Das Mirakel des Heiligen Kreuzes zu Elspe: Renovierung der St. Jakobus Kirche zu Elspe

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Das Mirakel des Heiligen Kreuzes zu Elspe [[{{{3}}}|{{{4}}}]]


Kirche St. Jakobus Elspe

Nach nunmehr 15 Monaten Bauzeit zur Renovierung der unter Denkmalschutz stehenden St.Jakobus Kirche in Elspe konnte die heilige Messe Weihnachten 2003 wieder in gewohnter Umgebung gefeiert werden. Die Renovierung war wegen des Verschmutzungsgrades der Wände, Säulen und Gewölbe, die 1980 zuletzt renoviert wurden, dringend erforderlich. Um eine bessere Heizqualität im Kirchenraum zu erreichen, musste die Heizungsanlage überprüft und erweitert werden. Da die Kirchenbänke für die heutige Zeit sehr unpraktisch und unbequem waren, wurden sie renoviert und mit größerem Reihenabstand neu befestigt. Nach den Bestimmungen des Erzbistums Paderborn musste ein schützendes Gitter im Turmbereich erstellt werden, so dass Besucher die Kirche jederzeit besichtigen können, und damit aus versicherungstechnischen Gründen kein Vandalismus und Diebstahl geschehen kann. Der barocke Taufbrunnen, welcher bisher im engen Turmbereich stand, hat vorn im Querschiff seinen Platz erhalten. Um die buntverglasten Fenster vor weiteren Umweltschäden zu bewahren wurden sie gereinigt, überarbeitet und erhielten eine Schutzverglasung. Der Eingang an der bisherigen Hauptseite der Kirche wurde behindertengerecht ausgebaut. Die vorhandenen Lampenkörper wurden überarbeitet und umgerüstet, so dass nunmehr eine bessere Ausleuchtung des Kirchenraumes möglich ist. Der Zugang zur Sakristei und zum Heizungskeller wurde verändert und den Gegebenheiten angepasst. Der gesamte Chorraum mit dem Altar, der 1963 noch vor der Liturgiereform erstellt wurde und dem Ablauf bei den Messfeiern nicht mehr dienlich war, wurde komplett umgestaltet. Der Chorraum wurde abgesenkt, die vorderen Stufen zum Kirchenraum erweitert. Der neue Altar wurde nach vorne gezogen. Das gesamte Kirchenschiff mit Gewölben, Pfeilern und Wänden erhielt einen neuen, helleren Anstrich. Das Mirakelkreuz hat in der Kirche nach den Umbauarbeiten einen würdigen und ihm zustehenden Platz im Chorraum erhalten. Die Kirchenbesucher können dieses Kreuz während allen Messfeierlichkeiten andächtig betrachten. Nach den Messfeiern kann die Kirche wie vor dem letzten Umbau von der Turmseite jederzeit besichtigt werden.

Das Mirakelkreuz steht in Elspe seit Jahrhunderten in einem sehr hohen Ansehen und wird daher besonders verehrt.

Im Zuge der Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten zur Heizungsanlage wurden neue Kanäle im linken Seitenschiff gegraben. Hierbei wurden Fundamente der 1882 abgerissenen Ostteile der spätromanischen Hallenkirche freigelegt, deren Langhaus noch heute erhalten ist. Unter diesen Fundamenten sind Teile einer Vorgängerkirche, vermutlich einer Saalkirche in Breite des heutigen Mittelschiffes, ergraben worden. Sie könnte schon im Jahre 1000 bestanden haben. In der Überlieferung heißt es, dass der Turm noch älter sei als das angrenzende Kirchenschiff. Da der Turm aber mit den Fundamentresten der vorigen Saalkirche in einer Flucht steht, könnte er zu der Vorgängerkirche gehört haben.