MathemaTriX ⋅ Theorie nach Thema. Zahlendarstellungen Mengentheorie und Aussagenlogik
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Zahlendarstellungen[Bearbeiten](Dekadisches oder) Dezimalsystem[Bearbeiten]Darstellungen einer Zahl im Dezimalssystem[Bearbeiten]Die römische Zahlendarstellung[Bearbeiten]Die griechische Zahlendarstellung[Bearbeiten]Die Geschichte von Null[Bearbeiten]Binäre Zahlen[Bearbeiten]Weitere Zahlensysteme[Bearbeiten]Runden[Bearbeiten]Grundregeln des Rundens[Bearbeiten]Das Quadrat von 7 ist 49 und daher ist die Wurzel von 49 gleich 7 (sie sind Gegenrechnungen). Was ist aber mit der Wurzel von 7? Wenn man die Rechnung mit einem einfacheren Taschenrechner macht, kommt das folgende Ergebnis vor: 2,6457513110645905905 Das bedeutet, dass das Quadrat von 2,6457513110645905905 (die Gegenrechnung) 7 sein sollte. Wenn man aber mit dem Taschenrechner die Rechnung macht: 2,6457513110645905905² = 2,6457513110645905905 · 2,6457513110645905905 kommt 6,99999999999999999999 als Ergebnis heraus, was zwar fast 7 ist, aber nicht genau 7. Man spricht in diesem Fall vom Runden. Der Taschenrechner gibt beim Wurzelziehen ein Ergebnis an, das nicht genau ist. Das genaue Ergebnis hat unendlich viele Nachkommastellen. Es ist unmöglich die Wurzel von 7 mit einer Kommazahl ganz genau zu bestimmen. Die einzige Weise die Wurzel von 7 genau anzugeben, ist zu schreiben! Wie genau das Ergebnis mit Kommastellen ist, hängt vom Taschenrechner ab. Jeder Taschenrechner kann eine bestimmte Anzahl von Nachkommastellen berechnen. Die Wurzel aus 7 mit einer Kommazahl genau anzugeben ist aber nicht möglich. Der Taschenrechner gibt ein Ergebnis an, das so nah wie möglich zum tatsächlichen Wert von ist und so viele Nachkommastellen hat, wie der Taschenrechner berechnen kann. In der Anzeige des Taschenrechners stehen sogar oft weniger Stellen (wieder gerundet) als die Stellen, die der Taschenrechner berechnen kann[1]. Das Runden ist in solchen Fällen unvermeidbar und oft notwendig und sinnvoll. Stellen wir uns vor, dass ein Produkt 6€ kostet. In einer Sonderaktion wird allerdings ein Rabatt 17% gewährt. In diesem Fall ist der Preis nach dem Rabatt: 6 ⋅ 0,83 = 4,938€ Hier muss man wieder runden. Die Münze mit dem kleinsten Wert ist 1¢ (0,01€). So was wie 0,008€ kann man nicht in Bar bezahlen. Man kann auch nicht genau 4.938€ bezahlen. Man muss auf zwei Nachkommastellen runden: 4,938€ ≈ 4,94€ Warum haben wir hier 4,94 und nicht 4,93 geschrieben? 4,938 liegt näher bei 4,94 als bei 4,93. Wenn man rundet, rundet man auf (also eins nach oben), wenn die nächste Ziffer 5 oder mehr ist. Man rundet ab (also die Ziffer bleibt die gleiche), wenn die nächste Ziffer weniger als 5 ist: 5,6873729 ≈ 5,69 5,6873729 ≈ 5,687373 5,6873729 ≈ 5,68737 5,6873729 ≈ 5,687 8,785 ≈ 8,79 Im letzten Beispiel sehen wir, dass aufgerundet wird, wenn die nächste Ziffer 5 ist. 8,785 rundet man auf 8,79. Die nächste Ziffer von ist 5, daher wird aufgerundet. Diese Art vom Runden von 5 wird „kaufmännische“ Rundung genannt und wird in der Schule benutzt. Dieser Art der Rundung von 5 kann allerdings zu Probleme führen, besonders in der Statistik. Daher gibt es auch andere Regeln, wie man rundet, wenn die nächste Stelle eine einzige 5 ist.