Philosophie auf Karteikarten/ Buchstabe A
Kleines Wörterbuch der Philosophie - Buchstabe A
[Bearbeiten]Akt
Tatsächlichkeit (lat.: actus). Der Begriff wurde von Aristoteles in seiner Metaphysik geprägt.
Aktiva
meint das aktive Tun. Gegensatz: Passiva.
Alles fließt.
Ausspruch eines Schülers von Heraklit.
analytisch:
Ein Satz ist analytisch, wenn seine Wahrheit oder Falschheit durch die Bedeutungen der in ihm enthaltenen Ausdrücke festgelegt ist. Um den Wahrheitswert eines analytischen Satzes wie z.B. ‚Alle Junggesellen sind unverheiratet’ einzusehen, genügt es, ihn zu verstehen. Ein Satz ist synthetisch, wenn seine Wahrheit oder Falschheit davon abhängt, was in der Welt der Fall ist. Synthetische Sätze wie z.B. ‚Diese Rose ist rot’ müssen wir wohl stets empirisch überprüfen. Die Unterscheidung zwischen analytischen Sätzen und synthetischen Sätzen geht auf Leibniz zurück und wurde von Kant übernommen.
A posteriori (nach der Erfahrung)
nennt man Sätze, die nicht mit Notwendigkeit gelten. Es handelt sich um synthetische Sätze. Gegenteil: a priori. In der Erkenntnistheorie grenzt man erfahrungsunabhängiges Wissen als A-priori-Wissen von empirischem Wissen als A-posteriori-Wissen ab.
A priori (vor der Erfahrung)
nennt man Sätze, die allgemein und mit Notwendigkeit gelten. Dabei handelt es sich zunächst nur um analytische Sätze. Gegenteil: a posteriori. In der Erkenntnistheorie grenzt man erfahrungsunabhängiges Wissen als A-priori-Wissen von empirischem Wissen als A-posteriori-Wissen ab.
approximativ (von neulat.: „allmählich näherkommen“)
annähernd, näherungsmäßig.
Argument (von lat.argumentum, „Beweis“)
Beweisgrund; derjenige Teil eines Beweises, auf den seine Sicherheit beruht.
Argumentation
Beweisführung.
Argumentieren
beweisen, begründen.
Ästhetik
ist die Lehre vom Schönen. Die Ästhetik ist ein Teilbereich der Philosophie.
Aufklärung
ist nach Kant „der Versuch, den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien.
autonom
nennt Kant den menschlichen Willen, wenn dieser nicht fremdbestimmt ist, sondern allein durch die menschliche Vernunft bestimmt wird. Gegensatz: heteronom.
Axiom (vom griech. axioma, „Geltung, Forderung“)
Grundsatz; ein Satz, der nicht bewiesen werden kann, aber auch nicht bewiesen zu werden braucht, da er unmittelbar als richtig einleuchtet und deshalb als „Grundsatz“ für andere Sätze dient.