erbsen, Bohnen und Pfirsichbäume blühten. 1426 brach der Heringskrieg aus, eine bewaffnete Fehde mit der Stadt Magdeburg um den Zoll auf der Saale. Aus dem Jahre 1433 ist ein ungewöhnlich starkes Hochwasser überliefert. Zur gleichen Zeit zerstörte eine Muldehochflut in Grimma alle Mühlen. Im Vergleich hierzu kam Bernburg noch glimpflich davon. 1454 wurde erstmals eine Judenschule erwähnt. Am 25. März 1461 erhielt die Siedlung am Berg von Fürst Bernhard VI. von Bernburg das bis heute erhalten gebliebene Grundstück „Zum alten Ratskeller" an der Schenktreppe als Rathaus zur Grundlage einer eigenständigen städtischen Entwicklung mit dem Stadtrecht. Aus dem Jahre 1497 ist eine Schlossbeschreibung in einer Teilungsurkunde zwischen den askanischen Fürsten überliefert.
Neuzeit
[Bearbeiten]Das 16. Jahrhundert
[Bearbeiten]1526 führte Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen mit Hilfe Luthers die Reformation im Fürstentum Anhalt-Bernburg ein. Nach Vertreibung der Mönche des Klosters der Marienknechte wurde dort 1530 ein Hospital errichtet. Im gleichen Jahr erhielt Bernburg ein Wehr und 1560 eine Schleuse. 1538 bis 1539 wurde auf Veranlassung des Fürsten der bedeutende Wolfgangsbau errichtet, die sogenannte "Leuchte". Dieser bedeutende frühe Reaissancebau wurde durch Andreas Günter, den Baumeister des Magdeburger Erzbischofs, gestaltet. 1544 tauschte Wolfgang seinen Anteil an Anhalt-Zerbst gegen Anhalt-Bernburg. Nach dem Brand der alten Burg in Köthen im Jahre 1547 verlegte er seinen Wohnsitz ganz nach Bernburg. Noch im gleichen Jahr nahm er an der Schlacht bei Mühlberg teil und wurde dafür vom Kaiser geächtet. Wolfgang hielt sich daraufhin im Oberherzogtum im Harz auf, wurde aber schon 1551 vom sächsischen Kurfürsten Moritz zum Gouverneur von Magdeburg ernannt und 1552 von der Reichsacht befreit, worauf er die Regierung wieder antreten konnte. 1552 wurde ein neuer Friedhof für die Bergstadt angelegt, die spätere Alte Bibel. Die ersten Beisetzungen fanden schon im gleichen Jahr statt. Bis dahin gab es für die Bergstadt einen Friedhof um die Schlosskirche. Am 26. März 1561 wurden Alt- und Neustadt auf Veranlassung des Fürsten Wolfgang von Anhalt-Köthen vereinigt. Lediglich in Dresden erfolgte eine derartige Vereinigung noch zeitiger (1550), in allen anderen größeren Städten im mitteldeutschen Raum später: 1583 in Hildesheim, 1709 in Berlin, 1713 in Salzwedel, 1715 in Brandenburg, 1747 in Wolfenbüttel, 1808 in Eisleben, 1817 in Halle, 1832 in Merseburg und sogar erst 1869/86 in der ehemaligen Festungsstadt Magdeburg.
Diese frühzeitige Vereinigung ließ den Wohlstand Bernburgs derart wachsen, daß der Rat der Stadt 1587 eine »Kleiderordnung« gegen die um sich greifende Prunksucht erlassen mußte. Dennoch wurde trotz Geldbuße noch sehr oft dagegen verstoßen, weil die reichen Händler natürlich auch über genügend Geld verfügten.
Das 17. Jahrhundert
[Bearbeiten]Seit 1603 war Bernburg Residenzstadt des Fürstentums (ab 1807 Herzogtums) Anhalt-Bernburg, das 1863 mit dem Tod des letzten Herzogs Alexander Carl erlosch.
1625 wurde eine Fürstengruft in der damals noch romanischen, spätgotisch ausgebauten Schloßkirche errichtet. Die alte Grablege für die Mitglieder des Hauses Anhalt-Bernburg befand sich in der Klosterkirche zu Nienburg. Hier machte die neue dynastische Entwicklung eine Änderung vonnöten.
Im Jahre 1630 erreichen mit der Plünderung der Stadt durch die „Holk'schen Reiter“ die Ereignisse des 30-jährigen Glaubenskrieges, in dem Christian I. von Anhalt-Bernburg von Anfang an eine exponierte Rolle gespielt hatte, auch einen seiner Ursprungspunkte. Diese marodierenden Söldner bringen auch die Pest mit, an welcher 1700 weitere Menschen sterben. So kann es auch kein Trost sein, dass Holk selbst und viele seiner Soldaten Opfer derselben Krankheit werden.
Am 16.01.1636 erobern die Schweden die Stadt, doch schon am 11.03.1636 geht das Schloss bereits wieder an die Sachsen. Und 1640 sind es wieder sächsische Truppen, welche Bernburg plündern. Bereits im Folgejahr 1641 erobern die Kaiserlichen unter Piccolomini das Schloss.
1664 wurden letztmalig Hexen zum Tode verurteilt. 1666 wütet eine Feuersbrunst in der Neustadt, ohne daß auch Frauen wieder als vermeintlich Schuldige verbrannt werden.
1682/83 erreicht die letzte große Pestseuche Bernburg, wo 1083 Opfer zu beklagen sind.
1684 wird mit einer Kalesche des Apothekers Johann Ernst Schilling der erste regelmäßige Personenverkehr zwischen Bernburg und Leipzig eingerichtet.
1697 wurde nach einjähriger Bauzeit eine neue Saaleschleuse vollendet.
Das 18. Jahrhundert
[Bearbeiten]1706 wurde die erste Steinbrücke über die Saale errichtet. 1708 ließ Fürst Victor Amadeus auf der Marktseite der Brücke ein stattliches barockes Portal nach Art eines altrömischen Triumphbogens erbauen und dieses mit seiner Büste und vier allegorischen Figuren schmücken. 1709 wurde die Saalebrücke trotz der massiven Bauweise durch starken Eisgang zerstört. 1710 erfolgte der Wiederaufbau der Brücke in veränderter Bauart auf nur drei Strompfeilern mit vergrößertem Durchlaß für das Hochwasser.
Am 12. Juni 1708 starb Sofie Albertine unerwartet im Alter von nur 35 Jahren. Der verwitwete Prinz Karl Friedrich stand mit 6 Kindern im Alter von 6-15 Jahren allein da. Am 14. Oktober 1709 starb in Harzgerode im Alter von 66 Jahren Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode, der letzte Fürst von Anhalt-Harzgerode. Hierdurch fiel dieses Land wieder an Anhalt-Bernburg zurück. Anläßlich der Trauerfeierlichkeiten in Harzgerode lernte der junge Witwer Prinz Karl Friedrich die sogenannte "schöne Nüsslerin" kennen. Wilhelmine Charlotte Nüssler war die Tochter des Kanzleirates Gottlieb Christian in Harzgerode und zu diesem Zeitpunkt als Kammerjungfer im Haus eines Jägermeisters. Es begann eine heimliche Liason, und am 13. März 1712 wurde den beiden in Harzgerode der Sohn Friedrich (der spätere Reichsgraf von Bährnfeld) geboren. Am 2. Oktober 1712, dem 40. Geburtstag ihrer verstorbenen Mutter, heiratete die älteste Tochter des Prinzen, Elisabeth Albertine, im Alter von 19 Jahren den Grafen Günther XLIII. von Schwarzburg-Sondershausen (1678–1740, den späteren Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen). Karl Friedrich heiratete Wilhelmine Charlotte heimlich am 1. Mai 1715 in Bernburg. Gegen den heftigen Widerstand seines Vaters und seines Bruders Lebrecht versuchte Karl Friedrich seine Ehe zu legitimieren und wandte sich in dieser Angelegenheit an Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau, der beim Kaiser vermittelte. Am 1. Juli 1717 wurde dem Paar auf Schloss Plötzkau ein zweiter Sohn, Karl Leopold (ebenfalls ein späterer Reichsgraf von Bährnfeld), geboren.
Am 14. Februar 1718 starb nach 62 Regierungsjahren Fürst Victor Amadeus auf der Bernburg. Er starb als Senior des anhaltinischen Hauses und wurde in der Schlosskirche Bernburg bestattet. Ihm folgte sein ältester Sohn Karl Friedrich nach, der allerdings nur drei Jahre regieren konnte, weil er bereits am 22. April 1721 in Ballenstedt im Alter von nur 53 Jahren starb. Von 1718 bis 1721 erhielt das Schloss ein neues Portal im Stil des Barock. Im Jahre 1719 erhob Kaiser Karl VI. Wilhelmine Charlotte „auf Vorstellung und wegen der Verdienste Fürst Leopold's von Dessau um das Reich“ zur Reichsgräfin von Ballenstedt. Zu diesem Zeitpunkt war Karl Friedrich immerhin schon regierender Fürst. Für den Vermittlungsaufwand überließ er das Amt Gröbzig Fürst Leopold, natürlich gegen eine entsprechend hohe Summe Geldes. So kam aber der "Alte Dessauer" ohne einen Schuss zu einem für anhaltinische Verhältnisse beträchlichen Gebietszuwachs.
