Zum Inhalt springen

Neue Erkenntnistheorie/ Erkenntnis

Aus Wikibooks

Erkenntnis

[Bearbeiten]

Um zu wirklichen Erkenntnissen zu kommen, muss sich die Wahrnehmung mit dem Denken verbinden. Die Erkenntnis ist somit die Synthese aus Wahrnehmung und Denken. Erkenntnis ist ein dialektischer Prozess. Wahrnehmung und Denken sind lediglich zwei Seiten ein und derselben Medaille. So kommen wir zu einer wirklichen Erkenntnistheorie, die Kant lediglich voraussetzt. Interessant ist, dass eine solche Erkenntnistheorie bereits im Mittelalter formuliert wurde, nämlich bei Albertus Magnus. Was ich wahrnehme ist wirklich, was ich Denke ist aber auch Wirklich. Erst wenn beides in einer Synthese zusammenkommt, wir die volle Wirklichkeit hergestellt. Das Denken muss sich aber nicht unbedingt mit der Wahrnehmung verbinden. Wir können auch von der Wahrnehmung absehen. Dann kommen wir in den Bereich des reinen Denkens. Das Denken verbindet sich dann einfach mit der Vorstellung, die ja von der Wahrnehmung gewonnen ist. Oder aber, das Denken verbindet sich mit den Ideen. Das Denken kann sich also entweder mit der Wahrnehmung, den Vorstellungen, oder den Ideen verbinden. Aber immer muss sich das Denken mit irgendetwas anderem verbinden, auf das es dann bezogen ist. So sagt Steiner: „Das Denken ist das Sich-Verbinden mit der Welt.“ Man kann eine solche Erkenntnistheorie eine Erkenntnisphänomenologie oder aber auch einen Erkenntnisrealismus nennen.