Ing Mathematik: Reelle Funktionen einer reellen Veränderlichen
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[Bearbeiten] Grundbegriffe
- Monotone Funktionen
- Eine Funktion y=f(x) ist genau dann monoton, wenn es für jedes y genau ein x gibt (eineindeutige Funktion). x liege in dem Intervall [a, b] und y in dem Intervall [A,B].
- Monoton steigende Funktion
- Wird x größer, so wird auch y=f(x) größer.
Beispiel:
- Monoton fallende Funktion
- Wird x größer, so wird y=f(x) kleiner.
Beispiel:
- Beschränkte Funktionen
- Eine Funktion heißt beschränkt, wenn es zwei Zahlen S1 und S2 gibt, sodass
für alle x gilt.
Beispiel: sin(x) und cos(x) sind beschränkte Funktionen mit S1 = − 1 und S2 = 1.
- Symmetrische (gerade) Funktion
- Ein Funktion heißt symmetrisch (zur Ordinate), wenn gilt f(x) = f(-x)
Beispiele: y = cos(x), y = x2
- Schiefsymmetrische (ungerade) Funktion
- Ein Funktion heißt schiefsymmetrisch, wenn gilt f(-x) = -f(x)
Dies entspricht einer Spiegelung der Funktion an der Winkelhalbierenden
Beispiele: y = sin(x), y = x3
- Periodische Funktion
, wobei T als Periode der Funktion bezeichnet wird.
Beispiel: f(x)=sin(x) Periode T=Pi/2
[Bearbeiten] Grenzwert und Stetigkeit
[Bearbeiten] Grenzwert von Funktionen
Gegeben sei ein Funktion y=f(x). Weiters sei ein Punkt x0 aus dem Definitionsbereich dieser Funktion gegeben. Nähert man sich mit x diesem Punkt beliebig weit an, so gibt es zwei Möglichkeiten:
- f(x) nähert sich einem einem Wert

- f(x) entspricht nicht
.
Nur im ersten Fall existiert für y=f(x) ein Grenzwert (Limes) an der Stelle x0

Beispiel: Gegeben sei die Funktion
. Gesucht ist der Grenzwert für x0 = 0.
Nähert man sich x0 von der linken Seite, so wird der linksseitige Grenzwert
. Nähert man sich von rechts, so wird der rechtsseitige Grenzwert
. Diese Funktion besitzt also für x0 keinen Grenzwert.
[Bearbeiten] Stetigkeit
Die Funktion y=f(x) heißt stetig an der Stelle x0, wenn an dieser Stelle
- ein endlicher Grenzwert existiert, und
- dieser Grenzwert gleich dem Funktionswert ist.
Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, so heißt die Funktion unstetig an der Stelle x0. Dies ist dann der Fall, wenn
- die Funktion keinen Grenzwert besitzt.
oder
- die Funktion einen Grenzwert besitzt, aber
oder f(x0) ist nicht definiert. Man spricht hierbei auch von einer hebbaren Unstetigkeitsstelle x0. Durch die Definition von
kann die Funktion in x0 stetig gemacht werden.
[Bearbeiten] Einseitiger Grenzwert
Schränkt man die Funktion ein auf Werte, die nur links von einer Stelle x0 liegen und besitzt diese Teilfunktion dann an dieser Stelle einen Grenzwert, so besitzt die Funktion an dieser Stelle einen linksseitigen Grenzwert

Schränkt man die Funktion ein auf Werte, die nur rechts von einer Stelle x0 liegen und besitzt diese Teilfunktion dann an dieser Stelle einen Grenzwert, so besitzt die Funktion an dieser Stelle einen rechtsseitigen Grenzwert.

