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Gitarre: Formen-Systematik/ Gm7-Form

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Skalen: C-AmA (Bb-Gm7)G-EmE (F-Dm)D-Bm7

Die Gm-Form

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Je eine Tonleiter-, Durskala-, Barré-Akkord-, Pentatonik-, Powerchord-, Grundtonform lassen sich der Gm(7)-Form (engl. Gm(7) shape) zuordnen.

Tonleiter Skalenform Pentatonikform Akkordform Powerchordform Grundtöne

Akkorde der Gm7-Form

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Alles leitet sich vom Gm7-Akkord ab. Für eine Gm-Form gibt es wieder keine wirkliche praktikable Akkordform. Also bediehnen wir ins wieder an der kleinen Septime (7) die wir bei Mollakkorden gefahrlos ergänzen können.

Der Gm7 ist doch als Barré sehr leicht zu greifen. Wozu braucht man da die Gm7-Form?

Barré-Akkorde sind vorwiegend nach rechts orientiert. Verläuft die Melodie eher nach links, dann sind die Barrés mitunter etwas sperrig. Man müsste sich zudem Töne aus der benachbarten CAGED-Skala ausleihen. Die Gm7-Form wird gerne im Jazz oder Bossa Nova eingesetzt

Spiele einmal folgendes:

Ein 13-25er

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//: C Em Dm7 G9 ://
//: G Hm Am7 D9 ://
//: F Am Gm 7 C9 ://
z.B. In G-Dur

<<
  \new ChordNames { \chordmode {
    g1 b:m a:m7 d:9
  }}

  \new FretBoards {
    \override FretBoards.FretBoard.size = #'1.5
    \override FretBoard.fret-diagram-details.finger-code = #'in-dot
    \override FretBoard.fret-diagram-details.dot-color = #'white
    \override FretBoard.fret-diagram-details.orientation =
        #'landscape
 < g,-1 d-3 g-4 b-2 d'-1 g'-1 > % G
 < b,-1 fis-3 b-4 d'-2 fis'-1 > % Bm
 < a,-1\6 g-2\4 c'-3\3 e'-4\2 > % Am7
 < d-2\5 fis-1\4 c'-3\3 e'-4\2 > % D9
  }
>>
  1. YT   Easy like sunday morning
  2. YT   Good Times (Edie Brickell) (ein Bund weiter)
  3. YT   Stuck On You (Lionel Richie)


Ganz genauso kann man den Gm7-Akkord als Barré übers Griffbrett schieben.

E5 gibt es auch als Powerchord, obwohl er in der Gitarrenliteratur seltener zum Einsatz kommt.

Moll-Tonleitern bzw. Major-Pattern der Gm(7)-Form

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Gm ist der Grundakkord der Gm-Tonleiter. Die Skala wird wohl nicht deine erste Wahl für Stücke in Moll sein, doch als Mollparallele kommt siese Form unweigerlich in Dur-Tonleitern der (A-) Bb-Form vor.

Suche mal alle Dur- und Moll-Akkorde, die du in der Skala finden kannst!

  • Ein Barré | Fähige Clevere Gitarristen Denken An
Bb-Dur/Dm: Eb Bb F Cm Gm7 Dm Am7b5

In der letzten Lektion wurde schon angesprochen, dass nicht alle Akkorde der Bb-/Gm-Form selbsterklärend sind, und es manchmal von Vorteil ist, die A-Dur-Tonleiter zu Hilfe zu ziehen.

  • ... Denken An Ein Barré | Fähige Clevere Gitarristen ...
A-Dur/F#m: D A E Bm F#m C#m G#m7b5

Die Probleme bei der eindeutigen Bezeichnung der Akkordformen wurde schon besprochen.

Die Mollparallele von A-Dur ist F#m. Wollen wir aber nur Töne verwendet, die in der Skala vorkommen, müssen wir den F#m7 wie angegeben greifen.

