Einführung in die Allgemeine und die Anorganische Chemie: Lösungsvorgänge

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Salze können in Lösungsmitteln aufgelöst werden, wobei kein Salz unlöslich ist, auch die sogenannten unlöslichen Salze. Sie sind nur mehr oder weniger gut löslich.

Beim Lösen von kristallinen Stoffen (Salzen/organische Festkörper) passiert folgendes:

  • Zunächst muss das Kristallgitter zerstört werden. Dies ist in jedem Falle ein wärmeverbrauchender Vorgang und wird als endotherm bezeichnet.
  • Anschließend werden die Moleküle, nachdem sie in Lösung gegangen sind, von Lösungsmittelmolekülen umhüllt. Dies ist meist ein wärmeerzeugender Vorgang und wird als exdotherm bezeichnet. Beim Wasser wird dies als Hydratation bezeichnet und für andere Lösungsmittel Solvatation.

Je nachdem, ob beim Auflösungsvorgang wärmetechnisch der Kristalllösungsvorgang oder die Lösungsmittelumhüllung dominiert, kann dies zu 3 unterschiedlichen Folgen führen:

  1. Er kann wärmeneutral erfolgen, dies bedeutet, dass die bei der Kristallgitterauflösung benötigte Energiemenge genauso groß ist, wie die Energiemenge, die bei der Umhüllung mit Lösungsmittelmolekülen entsteht. Die Temperatur der entstandenen Lösung bleibt unverändert.
  2. Der Wärmeverbrauch bei der Kristallgitterauflösung ist größer als die Energiemenge, die bei der Umhüllung mit Lösungsmittelmolekülen entsteht. Die Temperatur der entstandenen Lösung ist niedriger als vorher.
  3. Der Wärmeverbrauch bei der Kristallgitterauflösung ist geringer als die Energiemenge, die bei der Umhüllung mit Lösungsmittelmolekülen entsteht. Die Temperatur der entstandenen Lösung ist höher als vorher.
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