Pseudoprimzahlen: Formelsammlung
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Formelsammlung
Um die Pseudoprimzahlen zu verstehen muß man ein paar Dinge wissen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Der kleine Fermatsche Satz
Der kleine fermatsche Satz besagt, das für eine Primzahl
und jede natürliche Zahl
gilt, das
teilbar durch
ist. Beispiel anhand der Primzahl 5:
[Bearbeiten] Ableitungen
Statt der Aussage: "
ist (ohne Rest) durch
teilbar", kann man auch
schreiben. Wenn man
aus
ausklammert, bekommt man auf einen Ausdruck
. Da
durch
teilbar ist, aber
nicht zwangsläufig durch
teilbar ist, muß es der Ausdruck
sein, der immer durch
teilbar ist. Aus der Aussage: "
ist durch
teilbar", kann man
ableiten. Für die Aussage: "
ist durch
teilbar" und die Formel
gilt allerdings, das die Basis
teilerfremd zur Primzahl
ist.
[Bearbeiten] Die Division
Wenn man 23 durch 8 dividiert, bekommt man 2,875 als Ergebnis. Man kann die Division aber auch mit Rest auffassen: 23 dividiert durch 8 ist gleich 2 Rest 7. Dieser Rest wird auch Modulo genannt. Das läßt sich durch die folgende Operation ausdrücken:
. Wenn zwei Divisionen mit gleichem Divisor den gleichen Modulo zurückliefern, sind sie zuenander kongruent. Zum Beispiel hat 29 dividiert durch 11 den Rest 7 und 73 dividiert durch 11 hat auch den Rest 7. Also sind 29 und 73 in Bezug auf die Division durch 11 kongruent. Mathematisch wird das wie folgt ausgedrückt:
. Der Rest (Modulo) einer Division ist immer kongruent zu dem Dividenden. Also ist Beispielsweise
, da
und
ist.
[Bearbeiten] Der Sonderfall
Bezogen auf die ganzen Zahlen ist
immer
. Das gleiche trifft auch auf
zu, also alle Vielfachen von
minus eins. Beispielsweise gilt für die Zahl 7:
. In der Tat gilt für jede natürliche Zahl größer gleich drei:
. Es ist daher von Vorteil statt
besser
zu schreiben.
[Bearbeiten] eulersche φ-Funktion
Die eulersche φ-Funktion
liefert zu jeder natürlichen Zahl
die Anzahl der zu
teilerfremden Zahlen zurück. Da die eulersche φ-Funktion
auch ein Vielfaches der Carmichael-Funktion
ist, gilt
für jedes
teilerfremd zu
.
Die eulersche φ-Funktion wird wie folgt berechnet:
[Bearbeiten] Carmichael-Funktion
Die Carmichael-Funktion
einer natürlichen Zahl
liefert als Funktionswert die kleinste, natürliche Zahl zurück, so das für jede zu
teilerfremde Basis
mit
gilt:
.
Die Carmichael-Funktion wird wie folgt berechnet:
[Bearbeiten] eulerscher Satz
Auf den kleinen fermatschen Satz läßt sich die dritte binomische Formel
anwenden.
. Das bedeutet, das genau eine der beiden Möglichkeiten zutreffen muß, daß also
durch
teilbar sein muß, oder
muß durch
teilbar sein. Das führt zu dem Satz, der Leonhard Euler zugesprochen wird: Wenn
eine ungerade Primzahl ist, dann muß entweder
gelten oder es muß
gelten.
[Bearbeiten] Das Korselt-Kriterium
Der deutsche Mathematiker Alwin Reinhold Korselt hat 1899 ein Kriterium für eine bestimmte Art von Pseudoprimzahlen aufgestellt, von denen er aber kein Exemplar mehr finden konnte. Im Jahr 1910 kam ihm der Mathematiker Robert Daniel Carmichael, mit dem Finden der kleinsten Zahl, auf die das Korselt-Kriterium zutrifft, zuvor.
-
- Es existieren ungerade, quadratfreie natürliche Zahlen n, so dass an − a für alle natürlichen Zahlen a ein Vielfaches von n ist
- Für alle Primteiler p von n gilt, dass p − 1 die Zahl n − 1 teilt.
Eine Pseudoprimzahl, die diese Bedingungen erfüllt, muß also quadratfrei sein, was bedeutet das für diese Pseudoprimzahl der Form
kein
größer als eins sein darf. Ausserdem muß gelten, das bei
für jedes
folgendes gültig ist:
teilt 
[Bearbeiten] Die allgemeinen Lucas-Folgen
Die beiden allgemeinen Lucas-Folgen
und
, deren jeweilige einzelne Glieder
bzw.
sind, lassen sich über die Quadratische Gleichung
ableiten, deren beide Lösungen
und
sind.
Zwischen den Allgemeinen Lucas-Folgen und den Primzahlen gibt es einen Zusammenhang: Wenn die natürliche Zahl
eine Primzahl ist, dann gilt
teilt
für alle Folgen deren
und 
Daraus folgt, daß wenn
eine zusammengesetze Zahl ist, und trotzdem
teilt
gilt,
eine Pseudoprimzahl zu
ist.