[2] Wie viele Nachkommastellen muss man schreiben? Das ist vom Problem abhängig. Die Ziffern ohne die Nullen zu Beginn oder am Ende der Zahl nennt man gültige Ziffern. Es kann sein, dass bei einer Aufgabe festgelegt wird, auf wie viele Stellen gerundet wird: Aufgabe: Runden auf drei (gültige) Stellen (oder in diesem Beispiel auf zwei Nachkommastellen) 5,6873729 ≈ 5,69 Aufgabe: Runden auf sieben Stellen (oder in diesem Beispiel auf sechs Nachkommastellen) 5,6873729 ≈ 5,687373 Aufgabe: Runden auf sechs Stellen (oder in diesem Beispiel auf fünf Nachkommastellen) 5,6873729 ≈ 5,68737 Aufgabe: Runden auf vier Stellen (oder in diesem Beispiel auf drei Nachkommastellen) 5,6873729 ≈ 5,687 Aufgabe: Runden auf zwei (gültige) Stellen[3] (oder in diesem Beispiel auf vier Nachkommastellen) 0,002356 ≈ 0,0024 Wenn es keine Angabe über die gültigen Ziffern gibt, schreibt man nicht mehr als 5 oder 6 gültigen Ziffern insgesamt (also samt Ziffer vor dem Komma), beispielsweise: 895,76038≈895,760 0,007854309826≈0,00785 9874086973≈9874100000 In manchen Fällen sollte es von der Aufgabe klar sein, wie vielen gültige Stellen zu erwarten sind. Ein solchen Beispiel haben wir schon mit dem € gesehen. Ein anderes Beispiel ist, wenn man ein Messband benutzt, um einen Abstand zu messen. Ein Messband kann nur bis mm messen und nichts kleineres. Wenn der gemessene Abstand 145cm ist und ihn in 7 teilt, kann das Ergebnis nur eine Nachkommastelle haben (mm). Wenn man die Zeit mit einem elektronischen Stoppuhr misst, zeigt diese oft Nachkkommastellen nach der Sekunde, z.B. 6,463s. Das ist wieder völlig daneben, da die Reaktionszeit des Menschen mehr als 0,1s ist. Man kann also mit einer Stoppuhr, die mit der Hand betrieben wird, nicht genauer als eine Nachkommastelle nach der Sekunde messen. Die restlichen Nachkommastellen führen zum falschen Eindruck, dass man doch so genau (mit drei Nachkommastellen) messen kann. Hier kann man auch erklären: Eine Zahl ändert sich nicht, wenn man eine oder mehrere Nullen vor der ersten Ziffer oder nach der letzten Nachkommastelle hinzufügt: 7,34 = 007,34 = 7,340 = 7,34000 = 000007,34000000 8888 = 8888,0000 = 0008888
Aufrunden von 9[Bearbeiten]Wenn die Ziffer, die gerundet werden muss, 9 ist, gibt es beim Aufrunden eine gewisse Schwierigkeit. Die Ziffer sollte um 1 erhöht werden, es gibt aber keine Ziffer, die mehr als 9 ist. In diesem Fall wird wie bei der Division, also auch mit der vorherigen Ziffer gearbeitet. Runden wir folgende Beispiele auf drei gültigen Stellen:
Wir wollen hier drei Stellen benutzen, die letzte Stelle ist 9. Nach der 9 folgt 5, wie müssen also aufrunden. 9 muss um 1 erhöht werden. Das geht nicht. Dann nimmt man zwei Ziffern (also hier die Ziffern nach dem Komma 69) und erhöht sie um 1 (69 wird zu 70). Also: 8,695408 ≈ 8,70
Wir wollen wieder drei Stellen benutzen, die letzte Stelle ist 9. Nach der 9 folgt 9, wie müssen also aufrunden. 9 muss um 1 erhöht werden. Das geht nicht. Dann nimmt man zwei Ziffern (also hier die Ziffern 99) und versucht sie um 1 zu erhöhen. Das geht auch nicht, 99 ist die größte zweistellige Zahl. In diesem Fall nehmen alle drei Stellen (399) und erhöhen wir sie um 1: 0,039995≈0,0400 Die zwei Nullen nach dem 4 müssen geschrieben werden, um zu zeigen, dass es auf drei gültigen Stellen gerundet wurde.
