Analytische Geometrie/ Weiterführende Themen
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[Bearbeiten] Vektorräume
Eine (zweistellige) innere Verknüpfung ist eine Abbildung, bei der je zwei Elementen einer Menge M ein Element aus derselben Menge M zugeordnet wird. Geschrieben wird eine solche Verknüpfung als
Eine (zweistellige) äußere Verknüpfung (erster Art) ist eine Abbildung, bei der einem Element aus einer Menge A und einem Element aus einer zweiten Menge B wieder ein Element aus der zweiten Menge B zugeordnet wird.
Bei Verknüpfungen, die als Addition oder Multiplikation bezeichnet werden, wird häufig die sogenannten Infix-Notation verwendet. Hierbei wird das Symbol der Verknüpfung zwischen die beiden zu verknüpfenden Elemente geschrieben anstatt davor, wie z.B. a + b statt + (a,b).
Eine Menge K zusammen mit zwei inneren Verknüpfungen
(meist Addition genannt) und
(meist Multiplikation genannt), die für alle
folgende Eigenschaften erfüllen, nennt man einen Körper:
- Eigenschaften der "Addition":
- (A1)
(Assoziativität der Addition) - (A2)
(Kommutativität der Addition) - (A3) Es gibt ein Element
, so dass für alle
gilt
(Existenz des neutralen Elementes der Addition) - (A4) Zu jedem
existiert ein
mit
(Existenz des inversen Elementes der Addition)
- Eigenschaften der "Multiplikation":
- (M1)
(Assoziativität der Multiplikation) - (M2)
(Kommutativität der Multiplikation) - (M3) Es gibt ein Element
, so dass für alle
gilt
(Existenz des neutralen Elementes der Multiplikation) - (M4) Zu jedem
gibt es ein
mit
(Existenz des inversen Elementes der Multiplikation)
- Eigenschaft der Kombination aus "Addition" und "Multiplikation":
- (D)
(Distributivität)
Beispiele
Ein Vektorraum über einem (Skalar-)Körper K ist eine Menge V mit einer inneren Verknüpfung
(Vektoraddition genannt) und einer äußeren Verknüpfung
(Skalarmultiplikation oder zur besseren Unterscheidung vom Skalarprodukt Multiplikation mit Skalaren genannt), die für alle
und alle
folgende Eigenschaften erfüllen:
- Eigenschaften der Vektoraddition
- (V1)
(Assoziativität der Vektoraddition) - (V2)
(Kommutativität der Vektoraddition) - (V3) Es gibt ein Element
, so dass für alle
gilt
(Existenz des neutralen Elementes der Vektoraddition) - (V4) Zu jedem
existiert ein
mit
(Existenz des inversen Elementes der Vektoraddition)
- Eigenschaften der Multiplikation mit Skalaren:
- (V5)
(Assoziativität der Multiplikation mit Skalaren) - (V6) Für das neutrale Element der Multiplikation
gilt auch
(Erhaltung des neutralen Elementes der Multiplikation des Körpers als neutrales Element der Multiplikation mit Skalaren)
- Eigenschaft der Kombination aus Vektoraddition und Multiplikation mit Skalaren:
- (V7)
(Distributivität der Skalare) - (V8)
(Distributivität der Vektoren)
Um noch einmal auf die in der Definition der Verknüpfungen (versteckt) enthaltenen Eigenschaften besonders hinzudeuten kann noch angefügt werden:
- (V0a)
(Abgeschlossenheit der Vektoraddition) - (V0b)
(Abgeschlossenheit der Multiplikatio nmit Skalaren)
Die Elemente eines Vektorraumes nennt man Vektoren.
Beispiele
Ein Untervektorraum ist eine Teilmenge eines Vektorraumes, die selbst wieder ein Vektorraum ist. Ist V ein Vektorraum über K und
eine nichtleere Teilmenge, dann ist U ein Untervektorraum von V (über K), wenn folgende Bedingungen für alle
und alle
erfüllt sind:
(Abgeschlossenheit der Vektoraddition)
(Abgeschlossenheit der Multiplikation mit Skalaren)
Beispiele
Ist V ein Vektorraum und sind
. Dann heißt das endliche Vektorsystem 
- linear unabhängig, wenn die Gleichung
nur die triviale Lösung
besitzt, - linear abhängig, wenn die Gleichung
neben der trivialen Lösung
eine weiter Lösung besitzt, bei der nicht alle λi gleich Null sind.
Eine unendliche Menge von Vektoren heißt linear unabhängig, wenn jede endliche Teilmenge derselben linear unabhängig ist.
Ist V ein Vektorraum über K und
, dann nennt man E ein Erzeugendensystem von V, wenn für jeden Vektor
Vektoren
und Skalare
existieren, so dass
. (
lässt sich als Linearkombination von endlich vielen Vektoren aus E darstellen.)
Ein Erzeugendensystem aus linear unabhängigen Vektoren nennt man eine Basis.
Die Dimesion eines Vektorraumes, kurz
, ist die Anzahl der Vektoren in jeder Basis des Vektorraumes.
Beachte: Sowohl ein Erzeugendensystem, als auch eine Basis können unendlich viele Vektoren enthalten. In letzterem Fall schreibt man
.
Ist V ein n-dimensionaler Vektorraum über K und
eine Basis von V, dann lässt sich jeder Vektor aus V als Linearkombination der Basisvektoren darstellen.
Ist die Basis auf irgendeine Weise geordnet, z.B. nach den Indizes der Basisvektoren, dann bezeichnet man das entsprechende n-Tupel aus den Koeffizienten
oder auch
als Koordinaten von
(bezüglich B).
Beispiele
Eine nicht leere Menge
(genannt Menge der Punkte) zusammen mit einem Vektorraum V (genannt Richtungsvektorraum) und einer Abbildung
(genannt Translation oder Verschiebung) heißt affiner Raum, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Für alle
gilt: 
- Für alle
und alle
gilt: 
- Für alle
existiert ein eindeutig bestimmter Vektor
, so dass gilt: 
Statt
schreibt man auch
. Der durch
eindeutig bestimmte Vektor
mit
wird häufig als
bezeichnet.
Beispiele
Ein Skalarprodukt auf einem
-Vektorraum V ist eine Abbildung
die für jedes
und jedes
folgende Eigenschaften erfüllt:
Ist aus dem Zusammenhang die Unterscheidung zwischen der Multiplikation mit Skalaren
und dem Skalarprodukt
klar, so kann man auch das Symbol
statt des Symbols
für das Skalarprodukt verwenden.
Die Norm eines Vektors wird definiert durch
.
Der Winkel
zwischen zwei Vektoren
ist
.
Ist
, so nennt man
und
zueinander orthogonal.
Beispiele


