Gitarre: Intelligent und sinnvoll üben
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Wenn man im Gitarrespielen weiterkommen möchte, kommt man über eine Portion Übung nicht drum herum. Wenn man einen guten Gitarrenlehrer hat, dann gibt dieser die Übungen vor. Wenn man jedoch alleine übt, so muss man sich seine "Übungsstunde" alleine zusammenbasteln.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Setze Dir ein Ziel
Was ist dein Ziel? Was möchtest du gerne können?
In einer Rockband spielen? Eigene Texte Vertonen? Ein Bestimmtes Lied können? Die technischen Fähigkeiten eines Vorbildes nacheifern? Frei improvisieren können? Vielleicht möchtest du aber auch Noten vom Blatt spielen können, oder in der Harmonielehre weiterkommen.
Jedoch wollen wir hier gleich mit einem oft gehörten Vorurteil ausräumen. Man muss vorher nicht zuerst z.B. etwas klassische Gitarre lernen, bevor man Gitarre spielen darf. Es schadet bestimmt nicht, etwas Ahnung von der klassischen Gitarre zu haben, aber man kommt auch sehr gut ohne zurecht. Die Frage ist immer, was für Musik man überhaupt machen will, und ob eine bestimmte Fähigkeit einen dahingehend weiterbringt.
Es gibt zwar ein gewisses Maß an Grundkenntnissen, die man früher oder später lernen sollte, doch wann man etwas lernt, und in welcher Reihenfolge, das bestimmen die Schüler und Lehrer immer im Einzelfall für sich selbst. Die Gitarrendiplome hier in den Wikibooks folgen zwar einem "Lehrplan", aber das heißt nicht unbedingt, dass man mit einer anderen Methode nicht auch zum Ziel kommen würde.
Man muss sich selbst einen Plan entwickeln. Man muss sich selbst ein Ziel stecken. Dann kann man für sich herausfinden, was man alles lernen muss, um dieses Ziel zu erreichen. Die Möglichkeiten, welche das Instrument Gitarre bietet, sind so mannigfaltig, dass man unmöglich alles lernen kann, und ein ganzes Leben nicht ausreichen wird alles zu lernen.
Wenn man nun ein bestimmtes Ziel vor Augen gesetzt hat, dann kann man sich überlegen, welche Mittel und Techniken dazu benötigt werden.
Die größte Arbeit ist es, das Material in viele kleine, gut verdauliche Häppchen einzuteilen. Die einzelnen Lernschritte sollten so klein sein, dass man sich diese in aller Ruhe Stück für Stück einverleiben kann. Beim ganzen Üben muss man sich immer eines vor Augen behalten: Es geht darum Musik zu machen.
[Bearbeiten] Richtig Üben
Wie übe ich richtig? Wer sich diese Frage stellt oder eine Zusammenfassung für seine Schüler sucht ist hier genau richtig. Folgende Punkte sind beim Gitarreüben dringend zu beachten:
- langsam üben:
Um keine Fehler anzulernen; die Schnelligkeit kommt von alleine!
- am besten laut, Clean und mit aufgedrehten Tone Reglern üben:
Damit die Fehler deutlich zu hören sind und ein Gefühl für die Töne entsteht!
- mit Metronom üben oder den Takt klopfen u./o. zählen:
Um Taktgefühl zu bekommen und Taktfehler zu vermeiden!
- kurz und oft üben:
Ist einprägsamer als über langen Zeitraum nur einmal, aber lange zu üben!
- auf die Lage der Hände, Plektrumhaltung und den Fingersatz achten:
Um sich von Anfang an die richtige Haltung und Technik anzugewöhnen!
- entspannt üben und haufig Hände ausschütteln:
Sorgt für leichteres Einprägen der Bewegungen!
- immer verschiedene Lieder üben:
Um verschiedene Muskeln zu beanspruchen und verschiedene Bewegungsabläufe der Hände zu trainieren!
- bei Fehlen einer Gitarre mental üben (Greifmuster und Anschlag vorstellen):
Gute Übung zum Gitarre-üben wenn keine Gitarre vorhanden ist (z.B. Arbeit, Schule, Urlaub)!
- auf Fehler achten und diese beheben:
Um es zu vermeiden 'Fehler zu lernen'!
[Bearbeiten] Nutze Hilfsmittel
Eine große Hilfe zur Vorbereitung sind Playalongs von CD. Aber es gibt auch sehr gute MIDIs mit Bass und Schlagzeug. Mit einem einfachen Midi-Player wie der kostenlose Karaoke-Player von www.vanbasco.comkann man das Tempo eines Stückes beliebig anpassen. Man kann sogar einzelne Stimmen wie den Gitarrenteil ausblenden, und dann selbst begleiten.
Es lohnt sich auch sich ein Programm für Gitarrentabulaturen zuzulegen. Derzeit ist das Programm GuitarPro5 wohl am weitesten verbreitet. Der Nachteil ist, dass es ca. 30$ kostet. Dafür hat es einen enormen Funktionsumfang. Wem dieses zu teuer sein sollte, für den bieten sich kostenfreie Alternativen an. Da ist zum einen TuxGuitar zu nennen. Es bietet bei weitem nicht den gleichen Komfort wie Guitar Pro, doch es genügt allemal, um sich Tabulaturen von GuitarPro anzuhören und auszudrucken. Ebenfalls öffnet es Powertabs. Powertab ist ein weiteres Freeware-Tabulatur-Programm, das nicht ganz an GuitarPro herankommt, aber dennoch einen enormen Funktionsumfang hat. Powertab und GuitarPro eignen sich sowohl zum Gitarrelernen,als auch für das Songwriting und alles was mit Gitarre, Bass etc. zu tun hat.
Mit Guitar Pro und Powertab kann man in mehreren Spuren Stücke komponieren, wobei Ihnen Gitarre, Bass und etliche andere virtuelle Instrumente zur Verfügung stehen. Powertab realisiert nur 2 Stimmen pro Gitarrenspur, doch auch dieses genügt. Mit beiden Programmen kann man neue Stücke komponieren oder sich einfach nur selbst verbessern. Beide bieten unter anderem Midi-Unterstützung, Metronom. Guitar Pro hat zudem einen Geschwindigkeitstrainer und Stimmgerät. Damit eignet sich die Programme durch einfache Bedienung sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Guitar-Pro-Dateien die meist mit 'gp' enden, und Powertap-Dateien, die mit ptb enden, können von etlichen Websites downgeloaded werden. Besonders interessant ist die Fähigkeit, Akkorde zu bestimmen.
[Bearbeiten] Powertab-Tutorial
- Für potentielle Wikibook-Autoren ein kleines Tutorial (wird noch weiter ergänzt werden)
- siehe auch
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