Bogenbau/ Sehnenbau/ Doppelter Flämischer Spleiss
Eleganter als der Bogenbauerknoten: Flämischer Spleiss an beiden Enden der Sehne. Die Sehne kann durch Eindrehen um ein paar Zentimeter gekürzt werden.
[Bearbeiten] Herstellung einer zweifach flämisch gespleissten Sehne
Die erste Seite wird ganz normal gespleisst und das Ohr an eine Türklinke oder ähnliches gehängt. Am Schluss zählt man die Anzahl Umdrehungen, im Bild mit n ausgedrückt.
Da auf die andere Seite der Sehne auch ein flämischer Spleiss kommen soll, muss die Sehne nochmals gleich viel mal eingedreht werden wie schon beim Spleiss. Das ist die «Gegenbewegung» für den zweiten Spleiss, zusammen heben sich die Verdrehungen auf. Zusätzlich dreht man noch etwa vier weitere Male ein, damit der mittlere Teil der Sehne zumindest eine gewisse Eindrehung hat.
Das Ende fixiert man mit einer Klemme oder Wäscheklammer, damit nicht alles wieder ausdreht. Denn jetzt muss der ganze restliche Faden bis zum Ende entwirrt und entdreht werden. Die Stränge sollten alle parallel laufen. Nicht wichtig, aber bei der fertigen Sehne optisch ansprechender, da sie glatter aussieht.
An das andere Ende der Sehne kommt jetzt der zweite Spleiss. Achtung: Da beim Spleissen eingedreht wird, verkürzt sich die Sehne! Von Ohr zu Ohr gemessen sollte die Länge etwa gleich sein wie beim Bogen von Nocke zu Nocke gemessen.
Falls die Sehne zu lang ist, kann sie durch Eindrehen verkürzt werden. Falls sie zu kurz ist, ist sie zu kurz.
Für den zweiten Spleiss geht man genau so vor wie auch beim ersten. Selbe Drehung. Die Position, an der mit dem Ohr begonnen wird, wird mit einer Klammer fixiert. Sobald das Ohr fertig gedreht ist, entfernt man beide Klammern, hängt das neue Ohr auch über die Türfalle und verspleisst. Die entstehende Verdrehung an der Sehne verschwindet einfach!
Zum Schluss wird die Sehne gestreckt und die vier Umdrehungen gleichmässig verteilt (falls sie verschwunden sind, war die Eindrehung beim zweiten Schritt zu wenig eng). Fertig!