In diesem Beispiel muss man wieder alle drei Stellen benutzen, das Runden findet aber doch davor statt! 999,73≈1000 Zahlenmengen[Bearbeiten]Einführung zu den Zahlenmengen[Bearbeiten]Einfach gesagt ist eine Menge eine Sammlung von mehreren Sachen. Viele Bücher zusammen sind eine Menge von Büchern, viele Blumen zusammen sind eine Menge von Blumen, viele Ziegen und Schafen und Kühe zusammen sind eine Menge von Tieren. Man kann sogar von einer Menge sprechen auch, wenn man eine Sache hat (z. B. ein Buch) oder keine Sache (die leere Menge). Ein Bereich der Mathematik, die Mengentheorie, beschäftigt sich mit den Mengen. In dieser Theorie spricht man auch von Zahlenmengen. Natürliche Zahlen[Bearbeiten]Die einfachste Zahlenmenge ist die Menge der natürlichen Zahlen : 1, 2, 3, 4, 5, … Die Menge der natürlichen Zahlen schreibt man mit . Null kann auch zur Menge der natürlichen Zahlen gehören. Wie man die Menge mit oder ohne Null schreibt, unterscheidet sich zwischen Sprachen und Kulturen. Ganze Zahlen[Bearbeiten]Die Menge der natürlichen Zahlen kann man mit den negativen Zahlen erweitern. Dann entsteht die Menge der ganzen Zahlen : … −3, −2, −1, 0, 1, 2, 3, … Alle natürliche Zahlen sind auch ganze Zahlen. Andererseits sind NUR die positive ganze Zahlen (oder die nicht negativen) auch natürliche Zahlen! Rationale Zahlen[Bearbeiten]Wenn man natürliche oder ganze Zahlen dividiert, bekommt man oft Zahlen mit Nachkommastellen:
Diese Zahl ist keine ganze (und daher auch keine natürliche) Zahl. Sie ist eine sogenannte rationale Zahl. Die Menge alle Zahlen, die man als Brüche von ganzen Zahlen schreiben kann, ist die Menge der rationalen Zahlen. Man soll aufpassen. 11 durch 7 (11:7) ist eine Division zwischen zwei ganzen Zahlen. Der Bruch hingegen ist eine Zahl (eine rationale Zahl), die gleich so viel ist, wie das Ergebnis (Quotient) der Division 11:7. Wenn man zwei ganze Zahlen dividiert, kann man wieder eine ganze Zahle bekommen (wie z. B. 26:2=13) oder eine Zahl mit Nachkommastellen. Wenn das Ergebnis Nachkommastellen hat, dann ist sie keine ganze Zahl mehr. Alle ganze Zahlen (und daher auch alle natürliche) sind auch rationale Zahlen (z. B. ). NUR die rationalen Zahlen OHNE Nachkommastellen sind auch ganze Zahlen. Für die Zahlen mit Nachkommastellen gibt es zwei Möglichkeiten: sie können endlich viele Nachkommastellen haben (z. B. ) oder unendlich viele Nachkommastellen (wie ). Im letzten Fall gibt es in den Nachkommastellen eine Wiederholung von der gleichen Zahlenfolge:
Diese wiederholte Zahlenfolge (hier die Zahlenfolge ) nennt man Periode. Eine intuitive Erklärung für die Entstehung dieser Periode können wir bei der Division feststellen, wenn wir sie ohne Taschenrechner durchführen: Wenn nach der letzten Kommastelle unendlich lang Nullen geschrieben werden können und die Division dadurch weiter geführt werden kann, wird irgendwann als Rest genau die gleiche Zahl vorkommen und dadurch wird der Prozess wieder genauso wiederholt. Die erweiterte Zahlenmenge (ganze Zahlen und dazu Zahlen mit endlich viele oder unendlich viele aber periodischen Nachkommastellen) nennt man Menge der rationalen Zahlen . Reelle Zahlen[Bearbeiten]Es gibt aber auch Zahlen, die zwar unendlich viele Nachkommastellen haben aber keine Periode. z. B. ist eine solche Zahl. Es gibt einen Beweis dafür, der zeigt, dass man NICHT als Bruch von