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Die besten Ideen von Joachim Stiller/ Leben und Wirken von Joachimm Stiller

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Leben und Wirken

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Die frühen Jahre: Abitur, Zivildienst, Schizophrenie 1984-1996

Während des Abiturs kam Stiller in Berührung mit dem Marxismus, durch den er nachhaltig geprägt wurde. Er wurde mit nur 18 Jahren der jüngste OV-Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken. Nach dem Abitur wollte Stiller eigentlich Malerei studieren. Er begeisterte sich für Joseph Beuys, sah in Berlin die große Beuys-Retrospektive 1988 und geriet so an Wilhelm Schmundt und die Anthroposophie. Nach der Wende und dem Zusammenbruch der Sowjetunion, eine Zäsur, die praktisch alle revolutionären Träume zunichte machte, wandelte sich Stiller von einem Marxisten zu einem Anthroposophen. Aus dem Kommunisten war ein Sozialer Dreigliederer geworden, aus dem Materialisten ein Anthroposoph und aus aus dem Atheisten ein tief religiöser Christ und Esoteriker. Zu einem Kunststudium kam es hingegen nicht, nicht zuletzt, weil eine schwere psychische Erkrankung (Schizophrene Psychose) dies verhinderte. Auch ein angefangenes Studium der Soziologie, Philosophie und Geschichte musste er abbrechen. Lange Krankenhausaufenthalte schlossen sich an.

Medizinische und berufliche Reha in Lippstadt und Hamm 1996-2000

Während seiner medizinischen und beruflichen Rehabilitation in Lippstadt griff er den Faden der Kunst wieder auf. Nun war klar, er würde nur noch Objekte und Zeichnungen machen, und zwar im Stile von Joseph Beuys. Stiller las alles, was er von Steiner in die Finger kriegen konnte, bewahrte sich aber immer auch einen kritischen Geist Steiner und der Anthroposophie gegenüber. Während seiner Umschulung zum Industriekaufmann in Hamm nahm er Kontakt zum Internationalen Kulturzentrum in Achberg auf, die ihn auch sofort nach Achberg einluden. Um die Jahrtausendwende war Stiller dann regelmäßiger Tagungsteilnehmer im Internationalen Kulturzentrum. Stiller hat bei Wilfried Heidt über zwei Konstitutionsprobleme gearbeitet, das des Sozialen Organismus und das der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, ein damals viel diskutiertes Thema. Er hat auch die Entwicklung miterlebt, die zum Medianum-Bauimpuls führte. Allerdings distanziert er sich heute ausdrücklich von diesem Projekt, das er für nicht zielführend hält.

Umzug nach Münster 2000, Berentung 2003 und freischaffende Zeit bis zum totalen Zusammenbruch 2021

Stiller zog 2000 nach Münster, ließ sich aber 2003 nach einjähriger Arbeit als Call-Center-Agent bei Bertelsmann (2000-2001) und erneuter Arbeitslosigkeit wegen seiner immer wieder akuten Erkrankung berenten und verwirklicht sich seitdem selbst. Er wurde zunächst Künstler, dann Literat, dann Philosoph, dann Dichter und schließlich Aphoristiker. Ein Ausflug in die Prosaschriftstellerei brachte hingegen nicht so viel ein und wurde von ihm wieder aufgegeben, auch wenn es an Ideen nicht gemangelt hätte. Am Ende wurde er aber ein moderner Enzyklopädist, der für insgesamt vierzehn Wikis gearbeitet hat, zuletzt seit 2017 für da AnthroWiki und das zeitweilig das Imedwiki. Nach einer viel zu heftigen Post-Midlife-Crisis und einem komplette Totalzusammebruch einschließlich Verlust der eigenen Wohnung 2021 hat sich Stiller noch einmal komplett um- und neuorientiert. So vollzog er den endgültigen Bruch mit dem Sozialismus. Außerdem nahm er seine Homepage vom Netz und schloss ganz mit seinem alten Leben ab. In der Folge verlegte er sich auf die reine Medienkunst im Netz und auf die Wiki-Arbeit im AnthrWWiki.

Das Forenjahr 2024

2024 wurde Stiller Moderator im neune Philosophie-Forum Philoturm und gründete zudem sein eigenes Philosophie-Forum. Stiller baute beide Philosophie-Foren parallel und in beiderseitiger Ergänzung und Übereinstimmung auf. Die beiden Foren dienen Stiller auch als Ersatz für seine aufgegebene Website.

Das Publikationsjahr 2025 und endgültiger Bruch mit der sozialen Kunst

2025 publizierte Stiller 20 Bücher im Selbstverlag. Als Vorlage dienten ihm seine wichtigsten eBooks.