Griechische Geschichte der Antike

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Dieses Buch steht im Regal Geschichte.

Zusammenfassung des Projekts[Bearbeiten]

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  • Zielgruppe: Studierende (insbesondere Lehramtskandidaten bei der Vorbereitung auf das Staatsexamen) und Lehrende, die sich mit der Griechischen Antike vertraut machen wollen oder zu ihrer Darstellung beitragen können, Geschichtsinteressierte. Im Entstehungsprozess sind vor allem Studierende des Historischen Seminars an der Ludwig-Maximilians-Universität angesprochen, die entsprechende Lehrveranstaltungen (Übungen ,Präsentation und Vermittlung‘, ,Quellen und Forschung‘, ,Staatsexamensvorbereitung‘) besuchen.
  • Lernziele: Neben einer Darstellung der Geschichte sollen Leserinnen und Leser auch mit den Quellen, den Herausforderungen an ihr Verständnis, der Forschungsgeschichte sowie aktuellen Interessen und Ergebnissen der Forschung vertraut gemacht werden.
  • Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht? Wenn die Gliederung des jeweiligen Oberpunktes (z.B. Das archaische Griechenland) feststeht, sind insbesondere Studierende und Lehrende mit einem Schwerpunkt in der Alten Geschichte herzlich willkommen. Geschichtsinteressierte ohne Vorkenntnisse sind eingeladen, Fragen, Kommentare, Ergänzungen und Vorschläge zu inhaltlichen Änderungen zum entsprechenden Gliederungspunkt auf der Diskussionsseite zu hinterlassen.
  • Richtlinien für Co-Autoren: Bitte jede Aussage belegen! Quellenverweise nach geltenden Konventionen für antike Autoren, Inschriften, Papyri oder antike Münzen in Klammern im Fließtext. Monographien, einschlägige Sammelbände und umfangreichere Aufsätze bitte in die Bibliographie einfügen und per Kurzzitat (Nachname Jahr, Seitenangabe) ebenfalls in Klammern im Fließtext zitieren. Kürzere Textbeiträge, die in Periodika erschienen sind, bitte nach dem Schema "Nachname, Periodikum abgekürzt nach APh Bandnummer, Jahr, Seitenangabe" (ohne Titel des Artikels) in Klammern im Fließtext.
  • Projektumfang und Abgrenzung zu anderen Wikibooks: Unter den bisherigen Buchkandidaten bei Wikibooks gibt es nur ein Projekt zur Römischen Antike. Geschichte(n) der antiken griechischen Welt ist (sind) bislang vor allem in konventionellen Büchern geschrieben worden.
  • Themenbeschreibung: Der Darstellungsteil soll die griechische Geschichte von der minoisch-mykenischen Zeit bis zur Integration der griechischen Poliswelt in das Römische Reich behandeln. Die Quellenlage umfasst literarische, epigraphische, numismatische, papyrologische und archäologische Zeugnisse. Der Forschungsstand soll sowohl die Forschungsgeschichte spätestens ab dem 19. Jh. bis in die Gegenwart umfassen.
  • Aufbau des Buches: In Bearbeitung.

Vorwort[Bearbeiten]

Wie erschließt man sich im digitalen Zeitalter ein historisches Themenfeld? Wie gelingt der Spagat zwischen der Lektüre konventioneller Bücher und den sich durch die neuen Medien verändernden Lesegewohnheiten? Wie eignen sich Studierende ein Thema für eine Klausur an, vielleicht sogar eine umfangreiche schriftliche Prüfung wie etwa das Staatsexamen, bei dem sie möglichst flexibel auf sich verändernde Fragestellungen und Diskurse des Faches reagieren, zugleich aber ein fundiertes und differenziertes Wissen zu ihrem Fachgebiet, seinen Quellen und seiner Forschungsgeschichte mitbringen müssen?

Nicht nur Studierende, sondern auch Lehrende informieren sich immer häufiger mithilfe der Wikipedia: Die Artikel sind schnell aufzurufen, es gibt keine Barrieren wie lizenzierte Zugänge zu kostenpflichtigen Angeboten, ein erster Eindruck lässt sich schnell gewinnen. Ob dieser Eindruck fundiert ist und sich auch vertiefen lässt, hängt stark von der schwankenden Qualität der Beiträge ab. Im Bereich der klassischen Antike schneiden die Beiträge in der deutschsprachigen Wikipedia zur Römischen Geschichte oft besser ab als diejenigen zur Griechischen Geschichte. Ob besser jedoch zugleich gut genug ist, um auch vor geschichtswissenschaftlichen Standards zu bestehen, hängt vom Einzelfall ab.

