Zum Inhalt springen

Der Dresdner Missions-Hilfsverein (2. Auflage)/Wolf Caspar Abraham von Gersdorff

Aus Wikibooks

Wolf Caspar Abraham von Gersdorff (* 7. April 1704 in Siegersdorf; † 2. Januar 1784 in Barby) war ein sächsischer Kriegsrat, Kirchenlieddichter und führendes Mitglied der Herrnhuter Brüdergemeine Dresden, die sich in der Zeit der drei Ausweisungen der Gemeine aus Sachsen (1732/1738 bis 1747) von 1739 bis Ende 1740 in seiner Wohnung (wahrscheinlich beim Jägerhof) traf.

In Siegersdorf (heute: Zebrzydowa) bei Naumburg am Queis (heute: Nowogrodziec)

[Bearbeiten]

Das oberlausitzsche Siegersdorf an der Grenze zu Schlesien, die über Jahrhunderte durch die Queis gebildet wurde, fiel 1650 an das oberlausitzsche Uradelsgeschlecht Gersdorff. Dieses erreichte das Privileg zur Abhaltung zweier Jahrmärkte und eines Viehmarkts. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) diente die Siegersdorfer Kirche von 1654 bis 1741 als bedeutende Zufluchtskirche für evangelische Schlesier. Am 16. Dezember 1740 führte Preußen eine Armee von 27.000 Soldaten nach Schlesien hinein. Der protestantische Teil der Bevölkerung begrüßte die Preußen als Befreier von religiöser Behinderung. Ende Januar 1741 war Schlesien von österreichischen Truppen geräumt.