Am 25. Juni 1713 wurde zwischen Anhalt-Bernburg und Preußen der erste Postvertrag geschlossen und ein Postamt in der Breiten Straße Nr. 3 eingerichtet. Als erster von Preußen ernannter und besoldeter Postmeister fungierte Bürgermeister Küster. Neben der Eingangstür hingen sowohl das preußische als auch das anhaltische Postwappen.
Auf dem Altstädter Marktplatz baute man im Jahre 1746 ein attraktives neues Regierungsgebäude. Die alte romanische Basilika in der Bergstadt wurde 1752 durch einen spätbarocken Kirchenneubau, jetzt auch Schloßkirche genannt, ersetzt.
1765 verlegte Fürst Friedrich Albrecht Residenz und Hofhaltung auf das Schloß zu Ballenstedt.
Eines der schönsten und eindrucksvollsten Bürgerhäuser im Barockstil entstand 1775 in der Breitenstraße für die Grüne Apotheke.
Am nördlichen Stadtausgang, dem Neustädter Tor, wurde 1787 aus großen Steinquadern eine Flutbrücke über die Röße gebaut.
Das 19. Jahrhundert
[Bearbeiten]Im April 1806 wurde Fürst Alexius Friedrich Christian von Anhalt-Bernburg von Kaiser Franz II. in den erblichen Herzogstand erhoben. Im gleichen Jahr entstand als einer der ersten Industriebetriebe am linken Saaleufer die Papiermühle von Gottfried Hopfer. Am 21. März 1825 wurde die Bergstadt an die Stadt Bernburg angegliedert. Am 22. März 1826 wurde der Grundstein für das neue Herzogliche Schauspielhaus gelegt. Dieses klassizistische Gebäude konnte schon am 2. März 1827 feierlich eröffnet werden.
Im Jahre 1834 tritt Alexander Carl als letzter Herzog von Anhalt-Bernburg die Regierung an. 1835 wurde in der Breiten Straße Nr. 14 für die jüdische Gemeinde eine Synagoge errichtet. Am 17 September 1842 wurde der Höheren-Töchter-Schule der Name der letzten Herzogin von Anhalt-Bernburg, Friedrike, verliehen.
Am Fuße des Schloßberges wurde 1843 die Eisengießerei und Maschinen-Bauanstalt AG gegründet. 1845 verlegte der 1821 in Westfalen geborenen Uhrmacher Johann Ignaz Fuchs seinen Betrieb von Zerbst nach Bernburg und nannte ihn "Turmuhrenfabrik und feinmechanische Werkstätten". 1846 wurde der erste Bernburger Bahnhof eingeweiht. Am 16. März 1849 kommt es auf dem Markt zu einer Versammlung, welche vom Militär zusammengeschossen wird. Dabei verlieren 14 Bürger ihr Leben. Ihr Denkmal befindet sich auf der Alten Bibel.
Am 1. Januar 1871 erfolgte die Eingemeindung der Dorfgemeinde Waldau.
1875 wurde die Anhaltische Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geistesgestörte und Nervenkranke eingeweiht. Ebenfalls 1875 gründete Gustav Henschel in Bernburg die "aelteste renommirteste Firma" für "Zimmer-Bade-Apparate (Douchen)" in Deutschland, dessen erster Großauftrag der Einbau solcher Einzelkabinen in das Krankenhaus war. Eingeführt wurde diese Technik 1872 durch den Mediziner François Merry Delabost im Gefängnis Bonne-Nouvelle im französischen Rouen. Die Ergebnisse dieser hygienischen Maßnahme wurden 1875 im "Extrait des Annales d’hygiène publique et de médecine légale" publiziert und fanden schon im gleichen Jahr in Bernburg Verwendung. 1888 wurden die Zimmer-Bade-Apparate der Bernburger Firma Gustav Henschel (Inh. Stöhr & Pils) auf der Weltausstellung in Barcelona prämiert.
1881 begann der Bau einer Sodafabrik, die am 15. Juli 1883 offiziell in Betrieb genommen wurde. 1884 begann die Teufarbeit für den ersten Schacht des Salzbergbaus. Hierdurch kam es zu einer rasanten Zunahme der Wohnbevölkerung, die sich von 1880 bis 1890 fast verdoppelte. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung wurde 1884 das reichsposteigene Amtsgebäude im historischen Stil der wilhelminischen Zeit errichtet und am 7. Dezember vom Staatssekretär und Leiter des Reichspostamtes, Dr. Heinrich Stephan, feierlich eingeweiht. Im gleichen Jahr begann auch der Bau einer zweiten Kirche für die Bergstadt, der am 5. Oktober 1887 geweihten und im neogotischen Stil errichteten St.-Martins-Kirche. Ab 1885 wurde auch an einer zweiten Kaserne gebaut, welche am 1. April 1886 als Franzkaserne vom II. Bataillon des anhaltischen Infanterieregiments Nr. 93 bezogen wurde (das heutige Polizeigebäude in der Franzstraße).
Das 20. Jahrhundert
[Bearbeiten]Am 8. November 1902 wurde das Bernburger Kurhaus mit einem Festakt eingeweiht. Der Kurbetrieb war bereits am 1. Juli des gleichen Jahres aufgenommen worden und soll auf eine Idee von Oberbürgermeister Felix Leinveber zurückgehen. Dieser wollte mit der Entwicklung zum Kur- und Heilbad die Stadt fördern. Die Solvay-Werke lieferten kostenlos Sole mit sehr hohem Salzgehalt. Diese wurde bis in die dreißiger Jahre als Deutschlands stärkste Sole bezeichnet. Aus Bernburg wurde Bad Bernburg.
1913 wurde mit der Förderung von Steinsalz begonnen. Die Aufnahme der lange geplanten Zementproduktion verzögerte sich durch den ersten Weltkrieg (1914-1918) bis in das Jahr 1921. Die Kehrseite dieser ungebremsten Industrialisierung ließ nicht lange auf sich warten - schon zum 15. Juli 1920 mußte die Stadt Bernburg den Kurbetrieb aufgeben, einer sich anschließenden kurzlebigen „Kur- und Solbad Aktiengesellschaft Bernburg“ blieb trotz des Baues eines modernen Kurhotels unter diesen Umständen ebenfalls der wirtschaftliche Erfolg versagt. Bis 1923 verwendete die Reichspost einen Poststempel mit dem Werbetext: "Soolbad Bernburg, stärkste Soole Deutschlands". Die Aktien der Kurhaus AG wurden größtenteils von der Reichsbahn-Arbeiter-Pensionskasse in Berlin übernommen, welche im Anschluß an das Kurhotel am 1. Mai 1928 ein neu gebautes Kinderheim eröffnete.
Am 31. Mai 1933 rutschten die Kalkteiche der Solvaywerke in die Saale, so daß der Fluß sogar dauerhaft umgebettet werden mußte. Bernburg verlor den Zusatz "Bad" endgültig.
Spolien des Herzogtums Anhalt-Bernburg (mit Harzgerode, Ballenstedt und Hoym)
[Bearbeiten]Fürstentum Anhalt-Harzgerode
[Bearbeiten]Letzte Herzogin: Friederike von Anhalt-Bernburg (geb. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg)
[Bearbeiten]Biographie
Herzogin Friederike zu Anhalt-Bernburg auf der Webseite der Schloßkirchengemeinde Bernburg
Schloßgemeinde
https://www.schlosskirche-online.de/geschichtliches/personen/friederike.html
Kein Hinweis auf das verschwundene Denkmal vor der Schloßkirche!
Radio hbw (Harz-Börde-Welle)
https://radio-hbw.de/neu_regionalportal/pers/bbg_friederike_von_anhalt.htm
WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg
Deutsche Biographie
https://www.deutsche-biographie.de/pnd121081052.html
Portraits
Gemälde von Wilhelm von Kügelgen
https://www.bildindex.de/document/obj00010012
Tafelmalerei
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/2XIJFUP3ZM5KBNTOUP3HMWY54WOO5SAL
Um 1840
Erinnerungszeichen Herzogin-Witwe Friederike
90. Geburtstag der Herzogin-Witwe am 9. Oktober 1901
https://www.ehrenzeichen-orden.de/deutsche-staaten/erinnerungszeichen-herzogin-witwe-friederike.html
Band mit Medaille:
Herzogin-Friederike-Denkmal
Friederike von Anhalt-Bernburg
Photo: Friederike von Anhalt-Bernburg: Herzogin in Pappe als Symbol auf Sockel
Von Paul Spengler
10.07.2002, 15:15
Bronzedenkmal aus dem Jahre 1905
im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen
Bernburg/MZ.
Schloßkirche Bernburg
Baugeschichte
https://www.schlosskirche-online.de/downloads/kirchengeschichtesvenbaier.pdf
Geschichte
1888 Umgestaltung des Kirchenraumes - Abriß Fürstenstuhl
1902 Veränderung der Ausmalung/Wandbild
1936 Arbeiten an der Gruft, Teilweise Neugestaltung
Krummacherhaus (= Kügelgenhaus)
https://www.schlosskirche-online.de/geschichtliches/krummacherhaus/index.html
Fürstengruft der bernburgischen Askanier
Im Jahre 1625 sind Chor und Apsis der St.Aegidienkirche zur Fürstengruft der bernburgischen Askanier umgebaut worden.
