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Neue Erkenntnistheorie/ Erenntnisrealismus

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Erkenntnisrealismus

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Der Realismus ist ein Wirklichkeitsstandpunkt, der das Vorhandensein einer außerhalb des Bewusstseins liegenden (physischen) Wirklichkeit (Realität) behauptet. Diese äußere Wirklichkeit hört mit dem Tode nicht auf zu existieren. Oder anders gesagt: die Sterne sind auch dann, wenn wir sie nicht sehen.

Der naive Realismus meint, dass die äußere Dingwelt gerade so, oder doch so ähnlich ist, wie wir sie wahrnehmen. Dass dies heute als ein naiver Standpunkt gelten muss, ist wohl klar. Der kritische Realismus gibt hingegen Kant in so fern Recht, als dass auch er ein „Ding an sich“ annimmt, allerdings mit der Einschränkung, dass das Ding an sich grundsätzlich erkennbar ist, zumindest in Teilen. Das Ding an sich ist nämlich immer auch Teil der Erscheinung. Wäre dem nicht so, hätten wir ja keine Sinneseindrücke von den Dingen. Es versteht sich daher fast von selbst, dass die Sinneseindrücke uns dabei nur einen Ausschnitt des Dinges an sich zeigen (kritischer Standpunkt). Der transzendentale Realismus erklärt im Sinne der Philosophie Kants, dass die Wirklichkeit nur bedingt durch die transzendentalen Formen erkennbar ist (transzendentaler Standpunkt). Und trotzdem ist die äußere Wirklichkeit teilweise erkennbar, denn das Ding an sich ist immer auch Teil der Erscheinung.

Gegenteil: Idealismus/Phänomenalismus

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Der Phänomenalismus ist diejenige Richtung der Philosophie welche die Gegenstände der Erfahrung als Erscheinungen (Phänomene) eines unerkennbaren „Dinges an sich“ betrachtet (schwacher Phänomenalismus), oder überhaupt als bloße Bewusstseinsphänomene bzw. subjektive Empfindungen (extremer Phänomenalismus). Den schwache Phänomenalismus lehrten u.a. Kant, Schopenhauer, Herbart, Lotze und E.v.Hartmann, den extremen Phänomenalismus u.a. Berkeley, Mach und Vaihinger.