Innere Medizin kk: Phenprocoumon

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Das Wichtigste

Wikipedia-logo.png Phenprocoumon (Handelsname: Marcumar® u.a.) ist ein stark wirksamer Hemmstoff der plasmatischen Blutgerinnung. Er zählt zur Wirkstoffklasse der Wikipedia-logo.png Cumarine gerechnet wird.

Hauptanwendungsgebiet sind:

  • Therapie der Tiefen Beinvenenthrombose
  • Therapie der Lungenembolie
  • Verhinderung einer Koagulation bei künstlichen Herzklappen
  • Verhinderung embolischer Infarkte beim Vorhofflimmern

[Bearbeiten] Handelsname

Falithrom (D), Marcoumar (A, CH), Marcumar (D), Marcuphen (D), Phenpro (D), Phenprogamma (D) sowie ein Generikum (A)

[Bearbeiten] Zusammensetzung

[Bearbeiten] Anwendungsgebiete

[Bearbeiten] Dosierung

[Bearbeiten] Art der Anwendung

[Bearbeiten] Umrechnungstabelle INR-Quick

Quick    INR 
--------------
100      1.0 
 50      1.74 
 33      2.55 
 25      3.42 
 20      4.36 
 13      7.39

[Bearbeiten] Gegenanzeigen

  • Allegie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile von Marcumar .
  • bei Erkrankungen, die mit einer erhöhten Blutungsbereitschaft einhergehen,
    • z.B. krankhafter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathesen),
    • schwerer Lebererkrankung (Leberparenchymerkrankungen),
    • stark eingeschränkter Nierenfunktion (manifeste Niereninsuffizienz),
    • schwerem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • bei Erkrankungen, bei denen der Verdacht auf eine Läsion des Gefäßsystems besteht
    • plötzlich auftretender Schlaganfall (apoplektischer Insult)
    • akute Entzündung der Herzinnenhaut (floride Endocarditis lenta)
    • Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis)
    • Ausweitung eines arteriellen Blutgefäßes innerhalb des Gehirns (Hirnarterienaneurysma)
    • besondere Form der Ausweitung der Hauptschlagader (disseziierendes Aortenaneurysma)
    • Geschwüre (Ulzera) im Magen-Darm-Bereich
    • Operation am Auge
    • Netzhauterkrankungen (Retinopathien) mit Blutungsrisiko
    • Verletzungen (Traumen) oder chirurgische Eingriffe am Zentralnervensystem
    • fortgeschrittene Gefäßverkalkung (Arteriosklerose)
    • bei fixiertem und nicht auf eine Behandlung ansprechenden (behandlungsrefraktärem) Bluthochdruck (Hypertonie) mit Werten über 200/105 mmHg.
    • bei Lungenschwindsucht mit Hohlraumbildung (kavernöser Lungentuberkulose)
    • nach Operationen am Harntrakt (urologischen Operationen solange Blutungsneigung [Makrohämaturie] besteht)
    • bei ausgedehnten offenen Wunden (auch nach chirurgischen Eingriffen)
  • in der Schwangerschaft (Ausnahme: absolute Indikation zur Gerinnungshemmung bei lebensbedrohlicher Heparin-Unverträglichkeit).

[Bearbeiten] Anwendungsbeschränkungen

[Bearbeiten] Nebenwirkungen

[Bearbeiten] Wechselwirkungen

[Bearbeiten] Intoxikationen

[Bearbeiten] Kosten

[Bearbeiten] Firma

[Bearbeiten] Alternativen

[Bearbeiten] Aspirin

siehe

[Bearbeiten] Dabigatran

  • Dabigatran (Pradaxa® ), ein oral einzunehmender direkter Thrombininhibitor.
    • RE-LY-Studie Marcumar vs Dabigatran
      • getest wurden zwei Dosierungen von Dabigatran
Tabelle RE-LY 2 x 110 mg/d 
                                         Dabigatran   Marcumar 
-----------------------------------------------------------------------------------------
Schlaganfälle und Embolien               1,5%         1,7% pro Jahr   n.s.
schwere Blutungen                        2,7%/Jahr    3,4%/Jahr,      RR: –20%, p = 0,003
Tabelle RE-LY 2 x 150 mg/d 
                                         Dabigatran   Marcumar 
-----------------------------------------------------------------------------------------
Schlaganfälle und Embolien               1,1%         1,7% pro Jahr   RR: –34%, p = 0,001
schwere Blutungen                        3,1%/Jahr    3,4%/Jahr,      n.s. 

RE-LY untersuchte 18113 Patienten, die in drei Gruppen im Schnitt zwei Jahre lang behandelt wurden.

Literatur:

  • Connolly et al., N Engl J Med 2009;361, online 30.8.2009

[Bearbeiten] Fragen

In welchem Zeitraum nach einem frischen Apoplex darf Marcumar nicht gegeben werden ?

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Blutungsgefahr unter Marcumar

  • Hylek EM et al. Major hemorrhage and tolerability of warfarin in the first year of therapy among elderly patients with atrial fibrillation. Circulation 2007 May 29; 115:2689-96
    • Vorsicht mit Coumarinen bei älteren Patienten
  • Marieke Torn et al: Risks of Oral Anticoagulant Therapy With Increasing Age. Arch Intern Med. 2005;165:1527-1532.
    • Starker Risikoanstieg für Thromboembolien und Blutungen im Alter

[Bearbeiten] Links

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