Innere Medizin kk: Herzfragen
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] AV-Knoten Reentry und Vorhofflimmern
AV-Knoten Reentry und Vorhofflimmern , gibt es so eine Kombination überhaupt ?
[Bearbeiten] Xenogener Klappenersatz
Was ist ein xenogener Klappenersatz ?
[Bearbeiten] Größe des linken Vorhofes
Welcher Meßparameter ist besser zu Beurteilung der Größe des linken Vorhofes
- der endsystolische Querdurchmesser im parasternalen Längsschnitt oder
- die planimetrierte Fläche im RAO Schnitt ( 3Kammerblick ) ?
Welche Bedeutung hat die Vorhofgröße bei der Neigung zum Vorhofflimmern und bei der Apoplexrate ?
[Bearbeiten] Literatur
Atrial fibrillation investigators: Risk factors for stroke and efficacy of antithrombotic therapy in atrial fibrillation. Analysis of pooled data from five randomized controlled trials. Arch Intern Med 1994; 154: 1449–1457.
Becker EI, Jung A, Völler H, Wegscheider K, Landgraf H: Cardiogenic embolism – the main cause of ischemic stroke in a city hospital – the Wenckebach stroke study. Cerebr vasc dis 1996; 6, suppl 2: 97(abstract).
Cerebral Embolism Task Force: Cardiac brain embolism. The second report of the embolism task force. Arch Neurol 1989; 46: 727–743.
Daniel WG, Dürst UN: Kardiologische Diagnostik bei arteriellen Embolien. Herz 1991; 16: 405–418.
Hornig CR, Mast H, Dorndorf W, Marx P, Tillmanns H, Stöllberger C: Kardioembolischer Schlaganfall. Dtsch Med Wschr 1993; 118: 1248–1253.
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Meissner I, Whisnant JP, Khandheria BK et al.: Prevalence of potential risk factors for stroke assessed by transesophageal echocardiography and carotid ultrasonography: the SPARC study. Mayo Clin Proc 1999; 74: 962–969.
O´Brien PJ, Thiemann DR, McNamara RL et al.: Usefulness of transesophageal echocardiography in predicting mortality and morbidity in stroke patients without clinically known cardiac sources of embolus. Am J Cardiol 1998; 81: 1144–1151.
Völler H, Dißmann R, Schröder K et al.: Potentielle Emboliequellen im transösophagealen Echokardiogramm – prognostische Bedeutung bei Patienten mit zerebralen Ischämien. Z Kardiol 1996; 85: 204–213.
Zalbalgoitia M, Halperin J, Pearce LA, Blackshear JL, Asinger RW, Hart RG for the SPAF III investigators: Transesophageal echocardiographic correlates of clinical risk of thrombembolism in nonvalvular atrial fibrillation. J Am Coll Cardiol 1998; 31: 1622–1626.
[Bearbeiten] Heparindosierung
Heparin wird intravenös infundiert oder zweimal täglich subkutan gespritzt.
Nach sc Gabe werden therapeutische Spiegel nach 2 Stunden erreicht. Die Wirkung hält ca 10 h an. Patienten über 65 kg Körpergewicht benötigen eine um 50% höhere Heparindosis.
- Die iv Infusion gibt man bei sofort erforderlicher Antikoagulation.
- bei Patienten mit künstlichen Herzklappen
- ausgedehnten Lungenembolien
- wenn die gerinnungshemmende Wirkung plötzlich beendet werden muß
- vor Operationen
- vor der Geburt
[Bearbeiten] Kontrolle mit der PTT
Die
PTT sollte bei therapeutischer Gabe um das 2 fache erhöht sein.
Normal Therapeutisch verlängert ----------------------------------- < 40 sek 80 sek
[Bearbeiten] Dosierung eines therapeutischen Heparinperfusors
- iv Bolus von 5.000 IE Heparin.
