Gitarre: Hauptskala C-Dur-Form

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Die C-Dur-Form[Bearbeiten]

Intervalle C-Dur-Tonleiter Grund-Akkordform Moll-Parallele
Scala Form C-major.svg C-Dur Majorpattern III.jpg Crd Form C.svg Crd Form Am.svg
Zugrundeliegende Dur-Tonleiter mit ihren Hauptakkorden
Scala C-Am.svg Crd C.svgCrd F 133211.svgCrd G.svg
Crd Am.svgCrd Dm.svgCrd Em.svg

Die Skala selbst ist vom Fingersatz her sehr leicht zu greifen. Der Lagewechsel, den man vom 3. Fingersatz her erwarten würde, hebt sich durch den Lagewechsel zwischen der G- und H-Saite wieder auf. Der Vergleich mit der einfachen C-Dur-Tonleiter im ersten Bund erleichtert auch den Umgang mit dieser Skala. Angenehm ist, dass der Barré-Finger des C-Dur-Typs auch gleichzeitig die Lage der Skala angibt. Bei anderen Salentypen ist das nicht der Fall. Das Problem ist jedoch, dass die Barré-Form vom C-Dur-Akkord ein richtiger Fingerbrecher ist. Von daher hat man es als Anfänger etwas schwerer die Grundtöne zu finden, weil man den dazugehörigen Barré-Akkord einfach nicht in den Fingern hat. Wer die Barré-Form nicht greifen kann, der muss sich halt vorstellen, wohin die Finger hin sollten, um die Grundtöne parat zu haben. Achte darauf wo bei der Skala die Grundtöne (1 bzw. C) ist, und orientiere dich dabei am einfachen C-Dur-Akkord.

Tipp

Du weißt, dass A-Moll die Mollparallele von C-Dur ist, und genau die gleichen Töne hat. Die Barré-Form von A-Moll ist viel leichter zu greifen. Daher mache mal einen kurzen Ausflug in die Moll-Skalen, und vergleiche die mal miteinander. Angenommen, du willst ein Lied in G-Dur mit dieser Skala begleiten. G-Dur in der C-Form ist schwer zu greifen. (x.10.9.7.8.7) Die Mollparallele Em lässt sich dagegen sehr einfach im 7. Bund greifen. x79987. Also schiebst du die Skala der C-Form einfach in den 7. Bund, und improvisierst dort über die G-Dur-Tonleiter. Versuche es mal mit "American Pie" von Don McLean.

Anwendungsmöglichkeit

Die Skala eignet sich gut für die Leute, die keine Probleme mit dem Barré in der C-Dur-Form haben. Die Hauptanwendung wird aber wohl ein Lied im natürlichen Moll sein, dessen Grundakkord ein Barré in der Am-Form ist.

Übungsvorschlag für die Improvisation in der Tonart F-Dur
Typische Akkordfolge in F-Dur
   F     Dm   Bb    C     F     Dm  Gm7   C7
|--5--|--5--|-6--|--8-||--5--|--5--|-3-|--3--|
|--6--|--6--|-6--|--8-||--6--|--6--|-3-|--5--|
|--5--|--7--|-7--|--9-||--5--|--7--|-3-|--3--|
|--7--|--7--|-8--|-10-||--7--|--7--|-3-|--5--|
|--8--|--5--|-8--|-10-||--8--|--5--|-5-|--3--|
|-(5)-|-(5)-|-6--|--8-||-(5)-|-(5)-|-3-|-(3)-|

  1. Im Anfängerunterricht wurde im Lagerfeuerdiplom gezeigt, dass man die einfachen Akkorde einfach anzuzeigen kann, ohne sie auszusprechen, weil man beispielsweise mit dem Singen oder Zählen beschäftigt ist. Ein G-Dur zeigt man üblicherweise rechts-oben an, ein E(m) links-oben, ein A(m) links-unten und ein D(m) rechts-unten. Ein C wird irgendwo in der Mitte angezeigt, also etwa da, wo sich der Grundton des Akkordes befindet.
    GEmCDanimiert.gif DGA animiert.gif
    Diese Methode kann man sich zunutze machen, um bei Akkorden anzuzeigen, welche Form dieser Akkord haben soll. Ein vorangestelltes Komma übernimmt die Aufgabe, die E-Form anzuzeigen (genau wie vorher der Zeigefinger). A-Form = vorangestelltes Hochkomma; D-Form = nachgestelltes Hochkomma; G-Form = nachgestelltes Komma; C- bzw. Hm7-Form ist ohne Kennzeichnung. Analog zur Tabulaturschreibweise werden die Akkorde "auf dem Kopf" angezeigt.
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