mit der bekannten Addition und Multiplikation.
mit den Verküpfungen

(i bezeichnet die sogenannte imaginäre Einheit) mit den Verknüpfungen

bilden keinen Körper, denn hier fehlt das inverse Element der Multiplikation.
ist die Menge der
mit folgenden Verknüpfungen ein Vektorraum über 


Untervektorräume.
ist
mit k<n ein Untervektorraum.
ist kein Untervektorraum des
.
; die Menge
, also
ist ein Untervektorraum des Vektorraumes aller Polynome.
. Also ist
.
bilden eine weitere Basis des
, dann hat
, denn 
aus dem entsprechenden Besipiel für Untervektorräume. Sie müssen aber keine Basis sein, da sie nicht zwangsläufig linear unabhängig sind.
. Damit ist
. Damit gilt für ihn
.
(Punkte zur besseren Unterscheidung als Zeilen geschrieben) und
(Vektoren zur besseren Unterscheidung als Spalten geschrieben) liefert mit
für viele Anwendungen ein gutes Modell des uns umgebenden Raumes.
als Nullpunkt festgelegt, so lässt sich in eindeutiger Weise jedem Punkt P ein sogenannter Ortsvektor
zuordnen. Dann ist die Translation im vorangegangen Beispiel gleichbedeutend mit der Addition des Verschiebungsvektors zum Ortsvektor und anschließender Interpretation des entstehenden Vektors als Ortsvektor.




.

![\begin{array}{rcl}
x^2\bullet\left(x^3-2\cdot x+5\right)&=&\int_0^1x^2\cdot\left(x^3-2\cdot x+5\right)\,dx\\ &=&\int_0^1\left(x^5-2\cdot x^3+5\cdot x^2\right)\,dx\\ &=&\left[\frac{1}{6}\,x^6-\frac{1}{2}\,x^4+\frac{5}{3}\,x^3\right]_0^1\\
&=&\frac{4}{3}\\\end{array}](http://upload.wikimedia.org/math/2/b/c/2bc40ab81f28cb0edfff3a89504ce876.png)