- 25.000 IE Heparin in 50 ml Kochsalzlösung
- Beginn mit 2,8 ml/Stunde
- Anpassung der Dosis nach der PTT
-
- Kinder benötigen geringere Heparindosen.
- Dosis am Körpergewicht und der PTT orientieren
Wirkstoff / Name am Display Heparin Handelsname bzw. Generikum Heparin, Liquemin Zusammensetzung der Lösung / Trägerlösung 45 ml NaCl 0,9 % + 5 ml Heparin Stechamp. mit 25 000 IE / 50 ml Dokumentation in der Tageskurve: Heparin + Laufrate IE pro ml 500 IE / ml Gesamtmenge (Lösung) 50 ml (25 000 IE)
Tabelle Heparin Dosisanpassung nach PTT Meßwert
aPTT Dosisänderung
---------------------------------
< 35 s 80 IE/kg Bolus Infusionsrate erhöhen um 4 IE/kg/h
35–45 s 40 IE/kg Bolus Infusionsrate erhöhen um 2 IE/kg/h
46–70 s keine Änderung
71–90 s Infusionrate um 2 IE/kg/h reduzieren
> 90 s Stop der Infusion für 1 h
dann Infusionrate um 3 IE/kg/h reduzieren
[Bearbeiten] Dosierung prophylaktisch
- 2 x täglich 5.000 E sc
- bei Patienten > 65 kg 2 * 7.500 IE
Die niedrig dosierte subkutane Behandlung zur Thrombosevorbeugung erfordert keine regelmäßige Kontrolle der PTT. Wegen der Möglichkeit der Heparin-induzierten immunogenen Thrombopenie (HIT) sollten in den ersten zehn Tagen die Thrombozyten kontrolliert werden.
[Bearbeiten] Bridging bei Marcumarpatienten
Zum perioperativen Bridging von Marcumarpatienten ist Heparin aus 2 Gründen besser geeignet als NHM
- Man kann die Dosis an Hand der PTT besser steuern
- Man kann es leicht mit Protamin antagonisieren
[Bearbeiten] Beispiel
Patient mit Z.n. Mitraklappenersatz soll mit Heparin perioperativ behandelt werden:
Täglich quick - PTT Kontrolle Marcumar absetzen bei INR < 2,5 Heparinperfusor anfangen 25000 E Heparin in 50 ml NaCl auf 2,8 ml / h einstellen PTT soll > 80 sek < 100 sek sein 12h vor der OP und 24 h nach OP Heparintherapie pausieren Heparin postop so lange fortsetzen bis unter Marcumar INR > 2,5
[Bearbeiten] Alupentperfusor
"Alupent und das Herzerl rennt!" Alupent ist eines der wirksamsten Medikamente bei bradykarden Rhythmusstörungen und ein sehr wichtiges Notfallmedikament.
Wie dosiert man einen Alupentperfusor ?
- Große Ampulle Alupent auf 50 ml mit Nacl 0,9 % auffüllen
- Große Ampulle 10 ml = 5 mg Orciprenalin
- Beginnen je nach Herzfrequenz zb mit 2 ml/ h und Dosis steigern bis die Herzfrequenz > 60 / min
Alupent ® =
Orciprenalin
- Ansatz: 5 mg Alupent ® auf 50 ml mit Nacl 0,9 % verdünnen
- Konzentration: 1 ml = 0,1 mg Orciprenalinsulfat
- Dokumentation: in mg/min (0,6 ml pro h = 1 mg/min)
- Beschriftung: Alupent 5 mg / 50 ml
Warum muß man Alupent mit Glucose 5 % verdünnen und kann nicht Nacl 0,9 % nehmen ?
Dafür gibt es keinen Grund:
Zitat Gebrauchsanweisung Zur Herstellung einer Infusionslösung empfiehlt es sich, 1 Ampulle zu 5 mg/10 ml zu einer der üblichen Infusionslösungen zu geben. Folgende Infusionslösungstypen wurden geprüft und können verwendet werden:
- Physiologische Kochsalzlösung,
- Glukoselösung 5%, Xylitlösung 10%
Wo wirkt Alupent am Herzen ? Am Sinusknoten , am AV - Knoten ? Wo wirkt Atropin am Herzen ? Am Sinusknoten , am AV - Knoten ?
