Innere Medizin kk: Tracheotomie

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Anatomie der Tracheotomie

Die Wikipedia-logo.png Tracheotomie ist ein Luftröhrenschnitt. Es wird hier vorwiegend die perkutane Punktionstracheotomie behandelt, die die Entwöhnung von der Beatmung sehr erleichtert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Name , englische Bezeichnung , ICPM Nummer Definition der Methode

synonym:

  • perkutanen Dilatationstracheotomie

PDT

englisch: percutaneous tracheostomy

[Bearbeiten] Wann sinnvoll ? Indikation

[Bearbeiten] Wie läuft es ab ? Ablauf

[Bearbeiten] Prinzipien

  • Gerinnung : 50er Regel Quick > 50 % PTT < 50 Thrombos > 50000
  • blutarm arbeiten
  • Punktionsstelle mittig und unter bronchoskopischer Sicht sorgfältig wählen.
  • Die Hinterwand der Trachea in Ruhe lassen
  • auf jeden Fall Bronchoskopie bei der Platzierung nutzen
  • Meist eine 9er Kanüle nehmen
  • Lokalisation 2-3. Trachealspange
  • Hautschnitt erst nach der Punktion und Einführung des Drahtes
  • Ein Kanülenwechsel ist erst ab 7 Tagen möglich
  • Sehr hilfreich ist ein Videobronchoskop
  • Eine Hauptschwierigkeit ist das Zurückziehen des bereits liegenden Tubus, soweit wie möglich, ohne ihn herauszuziehen.

[Bearbeiten] Vorbereitung

  • Bipap Beatmung mit hoher Frequenz
    • Oder Volumenkontrollierte Beatmung
  • Sedierung mit Propofol, (evt auch Dormicum)
    • Schmerz und Hustenunterdrückung zb mit Dipidolor
      • Bei Propofol Sedierung Opiat meist verzichtbar
  • evt Relaxation
  • Passendes Tracheotomie Set bereit legen
    • Blue Rhino ist recht gut
  • Gute Lampe besorgen
  • Sterile Abdecktücher besorgen
  • Kleines Wundversorgungsset bereitlegen
  • Assistenz von 2 Personen sicher stellen
  • Bronchoskop anwerfen und richtigen Einführstutzen am Beatmungsschlauch anbringen.
  • Piepser zum Schweigen bringen

[Bearbeiten] Am Patienten

  • Kissen unter Schultern legen, Hals maximal überstreckt, Strumalagerung
  • Unter Bronchoskopiekontrolle Tubus bis vor Glottis zurückziehen, erneut blocken, Tubus festhalten, Beatmung kontrollieren
  • Gerade Haltung des Halses kontrollieren
  • Hals desinfizieren und abdecken
  • Anatomische Strukturen identifizieren und evtl. markieren:
    • Brustbeinkerbe
    • Ringknorpel
    • Schildknorpel
  • Inzisionsstelle bei normaler Anatomie:
    • Mitte zwischen Ringknorpel und Brustbeinkerbe
    • (zwischen 1. u. 2. oder 2. u. 3. Spange)
Trachealkanüle

