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PCRT/I/e29e

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02 Differential Innere Energie : Teilchengeschlossenes System

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Die (innere) Energie eines (teilchen)geschlossenen Systems ändert sich dadurch, daß das System mit seiner Umgebung Wärme bzw. Entropieenergie und Arbeit bzw. z.B. Volumenenergie austauscht. Die innere Energie nimmt dabei zu, wenn bei einer bestimmten Innen- und Aussentemperatur ( für System, für Umgebung des Systems ) Entropie hinzugefügt wird. Die innere Energie eines teilchengeschlossenen Systems nimmt ebenfalls zu, wenn das System bei einem bestimmten Innen- und Aussendruck sein Volumen verkleinert .

Im Sinne der alphabetischen Nähe e, h, f, g und der nachfolgend eingeführten Energiefunktionen ( enthalpie, Wärme- und Chemische Energie-Funktion bei konstantem Druck, Zu- oder Abfluss von Arbeit ändert die Enthalpie des Systems nicht. ) , ( free energy, Elektrische-Magnetische-Mechanische Arbeits- und Chemische Energie-Funktion bei konstanter Temperatur, Zu- oder Abfluss von Wärme ändert die Freie Energie des Systems nicht. ) , ( gibbs free energy / free enthalpie / fuel, Chemische Energie-Funktion / Treibstoff-Funktion bei konstantem Druck und bei konstanter Temperatur, Zu- oder Abfluss von Wärme und / oder Arbeit ändert die Freie Enthalpie nicht. ) , können wir die innere Energie auch nur als Energie bezeichnen und erhalten so:

Es ist wichtig für uns zu verstehen, daß die Energie des Bilanzraums ( für Volumenphase / Bulk Phase, nicht zu verwechseln mit dem Volumen ) von der Teilchenanzahl abhängt. Denn je grösser der Bilanzraum, desto mehr Teilchen mit Energie ( für Molekül / molekulare Chemische Energie ) im Bilanzraum und desto grösser die Energie des Bilanzraums. Und es ist ebenfalls für uns wichtig zu verstehen, daß der Zu- oder der Abfluss von Wärme und Arbeit über die Grenzen des Bilanzraums ( für Oberfläche/Surface ) in oder aus dem Bilanzraum ohne den Zu- oder Abfluss von Teilchen und damit ohne den Zu- oder Abfluss von chemischer Energie ( Grosses in Analogie zum kleinen , dem Symbol der Reaktionslaufzahl ) stattfindet. Die Änderung der Energie des Bilanzraums ist deshalb nicht von der Änderung der Teilchenanzahl abhängig.

Im Folgenden steht für einen Kreisprozess / Cycle in zwei unabhängigen, nicht konstanten Variablen . Die Grösse ist konstant, also nicht variabel, eine konstante Grösse, keine variable Grösse, keine Variable, sondern in Fall des geschlossenen Systems eine Konstante. Die zwei Variablen und die eine Konstante können die folgenden Kombinationen annehmen: , , , . Als Beispiel nehmen wir einmal die Entropie und das Volumen als die zwei unabhängigen, nicht konstanten Variablen. Die Teilchenzahl halten wir konstant. Das chemische Potential , die Temperatur und der Druck sind für dieses Beispiel Funktionen , , der konstanten Teilchenanzahl und der zwei unabhängigen Variablen Entropie und Volumen . Tatsächlich sind sie nur Funktionen der auf die Teilchenanzahl bezogenen Grössen molare Entropie und molares Volumen. Für dieses Beispiel addieren sich weder die Zu- und Abflüsse der Wärme noch der Arbeit am Ende eines Kreisprozesses zu Null.

Nur die Zu- und Abflüsse der Summe aus Wärme und Arbeit addieren sich am Ende eines Kreisprozesses in (einer Konstanten und) zwei unabhängigen (nicht konstanten) Variablen zu Null. Die Summe aus Zu- und Abflüssen von Wärme und Arbeit ist für konstante Teilchenzahl eine Erhaltungsgrösse, und sie ist genauso gross, wie die Änderung der (inneren) Energie bei konstanter Teilchenzahl.