In der Wikipedia gibt es durchaus Qualitätsstandards und Anerkennungsmechanismen innerhalb der Community, hochwertige Artikel auszuzeichnen und entsprechend zu markieren. Bei den als exzellent ausgezeichneten Artikeln zur Antike in der Wikipedia zeigen sich im Bereich der klassischen Antike zwei Aspekte besonders deutlich (Stand: 25. Juni 2018): In der deutschsprachigen Wikipedia dominieren die ,römischen‘ Themen vor den ,griechischen‘. Es muss sich ein, müssen sich mehrere Benutzer bereits bei einem Thema in der Vergangenheit, aber auch fortwährend besonders engagiert haben, um die Wikipedia-internen Qualitätskriterien zu erfüllen. So ist etwa das Lemma zu Philipp II. von Makedonien als exzellent ausgezeichnet worden, nicht jedoch zu seinem Sohn Alexander dem Großen. Es gibt also keine systematische Verbesserung der Qualität und ist vom Zufall abhängig, wer Zeit (und oft auch die nötigen Nerven) aufbringt, aktiv an den Artikeln mitzuwirken. Durch neue Erkenntnisse und Zugänge der Forschung ist das Wissen nicht statisch, sondern in stetem Fluss, und das gilt im übrigen auch für die Qualitätsstandards der Wikipedia. Ein in der Vergangenheit ausgezeichneter Artikel muss dieses Niveau nicht gehalten haben; zwischenzeitlich hat den Rang als exzellenter Artikel aber auch noch niemand bei der Qualitätskontrolle herausgefordert.

Während die Lemmata in der Wikipedia also – zumindest theoretisch – auf der einen Seite stets aktualisierbar sind, gilt dies nicht für Einträge in gedruckten Enzyklopädien. Auf der anderen Seite erfüllen gedruckte Fachlexika einen höheren Anspruch an Qualität, weil ausgewiesene Fachleute zu ihnen beigetragen haben und weil ihre einzelnen Beiträge einem Redaktionsprozess unterzogen worden sind. Dieses Verfahren hat gleichzeitig Einfluss auf ein einheitliches Erscheinungsbild etwa im Umgang mit Nachweisen (in der Wikipedia in Beiträgen mal Einzelnachweise, mal kursorische Quellenverweise [Stand: Juli 2018]) und damit auch auf die Frage, wie informativ ein Lemma sein kann.

Die Vorteile von beiden, also allgemeine Online-Enzyklopädie unter kollaborativer Beteiligung sowie Fachlexikon unter redaktioneller Kontrolle, zu vereinen scheint auf den ersten Blick das Fachlexikon Der Neue Pauly (DNP). Es ist zwar ebenfalls online zugänglich, doch ist der Zugang beschränkt und daran gebunden, dass Nutzer privat oder eine ihnen zugeordnete Institution eine meist kostenspielige Lizenz erworben haben. Im Unterschied zur Online-Enzyklopädie Wikipedia wird DNP auch nicht fortlaufend aktualisiert, auch wenn der Zitationsvorschlag am Ende eines jeden Lemmas diesen Eindruck erwecken mag. Stattdessen entspricht der Kenntnisstand der Artikel dem Wissen um die Wende vom 20. zum beginnenden 21. Jahrhundert, als die gedruckten Bände von DNP erschienen. Die zeitliche Diskrepanz zwischen dem Erscheinen der Bände (oder sogar dem oft schon einige Monate oder Jahre zurückliegenden Redaktionsprozess) und der Gegenwart ist jedoch nicht automatisch ein Kriterium, warum ein Artikel nicht aktuell sein sollte und seine wesentlichen Inhalte dem zeitgenössischem Kenntnisstand entsprechen sollten. Ein Bewusstsein für die Forschungsgeschichte des Fachgebietes und damit über die Entwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse ist daher von großer Bedeutung.

