Diskussion:Transsexualität/ Mann zu Frau
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[Bearbeiten]Ich vermisse in diesem Buch eine offene Behandlung des Themas Gesundheit und Orgasmusfähigkeit nach der Geschlechtsumwandlung. Falls ich auf die Idee käme, mein Geschlecht umzuwandeln, hätte ich am meisten Angst davor,
- meinen Körper zu verletzen oder ihm dauerhaft zu schaden.
- keinen Orgasmus mehr zu bekommen
Wahrscheinlich ist das eine männliche Denkart und als Frau denkt man vielleicht anders. Aber jeder, der eine Geschlechtsumwandlung über sich ergehen läßt, sollte in Ruhe kalkulieren, ob das wirklich etwas für ihn ist:
- Jede Operation birgt Operationsrisiken und es kann etwas schief gehen.
- Ein gesundes Geschlechtsorgan, auch wenn es gefühlt vielleicht das falsche ist, ist immer noch besser, als ein verstümmeltes oder vernarbtes.
- Will man wirklich auf seine fröhlichen Orgasmen verzichten.
- Als Frau habe ich wahrscheinlich nicht den Drang, ständig an Sexualität denken zu müssen. Das kann ein Vorteil sein.
- Als Mann sind häufige Orgasmen meist ein großer Spaß. Auch wenn die männliche Sexualität vielleicht etwas zwanghaft erscheint.
Kann man als Mann, der zur Frau umgewandelt wurde, noch Orgasmen bekommen ? Wie häufig, wie leicht und wie intensiv sind diese Orgasmen ? Wie gut kommt man mit einer reduzierten Anzahl von Orgasmen zurecht ?
Wie häufig treten Komplikationen bei Geschlechtsumwandlungen auf ? Wie häufig sind dauerhafte Schäden und Todesfälle bei solchen Operationen ? Das sind so ein paar Fragen, die man ehrlich beantworten sollte. Benutzer:Rho
Antwort
[Bearbeiten]Die Genitalangleichende Operation ist tatsächlich ein besonderes Rikiso, weil in der Nähe des Hintern und Darmes operiert wird und wegen den Keimen in den Fäkalien ist das Risiko einer Wundinfektion erhöht. Und nach einer Wundinfektion vernarbt das Gewebe u.s.w. Keiner wünscht sich das. Wenn man zu einem bekannten, erfahrenen Operateur geht kann man heutzutage bei der Genitaloperation von Mann-zu-Frau davon ausgehen, dass die Gefühle erhalten bleiben und die Neovagina orgasmusfähig ist.
Die Operation von Frau-zu-Mann ist deutlich schwieriger und mehr Komplikationen. Da besteht die Gefahr, dass der Penis abfällt - Hört sich lustig an, ist aber für die betroffenen Menschen traurige Realität, so das manche Transmänner bereits vier Aufbauten hinter sich haben!
Volkmar Gusch schreibt sehr schon:
... Das Verrückte am Transsexualismus ist, dass die Transsexuellen nicht verrückt sind. Ihre seelische Verfasstheit ist kein ‚Irrtum' der Natur, sondern ein ‚Kunstwerk' des Menschen. Als durchwegs psychotisch erscheinen sie nur dem flüchtigen Blick, den zuletzt einige französische Psychoanalytiker der Lacan-Schule geworfen haben. Nachdem der Meister nebenbei vom transsexuellen ‚Delirium' gesprochen hatte, stuften sie die präoperativen ‚Transsexualisten' und postoperativen ‚Transsexuelle' genannten Menschen als ‚psychotisch' ein, obgleich sie auch nach ihrem Eindruck keine ‚klassischen' psychotischen Symptome aufwiesen. Sie seien aber trotzdem ‚psychotisch', weil sie die Realität der Geschlechterdifferenz in der ‚symbolischen Ordnung' verwürfen. (S. 117)
... Wenn wir ernsthaft entpathologisieren wollen, sollten wir unseren ordnenden Heilungswillen dämpfen, der, dem geschlechtlichen Grundsatz ‚Mann oder Frau' und dem sexuellen Grundsatz ‚Mann und Frau' entsprungen, geschlechtliche und sexuelle Überschreitungen so schwer ertragen kann (...); sollten wir Andersartigkeiten, die wir nie verstehen werden als, als Lebensnotwenigkeiten respektieren; sollten wir die Illusion aufgeben, wir könnten eines Tages die ‚Ursache' der ‚Krankheit' Transsexualismus finden und damit eine ‚kausale Therapie', gar eine ‚ideale und endgültige Lösung des Problems' (wie ich kürzlich in einer Doktorarbeit las); sollten wir blinde Befürwortung der Geschlechtsumwandlungsoperation wie blinde Ablehnung als zwei Seiten einer gesplitteten Rationalisierung begreifen; sollten wir aufhören, einen unauffälligen Menschen schlechthin als ‚gesund', einen befremdlichen aber als ‚krank' einzusortieren, obgleich er seelisch kreativ ist und lebenstüchtig; sollten wir die geschlechtsumwandelnden Eingriffe entdämonisieren und die große Analytische Kur, die am Verschwinden ist, entidealisieren, beides aus Gründen der Realitätsgerechtigkeit; sollten wir den Wunsch nach Geschlechtswechsel als transintelligibel begreifen und das subjektive Leiden der sogenannten Transsexuellen als einen Niederschlag objektiver Negativität, die jeder Therapie entzogen ist. Kurzum, wir sollten theoretisch noch einmal von vorne anfangen. Quelle: http://gendertalk.transgender.at/zissex.htm Blubbi1234 20:40, 6. Apr. 2014 (CEST)