Zum Inhalt springen

Traktorenlexikon: Boehringer Unimog 25 PS (Unimog-Baureihe 70200)

Aus Wikibooks
Traktorenlexikon Hersteller-/Markenübersicht Kapitel „Boehringer“
Boehringer Unimog 25 PS[1]
Boehringer Unimog 70200, Baujahr 1948
Boehringer Unimog 70200, Baujahr 1948
Basisdaten
Hersteller/Marke: Boehringer
Modellreihe: Unimog 70200[2]
Modell: Unimog 25 PS[1]
Bauweise: Rahmenbauweise (Unimog)
Produktionszeitraum: 1948[2]–1951[2]
Stückzahl: ca. 500 (inkl. Vorserien: ca. 600)
Maße
Eigengewicht: 1.655[2] kg
Länge: 3520[2] mm
Breite: 1630[2] mm
Höhe: 1600[2] mm
Radstand: 1720[2] mm
Bodenfreiheit: 370[2] mm
Spurweite: 1270 mm
Wenderadius ohne Lenkbremse: 3800[2] mm
Standardbereifung: vorne: 6,50-20 AS Spezial[2]
hinten: 6,50-20 AS Spezial[2]
Motor
Nennleistung: 18[2] kW, 25[2] PS
Nenndrehzahl: 2350[2]/min
Zylinderanzahl: 4[2]
Hubraum: 1767[2] cm³
Kraftstoff: Diesel
Kühlsystem: Wasserkühlung mit Pumpe und Thermostat[2]
Antrieb
Antriebstyp: Allrad[2]
Getriebe: 6 Gänge vorwärts
2 Gänge rückwärts[2]
Höchstgeschwindigkeit: 53[2] km/h
Das Logo: Ein stilisierter Ochsenkopf mit U-förmigen Hörnern

Der Unimog 25 PS[1] wurde zwischen 1948 und März 1951[1] – abgesehen von zuvor bereits gefertigen Prototypen bzw. gut 100 Vorserien-Exemplaren – etwa 500 Mal[3] von der Firma Boehringer Werkzeugmaschinen GmbH in Göppingen gebaut. Er ist das einzige Unimog-Modell, dass bei Boehringer gebaut wurde und somit auch der einzige Vertreter der Baureihe 70200. Da später bei Mercedes-Benz mehrere Unimog-Modelle mit der Bezeichnung U 25 gebaut wurden, wird im Sprachgebrauch selten die Modellbezeichnung verwendet, sondern meist vom Unimog 70200 oder „Boehringer-Unimog“ gesprochen.

Der Prototyp U 5 des Unimog 70200 wurde 1946 gebaut und gilt heute als ältester noch erhaltener Unimog. Er befindet sich im Deutschen Landwirtschafts-Museum Hohenheim.[3] Der Prototyp U 6 des Unimog 70200 ist im Unimog-Museum Gaggenau zu besichtigen.

Nach der Produktionsverlagerung durch Mercedes-Benz von Göppingen nach Gaggenau wurde die Baureihe 70200 ab 1951 durch den baugleichen U 25 der Baureihe 2010 abgelöst.[4]

Umfangreiche Informationen zu diesem Unimog sind auch in seinem Wikipedia-Artikel zu finden:

Wikipedia: Unimog 70200 – enzyklopädische Informationen

Bauart

[Bearbeiten]
  • U-Profil-Rechteckrahmen mit Querträgern[2]

Motor

[Bearbeiten]
  • Mercedes-Benz OM 636 I-U, Baumuster 636.912[2]
  • wassergekühlter Reihenvierzylinder-Vorkammer-Saugdieselmotor mit seitlicher Nockenwelle und einem geteilten Ventildeckel
  • Hubraum: 1767 cm³[2]
  • Bohrung: 75 mm, Hub: 100 mm[2]
  • Leistung: 18 kW (25 PS) bei 2.350 1/min[2]

Kupplung

[Bearbeiten]

Getriebe

[Bearbeiten]
  • Die ersten Fahrversuche wurden mit dem Einheitsgetriebe der FA ZF Friedrichshafen AG durchgeführt. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde das Unimoggetribe ausgelegt.
  • Wechslegetriebe, 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge[2]
    • Klauenschaltung

Geschwindigkeiten vor- und rückwärts

[Bearbeiten]
  • Vorwärts maximal: 53 km/h[2]
  • Rückwärts maximal: 4,8 km/h[2]

Zapfwelle

[Bearbeiten]
  • Zapfwelle vorn und hinten[2]
  • Riemenscheibenabtrieb seitlich rechts[2]

Bremsen

[Bearbeiten]
  • hydraulische Vierrad-Trommelbremse[2]
  • Handbremse mechanisch hinten[2]

Achsen

[Bearbeiten]
  • Portalachsen mit Schraubenfedern und hydraulischen Teleskopstoßdämpfern[2]

Lenkung

[Bearbeiten]

Hydrauliksystem und Kraftheber

[Bearbeiten]

Steuergeräte

[Bearbeiten]

Elektrische Ausrüstung

[Bearbeiten]

Maße und Abmessungen

[Bearbeiten]
  • Länge: 3520 mm[2]
  • Breite: 1630 mm[2]
  • Höhe: 1600 mm[2]
  • Radstand: 1720 mm[2]
  • Bodenfreiheit: 370 mm[2]
  • Surweite: 1270 mm
  • Wenderadius: 3800 mm[2]
  • Pritschenfläche: 1475 x 1500 x 360 mm[2]

Gewichte

[Bearbeiten]
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 3150 kg[2]
  • Leergewicht: 1655 kg[2]
  • Zuladung der Ladefläche: 1000 kg[2]
  • Zulässige Achslast vorn: 1350 kg[2]
  • Zulässige Achslast hinten: 1800 kg[2]

Bereifung

[Bearbeiten]
  • Serienbereifung: 6,50-20 AS Spezial[2]

Füllmengen

[Bearbeiten]
  • Kraftstofftank: 40 l[2]

Verbrauch

[Bearbeiten]
  • 2–6 l/h auf dem Acker[2]

Kabine

[Bearbeiten]
  • Klappverdeck[2]

Sonderausrüstung

[Bearbeiten]

Sonstiges

[Bearbeiten]
  • Die Boehringer-Unimog wurden in einem dunklen Tannengrün („Unimog-Grün“) lackiert.

Literatur

[Bearbeiten]
[Bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten]
  1. 1,0 1,1 1,2 Peter Schneider: Unimog – Alle Modelle seit 1948. 2006, ISBN 3-613-02598-1, S. 44.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 2,21 2,22 2,23 2,24 2,25 2,26 2,27 2,28 2,29 2,30 2,31 2,32 2,33 2,34 2,35 2,36 2,37 2,38 2,39 2,40 2,41 2,42 2,43 2,44 2,45 2,46 2,47 2,48 2,49 2,50 2,51 Peter Schneider: Unimog – Alle Modelle seit 1948. 2006, ISBN 3-613-02598-1, S. 45.
  3. 3,0 3,1 Deutsches Landwirtschafts-Museum (DLM) Hohenheim: Unimog U 5 (Unikat).
  4. Peter Schneider: Unimog – Alle Modelle seit 1948. 2006, ISBN 3-613-02598-1, S. 46.
Traktorenlexikon Hersteller-/Markenübersicht Kapitel „Boehringer“