Beispiel: Funktionen mit einer Sprungstelle besitzen dort zwar links- und rechtsseitige Grenzwerte, aber keinen Grenzwert.
[Bearbeiten] Uneigentlicher Grenzwert
Ersetzt man x0 durch
oder
und existiert dort ein Grenzwert
oder 
so spricht man von uneigentlichen Grenzwerten.
Beispiel: 
[Bearbeiten] Stückweise stetige Funktionen
[Bearbeiten] Zwischenwertsatz für stetige Funktionen
Eine in einem Intervall [a,b] stetige Funktion f(x) nimmt jeden zwischen f(a) und f(b) gelegenen Wert mindestens einmal an.
[Bearbeiten] Satz vom Minimum und Maximum
Eine in einem Intervall [a,b] stetige Funktion f(x) nimmt in diesem Intervall immer einen größten und einen kleinsten Wert an.
Infimum (Minimum): 
Supremum (Maximum): 
[Bearbeiten] Übungen
Berechnen sie
[Bearbeiten] Exponentialfunktionen
Es sei
, sowie
. Dann ist

a nennt man Basis und n den Exponenten der Potenz an (Exponentialfunktion zur Basis a). Es gilt auch, daß an für jedes
und
definiert ist.
Eine Exponentialfunktion ist stetig und für a > 1 monoton steigend, für 0 < a < 1 monoton fallend.
[Bearbeiten] Rechenregeln
[Bearbeiten] Natürliche Exponentialfunktion
Die Exponentialfunktion zur Basis e (e = 2,718..., Eulersche Zahl) kann für alle
folgendermaßen definiert werden
oder
[Bearbeiten] Logarithmen
Den Logarithmus zur Basis a schreibt man
. Manchmal ist das auch in dieser Schreibweise
zu sehen.
Logarithmen sind Umkehrfunktionen zu den Exponentialfunktionen.
y = ax
x = logay
[Bearbeiten] Rechenregeln
[Bearbeiten] Wichtige Basen
[Bearbeiten] Basis 2
Zweierlogarithmus, Duallogarithmus oder binärer Logarithmus

oder

[Bearbeiten] Basis 10
Zehnerlogarithmus, dekadischer Logarithmus oder Briggscher Logarithmus

[Bearbeiten] Basis e
natürlicher Logarithmus, Logarithmus naturalis

oder

[Bearbeiten] Umrechnung zwischen verschiedenen Basen


eingesetzt

daraus folgt, dass

sein muss.
Alternativ kann man diese Beziehung auch aus der Rechenregel

ableiten.


[Bearbeiten] Trigonometrische Funktionen (Winkel-, Kreisfunktionen)
[Bearbeiten] Das Bogenmaß
Das Bogenmaß ist definiert als dimensionslose Größe

Bekannt ist der Umfang eines Kreises
.
Somit gilt für den Vollkreis

Genauso wird das Bogenmaß definiert. 360° entsprechen
im Bogenmaß. Das Bogenmaß ist eigentlich dimensionslos, wird aber oft mit der Einheit Radiant [rad] versehen.
| Winkel in [°] | Bogenmaß in [1] oder in [rad] |
|---|---|
| 1 | ![]() |
| 45 | ![]() |
| ~57,3 | 1 |
| 90 | ![]() |
| 180 | ![]() |
| 360 | ![]() |
Umrechnung von Graden in das Bogenmaß:

mit
in [rad] und
in [°].
Sind Kreisbogenlänge und Radius gleich lang, dann wird
. Am Einheitskreis enspricht das Bogenmaß der Kreisbogenlänge.
[Bearbeiten] Die trigonometrischen Funktionen am Einheitskreis
[Bearbeiten] Sinus und Cosinus
sin x ist eine schiefsymmetrische Funktion, während cos x eine symmetrische Funktion repräsentiert, d.h.
Sinus und Kosinus sind periodische Funktionen, es gilt:
Desweiteren gilt:
Definition:
Daraus folgt unmittelbar die Eulerformel:

Direkt aus den Verhältnissen am Einheitskreis läßt sich mittels des Satzes von Pythagoras die Beziehung

ableiten.
Alternativ muss sich natürlich auch aus der obigen Definiton selbiges Ergebnis ableiten lassen:



Am Einheitskreis läßt sich auch leicht erkennen, dass
sein muss.












![r=\frac{p}{q}:\; a^r=\sqrt[q]{a^p}](http://upload.wikimedia.org/math/a/a/5/aa5b2f1e7aa5923357fe80dac24b9885.png)








































