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Der Medicus - Ein Ratgeber für die Hausapotheke/ Kehlkopfentzündunf

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Kehlkopfentzündung

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Sie mussten auf Ihre allmorgendliche Arie unter der Dusche verzichten. Das Liedchen, das da aus Ihrem Hals kam, war eher ein jämmerliches Gekrächze. Sie haben sich geräuspert und es noch einmal probiert. Erfolglos. Wenn das so weitergeht, haben Sie bald überhaupt keine Stimme mehr. Sehr wahrscheinlich haben Sie sich eine akute Kehlkopfentzündung zugezogen.

Zur Behandlung:

  • Nicht rauchen!
  • Sprechen Sie nicht, ja, flüstern Sie nicht einmal. Sie sollten Ihren Stimmbändern unbedingt Ruhe gönnen
  • Nehmen sie kein Aspirin
  • Verwenden Sie einen Luftbefeuchter
  • Inhalieren Sie über einem Dampfbad
  • Trinken Sie viel, aber keine zu kalten Getränke. Diese verschlimmern die Entzündung.
  • Atmen Sie durch die Nase
  • Trinken Sie heißen Tee
  • Lutschen Sie viele Hustenbonbons, z.B. mit Menthol, Honig und Salbei
  • Überprüfen sie Ihre Medikamente. Manche Medikamente haben eine austrocknende Wirkung. Diese sollten Sie meiden.
  • Wenn Sie unbedingt sprechen müssen, z.B. vor einer größeren Gruppe, verwenden Sie doch ein Mikrophon. Trotzdem sollten Sie nach Möglichkeit gar nicht sprechen.
  • Wann sollten sie zum Arzt gehen?
  • Bedrohlich wird es erst, wenn der Stimmverlust von starken schmerzen begleitet ist und Sie Beschwerden beim Schlucken des Speichels haben, wenn Sie Blut spucken, wenn Sie beim Atmen Geräusche im Hals feststellen oder wenn die Heiserkeit anhält, obwohl Sie Ihre stimme schonen. Dann hilft meist nur eine radikale Behandlung mit Antibiotika.