Dass zeitlicher Abstand der Publikation und eine Verbesserung des gegenwärtigen Kenntnisstands in keinem evolutionären Verhältnis stehen, zeigt besonders deutlich Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Studierende und an der Antike Interessierte sollten niemals den trügerischen Schluss ziehen, nur weil die Bände "alt" seien, seien sie automatisch "veraltet". Eine solche Wertung kann weder allgemein für einen Artikel noch gar für das gesamte Lexikon getroffen werden, sondern hängt an der einzelnen Aussage in einem Lemma. Dass das Verhältnis zwischen der RE und dem heutigen Kenntnisstand in gewisser Hinsicht sogar umgekehrt sein kann, wir also gegenüber der "alten" RE "veraltet" – im Sinne von "überholt" – sind, zeigt oft der erste Eindruck vieler Studierender und der Praxistest: Die Vorkenntnisse zur Antike waren schon einmal besser, konnten die Autoren der RE sogar noch umfänglich originalsprachliche Zitate in ihren Lemmata verwenden.

Es lohnt sich also immer noch im digitalen Zeitalter, die RE heranzuziehen, um sich zu informieren. Die Digitalisierung macht den Zugang zur RE zudem immer leichter, insbesondere zu den Bänden, deren Urheberrecht inzwischen erloschen ist. Die deutschsprachige Wikisource oder Archive.org stellen immer mehr Volltext der RE zur Verfügung. Ein Zugang zu den Lemmata ist also nicht mehr nur Personen vorbehalten, die Zugang zu einer entsprechenden Bibliothek haben. Lediglich die eigenen Vorkenntnisse entscheiden darüber, wie informativ ein Beitrag sein kann – und wie leicht in dieser Hinsicht der Zugang zur RE fällt.

Lexika sollen und können jedoch nur eine erste Anlaufmöglichkeit für einen einzelnen konkreten Gegenstand sein, um Wissen im Idealfall zu vertiefen. Zuvor geht es darum, einen guten Überblick – im konkreten Falle zur Griechischen Geschichte der Antike – zu erreichen, ein Ziel, das auch dieses digitale Buch verfolgt. Um nicht allein bei einer sich im Verlauf der Geschichte stets wandelnden Darstellung von Begebenheiten zu verharren, sind Antworten auf die Fragen wichtig, woher die Informationen einer solchen Darstellung stammen, also welche antiken Quellen uns über bestimmte Gegebenheiten informieren und welche modernen Interpretationen oder auch Rekonstruktionen von Vergangenheit die Forschung anbietet, und gehören im universitären Kontext auch zum prüfungsrelevanten Wissen.

Bücher wie die Bände aus der Reihe Oldenbourg Grundriss der Geschichte sind seit spätestens 2008 nicht mehr aktualisiert und erweitert worden: Für das hier zu behandelnde Themengebiet sind vor allem die Bände von Hans-Joachim Gehrke zum Hellenismus (2008) und Wolfgang Schuller zur Geschichte der griechischen Welt in archaischer und klassischer Zeit (2008) zu nennen. Diese Reihe hatte gerade zum Ziel, neben einer Darstellung in den Quellenstand und die Forschung zum Thema einzuführen. Wie nah die Bände an den zeitgenössischen Diskursen der Wissenschaft sind, hängt natürlich von der steten Aktualisierung und Veröffentlichung von Neuauflagen ab.

Im universitären Alltag gerät der Wissenserwerb allerdings in eine zunehmend ungute Beziehung zum Notendruck (z.B. weil in den modularisierten Studiengängen von Anfang an Prüfungsergebnisse in die Abschlussnote eingehen oder weil das Studium weniger auf eine Prüfungsvorbereitung wie das Staatsexamen, sondern mehr auf die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens abzielt). Manche Studierenden empfinden den Wissenserwerb etwa im Bereich der Geschichte und im konkreten Fall der Antike paradoxerweise weniger als persönliche Bereicherung oder Privileg, sondern als Belastung oder gar Zumutung. Wissenserwerb wird dabei immer häufiger an den Zweck gekoppelt: Im Bereich der Griechischen Geschichte der Antike hat Boris Dreyer (2016) darauf reagiert und ein Buch vorgelegt, das sich vor allem an Staatsexamenskandidaten richtet. Es vermittelt zugleich Wissen entlang vergangener Staatsexamensfragen zur Griechischen Geschichte wie auch die entsprechende Strategie, solchen Fragen zu begegnen. Vor zwei Herausforderungen steht ein solches Unterfangen: Es kann natürlich nur auf vergangene Fragen Bezug nehmen, und es handelt sich um die Vorgehensweise eines einzelnen Staatsexamensprüfers. Da jedes Themenfeld durch Vielfalt der Herangehensweisen und Interpretationen gekennzeichnet ist, darf nicht irrtümlich der Eindruck entstehen, das Buch Dreyers liefere so etwas wie Musterlösungen, mit denen jede andere Korrekturperson einverstanden wäre. (Fortsetzung folgt)

