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Traktorenlexikon: Rathgeber

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Traktorenlexikon Hersteller-/Markenübersicht

Bei der Wagonfabrik Josef Rathgeber AG in München wurden von 1951-1958 ca. 600 Raupenschlepper gefertigt, die über die FAMO-Vertiebsgesellschaft mbH vertrieben wurden.

Geschichte

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Nach dem 2. Weltkrieg ging das FAMO-Werk in Breslau an Polen und das Junkers Werk in Schönebeck (Elbe) lag in der Sowjetischen Besatzungszone und wurde von der Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) beschlagnahmt und demontiert. Um in Westdeutschland die Ersatzeilversorgung für FAMO-Raupen aufrecht zu erhalten, gründet der ehemalig Leiter der FAMO-Werke Direktor Wohrmuth mit einigen Mitarbeitern die FAMO-Vertriebsgesellschaft mbH. Mit staatlicher Unterstützung begann dann ab 1951 der Nachbau des FAMO-Boxer bei der Waggonfabrik Rathgeber in München. Es folgten die Modelle G 36 und G 40. Sie wurden auch teilweise mit Planierschild und Frontlader ausgestattet und in der Bauindustrie eingesetzt. Im Jahr 1956 übernahm die F. X. Meiller GmbH & Co KG die Aktienmehrheit der Waggonfabrik Rathgeber und wurde 1987 von dieser vollständig übernommen. Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) erwarb die Famo-Patente und Nachbaurechte und legte damit den Grundstein für ihre Raupenproduktion.

Typen

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Literatur

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  • Wolfgang Gebhardt: Schlesische Paradestücke – "Boxer"-Raupen aus München. In: Der Schlepperfreund. Nr. 119, Stuttgart, ISSN 1439-3212, S. 20-21.
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Wikipedia: Waggonfabrik Josef Rathgeber – enzyklopädische Informationen
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