[Bearbeiten] Links
[Bearbeiten] Amiodaron iv
Amiodaron ist ein gutes Antiarrhythmikum. Es ist sowohl an der Kammer als auch im Vorhof gut wirksam, selten proarrhythmisch und kaum negativ inotrop. In der Notfalltherapie ist es neben der Defibrillation und der elektrischen Kardioversion die wichtigste Therapiemaßnahme bei lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen.
Leider ist es in der Langzeittherapie durch Nebenwirkungen belastet.
Außerdem ist die lange und individuell sehr variable Halbwertszeit von 30 bis weit über 100 Tagen unpraktisch.
[Bearbeiten] Darf man Amiodaron peripher iv spritzen ?
Im Prinzip ja , aber
- Gabe nur
- bei sorgfältiger kardiologischer Überwachung
- nur bei Vorhandensein einer kardiologischen Notfallausrüstung
- nur unter Monitorkontrolle
[Bearbeiten] Direkte intravenöse Injektion
5 mg Amiodaronhydrochlorid/kg Körpergewicht in mindestens 3 Minuten injizieren.
50 kg KG * 5 mg = 250 mg Amiodaron 70 kg KG * 5 mg = 350 mg Amiodaron 90 kg KG * 5 mg = 450 mg Amiodaron
1 Ampulle mit 3 ml Injektionslösung enthält 150 mg
Amiodaronhydrochlorid.
Keine zweite Injektion früher als 15 Minuten nach der ersten Injektion geben, auch wenn bei der ersten Injektion nicht die maximale Dosis gegeben wurde.
[Bearbeiten] Einmalige Infusion
Im Allgemeinen 2 Ampullen (300 mg Amiodaronhydrochlorid) in 250 ml 5%iger Glukoselösung innerhalb 20 Minuten bis 2 Stunden infundieren. Therapeutische Wirkungen sind innerhalb weniger Minuten zu beobachten und lassen dann zunehmend nach. Deshalb sollte die Therapie mit einer Dauerinfusion fortgeführt werden.
[Bearbeiten] Dauerinfusion
10 – 20 mg Amiodaronhydrochlorid/kg Körpergewicht in 250 – 500 ml 5%iger Glukoselösung während 24 Stunden infundieren.
Zur Infusion darf nur 5%ige Glukoselösung verwendet werden. Zur Vermeidung von Venenentzündungen soll bei der Dauerinfusion ein Zentralvenenkatheter angelegt werden.
Bei der Dauerinfusion ist Lichtschutz erforderlich.
Cordarex Injektionslösung wird normalerweise nur zur Therapieeinleitung, nicht länger als eine Woche, verabreicht. (Dann weitere orale Gabe oder andere Therapie )
[Bearbeiten] Therapiekontrollen bei dauerhafter Amiodarontherapie
- EKG ( Frequenz , PQ Zeit , QRS Zeit , QT Zeit, )
- Langzeit EKG ( Mittlere Herzfrequenz, SR oder Absoluta , VTs)
- Schilddrüse ( T4 T3 TSH )
- Digitalisdosis muß evtl. erniedrigt werden
- Quickwert bei Marcumartherapie überprüfen
- Leberwerte ( GOT , GPT , AP )
- Lungenfunktion
- ( bei Patienten mit schwerer Lungenerkrankungen engmaschig kontrollieren
- oder auf Amiodaron verzichten )
- Röntgen Thorax oder CT bei Va auf Lungenerkrankung
[Bearbeiten] Links
- http://www.narkosearzt-hamburg.de/NEF-Medikamente/Amiodaronhydrochlorid-Cordarex.pdf
- Gebrauchsinformation