Das archaische Griechenland[Bearbeiten]

Quellenlage und Forschungsstand[Bearbeiten]

Schriftlichkeit und Verschriftlichung[Bearbeiten]

Grundlagen der minoisch-mykenischen Zeit[Bearbeiten]

Vom Ende der mykenischen Kultur bis zu den Homerischen Epen[Bearbeiten]

Entstehung der Polis und griechische Kolonisation[Bearbeiten]

Die Ältere Tyrannis[Bearbeiten]

Streit und Reform[Bearbeiten]

Die griechischen Poleis in klassischer Zeit[Bearbeiten]

Die hellenistische Staatenwelt[Bearbeiten]

Griechen unter römischer Herrschaft[Bearbeiten]

Quellen- und Literaturverzeichnis[Bearbeiten]

Für Studierende der Ludwig-Maximilians-Universität München sind Verweise auf online über die Universitätsbibliothek verfügbare Volltexte eingefügt.

  • Bleicken, Jochen, Die athenische Demokratie, 4., völlig überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage, Paderborn 1995.
  • Bringmann, Klaus, Im Schatten der Paläste. Geschichte des frühen Griechenlands. Von den Dunklen Jahrhunderten bis zu den Perserkriegen, München 2016.
  • Chaniotis, Angelos, Age of conquests: the Greek world from Alexander to Hadrian, Cambridge, Massachusetts 2018.
  • Dreyer, Boris, Repetitorium Alte Geschichte – Griechische Zeit, Berlin 2016.
  • Lane Fox, Robin J. (Hg.), Brill‘s Companion to Ancient Macedon: Studies in the Archaeology and History of Macedon, 650 BC–300 AD, Leiden 2011.
  • Gehrke, Hans-Joachim, Geschichte des Hellenismus, 4., durchgesehene Auflage, München 2008.
  • Gehrke, Hans-Joachim/Helmuth Schneider (Hgg.), Geschichte der Antike. Ein Studienbuch, 4., erweiterte Auflage, Stuttgart u.a. 2013.
  • Günther, Linda-Marie, Griechische Antike. 2., aktualisierte Auflage, Tübingen 2011.
  • Meier, Mischa, Aristokraten und Damoden. Untersuchungen zur inneren Entwicklung Spartas im 7. Jahrhundert v. Chr. und zur politischen Funktion der Dichtung des Tyrtaios, Stuttgart 1998.
  • Müller, Sabine, Die Argeaden. Geschichte Makedoniens bis zum Zeitalter Alexanders des Großen, Paderborn u.a. 2016.
  • Schmidt-Hofner, Sebastian, Das Klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit, München 2016.
  • Schmitz, Winfried, Die griechische Gesellschaft. Eine Sozialgeschichte der archaischen und klassischen Zeit, Heidelberg 2014.
  • Schuller, Wolfgang, Griechische Geschichte, 6., aktualisierte Auflage, München 2008.
  • Schulz, Raimund, Zwischen Eroberungskrieg und Präventivschlag? Neue Perspektiven zu den Perserkriegen und ihren Voraussetzungen, in: HZ 306, 2018, 647–684.
  • Stein-Hölkeskamp, Elke, Das Archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer, München 2015.
  • Thommen, Lukas, Sparta. Verfassungs- und Sozialgeschichte einer griechischen Polis, 2., erweiterte Auflage, Stuttgart 2003.
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Dieses Lehrbuch ist erst vor kurzem angelegt worden und steht in den ersten Wochen unter begleitender Beobachtung. Das soll den Autor motivieren, sich weiterhin zu engagieren. Nützliche Hinweise findest du im Wikibooks-Lehrbuch. Bei technischen Problemen kannst du hier Hilfe erhalten. Wie mit/bei neuen Buchprojekten zu verfahren ist, kannst du unter Wikibooks:Qualitätsmanagement/ Buchkandidat erfahren. Diskussionen zu diesem Buch führst du auf dieser Seite. (Stand: 18. Juni 2018)