zwei ganzen Zahlen ausdrücken kann. ist eine sogenannte irrationale Zahl. Die irrationale Zahlen (wie ) zusammen mit den rationalen (wie oder −6) bilden zusammen die Menge der reellen Zahlen . ALLE rationale Zahlen sind auch reelle Zahlen. NICHT alle reelle Zahlen sind auch rationale Zahlen (z. B. ist eine Reelle aber keine Rationale Zahl). Man kann also sagen: 5 ist eine natürliche aber auch eine ganze, eine rationale und eine reelle Zahl. ist eine rationale, eine reelle aber auch eine ganze Zahl (warum? Weil −14:7 = −2 ist und −2 eine ganze Zahl ist). Sie ist aber keine natürliche Zahl (weil −2 eine negative Zahl ist). ist nur eine reelle Zahl und keine rationale, ganze oder natürliche Zahl. ist eine reelle, aber auch eine rationale, eine ganze und eine natürliche Zahl (weil ist). Eine Darstellung der Beziehungen zwischen den Mengen kann man im Bild sehen. Die reelle Zahlen beinhalten alle anderen Mengen, sie sind sozusagen die „größte“ Menge, die natürlichen Zahlen hingegen sind in allen anderen Mengen drinnen, beinhalten aber selber keine andere Menge (zumindest nicht in diesem Bild, also, wenn wir über diese 4 Mengen sprechen). Die natürliche Zahlen sind sozusagen die „kleinste“ Menge von diesen 4 Mengen. Mengenlehre[Bearbeiten]Begriffe der Mengenlehre[Bearbeiten]Eine Menge ist eine Zusammensetzung aus Objekten, die Elemente der Menge genannt werden. Diese "Objekte" können abstrakt ("Ideen") oder konkret ("Gegenstände") sein. Sie dürfen eine Gemeinsamkeit haben, müssen allerdings nicht[1]. Cantor war einer der erster Mathematiker, die sich mit diesem Begriff genauer befasst haben. Er beschrieb eine Menge „naiv“ als eine Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Objekte unserer Anschauung oder unseres Denkens zu einem Ganzen. Wichtig ist also bei einer Menge, dass man seine Elemente unterscheiden und daher auch aufzählen kann. Die Elemente einer Menge werden in Mathematik innerhalb von geschweiften Klammern geschrieben: . Es gibt eine besondere Menge, die leere Menge. Man kann sie sich vorstellen wie eine leere Schachtel, die hat keinen Inhalt hat. Das Symbol für die leere Menge ist oder . Es muss klar sein: die Menge ist eine Menge, die die leere Menge beinhaltet und daher selber keine leere Menge mehr. Wichtige Begriffe, die Beziehungen zwischen Mengen beschreiben, sind die Teilmenge, die Schnittmenge, die Vereinigung, die Differenz und das kartesische Produkt. Ein Menge A ist eine Teilmenge einer anderen anderen Menge B, wenn alle Elemente von A auch Elemente von B sind. Das Symbol dafür ist: . Wenn auch gilt, dann sind die Mengen gleich, also jedes Element einer Menge gehört auch der Anderen. In diesem Fall schreibt man: . Die Schnittmenge von zwei (oder mehrerer) Mengen A und B ist die Menge aller Elemente, die gleichzeitig beiden Mengen gehören. Das Symbol dafür ist: . Die Vereinigung von zwei (oder mehrerer) Mengen A und B ist die Menge aller Elemente, die einer der Mengen gehören. Das Symbol dafür ist: . Die Differenz von zwei Mengen A und B ist die Menge aller Elemente, die zwar zur Menge A gehören aber ohne die Elemente, die doch gleichzeitig zur Menge B gehören. Das Symbol dafür ist: . Das (kartesische) Produkt zweier Mengen A und B ist die Menge aller Paarelementen, die als erstes Element ein Element von A und als zweites ein Element von B haben. Das Symbol dafür ist: .
