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Der Dresdner Missions-Hilfsverein (2. Auflage)

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Dieses Buch steht im Regal Religion.

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Vorbemerkung: Sieben Jahre nach der Erstausgabe "Der Dresdner Missions-Hilfsverein" wird jetzt an der zweiten Auflage gearbeitet.

Zusammenfassung des Projekts

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  • Sind Co-Autoren erwünscht? Ja.

Zielgruppe

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Dieses historische Buch richtet sich in erster Linie an evangelische Christen, aber auch an alle historisch Interessierte. Vorkenntnisse zum Thema sind nicht nötig.

Kurzbeschreibung

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2011 wurde in Leipzig das 175. Jubiläum der Dresdner (ab 1847 Leipziger) Mission gefeiert. Diese ab 1856 Leipziger Missionswerk genannte Organisation entwickelte sich zum Impulsgeber für eine internationale lutherische Zusammenarbeit, aus welcher heraus über den Lutherischen Weltkonvent von 1923 schließlich 1947 der Lutherische Weltbund entstand, die heute mit Abstand weltweit größte Vereinigung evangelischer Christen.

Doch auch die Dresdner Mission von 1836 hat eine historische Wurzel, den Dresdner Missions-Hülfsverein von 1819, dessen 200. Jubiläum 2019 hätte gefeiert werden können, wenn nicht seitens der Mächtigen in der Evangelischen Kirche gemauert worden wäre. Diese Wurzel war den Verantwortlichen angeblich zu freikirchlich, weil von der missionarisch orientierten Herrnhuter Brüdergemeine dominiert. Hier wird allerdings der historische Zusammenhang völlig verkannt: vor zweihundert Jahren waren die Mitglieder der Brüdergemeine - im Gegensatz zu heute - noch alle in ihrer Landeskirche integriert.

Separatistisch und schließlich schismatisch hingegen wirkte Martin Stephan, seit 1810 Pfarrer der böhmischen Exulanten-Gemeinde in der Dresdner Johanniskirche, der schon 1818 den Besuch der herrnhutischen Versammlungen verteufelte, weil er eine möglichst große Personalgemeinde um sich scharen wollte. Damit spaltete er zunächst die Sektion Dresden der Deutschen Christentumsgesellschaft, deren Vorsitzender er ab 1819 war, und übernahm sie schlußendlich: außer Stephanianern gab es keine weiteren Mitglieder mehr. Er hielt sich wegen seines Vorhabens, persönlich möglichst viele Seelen zu sammeln, mit "den Seinen" bewußt vom Dresdner Missions-Hilfsverein fern. Nachdem er als Pfarrer suspendiert worden war, wanderte er 1838 in der größten evangelischen Emigration des 19. Jahrhunderts mit 800 Seelen missionseifrig in die Neue Welt aus - in die Vereinigten Staaten von Amerika nach Missouri (1821 als 24. Bundesstaat in die Union aufgenommen und damals Grenzstaat im Westen).

Aus der Gemeinde der Stephanianer ging die Lutheran Church – Missouri Synod hervor, die heute fast zwei Millionen Mitglieder zählt und damit den Internationalen Lutherischen Rat dominiert - die größte Konkurrenz zum Lutherischen Weltbund. Beide Weltorganisationen haben in Dresden ihren Ursprung - nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.

Anmerkungen

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