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Neue Erkenntnistheorie/ Zur Erkenntnistheorie

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Zur Erkenntnistheorie

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"Die Lehre vom Wesen gilt als der schwierigste Teil der Logik und wurde von Hegel mehrfach modifiziert. Hegel konnte sich hier nicht in gleichem Maße wie in den anderen beiden Büchern (Lehre vom Sein, Lehre vom Begriff) an die philosophische Tradition anlehnen. Den größten Einfluss übte die „transzendentale Logik“ Kants aus, deren Theorieelemente (Modal- und Relationskategorien, Reflexionsbegriffe und Antinomien) Hegel in einem neuen Zusammenhang begrifflich konsistent abzuleiten versuchte." (Wiki)

Die Erscheinung

"Im zweiten Abschnitt der Wesenslogik, „Die Erscheinung“, setzt sich Hegel explizit mit Kant und dem Problem des „ding an sich“ auseinander. Seine Absicht ist es nicht nur, die Differenz von „Ding an sich“ und „Erscheinung“ zu eliminieren, sondern darüber hinaus die „Erscheinung“ zur Wahrheit des „Ding an sich“ zu erklären: „Die Erscheinung ist das, was das Ding an sich ist, oder seine Wahrheit“ (L II 124–125). Was etwas an sich ist, zeigt sich für Hegel nirgends als in seiner Erscheinung und es ist daher sinnlos, „dahinter“ noch ein Reich des „An sich“ aufzubauen. Die „Erscheinung“ ist die „höhere Wahrheit“ sowohl gegen das „Ding an sich“ als auch gegen die unmittelbare Existenz, denn sie ist die „wesentliche, dahingegen die [unmittelbare] Existenz die noch wesenlose Erscheinung ist“ (L II 148)." (Wiki) Hegel wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen Kants "Ding an sich". Für Hegel fällt die Erscheinung wieder mit dem Ding an sich in eins zusammen. Die für uns so wichtige 1. transzendentale Differenz wird von Hegel aufgehoben. Hegels Standpunkt ist somit ein ganz und gar unkritischer. Er wollte wohl den Felsen Kant damit zum Einsturz bringen und überwinden. Aber das ist natürlich unmöglich, und so wird es hier Hegel sein, der den Kürzeren zieht. Und dabei ist Hegels Sorge hier absolut unbegründet. Er hätte seine Dialektik durchaus mit Kants 1. transzendentaler Differenz in Einklang bringen können. Wenn nämlich Sein und Erscheinung nicht in eins zusammenfallen, sondern der 1. transzendentalen Differenz unterliegen, dann muss man die ganze, der Logik zugrundeliegende übergeordnete Dialektik verdoppeln. Es entsteht dann praktisch eine Art Kette (dialektischer Baum) einer doppelten dialektischen Denkbewegung. Ich führe es einmal aus:

1. These--------------Für-sich-Sein (Ding an sich)----------------Stoff

2. Antithese---------Für-andere-Sein (Ding für andere)--------Form´

3. Synthese----------Für-mich-Sein (Ding für mich)-------------Erscheinung

Aus der Synthese der ersten Denkbewegung wird nun die These der zweiten Denkbewegung:

1. These--------------Für-mich-Sein (Ding für mich)-------------Erscheinung

2. Antithese---------An-sich-sein (Benennung der Dinge)------Begriff

3. Synthese----------An-und-für-sich-Sein (Definiens)----------Definiens

Dialektischer Baum der Erkenntnis

An dieses Modell der Ontologie, ist nun auch mein "dialektisch-ontologischer Baum der Erkenntnis" anschlussfähig:

..............................An-und-für-sich-Sein
...................................Gattungsberiff
..............................................xx
............................................x....x
..........................................x........x
........................................x............x
....................Für-mich-Sein…...An-sich-sein
......................Erscheinung….…Artbegriff
..…………..Ding für mich
.................................xx
...............................x....x
.............................x........x
...........................x............x
...........Für-sich-Sein......Für-andere-Sein
............Ding an sich…...Ding für andere
…………...Stoff……………..Form
.....................xx………………..xx
...................x....x…………..…x....x
.................x........x………..…x……x
...............x............x………..x….…...x
Identität Unterschied Ausdehnung Begrenzung

Die obige Darstellung ist praktisch ein Versuch, Aristoteles, Kant und Hegel zusammenzudenken.