[Bearbeiten] Am Patienten steril

  • PunktionsKanüle und 10ml-Spritze mit NaCl 0,9% gefüllt, Trachealkanüle kontrolliert
  • Lokalanästhesie mit Suprarenin 1:100.000
    • muß der Doktor selbst herstellen
    • 1 Ampulle 0,5 ml Suprarenin 1:1000 auf 10 ml in 10 er Spritze aufziehen
    • davon 9 ml verwerfen
    • 1 ml Rest auf 10 ml verdünnen mit 1 % Xylocain
  • Hautinzision 1,5 bis 2 cm quer
    • vor oder nach der Punktion möglich
  • stumpfes Spreizen
  • Tasten der Trachelknorpel
  • Punktionskanüle mit Spritze mittig auf Trachea führen, unter Aspiration punktieren
  • Kanüle nach kaudal richten, vorschieben, Spritze entfernen
  • Einführer aufsetzen, Führungsdraht einführen. Einführer und Kanüle entfernen
  • Plastikdilatator mehrfach hin und her bewegen, entfernen
  • Vorsicht: kein Abknicken des Führungdrahtes, öfters Draht hin und her bewegen!
  • Dilatationspinzette:
    • Dehnung des weichen Gewebes bis zur Trachealwand
    • Dilatation der Trachealwand mit angehobenen, senkrechten Griffen nach Einfürung in Trachea
    • Trachealknüle mit Obturator über Führungdraht einführen
    • Führungsdraht und Obturator entfernen
    • Absaugen, blocken, beatmen
    • Kanüle fixieren,
  • Röntgenkontrolle und Bronchoskopiekontrolle
  • Kanülenwechsel frühestens nach 7 Tagen möglich
  • kein geplanter Kanülenwechsel

Vor dem Dekanülieren noch einmal bronchoskopisch die alten Thromben absaugen.

[Bearbeiten] Wie lernt man die Methode ? Didaktik

  • Bei Erfahrenen zuschauen und mithelfen.
  • Die Bronchoskopie selber machen .
  • Sich einen Video anschauen.
  • Die Firma SIMS Portex bietet gute Kurse an
    • Es gibt Luftröhren Präparate vom Schwein , an denen man üben kann.
    • Diese werden in England hergestellt und kosten ca 40 DM
  • Das Punktieren und Einführen kann man auch an der Leiche üben.

[Bearbeiten] Was bringt die Methode ? Ergebnisse

  • schnellere Entwöhnung von der Beatmungsmaschine
  • Weniger Sedierung notwendig
  • angenehmer für den Patienten , da der Rachen frei ist
  • höhere DRG

[Bearbeiten] Alternativen, Geschichte, Innovationen

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Auswertung , typische Befunde Bildbeispiele

[Bearbeiten] Risiken

  • Fehlpunktion der Carotis
  • Blutung in die Trachea
  • Fehlpunktion des Ösophagus
  • Mediastinitis
  • Verletzung des Bronchoskops

[Bearbeiten] Kontraindikationen

  • Schwierige Anatomie zb fehlender Hals , riesige Struma
  • infizierte Punktionsstelle
  • instabile HWS
  • hochgradig katecholaminpflichtige Kreislaufverhältnisse

[Bearbeiten] Einverständnis

[Bearbeiten] Probleme der Methode,Fehlinterpretationen, Grenzen

[Bearbeiten] Wer macht es ? Wie oft ?

[Bearbeiten] Kosten

[Bearbeiten] Geräteauswahl Hersteller

Cook Medical

SIMS Deutschland Medic Eschmann GmbH Hauptstrasse 45 - 47 D-85614 Kirchseeon Tel 08091 551 300 Fax 08091 551310

SIMS Portex Limited Hythe, Kent CT21 6JL UK Tel +044 1303 260551 http://www.portex.com

[Bearbeiten] Fragen

[Bearbeiten] Literatur

  • Perkutane Tracheotomie in der Intensivmedizin Praktikabilität und Frühkomplikationen der translaryngealen Technik nach Fantoni
    • Der Anaesthesist Verlag Springer Berlin / Heidelberg
      • ISSN 0003-2417 (Print) 1432-055X (Online) Heft Volume 48, Number 5 / Mai 1999
  • Perkutane Dilatationsverfahren. M. Gründling, M. Quintel. Anaesthesist 2005; 54:929–944
  • H. Bause, A. Prause. Stellenwert und Komplikationen der minimalinvasiven perkutanen Tracheotomieverfahren. AINS 1999; 34:659-664
  • C. Byhahn, V. Lischke, K. Westphal, Tracheotomie; Steinkopf Verlag, 2000
  • L. Ullrich, D. Stolecki, M. Grünewald, Thiemes Intensivpflege und Anästhesie, Thieme Verlag, 2005

[Bearbeiten] Links

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