Mengenlehre Aufgabebeispiel[Bearbeiten]Im Diagramm sind mit S1 die Mathematik-StudentInnen gemeint, die Analysis gewählt haben, mit S2 diejenige, die lineare Algebra gewählt haben und mit S3 diejenige, die Zahlentheorie gewählt haben. Die Anzahl der Personen, die durch die weiteren Buchstaben dargestellt werden ist: A=6, B=9, C=13, D=3, E=20, F=33 und G=1.
Aussagenlogik[Bearbeiten]Logische Aussage[Bearbeiten]Eine Aussage ist in der Logik ein Satz, der entweder wahr oder falsch sein kann. Was wahr oder nicht wahr ist, ist letztendlich eine tiefe philosophische Frage.[1] Damit werden wir uns hier nicht beschäftigen. Wir werden an den Konventionen unserer Sprache verbleiben und verschieden Sätze, um ihre Möglichkeit wahr oder nicht wahr zu sein, untersuchen.
So ein Satz kann war oder nicht wahr sein. Er ist also eine Aussage. In diesem Fall ist er wahr. Schreiben wir "Eine Orange ist ein Verkehrsmittel", haben wir wieder einen Satz der wahr oder nicht wahr sein kann. In diesem Fall ist er nicht wahr. Es gibt allerdings viele Sätze, die keine logische Aussage sind:
Dieser Satz ist grundsätzlich eine Meinung. Antworten zu ästhetischen Fragen (Fragen, die mit dem Schönen zu tun haben) sind nicht objektiv, besser gesagt nicht intersubjektiv.[2] Man kann nicht sagen, ob sie wahr oder nicht wahr sind. Das ist eben eine Geschmackssache.
Dieser Satz ist allerdings schon eine logische Aussage. Sie kann nur wahr oder nicht wahr sein.
Alle Fragen können keinen logische Aussage sein. Man kann sie logisch nicht als wahr oder falsch einschätzen.
Es sollte schon klar sein: Dieser Satz ist auch keine logische Aussage. Logische Aussageform[Bearbeiten]Eine Aussage, in der zumindest ein geeigneter Teil durch eine Variable (einen "Platzhalter") ersetzt wird, ist eine Aussageform. Sobald der Platzhalter durch den geeigneter Wert ersetzt wird, entsteht eine Aussage, die wahr oder falsch sein kann.
Sobald wir in der Lücke ein Tier oder ein Gegenstand mit Beinen einsetzen, wird der Satz wahr oder nicht wahr sein. Schreiben wir in der Lücke "Huhn", ist er nicht wahr, schreiben wir "Tisch", kann er wahr sein, je nachdem, welches Tisch gemeint ist. Es geht also um eine Aussageform. Logische Verknüpfungen[Bearbeiten]In der Aussagelogik wird die Kombination von Aussagen nach ihrem Wahrheitswert untersucht. Es gibt verschiedene Weise Aussagen zu Kombinieren (man sagt "zu verknüpfen").
Wahrheitstabellen[Bearbeiten]
Mit Hilfe einer solchen Tafel kann man den Wert von Kombinationen von Verknüpfungen herausfinden. Hier ein paar Beispiele:
Mit dem nächsten Beispiel wird es klar, dass manchmal Klammer notwendig sind, sonst hat der Ausdruck keinen klaren Wahrheitswert. Zwischen vorletzten und letzten Spalte ist die Klammersetzung der einzige Unterschied. Man merkt, dass die Wahrheitswerte für einige Kombinationen dann schon unterschiedlich sind.