Die Tür zur Gruft aus dem Jahre 1752 ist mit schmiedeeisernen Verzierungen sowie mit den anhaltischen Wappen und der Fürstenkrone versehen.
Drei Etagen:
In der ersten Ebene befinden sich acht Särge sowie eine Urne, darunter der Sarg von Victor Friedrich, dem Erbauer der barocken Schlosskirche und der Sarg von Herzogin Friederike, der Witwe des letzten Bernburger Herzogs.
https://www.schlosskirche-online.de/geschichtliches/fuerstengruft/index.html
siehe auch:
https://www.schlosskirche-online.de/downloads/suedgruft1oeffnungsuedgruftbericht.pdf
https://www.schlosskirche-online.de/downloads/suedgruft2detailerkundungfreilegung.pdf
Wilhelm von Kügelgen
Quelle: de-wiki
Friedrich Adolf Krummacher
https://www.schlosskirche-online.de/geschichtliches/personen/krummacher.html
Förderschule “Friedrike zu Anhalt”
https://www.schlosskirche-online.de/geschichtliches/personen/kuegelgen.html
Bergbau
[Bearbeiten]Steinkohlenbergbau in Ballenstedt
[Bearbeiten]Salzbergbau in Bernburg
[Bearbeiten]Die Region ist seit dem Mittelalter vom Bergbau geprägt.
Die ersten Kalischächte der Welt gab es in Staßfurt:
- Schacht von der Heydt ab 1851, stillgelegt 1900, Teufe 387 m und der
- Schacht von Manteuffel ab 1852, stillgelegt 1893, Teufe 387 m.
Der "Kali-Boom" nahm bereits 1856 in Staßfurt seinen Anfang. Überall in der Region war in den folgenden Jahrzehnten nach ergiebigen Lagerstätten gesucht worden.
Die beiden im November 1911 gegründeten bergrechtlichen Gewerkschaften ( Zusammenschlüsse privater Investoren)
- Kaliwerke Bernburg und
- Gröna
begannen, durch den Erfolg der Kaliförderung im benachbarten Staßfurt (das sog. Kalifieber) angespornt, im Jahre 1912 mit dem Bau eigener Schächte.
- die Gewerkschaft Bernburg teufte ab dem 25. März 1912 ihren Schacht Bernburg ab (er diente zur Salzförderung)
- am 24. April 1912 begann die Gewerkschaft Gröna mit dem Abteufen des Schachtes Gröna (durch den Materialien und die Bergleute transportiert wurden).
Das Werk war zunächst ausschließlich auf die Gewinnung von Kalisalzen ausgerichtet. Die Kaliförderung wurde am 1. August 1913 durch das Kalisyndikat erlaubt. Die Kalifabrik Bernburg-Gröna nahm im November 1913 ihren Betrieb auf.
Durch den Ersten Weltkrieg verzögert begann im Juni 1921 neben der Kalisalz- auch die Steinsalz-Förderung, von dem in der Bernburger Lagerstätte große Vorräte in besonders reiner Qualität (Reinheitsgehalt von etwa 98–99,5 %) anstehen. Die besten Lagerpartien erreichen sogar 99,8 Prozent NaCl.
https://www.mz.de/lokal/bernburg/salzforderung-bei-k-s-das-weisse-gold-von-bernburg-2151095
https://web.archive.org/web/20130227033825/http://www.esco-salt.com/de/presse/press_0042.html
Braunkohlenbergbau
[Bearbeiten]Gerlebogk
[Bearbeiten]1847-1863 zu Anhalt-Bernburg, danach Landkreis Köthen in Anhalt, 1952 Kreis Bernburg
- 1798 begann man Braunkohle im Tagebau, teilweise auch unter Tage, in Gerlebogk abzubauen, zuerst in geringen Mengen wegen der geringen Nachfrage. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts weitete sich der Abbau aus, die Grube Franz in Gerlebogk förderte bis 1929 Kohle." Gerlebogk
Preußlitz
[Bearbeiten]- "Das Preußlitzer Land wurde von Mitte des 19. Jahrhundert bis 1925 durch den Braunkohlenbergbau im Tagebau verändert. Die Löcher bilden heute Seen und Teiche, laden zum Baden und Angeln ein. Der Mariensee ist ein ehemaliger Tagebau. Mit der Grube Marie (um 1890 getauft) förderte man auch Kohle unter Tage. Eine Brikettfabrik wurde errichtet und produzierte bis 1929." https://www.bernburg.de/de/preusslitz.html
Latdorf bei Bernburg
[Bearbeiten]- Latdorf war im 19. Jahrhundert wohl die fossilreichste Lokalität des Unteroligozäns im damaligen Sinne. Im kleinen Tagebau „Carl“ folgten auf die mächtige Braunkohle bis um vier Meter mächtige, karbonatische Feinsande mit einer äußerst diversen Fauna. Das Profil nach v. Koenen zeigt zwei Parasequenzen, verursacht durch zwei Transgressionszyklen. Sie beginnen jeweils mit einem groben Transgressionshorizont. http://www.geologie-natur-mitteldeutschland.de/geologie-stratigraphie/aufschluesse
Nachterstedt
[Bearbeiten]- Bohrungen Nachterstedt P3100 und Schadeleben DEF14. In der Umgebung des alten Tagebaus Concordia (heute geflutet und Concordiasee) wurden zahlreiche Bohrungen niedergebracht. Von den Bohrungen Nachterstedt und Schadeleben DEF14 stellte das GLA Sachsen-Anhalt (Halle/Saale) die Kernstrecken aus der Silberberg-Formation zur paläontologischen Bearbeitung zur Verfügung. Die Kerne enthielten eine schöne Latdorf-Fauna und waren geeignet, das Konzept der Pteropoden-Stratigraphie zu überprüfen und zu verfestigen. http://www.geologie-natur-mitteldeutschland.de/geologie-stratigraphie/aufschluesse
Vereine
[Bearbeiten]Ungedruckte Quellen
[Bearbeiten]Öffentliche Quellen
[Bearbeiten]- Quellen Bundesarchiv Berlin, Berlin, Berlin Document Center; 15.01 RMdI; NS 5; NS 22; NS 25; NS 26; NS 51; R 72 / alt 61 Sta 1; R 43 II; R 45 II alt Vo 1/1; R 1507; R 8005;
- Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv / Zentrales Parteiarchiv der SED. Bundesarchiv Berlin, Zwischenarchiv Dahlwitz-Hoppegarten, ZA; ZA I; ZB II; ZE;
- VgM. Bundesarchiv, Außenstelle Ludwigsburg, Rep. 502. Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Zentralarchiv, HA IX/11, ZUV 45. Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Magdeburg, Rep. C 34 Magdeburg;
- Rep. C 127 Anhang: Justiz PA; Rep. Rep. K 3 Ministerium des Innern;
- Rep. M 60 Reichsbahndirektion Magdeburg. Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Abteilung Dessau, Regierung Dessau, Abteilung des Innern;
- Regierung Dessau, Abteilung Schulwesen; Staatsministerium Dessau 3;
- Bezirksverwaltung Dessau;
- Kreisverwaltung Bernburg;
- Deutsche SolvayWerke.
- Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Abteilung Merseburg, SED-Bezirksleitung Halle;
- FDGB-Bezirksvorstand Halle. Stadtarchiv Bernburg, Findbücher 6-8;
- Adressbücher.
- Kreisarchiv Bernburg, Bestände der Gemeinden.
Einzelne Vorgänge
[Bearbeiten]- Einzelne Vorgänge:
- Kreisarchiv Quedlinburg,
- Kreisarchiv Staßfurt,
- Stadtarchiv Dessau,
- Stadtarchiv Güsten,
- Evangelisches Pfarramt Güsten,
- Archiv der Verwaltungsgemeinschaft „Bördeblick“ Sitz Hecklingen,
- Stadtarchiv Nienburg/Saale,
- Stadtarchiv Sandersleben,
- Stadtarchiv Staßfurt, **Gemeindearchiv Amesdorf,
- Gemeindearchiv Drohndorf,
- Gemeindearchiv Groß Schierstedt,
- Gemeindearchiv Hohenerxleben,
- Gemeindearchiv Neundorf,
- Gemeindearchiv Rathmannsdorf,
- Archiv der Verwaltungsgemeinschaft „Wippertal“ in Schackenthal.
Privatbesitz
[Bearbeiten]- Privatbesitz:
- Lebenserinnerungen Ulrich Freiherr von Bothmer;
- Tagebuchauszüge und biographische Notizen Kurt Kleinau.
Literatur und gedruckte Quellen
[Bearbeiten]Gedruckte Quellen
[Bearbeiten]- Adreßbuch der Stadt Bernburg abgeschlossen am 12. April 1934 / nach dem Stande vom 15. April 1938, Bernburg 1934 / 1938.
- Adreßbuch der Städte Staßfurt und Leopoldshall sowie folgender Orte: HecklingenLöderburg-Neundorf 1938/39, Staßfurt 1938.
- Adreßbuch des Landkreises Bernburg 1925 / 1931, Bernburg o. J. (1925 / 1931).
- Adreßbuch für sämmtliche Ortschaften des Kreises Bernburg (ausschließlich der Kreisstadt) 1899, Bernburg 1899.