  • weiß = keine Probleme der Zuordnung
  • grün = keine Probleme der Zuordnung, aber Abweichung vom 'reinen' CAGED-System
  • rot = unklare Zuordnung

Keiner zwingt dich, in einer CAGED-Skala eingesperrt zu bleiben. Natürlich kannst du jederzeit zur nächsten Nachbar-Skala wechseln. Doch du solltest zumindest wissen, welche Akkordformen in der aktuellen Skala überhaupt möglich sind, und wann es sich lohnt in die Nachbar-Skala zu wechseln, und ob du von der Gm7-Form (caGed) lieber vor zur Em-Form (cagEd) oder zurück zur Am-Forn (cAged) wechselst, oder ob es sich mit lohnt, ein paar jazzigere Akkorde wie in den Beispielen oben zu verwenden.

Gm-Pentatonikform

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Der Akkord Gm(7) kommt aber auch in anderen Tonarten vor. Sicherer ist man da mit der Gm-Pentatonik.

Du kannst die ganze Gm-Pentatonik wie einen Barré quer über das Griffbrett schieben. Beachte wieder, dass der Grundton der Mollparallele die 6. Ton Stufe bzw. die 6. Akkordstufe der zugrundeliegenden Dur-Tonleiter ist.

Grundtöne der Gm(7)-Formen

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Die Lage der Grundtöne ist allen Skalen und Akkorden der Gm(7)-Form gleich. Auch wenn der Grundton auf der G-Saite durch die Mollterz (3b) des Jazz-Akkord der Gm7-Form verdeckt ist, bleibt er natürlich dort vorhanden.

Der erste Grundton (von rechts nach links) ist auf der G-Saite, und 3 Bünde weiter sind die nächsten beiden Grundtöne auf den E-Saiten.

Wichtiger ist der Ton auf der G-Saite. G-Form • G-Saite

Akkorde der Gm7-Form sind dir möglicherweise noch nicht geläufig, doch sie werden in bestimmten Genre sehr häufig eingesetzt.

Da wo die 1 bzw. der Grundton bei den Akkorden der G-Form ist, da ist auch der Grundton der gleichnamigen Pentaonik oder Skala. Und die heißen dann genau wie der entsprechende Grundton.


  <<
    \cadenzaOn
    \new Staff  {
      \clef "treble_8"
      \time 4/4
      \once \override Staff.TimeSignature #'stencil = ##f
      \omit Stem
<fis,  fis'>
<g, g g'>
<a, a a'>
<b, b b'>
<c c' c''>
<d d' d''>
<e e' e''>
<f f' f''>
<fis fis' fis''>
<g g' g''>
 \bar "|"
    }\addlyrics { "F#" G A B C D E F "F#" G }

    \new TabStaff {
      \override Stem #'transparent = ##t
      \override Beam #'transparent = ##t 
      {
<fis,\6  fis'\1>4
<g,\6 g\3 g'\1>
<a,\6 a\3 a'\1>
<b,\6 b\3 b'\1>
<c\6 c'\3 c''\1>
<d\6 d'\3 d''\1>
<e\6 e'\3 e''\1>
<f\6  f'\3 f':\1>4
<fis\6  fis'\3 fis':\1>4
<g\6 g'\3 g''\1>4
\bar "|"
    }
  }

>>

Spiele rein zu Übungszwecken einen Takt folgenden Akkord in der Gm7-Form, und anschließend die Pentaonik in der Gm-Dur-Form genau an der gleichen Position.

Du siehst noch einmal, wie sich die Intervalle ändern, wenn du von der Tonart in die Akkordskala wechselt.

Regel 1
Tonart = Pentatonik-Name
Regel 2
Akkord = Pentaonik-Name

Mit noch jemand anderem, kann dieser den Jazz-Akkord in der Gm7-Form spielt, und du improvisierst genau in der gleichen Lage mit der Pentaonik der Gm-Form. Danach wechselt ihr die Rollen.

Später hast du dann den Jazz-Akkord im Hinterkopf, und umspielst mit der Pentaonik die Akkordtöne.