Lass uns die letzte Tabelle ein bisschen erweitern:
Man merkt, dass die zwei letzten Spalten identisch sind. In diesem Fall spricht man von einer Tautologie. Die Ausdrücke undhaben daher immer den gleichen Wert, egal was die Aussagen a, b und c besagen. Das gleiche gilt auch für die Ausdrücke und(6. und 8. Spalte)
Symbole und Konventionen in Mathematik und Logik[Bearbeiten]In Mathematik (und daher auch in der Logik als Teilgebiet der Mathematik) werden viele Symbole und viele Konventionen benutzt. Es muss klar sein: Es hat Jahrtausende gedauert, bis die Menschen diese Symbole erdacht haben und ihre internationale Anwendung ist eine Konvention, die oft erst vor kurzem vereinbart wurde. Für viele von diesen Symbolen gab es mehrere verschiedene Darstellungen und viele werden immer noch in verschiedenen Länder anders dargestellt[1]. Zunächst einmal gibt es die Ziffern von 0 bis 9 und ihre Anwendung in den Zahlen im dekadischen (und nicht nur) System. Dass in der Zahl 783,94 mit 7 die Hunderte, mit 8 die "Zehner", mit 3 die "Einser", mit 9 die Zehntel und mit 4 die Hundertstel dargestellt werden ist wiederum eine Konvention des dekadischen Systems. Die einfachsten Symbole sind die vier Grundrechnungen + (plus), − (minus), ⋅ (oder ×) (mal), : (oder ÷ oder /) (durch) und dazu das Symbol für Gleichheit , Ungleichheit und ungefähre Gleichheit [2]. Die Multiplikation ist eine Konvention, die das mehrfache Addieren der gleichen Zahl darstellt. Entsprechend gibt es die Darstellung der Potenzzahlen an, die eine Konvention für die mehrfache Multiplikation der gleichen Zahl ist. Dann gibt es auch Vergleichssymbole wie , was "kleiner als", "größer als", "kleiner oder gleich wie" bzw. "größer oder gleich wie" bedeuten (immer von links nach rechts gelesen). Eine Konvention ist auch die Darstellung der Funktionen in der Form f(x) (wobei jeder Buchstabe für f und irgendeiner anderer Buchstabe für x benutzt werden darf): In diese Darstellung steht f(x) für die abhängige Variable (die i. d. R. auf der y-Achse dargestellt wird) und x (also der Buchstabe in Klammern) für die unabhängige (die i. d. R. auf der x-Achse dargestellt wird). Eine Konvention ist auch, dass kleine Buchstaben (besonders die ersten) in der Geometrie für Seiten benutzt werden, große für (Eck-) Punkte und griechische für Winkel[3]. In der Mengenlehre gibt es die Symbole für die "Schnittmenge", für die "Vereinigung", für die "Differenz", für die "Teilmenge" und für das "kartesische Produkt". In der Logik gibt es Symbole für die Verknüpfungen von Aussagen, wie (logisches „und“), (logisches „oder“), (logisches „entweder oder“), und (logisches „daraus folgt“, „wenn …, dann …“ in der Richtung des Pfeils), (logisches „genau dann, wenn“) und (logische "Negation"). Weitere Symbole, die in der Logik benutzt werden, sind: : das bedeutet, dass ein Objekt Element einer Menge sein soll. Die Gegenaussage ist dann: also kein Element. : das bedeutet „für jedes“ (Element), „für alle“ (Elemente) : das bedeutet „es gibt“ („zumindest eins“), die Gegenaussage ist dann: : „es gibt nicht“ oder „es gibt keine“. bedeutet „so dass“. bedeutet „gilt“.
Mengenlehre und Aussagenlogik[Bearbeiten]Das kann man so ablesen: Die Schnittmenge der Mengen A und B sind die Objekte x, für denen es gilt, dass sie sowohl Elemente der Menge A also auch Elemente der Menge B sind.
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