- Anhalter Abendpost. Abendzeitung für nationalsozialistische Weltanschauung für Stadt und Kreis Bernburg, die Kreise Ballenstedt und Köthen, Bernburg 1 (1933) [L].
- Anhalter Kurier. Bernburger Tageblatt und General-Anzeiger für Anhalt, 23, 57-65 (1898, 1930-1938) [L].
- Anhaltische Bürgerzeitung (Güstener Zeitung), Güsten, 1927, 12.10.1931.
- Anzeiger für die Kreise Aschersleben Quedlinburg-Calbe-Mansfeld, Aschersleben 1931.
- Archivalische Quellennachweise zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung aus dem Kreisarchiv Bernburg, Stadtarchiv Bernburg und dem Betriebsarchiv Vereinigte Sodawerke „Karl Marx“ Bernburg-Staßfurt, Bernburg o. J. (ca. 1980). *Bericht über die Verwaltung und den Stand der Gemeinde-Angelegenheiten in der Stadt Bernburg für die Zeit vom 1. April 1920 bis 30. März 1924, Bernburg o. J. (1924)
- Bericht über die Verwaltung und den Stand der Kreiskommunalangelegenheiten des Landkreises Bernburg für das Rechnungsjahr 1933, o. O. o. J. (Bernburg 1934).
- Bernburger Wochenblatt, Bernburg 1898. *Bernburgische Zeitung. Amtsblatt des Kreises und der Stadt Bernburg. Bernburger Wochenblatt. Anhaltische Allgemeine Zeitung, 57 (1919) [L].
- Deutsche Handelswacht. Blätter für deutschnationale Handelspolitik und soziale Reform im Kaufmannsstande. Zeitschrift für Angelegenheiten der Berufsgenossenschaft Deutschnationaler Handlungsgehilfen-Verband, Hamburg, 5-8 (1898-1901).
- Deutsche Metallarbeiter-Zeitung, Nürnberg, 9 (1891). *Deutsches Frauenblatt. Zeitschrift für Frauen aller Stände [seit August 1929 unter dem Titel Deutsches Frauenblatt. Zeitschrift für Frauen aller Stände und Berufe. Nachrichtenblatt des Bundes Deutscher Frauen-Dienst e.V.], Magdeburg, 1-8 (1926-1933).
- Feldpostbrief der Gauleitung für das Führer-Korps des Gaues Magdeburg-Anhalt der NSDAP, o. O. o. J. (Dessau, Juni 1944).
- Freie Scholle. Wochenschrift für Kleinbauern, Pächter, Landarbeiter und Siedler, Dessau, 1-9 (1925-1933).
- Freiheit. Mitteldeutsche Tageszeitung (Ausgabe Bernburg), 2-3 (1947-1948).
- Führerblätter der NSDAP. Gau Halle-Merseburg, Halle/Saale 1934-1939.
- Führer-Briefe für die Mitglieder des Ringes der Getreuen im Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband, Hamburg, 1921-1929 [L].
- Gemeindelexikon für die Provinz Posen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1.Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen, Berlin 1908.
- Görlitzer, A. (Hg.): Adreßbuch der nationalsozialistischen Volksvertreter, Berlin 1933.
- Graf, Herrmann: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996.
- Grey, M., und H. Schmidt (Hg.): Adreß-Buch des Landkreises Bernburg 1907, Bernburg 1906. Handbuch über den Freistaat Anhalt 1929, Dessau 1929. Die handelsgerichtlich eingetragenen Firmen im Herzogthum Anhalt nach den verschiedenen Geschäftszweigen geordnet, Dessau 1898.
- Heimat-Kalender für die Alt-Bernburger Lande /1928-1936/, Bernburg 1927-1935.
- Jahres-Bericht des Gewerkschafts-Kartells zu Bernburg für das Geschäftsjahr 1900, Dessau o. J. (1901).
- Der Kalibergmann. Wochenschrift für ihre Gefolgschaftsangehörigen. Herausgegeben von der Wintershall Aktiengesellschaft, Kassel, 14-19 (1939-1944).
- Konsum- und Spargenossenschaft für Bernburg und Umg. Bericht 1932/1933, o. O. o. J. (Bernburg 1933). Konsum- und Spargenossenschaft für Bernburg und Umgegend. Jahresbericht über das 36. Geschäftsjahr vom 1. Juli 1928 bis 30. Juni 1929, o. O. o. J. (Bernburg 1929).
- Landbund-Jahrbuch für Mitteldeutschland /1923-1928/, Erfurt o. J. Landwirtschaftliches Adreßbuch der Güter und Wirtschaften in Anhalt (= Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. 13), Leipzig 1924.
- Mitteilungen des Herzoglich Anhaltischen Statistischen Bureaus, Nr. 51, Dessau 1912.
- Der Mitteldeutsche. Anhalter Nachrichten. Tageszeitung für nationalsozialistische Weltanschauung (ab 1935: „ ... Amtliches Organ der NSDAP und sämtlicher Behörden im Gau Magdeburg-Anhalt“), Bernburg, 3-9 (1934-1940).
- Mitteldeutsche Angestellten-Rundschau. Monatszeitschrift des Gaues Mitteldeutschland im Gewerkschaftsbund der Angestellten (G.D.A.), Magdeburg, 6-9 (1929-1932) [L].
- Mitteldeutsche Kaufmannspost. Zeitschrift für die kaufmännischen Angestellten in Handel und Industrie Mitteldeutschlands. Monatsschrift des Gaues Sachsen-Anhalt im Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband, Magdeburg, 20 (1922); ab November 1922 Nachfolgerin: Mitteldeutsche Kaufmannspost. Monatsschrift des Gaues Mitteldeutschland im Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband. Zeitschrift für die kaufmännischen Angestellten in Handel und Industrie Mitteldeutschlands, Halle/Saale, 1-12 (1922-1933) [L]; ab Juli/August 1933 Nachfolgerin: Mitteldeutsche Kaufmannspost. Monatsschrift des Bezirkes Mitteldeutschland im DHV., Deutscher Handlungsgehilfenverband. Zeitschrift für die kaufmännischen Angestellten in Handel und Industrie Mitteldeutschlands, Halle/Saale, 1-2 (1933-1934).
- Mitteldeutsche Presse und Staßfurter Tageblatt. Ein deutsches Blatt zur Befreiung des deutschen Volkes [bis 15.08.1921: Staßfurter Tageblatt. Unabhängiges Blatt für nationale Interessen; seit Jahresbeginn 1922 hinzugefügt: ... Organ des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes für den gesamten Gau Sachsen-Anhalt und die Thüringischen Staaten; seit 02.08.1922 Untertitel: Ein deutsches Blatt zur Befreiung des deutschen Volkes und zur Bekämpfung jeglicher Fremdherrschaft], Staßfurt, 58/59 (1921/22) [L].
- Mitteldeutsche Wirtschaftszeitung. Amtliches Organ des Wirtschaftsverbandes Mitteldeutschland E.V., Halle/Saale 1923-1926.
- Munzinger-Archiv/Internationales Biographisches Archiv 1/02, P 001316-3. Offizielles Industrie- und Handelsadreßbuch des Mitteldeutschen Wirtschaftsgebietes, Erfurt 1929.
- Organisationsverhältnis, Arbeitszeit, Akkord- und Prämienarbeit, Gruppeneinteilung in der chemischen Industrie. Statistische Erhebungen im Jahre 1929, o. O. o. J. (Hannover ca. 1930).
- Parteiamtliches Ortsverzeichnis des Gaues Magdeburg-Anhalt der NSDAP, Magdeburg o. J. (1936). * Possart, Fedor: Geographie und Statistik des Herzogthums Anhalt Bernburg, Bernburg 1858.
- Der Propeller. Werkzeitung für die Gefolgschaft der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke Aktiengesellschaft, o. O. (Dessau), 3-4 (1937-1938) [L].
- Reichsband. Adressenwerk der Dienststellen der NSDAP mit den angeschlossenen Verbänden des Staates, der Regierung-Behörden und der Berufsorganisationen in Kultur, Reichsnährstand, Gewerbliche Wirtschaft, Berlin o. J. (1939).
- Die Religionszugehörigkeit der Bevölkerung auf Grund der Ergebnisse der Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1925, Dessau 1926 (= Mitteilungen des Anhaltischen Statistischen Landesamtes Nr. 58).
- Röver, Carl: Der Bericht des Reichsstatthalters von Oldenburg und Bremen und Gauleiter des Gaues Weser-Ems über die Lage der NSDAP. Eine Denkschrift aus dem Jahr 1942, bearbeitet und eingeleitet von Michael Rademacher, Vechta 2000.
- Sächsisch-Anhaltische Wacht. Monatsschrift des Gaues Sachsen-Anhalt des deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes, Magdeburg, 7-9 (1907-1909) [L].
- Sanderslebener Zeitung. Amtliches Kommunalblatt der Stadt Sandersleben. Amtliches Nachrichtenblatt für die Ortschaften des Amtsgerichtsbezirks Sandersleben, 46 (1931).
- Schallehn, Fr. Wilhelm (Bearb.): Adreßbuch für die Zuckerindustrie und den Zuckerhandel Europas, Betriebsjahr 1941/42, 71. Jahrgang, Magdeburg o. J.
