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Information: Zufall

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Zufallsinformation und geordnete Information

Wenn man die drei Basisbegriffe der heutigen Naturwissenschaften Materie ( = Stoff), Energie ( = Strahlung ) und Information( = Struktur) betrachtet, kann man fragen, wie der Begriff Information in weitere Subkategorien untergliedert werden kann.

Die erste und wichtigste Unterteilung der Information ist dann die Unterscheidung zwischen Zufallsinformation und nicht zufälliger Information oder auch zwischen Zufallsstruktur und geordneter Struktur.

Basisbegriffe der Natur- und Strukturwissenschaften


Materie ------------  Energie 
   \                     /
    \                   /
     \                 /
      \               /
         Information 
              /  \
             /    \
            /      \
           /        \
          /          \
 Zufalls-            geordnete 
 Information         Information
      |                  |
      |                  |
      |                  |
Beispiel:             Beispiel:  
01101100110111100010  10101010101010101010
      |                  |
      |                  |
      |                  |
Stochastik            Restliche Mathematik 
Statistik
  • Reine Zufallsinformation ist eher langweilig.
  • Eine geordnete Information ohne jeden Zufall ist auch eher langweilig.

>> Interessant ist die Mischung aus Zufallsinformation und geordneter Information.

Schneeflocke, ein Spiel von Zufallsinformation und geordneter Information

Wenn man 1 Gramm Wasser betrachtet, dann ist eine Wassertropfen mit Zufallsstruktur der Wassermoleküle eher langweilig. Ein geordneter Einkristall des Wassers ist auch langweilig ( wenn es so etwas gibt). Interessant ist es zwischen drin: beispielsweise ein Schneekristall. Hier gibt es eine unendliche Vielfalt der Formen.

[Bearbeiten] Aufspaltung zwischen Zufall und Ordnung

Bereits in der Einleitung dieses Buches wurde erwähnt, wie wichtig es ist zwischen zufälliger Information und geordneter Information zu unterscheiden.

Leider ist diese Unterscheidung zwar grundlegend, aber nicht so einfach zu vollziehen, wie man es vielleicht gern haben möchte.

Am einfachsten kann man sich die Aufspaltung noch klar machen, wenn man ganz einfache Folgen aus zwei verschiedenen Symbolen wie beispielsweise der 0 und der 1 betrachtet. Mit einem statistischen Test, dem Runtest kann man für solche 01 Folgen einen einfache Ordnungsparameter berechnen, der es einem erlaubt zwischen Zufall und 2 Arten von Ordnung, der wiederholenden Ordnung und der symmetrischen Ordnung zu unterscheiden.

An anderer Stelle wird diese Berechnung noch etwas genauer erklärt und das Ergebnis etwas poetisch als universelle Entropielandschaft bezeichnet. Siehe hier

Der Anfang der Landschaft ist ganz einfach und es ist noch keine Unterscheidung zwischen Zufall und Ordnung möglich.

1, 0

00, 01, 10, 11

000, 001, 010, 011, 100, 101, 110, 111

0000, 0001, 0010, 0011, 0100, 0101, 0110, 0111, 1000, 1001, 1010, 1011, 1100, 1101, 1110, 1111

00000, 00001, 00010, 00011, 00100, 00101, 00110, 00111, 01000, 01001, 01010, 01011, 01100, 01101, 01111, 10000, 10001, 10010, 10011, 10100, 10101, 10110, 10111, 11000, 11001, 11010, 11011, 11100, 11101, 11111

Ab einer gewissen Länge kann man Ordnung von Zufall trennen.

Grafische Darstellung der Entropiewerte einer 8 Stellen langen 01 Folge


Skizze einer berechnete Ordnungs-Entropielandschaft von 01 Folgen


Ab einer gewissen Länge sind die Ordnungsparameter wie pz dann nicht mehr in einem begrenzten Zeitraum berechenbar. Allerdings kann man sich dann mit Stichproben behelfen.

Jim Knopf und Lukas trafen den Scheinriesen Turtur

[Bearbeiten] Grenze zwischen Zufall und Ordnung

Interessant ist, daß an der Grenze zwischen Zufall und Ordnung verwaschene Verhältnisse vorliegen. Es gilt das Tur-Tur Prinzip. Je weiter weg man von der Grenze ist, desto klarer wird die Unterscheidung, je näher man daran ist, desto unschärfer und unsicherer wird sie.

[Bearbeiten] Ein zerüttetes Verhältnis: Information und Entropie

Es gibt immer wieder Diskussionen um die Verbindung der Begriffe Information und Entropie.

Die Verwirrung rührt daher, da sowohl die Informationsmenge von sinnvoller Information als auch die Menge an Zufallsinformation mit dem selben Maß bit gemessen wird.

Die Entropie ist ein Maß für den Zufall. Je mehr Zufall in einem System oder in einer Struktur steckt, desto höher ist seine Entropie.


Für den Zusammenhang Information I und Entropie H wurden verschiedene Vorschläge gemacht:

  • I = k * H
    • Shannon
      • Information und Entropie sind direkt proportional
  • I = - k * H
    • Schrödinger, Wiener, Slizard, Broullion
      • Information und Entropie sind indirekt proportional
  • I = Io* e^(-k*H)

Wer hat hier recht?

Ein Vorschlag dazu: Wenn man die Entropie als die Menge an Zufallsinformation betrachtet, die in einem System steckt, dann kann man sagen, dass die Gesamtinformation des Systems immer größer oder gleich der Entropie des Systems ist.

Menge an Gesamtinformation = Menge an Zufallsinformation + Menge an nichtzufälliger Information 

Beispiel:

Die Information eines Eisblockes, der auftaut und wieder gefriert, bleibt in seiner Gesamtinformation konstant. Die Menge an Zufallsinformation pendelt dabei zwischen maximal und minimal hin und her. Die Menge an nichtzufälliger Information verhält sich dazu gegensinnig.

[Bearbeiten] Links

[Bearbeiten] Physik

Ein weiterer Anlaß zur Verwirrung ist die Vermischung der Entropie in der Physik mit der Entropie in der Informationstheorie.

Beide Begriffe haben eine ähnliche Bedeutung, sind aber natürlich nicht deckungsgleich.

Entropie in der Physik ist eher der Wärmemenge gleichzusetzen.

Entropie in der Informationstheorie ist ein Maß für die Zahl der Möglichkeiten eines Zufallsprozesses wie zb eines Würfels.


Manche meinen man könne eine Physik auch ohne den Begriff Information betreiben. Dies scheitert aber schon allein bei Erheben von Meßwerten. Meßwerte sind nichts anderes als mehr oder minder geordnete Information.

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