Zum Inhalt springen

Gitarre: Formen-Systematik/ G-Form

Aus Wikibooks

Navigation:  GitarreFormen-Systematik

Formen: C-FormAm-FormG-FormEm-FormD-Form(E-) F-FormDm-FormBm7-Form(A-) Bb-FormGm7-Form
Skalen: C-AmA (Bb-Gm7)G-EmE (F-Dm)D-Bm7

Die G-Form

[Bearbeiten]

Je eine Tonleiter-, Durskala-, Barré-Akkord-, Pentatonik-, Powerchord-, Grundtonform lassen sich der C-Form (engl. C shape) zuordnen.

Tonleiter Skalenform Pentatonikform Akkordform Powerchordform Grundtöne

Akkorde der G-Form

[Bearbeiten]

Alles leitet sich vom G-Akkord ab.

Dass es für den G verschiedene Fingersätze gibt und verschiedene Voicings soll momentan kein Thema sein. Das wäre Stoff für Anfänger.

CAGED ist Stoff für Fortgeschrittene. Es ist eine Eselsbrücke für Leute, die ihren Fuß in die Türe "Eroberung des Griffbrett" bringen wollen.

CAGED 2.0 ist Stoff für deutlich fortgeschrittenere Gitarristen, die ihr angesammeltes Wissen unter einen Hut bringen wollen, und die Lücken des CAGED-System mit der Harmonielehre in Einklang bringen wollen.

Damit lassen sich noch nicht alle Probleme lösen, aber schon unheimlich viel.

Auch den G-Akkord kann man mit einem Capo quer übers Griffbrett verschieben. Es ist dann kein G-Akkord mehr, hat aber die Form.

Ganz genauso kann man den G-Akkord als Barré übers Griffbrett schieben. Aber den Fingerbrecher tut sich kaum einer an.

Wenn man die obere E- und A-Saite weglässt, taucht die G/D-Form manchmal auf. z.B. 3. Akkord beim Intro Stairway to heaven

C/G = xx5558

G5 gibt es auch als Powerchord, auch wenn dieser nicht besonders gebräuchlich ist.

Dur-Tonleitern bzw. Major-Pattern der C-Form

[Bearbeiten]

G ist der Grundakkord der G-Dur-Tonleiter.

Du siehst den Ton F# im 4. Bund. In höheren Lagen kann man die große Septime (j7) auf die G-Saite verlegen.

Suche mal alle Dur- und Moll-Akkorde, die du in der Skala finden kannst!

  • C + Geh du alter Esel hohle Fische
G-Dur/Em: C G D7 Am Em Bm7
  • weiß = keine Probleme der Zuordnung
  • grün = keine Probleme der Zuordnung, aber Abweichung vom 'reinen' CAGED-System

C G D Am Em sind leicht.

Bm7 = x20232 ist eher was für Spezialisten, die in erweiterte Akkorde (Wonderwall-Akkorde) hineingeschnuppert haben.

F#m7b5 = 2x221x = Am/F# ist mehr was für die, die etwas in Jazz hineingeschnuppert haben.

Bei so vielen Möglichkeiten suche den Grundton mit dem Karré, wie du es bei den Major-Pattern (CAGED-Skalen) gelernt hast.

Du kannst die ganze G-Dur-Tonleiter wie einen Barré quer über das Griffbrett schieben.

Der Grundakkord (1) des Stückes bestimmt den Namen der Skala. Und den findest du bei dem Karré bzw. bei den Halbtonschritten (da wo die Rauten sind 🔶) . Das der erste Fingersatz zwischen der G- und H-Saite verrutscht ist, hast du bei den Major-Pattern gelernt.

G-Dur-Pentatonikform

[Bearbeiten]

Der Akkord G kommt aber auch in anderen Tonarten vor. Sicherer ist man da mit der G-Dur-Pentatonik.

Du kannst die ganze G-Dur-Pentatonik wie einen Barré quer über das Griffbrett schieben.

Grundtöne der G-Formen

[Bearbeiten]

Die Lage der Grundtöne ist allen Skalen und Akkorden der G-Form gleich

Der erste Grundton (von rechts nach links) ist auf der G-Saite, und 3 Bünde weiter sind die nächsten beiden Grundtöne auf den E-Saiten.

Wichtiger ist der Ton auf der G-Saite. G-Form • G-Saite

Du bist es möglicherweise noch nicht gewohnt, den G-Dur- wie einen Barré zu verschieben, aber im Prinzip funktioniert es da genauso gut wie bei den anderen Barrés. Doch als verschiebbarer Oktavgriff ist er manchmal im Einsatz

Da wo die 1 bzw. der Grundton bei den Akkorden der G-Form ist, da ist auch der Grundton der gleichnamigen Pentaonik oder Skala. Und die heißen dann genau wie der entsprechende Grundton.


  <<
    \cadenzaOn
    \new Staff  {
      \clef "treble_8"
      \time 4/4
      \once \override Staff.TimeSignature #'stencil = ##f
      \omit Stem
<g, g g'>
<a, a a'> 
<b, b b'>
<c c' c''>
<d d' d''>
<e e' e''>
<f f' f''>
<g g' g''>
 \bar "|"
    }\addlyrics { G A B C D E F G }

    \new TabStaff {
      \override Stem #'transparent = ##t
      \override Beam #'transparent = ##t 
      {
<g,\6 g\3 g'\1>
<a,\6 a\3 a'\1>
<b,\6 b\3 b'\1>
<c\6 c'\3 c''\1>
<d\6 d'\3 d''\1>
<e\6 e'\3 e''\1>
<f\6  f'\3 f':\1>4
<g\6 g'\3 g''\1>4
\bar "|"
    }
  }

>>


Spiele rein zu Übungszwecken einen Takt folgenden Akkord in der G-Dur-Form, und anschließend die Pentaonik in der G-Dur-Form genau an der gleichen Position.


Oder du hast jemanden, der den Barré in der G-Form spielt, und du improvisierst genau in der gleichen Lage mit der G-Dur-Pentatonik. Danach wechselt ihr die Rollen.

Später hast du dann den Barré-Akkord im Hinterkopf, und umspielst mit der Pentaonik die Akkordtöne.