- Schulblatt für Braunschweig und Anhalt, Braunschweig, 31-46 (1918-1933) [L].
- Schule, Robert: Geschäftsbericht des Landbundes Anhalt E.V. für das Geschäftsjahr 1928/29 / für 1929/30 / für 1930/31, Köthen o. J. Statistik des Deutschen Reiches, N.F., Bde. 403, 559.
- Volksblatt für Anhalt. Organ zur Wahrung der Interessen des arbeitenden Volkes, Dessau, 29-44 (1918-1933) [L].
- Volksfreund für Zerbst und Umgegend, Zerbst, 1-6 (1927-1932) [L].
- Volkswacht. Sozialdemokratisches Organ für die Kreise Bernburg, Cöthen, Ballenstedt, Bernburg, 1-15 (1919-1933) [L].
- Weber, Wilhelm (Hg.): Adreß-Buch der Stadt Bernburg für 1. Juli 1907 bis 1. Juli 1908, Bernburg 1907.
- Der Wehrwolf, Halle/Saale, 1-11 (1924-1934). Weisungsblatt der NSDAP. Gau Halle-Merseburg, Halle/Saale 1943-1944.
- Werkzeitschrift. Deutsche Solvay-Werke A.G. Bernburg. Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Arbeitspädagogik im Einvernehmen mit der Deutschen Arbeitsfront, Bernburg, 1-7 (1934-1940).
- Die wichtigsten Ergebnisse der Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933 in Anhalt, Dessau 1936 (= Mitteilungen des Anhaltischen Statistischen Landesamtes Nr. 61).
Literatur
[Bearbeiten]- 75 Jahre Deutsche Solvay-Werke 1880-1955, Darmstadt 1955.
- 800-Jahrfeier Bernburg. 11.-19.Juni 1938. Festschrift, Bernburg 1938.
- 900 Jahre Aderstedt, o. O. o. J.
- Abriß zur Geschichte der Kaliindustrie in Deutschland, o. O. o. J. (Erfurt 1961).
- Alber, Jens: Nationalsozialismus und Modernisierung, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 41 (1989), S. 346-365.
- Allen, William Sheridan: „Das haben wir nicht gewollt!“ Die nationalsozialistische Machtergreifung in einer Kleinstadt 1930-1935, Gütersloh 1966.
- Anhalt im Dienste des Führers, Dessau 1937. Anheier, Helmut K., und Friedhelm Neidhardt: Soziographische Entwicklung der NSDAP in München 1925 bis 1930, in: München – „Hauptstadt der Bewegung“, München 1993, S. 179-186.
- Anheier, Helmut K., Friedhelm Neidhardt und Wolfgang Vortkamp: Konjunkturen der NS-Bewegung. Eine Untersuchung der Veranstaltungsaktivitäten der Münchener NSDAP, 1925 – 1930, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 50 (1998), S. 619-643.
- Anheier, Helmut, und Thomas Ohlemacher: Aktivisten, Netzwerke und Bewegungserfolg: Die „Einzelmitglieder“ der NSDAP, 1925-1930, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 48 (1996), S. 677-703.
- Baesen, Paul: Beiträge zur Siedelungsgeographie Mittel-Anhalts, Diss. Halle 1927.
- Baesen, Paul: Das Bernburger Land, Bernburg 1927. * Bald, Albrecht: Porzellanarbeiterschaft und punktuelle Industrialisierung in Nordostoberfranken. Der Aufstieg der Arbeiterbewegung und die Ausbreitung des Nationalsozialismus im Bezirksamt Rehau und in der kreisfreien Stadt Selb 1895-1936, Bayreuth 1991. Band, Henri: Mittelschichten und Massenkultur. Siegfried Kracauers publizistische Auseinandersetzung mit der populären Kultur und der Kultur der Mittelschichten in der Weimarer Republik, Berlin 1990.
- Bandt, Paul: Über den Standort der Zuckerindustrie, Diss. Halle 1923.
- Die Bauwürdigkeit des Hafens Staßfurt-Leopoldshall. Eine amtliche Denkschrift, Staßfurt 1929. Beispiele aus der Bautätigkeit im Freistaate Anhalt nach dem Kriege, Düsseldorf 1929.
- Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung im Kreis Staßfurt, Teil 2: 1917 bis 1919; Teil 3: 1920-1923, Staßfurt 1978.
- Berghahn, Volker R.: Der Stahlhelm Bund der Frontsoldaten 1918-1935, Düsseldorf 1966. Bezirks-Freidenkertreffen 1931, Roßlau 1931.
- Breloer, Heinrich (Hg.): Mein Tagebuch. Geschichten vom Überleben 1939-1947, Köln 1984. Brockhaus, Gudrun: Schauder und Idylle. Faschismus als Erlebnisangebot, München 1997.
- Broszat, Martin: Der Staat Hitlers, München 1978.
- Bungeroth, Dietrich: Spurensuche. Was wurde aus den Juden der Stadt Bernburg, Bernburg 1993.
- Dall’Asta, Paul: Wir stehen ahnend an der Wende. Eine kurzgefaßte Dokumentation zur Geschichte des Bundes „Der Wehrwolf e.V.“ v. 1923-1933, o. O. o. J.
- Darmstädter, Fritz: Die Lage der Arbeiter im Kalisalzbergbau, München 1911.
- Dörr, Margarete: „Wer die Zeit nicht miterlebt hat ...“ Frauenerfahrungen im Zweiten Weltkrieg und in den Jahren danach, 3 Bde., Frankfurt/Main und New York 1998.
- Dreyfuss, Carl: Beruf und Ideologie der Angestellten, München und Leipzig 1933.
- Ebersbach, Volker: Geschichte der Stadt Bernburg in zwei Bänden, Dessau 1998 und 2000.
- Ebert, Dieter: Der Zuckerrübenanbau im Gebiet von Bernburg in der Periode um 1900, in: Bernburger Heimatblätter 1990, Bernburg o. J., S. 17-24. *Emmerich, Otto, und Arnim Schwabe: Geschichte der Marinekameradschaft Bernburg e.V. 1905 / 1991, Bernburg 1995.
- Ersil, Wilhelm: Aktionseinheit stürzt Cuno. Zur Geschichte des Massenkampfes gegen die Cuno-Regierung 1923 in Mitteldeutschland, Berlin 1963.
- Falter, Jürgen W.: Die „Märzgefallenen“ von 1933. Neue Forschungsergebnisse zum sozialen Wandel innerhalb der NSDAP-Mitgliedschaft während der Machtergreifungsphase, in: Geschichte und Gesellschaft 24 (1998), S. 595-616.
- Falter, Jürgen W.: War die NSDAP die erste deutsche Volkspartei?, in: Michael Prinz und Rainer Zitelmann (Hg.), Nationalsozialismus und Modernisierung, Darmstadt 1994, S. 21-47.
- Falter, Jürgen W.: Hitlers Wähler, München 1991.
- Falter, Jürgen W., u. a.: Arbeitslosigkeit und Nationalsozialismus. Eine empirische Analyse des Beitrags der Massenerwerbslosigkeit zu den Wahlerfolgen der NSDAP 1932 und 1933, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 35 (1983), S. 525-553.
- Falter, Jürgen W., und Christa Niklas-Falter: Die parteistatistische Erhebung der NSDAP 1939. Einige Ergebnisse aus dem Gau Groß-Berlin, in: Thomas Nipperdey u. a. (Hg.): Weltbürgerkrieg der Ideologien. Antworten an Ernst Nolte. Festschrift zum 70. Geburtstag, Frankfurt/Main-Berlin 1993, S. 175-203.
- Falter, Jürgen W., und Michael H. Kater: Wähler und Mitglieder der NSDAP. Neue Forschungsergebnisse zur Soziographie des Nationalsozialismus 1925 bis 1933, in: Geschichte und Gesellschaft 19 (1993), S. 155-177.
- Falter, Jürgen W., und Detlef Mühlberger: The Anatomy of a Volkspartei: The Sociography of the Membership of the NSDAP in Stadt- and Landkreis Wetzlar, 1925- 1935, in: Historical Social Research 24 (1999), No. 2, S. 58-98.
- Franke, Volker: Der Aufstieg der NSDAP in Düsseldorf. Die nationalsozialistische Basis in einer katholischen Großstadt, Essen 1987.
- Freikorps Lützow 1813 1919, Berlin o. J. (1920). 304 Frenz, Wilhelm, u.a. (Hg.): Volksgemeinschaft und Volksfeinde. Kassel 1933- 1945, Bd. 2: Studien, Fuldabrück 1987.
- Fricke, Dieter, u. a. (Hg.): Lexikon zur Parteiengeschichte. Die bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien und Verbände in Deutschland (1789-1945), 4 Bde., Köln 1984.
- Fritzsche, Peter: Wie aus Deutschen Nazis wurden, Zürich und München 1999.
- Fröhlich, Elke, und Martin Broszat: Politische und soziale Macht auf dem Lande. Die Durchsetzung der NSDAP im Kreis Memmingen, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 25 (1977), S. 546-572. Fromm, Erich: Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches. Eine sozialpsychologische Untersuchung, München 1983.
- Frommelt, Johannes: Latdorf. Ein Beitrag zur Geschichte des Großbauerntums im Kreis Bernburg, Dresden 1940.
