Einführung in die Astronomie: Sternbilder
Aus Wikibooks
[Bearbeiten] Sterne am Nachthimmel
Um sich am Himmel zurecht zu finden, orientiert man sich an den hellsten Sternen am Himmel. Dabei ist es typisch für den Menschen, die helleren Sterne, welche dichter beieinander stehen mit Linien zu verbinden und dann mit bereits bekannten Figuren zu vergleichen. Bevor die Sternbilder international festgelegt waren, gab es je nach Kulturkreis der Menschen unterschiedliche Namen für die Sternbilder.
Das ist vergleichbar mit den Figuren, die man bei Wolken oder bei Tintenflecken erkennt. Was für Bilder gewählt wurden, das hängt sehr stark von dem ab, was gerade interessant und modern war. Griechen und Römer nannten die Sterne beispielsweise nach ihren Göttergeschichten. Andere Völker vergeben Tiernamen. Natürlich nahm man nur Tiere, die man selbst kannte (Hund, Wolf, Hase) oder von denen man zumindest mal etwas in irgendeiner Geschichte gehört hatte (Drache). Zu Zeiten, wo man sich mehr für die Technik interessiert hatte, muss man sich nicht wundern, dass Sternbilder „Luftpumpe“ oder „Schiffskiel“ getauft wurden.
Wer weiß, vielleicht würde ein Automechaniker Nockenwellen, Pleuelstangen und Auspuffanlagen sehen, Landwirte würden Kühe, Schafe, Sensen, Pflugscharen und vielleicht sogar einen Traktor erkennen.
Die Namen der Sternbilder haben also nur sehr wenig mit richtiger Wissenschaft zu tun, sondern mehr mit der Kultur und den Vorstellungen und Geschichten der jeweiligen Völker. So muss man sich auch nicht wundern, dass man den großen Wagens auf lateinisch „Ursa Major“ also Großer Bär [1] nennt. Die Kirgisen sahen in dem Wagen sieben Wölfe. Die Araber interpretierten den Kasten als Sarg, hinter dem drei Klageweiber zogen. Für die Chinesen stellte der Wagen einen Löffel dar. Im englischsprachigen Raum wird der Wagen häufig als „Große Schöpfkelle“ bezeichnet. In Frankreich sieht man im Großen Wagen eine Stielpfanne. International einigt man sich meist auf die antiken lateinischen Namen.
[Bearbeiten] Zirkumpolare Sternbilder
Wer sich am Himmel zurechtfinden möchte, sollte damit beginnen, den Nordpolarstern zu finden. Die Seefahrer vergangener Tage konnten sich durch den Nordstern und durch andere markante Punkte am Himmel recht gut ohne einen Kompass orientieren.
Um den Polarstern zu finden, ist es nötig, sich das Sternbild des großen Wagens einzuprägen. Die Sterne des großen Wagens gehören alle zu den zirkumpolaren Sternen in der Nördlichen Breite, in der Deutschland liegt. Das bedeutet, dass der große Wagen das ganze Jahr über in ganz Europa am Nachthimmel zu sehen ist. Er fährt sozusagen ständig um den Polarstern herum. Je nach Jahreszeit hat er zur gleichen Uhrzeit eine andere Position am Himmel.
Von großer Bedeutung für die geografische Orientierung waren seit jeher bestimmte Sternbilder der Zirkumpolarregion.
- Der kleine Wagen ist nicht so leicht auszumachen wie seine größeren Nachbarn „Großer Wagen“ und „Cassiopeia“.
- Der kleine Wagen (und damit auch der Polarstern) befindet sich in etwa in der Mitte zwischen dem Sternbild Cassiopeia und dem großen Wagen.
- Die Strecke zwischen den zwei hinteren Kastensternen des großen Wagens wird fünf mal verlängert, um auf die Position des Polarsterns zu kommen.
[Bearbeiten] Sternbilder
Es gibt Sterne am Himmel, welche nicht Zirkumpolar sind. Das bedeutet, dass diese nicht das ganze Jahr über am Himmel zu sehen sind. Deshalb gibt es Wintersternbilder, Frühjahrssternbilder, Sommersternbilder und Herbststernbilder. Wenn man im Winter am Abendhimmel nach Süden schaut, dann sieht man höchstwahrscheinlich das Sternbild Orion und zu späterer Stunde auch den Stier, da diese auf der nördlichen Erdhalbkugel typische Wintersternbilder sind.
[Bearbeiten] Frühjahrssternbilder
[Bearbeiten] Sommersternbilder
[Bearbeiten] Herbststernbilder
[Bearbeiten] Wintersternbilder
- Fußnoten
- ↑ Ursa Major heißt eigentlich „größere Bärin“