- Geiger, Theodor: Die soziale Schichtung des deutschen Volkes. Soziographischer Versuch auf statistischer Grundlage, Stuttgart 1932, Reprint Stuttgart 1987.
- Georgs, [Noeme]: Agrarpolitik unter besonderer Berücksichtigung Anhalts, Dessau 1926. Geschichte der höheren Schulen zu Bernburg, Mümchen 1980.
- Goldschmidt, S.: Die Landarbeiter in der Provinz Sachsen, sowie den Herzogtümern Braunschweig und Anhalt, Tübingen 1899.
- Grebing, Helga: Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, in: Wolfgang Luthardt (Hg.): Sozialdemokratische Arbeiterbewegung und Weimarer Republik. Materialien zur gesellschaftlichen Entwicklung 1927-1933, Bd. 2, Frankfurt am Main 1978.
- Gründel, E. Günther: Die Sendung der Jungen Generation. Versuch einer umfassenden revolutionären Sinndeutung der Krise, München 1933.
- Haffner, Sebastian: Geschichte eines Deutschen. Die Erinnerungen 1914-1933, Stuttgart-München 2000.
- Hahn, Karl Eugen: Eisenbahner in Krieg und Frieden. Ein Lebensschicksal, Frankfurt am Main 1954.
- Hambrecht, Rainer: Der Aufstieg der NSDAP in Mittel- und Oberfranken (1925-1933), Nürnberg 1976.
- Hamel, Iris: Völkischer Verband und nationale Gewerkschaft. Der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband 1893-1933, Frankfurt am Main 1967.
- Happach, Max: Besonderheiten der Verfassung des Freistaates Anhalt im Hinblick auf die Verfassungen anderer deutscher Länder, Diss. Halle 1924.
- Harlessem, Ludolf: Zur Frage der Absatzverhältnisse der hauptsächlichen landwirtschaftlichen Produkte im Regierungsbezirk Magdeburg und Freistaat Anhalt, Diss. Göttingen (gedr. Wattenscheid) 1931.
- Haupert, Bernhard, und Franz Josef Schäfer: Jugend zwischen Kreuz und Hakenkreuz. Biographische Rekonstruktion als Alltagsgeschichte des Faschismus, Frankfurt am Main 1991.
- Haupt, Heinz-Gerhard: Mittelstand und Kleinbürgertum in der Weimarer Republik. Zu Problemen und Perspektiven ihrer Erforschung, in: Archiv für Sozialgeschichte, 26 (1986), S. 217-238.
- Heiden, Detlev, und Gunther Mai (Hg.): Nationalsozialismus in Thüringen, Weimar u.a. 1995. 305
- Heine, Gerhard: Kleinkrieg in Weisenberg, Dresden 1907. Heinsohn, Gunnar: Söhne und Weltmacht. Terror im Aufstieg und Fall der Nationen, Zürich 2003.
- Hennig, Eike (Hg.): Hessen unterm Hakenkreuz. Studien zur Durchsetzung der NSDAP in Hessen, Frankfurt am Main 1983.
- Henningsen, Hans: Unser Hauptmann Loeper. Leben und Sterben eines Kämpfers, Magdeburg 1936. Henselmann, Hermann: Drei Reisen nach Berlin, Berlin 1981.
- Hentschel, Emma: Zehn Jahre Frauenleben in der Gefolgschaft Adolf Hitlers, o. O. o. J. (Dessau 1936).
- Herlemann, Beatrix: „Wir sind geblieben, was wir immer waren, Sozialdemokraten“. Das Widerstandsverhalten der SPD im Parteibezirk Magdeburg-Anhalt gegen den Nationalsozialismus 1930-1945, Halle (Saale) 2001. Hille, Martin: Zur Sozial- und Mitgliederstruktur der Passauer NSDAP in den zwanziger und dreißiger Jahren, in: Winfried Becker (Hg.), Passau in der Zeit des Nationalsozialismus. Ausgewählte Fallstudien, Passau 1999, S. 9-42.
- Höhne, Ernst: Die Entwicklung der anhaltischen Maschinen-Industrie, Diss. Rostock, gedr. Köthen 1928.
- Hoffmann, Ute (Hg.): Psychiatrie des Todes. NS-Zwangssterilisation und „Euthanasie“ im Freistaat Anhalt und in der Provinz Sachsen, Teil 1, Magdeburg 2001.
- Die innere Kolonisation im Freistaate Anhalt, Bde. 1-5, Dessau 1920/21.
- Jacob, Friedrich (Bearb.): Festschrift zur 50jährigen Jubelfeier der Johannisloge Ludwig zum Palmbaum Or. Köthen, Köthen 1929.
- Jäntsch, [Hugo]: Der Zusammenbruch des Anhaltischen Siedlerverbandes. Eine Lehre für die Zukunft, o. O. (Köthen) 1932. Jaide, Walter: Generationen eines Jahrhunderts. Wechsel der Jugendgenerationen im Jahrhunderttrend. Zur Sozialgeschichte der Jugend in Deutschland 1871-1985, Opladen 1988.
- Janka, Franz: Die braune Gesellschaft. Eine soziologische Thematisierung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft, phil. Diss. Regensburg 1993.
- Jordan, Rudolf: Erlebt und erlitten. Weg eines Gauleiters von München bis Moskau, Leoni am Starnberger See 1971.
- Jordan, Rudolf: Im Zeugenstand der Geschichte. Antworten zum Thema Hitler, Offenbach a. M. 1974.
- Käfer, Kurt, und Wolfgang Ahrens: Zur Entwicklung der Rätebewegung im Kreis Bernburg, in: Auf den Spuren des Roten Oktober im Kreis Bernburg, Bernburg 1967.
- Kampf und Sieg der NSDAP in Anhalt, Dessau 1933.
- Kampf und Sieg im Gau Magdeburg-Anhalt [der NSDAP], Dessau 1932.
- Kater, Michael H.: Frauen in der NS-Bewegung, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 31 (1983), S. 202-241.
- Kater, Michael H.: Generationskonflikt als Entwicklungsfaktor in der NS-Bewegung vor 1933, in: Geschichte und Gesellschaft, 11 (1985), S. 217-243.
- Kater, Michael H.: Sozialer Wandel in der NSDAP im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung, in: Wolfgang Schieder (Hg.), Faschismus als soziale Bewegung. Deutschland und Italien im Vergleich, Göttingen 1983, S. 25-67. 306
- Kater, Michael H.: The Nazi Party. A Sozial Profile of Members and Leaders 1919- 1945, Cambridge (Mass.) 1983.
- Kater, Michael H.: Zur Soziographie der frühen NSDAP, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 19 (1971), S. 124-159.
- Kirchner, Adolf: Das anhaltische Salzwerk Leopoldshall und sein Einfluß auf den anhaltischen Staatshaushalt, Diss. Würzburg 1922.
- Klein, Thomas (Hg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Bd.16: Mitteldeutschland (Kleinere Länder), Marburg/Lahn 1981.
- Kleinau, Klaus: Im Gleichschritt, marsch! Der Versuch einer Antwort, warum ich von Auschwitz nichts wußte. Lebenserinnerungen eines NS-Eliteschülers der Napola Ballenstedt, Hamburg 1999.
- Kleindienst, Jürgen (Hg.): Getäuscht und verraten. Jugend in Deutschland 1933-1939. 38 Geschichten und Berichte von Zeitzeugen, Berlin 2002.
- Kloppe, Fritz: Wesensfragen für die Zukunft des deutschen Volkes. Im Lichte der Wehrwolf-Bewegung, Halle/Saale 1926.
- Koltzenburg, Oswald: Die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Stadt Roßlau, Dessau 1914.
- Kracauer, Siegfried: Die Angestellten. Aus dem neuesten Deutschland, Frankfurt am Main 1971.
- Kupfer, Torsten: Das rückständige Anhalt? Anmerkungen zum wirtschaftlichen Entwicklungsstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts, in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde, Köthen, 2 (1993), S. 144-151.
- Kupfer, Torsten: Der Weg zum Bündnis. Entschieden Liberale und Sozialdemokraten in Dessau und Anhalt im Kaiserreich, Weimar-Köln-Wien 1998.
- Kupfer, Torsten: Die „Mitteilungen des Herzoglich Anhaltischen statistischen Bureaus / Anhaltischen Statistischen Landesamtes“ 1866 bis 1936 - Inhaltsübersicht, in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde, Köthen, 5 (1996), S. 109-117.
- Kupfer, Torsten: Emma Hentschel – eine frühe Dessauer Nationalsozialistin, in: Dessauer Kalender 2002. Heimatliches Jahrbuch für Dessau und Umgebung, Dessau, 46 (2001), S. 82-87.
- Kupfer, Torsten: Geheime Zirkel und Parteivereine. Die Organisation der deutschen Sozialdemokratie zwischen Sozialistengesetz und Jahrhundertwende, Essen 2003.
- Kupfer, Torsten: Sozialdemokratie im Freistaat Anhalt 1918-1933, Weimar-Köln-Wien 1996.
- Kupfer, Torsten: Umfeldbedingungen des Aufstiegs der anhaltischen NSDAP zur Regierungspartei (1918-1932), in: Werner Freitag u.a. (Hg.): Politische, soziale und kulturelle Konflikte in der Geschichte von Sachsen-Anhalt. Beiträge des landesgeschichtlichen Kolloquiums am 4./5. September 1998 in Vockerode, Halle (Saale) 1999, S. 175- 194.
- Kupfer, Torsten: Verschiebungen in der Mitgliederstruktur der anhaltischen Sozialdemokratie zwischen Jahrhundertwende und Nachkriegskrise, in: Werner Bramke und Ulrich Heß (Hg.): Sachsen und Mitteldeutschland. Politische, wirtschaftliche und soziale Wandlungen im 20. Jahrhundert, Weimar-Köln-Wien 1995, S. 435-459.
- Kupfer, Torsten: Wilhelm Friedrich Loeper (1883 – 1935): NSDAP-Gauleiter und Reichsstatthalter, in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde, Köthen, 11 (2002), S. 155-165. 307
- Kupfer, Torsten, und Bernd Rother: Der Weg zur Spaltung - Die Ursachen der Richtungskämpfe in der deutschen Sozialdemokratie 1890-1920 am Beispiel der Länder Anhalt und Braunschweig, in: Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, 29 (1993), S. 139-177.
- Lage und Kampf der Landarbeiter im ostelbischen Preußen (1919-1945), Bd. 3, Berlin 1985.
- Lasswell, Harold D.: Politik und Moral. Analyse des politisch-sozialen Verhaltens, Stuttgart und Düsseldorf 1957.
- Lenger, Friedrich: Mittelstand und Nationalsozialismus? Zur politischen Orientierung von Handwerkern und Angestellten in der Endphase der Weimarer Republik, in: Archiv für Sozialgeschichte, 29 (1989), S. 173-198.
- Lingg, Anton: Die Verwaltung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, München 1940.
- Lohalm, Uwe: Völkischer Radikalismus. Die Geschichte des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes 1919-1923, Hamburg 1970.
- Mannheim, Karl: Das Problem der Generationen, in: Kurt H. Wolff (Hg.): Karl Mannheim. Wissenssoziologie. Auswahl aus dem Werk, Berlin/Neuwied 1964, S. 509-565.
- Manstein, Peter: Die Mitglieder und Wähler der NSDAP 1919-1933. Untersuchungen zu ihrer schichtmäßigen Zusammensetzung, 3. Auflage, Frankfurt am Main u. a. 1990.
- Matthiesen, Helge: Bürgertum und Nationalsozialismus in Thüringen. Das bürgerliche Gotha von 1918 bis 1930, Jena und Stuttgart 1994.
- Menschen im alten Bernburg. Aufnahmen des Bernburger Kinopioniers Ottomar Tschakert aus den Jahren 1913 bis 1937, Video-Kassette und Einführung, Bernburg 1994.
- Merkl, Peter H.: Die alten Kämpfer der NSDAP, in: Sozialwissenschaftliches Jahrbuch für Politik, München-Wien, 2 (1971), S. 495-517.
- Möller, Horst, u.a. (Hg.): Nationalsozialismus in der Region. Beiträge zur regionalen und lokalen Forschung und zum internationalen Vergleich, München 1996.
- Montenbruck, Jens: Zwischen Demokratie und Diktatur. Der Aufstieg der Hagener NSDAP 1930-34, Essen 1991.
- Mühl-Benninghaus, Sigrun: Das Beamtentum in der NS-Diktatur bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Zu Entstehung, Inhalt und Durchführung der einschlägigen Beamtengesetze, Düsseldorf 1996.
- Mühlberger, Detlef: Hitler’s Followers. Studies in the sociology of the Nazi mouvement, London und New York 1991.
- Mühlberger, Detlef: The social bases of Nazism 1919-1933, Cambridge 2003.
- Nägler, Kurt, und Gustav Bergt: Anhalt Land. Zwischen Fläming und Harz, Leipzig o. J. (1930).
- Die Novemberrevolution 1918. Beiträge aus der Geschichte der Arbeiterbewegung des Kreises Bernburg, Bernburg o. J. (1958).
- Ohr, Dieter: War die NSDAP-Propaganda nur bei „nationalistischen“ Wählern erfolgreich? Eine Aggregatdatenanalyse zur Wirkung der nationalsozialistischen Versammlungspropaganda, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 46 (1994), S. 646-667.
- Olenhusen, Irmtraud Götz von: Jugendreich, Gottesreich, Deutsches Reich. Junge Generation, Religion und Politik 1928-1933, Köln 1987.
- Padover, Saul K.: Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45, Frankfurt am Main 1999.
- Peper, Hans: Geschichte der Stadt Bernburg, Bernburg 1938.
- Peukert, Detlev J. K.: Alltagsleben und Generationserfahrungen von Jugendlichen in der Zwischenkriegszeit, in: Dieter Dowe (Hg.), Jugendprotest und Generationenkonflikt in Europa im 20. Jahrhundert. Deutschland, England, Frankreich und Italien im Vergleich, Bonn 1986, S. 139-150.
- Puschendorf, Peter: Juden in Sandersleben: Das Ende der Gemeinde und die Zerstörung ihrer Synagoge durch die Nationalsozialisten, in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde 9 (2001), Köthen, S. 97-104.
- Puschner, Uwe: Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. SpracheRasse-Religion, Darmstadt 2001.
- Pyta, Wolfram: Dorfgemeinschaft und Parteipolitik 1918-1933. Die Verschränkung von Milieu und Parteien in den protestantischen Landgebieten Deutschlands in der Weimarer Republik, Düsseldorf 1996.
- Pyta, Wolfram: Gegen Hitler und für die Republik. Die Auseinandersetzung der deutschen Sozialdemokratie mit der NSDAP in der Weimarer Republik, Düsseldorf 1989.
- Rauch, Peter: „Im Zwielicht“. Der Kirchenrat August Körner (Dessau). Ein Beitrag zur Geschichte des Kirchenkampfes in Anhalt 1933-1945 und den Folgen, in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde, Köthen, 14 (2005), S. 169-225.
- Rauschning, Hermann: Die Abwanderung der Deutschen aus Westpreußen und Posen nach dem Ersten Weltkrieg, Essen 1988 (Berlin 1930).
- Reichert, Carl: Ortschronik der Stadt Güsten und ihres Ortsteiles Osmarsleben, Güsten 1965 (Ms. Stadtarchiv Güsten).
- Reichsbund Deutscher Technik. Ortsgruppe Bernburg. Festschrift zur 9. Bundestagung vom 4.-7. Juni 1924 in Bernburg, Bernburg 1924.
- Reulecke, Jürgen, und Elisabeth Müller-Luckner (Hrsg.): Generationalität und Lebensgeschichte im 20. Jahrhundert, München 2003.
- Roemelt, Kurt: Die Rentabilität der Anhaltischen Salzwerke, Diss. Leipzig 1928, gedruckt Dessau 1929.
- Rosenbaum, Heidi: Die Konzeption der Sozialstruktur in der schichtenspezifischen Sozialisationsforschung, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 35 (1983), S. 41-58.
- Rothenberger, Karl-Heinz: Die NSDAP in der Pfalz. Sozialstruktur der Partei nach der Parteistatistik von 1935, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 12 (1986), S. 199-211.
- Sander, H.: Chronik der Gauhauptstadt Dessau, Dessau 1940 (Ms. Stadtarchiv Dessau).
- Scheel, Heinz: Zu einigen Problemen der Entwicklung der chemischen Industrie von 1919 bis 1929, unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der Deutschen Solvay-Werke AG Bernburg, Diss. Berlin 1970.
- Scheibe, Herbert: Ziele und Inhalte betrieblicher und gewerkschaftlicher Interessenvertretung der Braunschweiger Metallarbeiter nach dem Zweiten Weltkrieg (1945-1948), Diss. Göttingen 1981.
- Schenk, Michael: Die ego-zentrierten Netzwerke von Meinungsbildnern („Opinion Leaders“), in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 45 (1993), S. 254-269.
- Schieder, Wolfgang: Die NSDAP vor 1933. Profil einer faschistischen Partei, in: Geschichte und Gesellschaft 19 (1993), S. 141-154.
- Schmidt, Helmut, u. a.: Kindheit und Jugend unter Hitler, Berlin 1992.
- Schmiechen-Ackermann, Detlef: Der „Blockwart“. Die unteren Parteifunktionäre im nationalsozialistischen Terror- und Überwachungsapparat, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 48 (2000), S. 575-602.
- Schmiechen-Ackermann, Detlef: Nationalsozialismus und Arbeitermilieus. Der nationalsozialistische Angriff auf die proletarischen Wohnquartiere und die Reaktion in den sozialistischen Vereinen, Bonn 1998.
- Schneider, Michael: Unterm Hakenkreuz. Arbeiter und Arbeiterbewegung 1933 bis 1939, Bonn 1999.
- Schneider-Haase, Torsten: Beschreibung der Stichprobenziehung zu den Mitgliedern der NSDAP vom 27. März – 7. September 1989 im Berlin Document Center, o. O. o. J. (= Berliner Arbeitshefte und Berichte zur sozialwissenschaftlichen Forschung, Nr. 62).
- Schoenbaum, David: Die braune Revolution. Eine Sozialgeschichte des Dritten Reiches, Köln 1980.
- Schröder, Rudolf: Zur Geschichte der Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft Dessau. Eine Studie über die Ausnutzung des Staatsapparates durch das Monopolkapital, Diss. Berlin 1961.
- Schulze, Dietmar: „Euthanasie“ in Bernburg. Die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg / Anhaltische Nervenklinik in der Zeit des Nationalsozialismus, Essen 1999.
- Schulze, Ernst: Anhalts Landwirtschaft, Diss. Würzburg 1921.
- Schweitzer, Arthur: Die Nazifizierung des Mittelstandes, Stuttgart 1970. Sechs Jahre Stahlhelm in Mitteldeutschland, Halle 1926.
- Speier, Hans: Die Angestellten vor dem Nationalsozialismus. Ein Beitrag zum Verständnis der deutschen Sozialstruktur 1918-1933, Frankfurt am Main 1989.
- Sperk, Alexander: Anhalt im Spiegel der Lageberichte der Geheimen Staatspolizei und des Staatsministers zu Beginn des Nationalsozialismus, in: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde, Köthen, 14 (2005), S. 226-244.
- Stambolis, Barbara: Der Mythos der jungen Generation. Ein Beitrag zur politischen Kultur der Weimarer Republik, phil. Diss. Bochum 1982.
- Stöver, Bernd: Volksgemeinschaft im Dritten Reich. Die Konsensbereitschaft der Deutschen aus der Sicht sozialistischer Exilberichte, Düsseldorf 1993.
- Stokes, Lawrence D.: Kleinstadt und Nationalsozialismus. Ausgewählte Dokumente zur Geschichte von Eutin 1918-1945, Neumünster 1984.
- Tenfelde, Klaus: Historische Milieus – Erblichkeit und Konkurrenz, in: Manfred Hettling und Paul Nolte (Hg.): Nation und Gesellschaft in Deutschland. Historische Essays, München 1996, S. 247-268. *Tenfelde, Klaus: Proletarische Provinz. Radikalisierung und Widerstand in Penzberg/Oberbayern 1900 bis 1945, in: Martin Broszat u.a. (Hg.): Bayern in der NS-Zeit IV. Herrschaft und Gesellschaft im Konflikt, Teil C, München und Wien 1981, S. 1- 382. 310
- Thamer, Hans-Ulrich: Verführung und Gewalt. Deutschland 1933-1945, Berlin 1994.
- Trebing, Wilhelm: Das entscheidende Jahrzehnt (Auszug aus der Geschichte der Bernburger Arbeiterbewegung [1890-98]), in: Bernburger Heimatkalender 1957, S. 33-43.
- Unverhau, Dagmar: Das „NS-Archiv“ des Ministeriums für Staatssicherheit. Stationen einer Entwicklung, Münster 1998. Voigt, Fritz: Die Entwicklung und der Stand der anhaltischen Industrie, Diss. Halle 1933.
- Vollnhals, Clemens (Hg.): Sachsen in der NS-Zeit, Leipzig 2002.
- Vondung, Klaus: Magie und Manipulation. Ideologischer Kult und politische Religion des Nationalsozialismus, Göttingen 1971.
- Wachsmuth, Gustav: Industrielle Wirtschaftskunde des Landes Anhalt, Diss. Halle 1924.
- Wagner, Caroline: Die NSDAP auf dem Dorf. Eine Sozialgeschichte der NSMachtergreifung in Lippe, Münster 1998.
- Die Wahrheit über die Erschießung des Franz Ciclik am 11. Februar 1933 in Hecklingen, Hecklingen 1946.
- Wegener, Fritz: So lebten wir 1938 bis 1945 in Dessau, Berlin 1972.
- Wehler, Hans-Ulrich: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Vierter Band: Vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten 1914-1949, München 2003.
- Weiland, Angelika: Die religiösen Sozialisten in der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Semesterarbeit Halle/Saale 1976.
- Wildt, Michael: Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes, Hamburg 2002.
- Windschild, Günther: Der Pfarrer von St. Jacob. Porträt eines Aufrechten. Karl Windschild in Köthen. Gegen Nazi-Diktatur und DDR-Willkür, Dessau 1996.
- Windschild, Günther, und Helmut Schmid: Mit dem Finger vor dem Mund ... Ballenstedter Tagebuch des Pfarrers Karl Fr. E. Windschild 1931-1944, Dessau 1999.
- Winkler, Heinrich August: Der Schein der Normalität. Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik 1924 bis 1930, Berlin/Bonn 1986.
- Winkler, Heinrich August: Der Weg in die Katastrophe. Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik 1930 bis 1933, Berlin/Bonn 1987.
- Winkler, Heinrich August: Mittelstandsbewegung oder Volkspartei? Zur sozialen Basis der NSDAP, in: Wolfgang Schieder (Hg.), Faschismus als soziale Bewegung, Göttingen 1983, S. 97-118.
- Winkler, Heinrich August: Von der Revolution zur Stabilisierung. Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik 1918 bis 1924, Berlin/Bonn 1985.
- Winkler, Margarete: Die Metallindustrie Mitteldeutschlands in ihrer geschichtlichen Entwicklung, Diss. Halle 1934.
- Winkmann, Hans: Nachbarschaftsverkehr der Kleinbürger, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1 (1948/49), S. 189-197.
- Zielinski, Arno: Zur Betriebssoziologie. Aus industriellen Betrieben in einem Bezirk des Sauerlandes, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1 (1948/49), S. 431-444.
Abkürzungen
[Bearbeiten][E] Einzelexemplare
[L] mit Lücken
- AAB Arbeitsamtsbezirk
- AfA-Bund Allgemeiner freier Angestelltenbund
- Anhalt II Wahlkreis im Kaiserreich bzw. Unterbezirk der SPD, umfasst die Kreise Bernburg und Ballenstedt sowie den Teil des Kreises Köthen westlich der Bahnlinie Magdeburg-Halle (einschließlich der Stadt Köthen)
- BDC Berlin Document Center
- BDM Bund Deutscher Mädel
- DDAC Der Deutsche Automobilclub
- DDP Deutsche Demokratische Partei
- DDR Deutsche Demokratische Republik
- DHV Deutschnationaler Handlungsgehilfenverband
- DMV Deutscher Metallarbeiterverband
- DNVP Deutschnationale Volkspartei
- DStP Deutsche Staatspartei
- DVP Deutsche Volkspartei
- F Freiheit (Ausgabe Bernburg)
- FAV Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands (Fabrikarbeiterverband)
- GdA Gewerkschaftsbund der Angestellten
- Gedag Gesamtverband deutscher Angestellten-Gewerkschaften
- HJ Hitlerjugend
- KPD Kommunistische Partei Deutschlands
- Ms. Maschinenschrift
- NSBO Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation
- NSFK Nationalsozialistisches Fliegerkorps
- NSDAP Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
- NSDFB Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund
- NSDStB Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund
- NSKK Nationalsozialistisches Kraftfahrerkorps
- NSKOV Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung
- NSLB Nationalsozialistischer Lehrerbund
- NSV Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
- OG Ortsgruppe
- OV Ortsverein
- Pg. Parteigenosse
- RDB Reichsbund Deutscher Beamter
- SA Sturmabteilung
- SAP Sozialistische Arbeiterpartei
- SED Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
- SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
- SS Schutzstaffel
- StDR Statistik des Deutschen Reiches
- UB Unterbezirk
- Uschla Untersuchungs- und Schlichtungsausschuss
- VbA Volksblatt für Anhalt (Dessau)
- Vw Volkswacht (Bernburg)
Einzelnachweise
[Bearbeiten]1 "Atlas des Saale- und mittleren Elbegebietes" (Verlag Enzyklopädie Leipzig 1957-1960) Beiheft (Teil 2), S. 151
2 RI I n. 419b, in: Regesta Imperii Online (Abgerufen am 16. Februar 2015).
3 Karte Nr. 40 II "Wege der Fuldaer Mission" im "Atlas des Saale- und mittleren Elbegebietes" (Verlag Enzyklopädie Leipzig 1957-1960)
4 Die Regesta Imperii zum 25. Dezember 839 = RI I n. 1000a, in: Regesta Imperii Online.(Abgerufen am 14. März 2015).
5 Die Regesta Imperii zu 924, Werlaon (urbs) = RI II,1 n. 11c, in: Regesta Imperii Online.: "gefangennahme eines ungarischen fürsten, für dessen freilassung und für zusage von tribut ein neuniähriger friede für Sachsen (vgl. die äusserung Liudprands Antap. II,24 in no 11b) erkauft wird."(Abgerufen am 21. März 2015).
6 Urkunde vom 25. Juni 934 RI II,1 n. 46, in: Regesta Imperii Online(Abgerufen am 19. Februar 2015).
7 Eine auf 964 datierte Urkunde, eine Abschrift aus der Zeit um 1200, erwähnt: “Waldalem cum capella abbatisse et Parochie“, in: Schulze, Hans K.; Vorbrodt, Günter W.; Specht, Reinhold (1965): Das Stift Gernrode. Köln [u.a.]: Boehlau (Mitteldeutsche Forschungen, 38). S. 193
8 D. Freydank, K. Steinbrück: Die Ortsnamen des Bernburger Landes. Halle (Saale) 1966, S. 18
9 Schmitt, Reinhard (Hg.) (2009): Schloss Bernburg. Leipzig: Ed. Leipzig. S. 16