Psychoanalyse nach Sigmund Freud: Die Libidoentwicklung

Aus Wikibooks
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikibooks buchseite.svg Zurück zu Der Lebenstrieb: Eros | One wikibook.svg Hoch zu Psychoanalyse nach Sigmund Freud | Wikibooks buchseite.svg Vor zu Der Lebenstrieb: Die orale Phase


[Bearbeiten] Die Libidoentwicklung

[Bearbeiten] Definition

Die Entwicklungsphasen nach Freud sind ein vom Psychologen Sigmund Freud entwickeltes Modell der psychischen Entwicklung eines Menschen von der Geburt bis zur Pubertät.

Die Entwicklungsphasen und das sogenannte Instanzenmodell bilden die Grundlage für das Verständnis der von Freud begründeten Psychoanalyse.

[Bearbeiten] Phasen

Freud teilt die Entwicklung in fünf Phasen ein, die hintereinander ablaufen.

[Bearbeiten] Orale Phase

Die Orale Phase zeichnet das erste Lebenshalbjahr. Die Triebquelle ist der Mund, und das Triebbedürfnis ist das Nuckeln und Saugen sowie die Nahrungsaufnahme und der Kontakt zur Mutter, der durch den Mund befriedigt wird. In dieser Phase kann es zu einer Störung kommen. Dabei wird die Orale Phase nicht richtig durchlebt, und das kann nach Sigmund Freud zu Suchtverhalten führen.

[Bearbeiten] Anale Phase

Die Anale Phase wird im zweiten und dritten Lebensjahr durchlebt. Dabei spielt die Reinlichkeitserziehung eine große Rolle. Das Kind hat das Bedürfnis das durch den Anus befriedigt werden muss. Die Triebquelle stellt hierbei der Anus da, das Triebziel ist das Hergeben sowie Behalten, und das Spielen mit den Ausscheidungen. Wichtig für die Erziehung ist hierbei, dass die Reinlichkeitserziehung nicht zu früh und nicht zu streng und mit Druck durchlebt wird. Dazu kann es zu Störungen wie Pendanz und Genauigkeitsverhalten kommen.

[Bearbeiten] Phallische Phase

Die Phallische Phase ist vom 4. bis zum 5. Lebensjahr. Dabei ist der Trieb, das mit den Genitalien gespielt wird, von sich selbst oder von anderen, wodurch die Bedürfnisse befriedigt werden. Dies ist auch das Zeitalter der ,,doktorspielchen".

Kommt es in dieser Phase zu einem Konflikt, so ensteht der Ödipus sowie Elektra komplex. Von ÖdipusKonflikt spricht man, wenn der Junge, seine Geschlechtsrolle sieht. Dabei will er nun der Mann im Haus sein, und pflegt seine Bedürfnisse, seinen Vater aus dem Haus zubekommen (töten) um die Mutter für sich zu haben. Dieser Komplex löst sich erst auf, wenn der Sohn Angst hat vor dem Vater, und seine Möglichkeiten (kastration) und er sich somit mit dem Vater identifizieren kann. Elektra komplex ist das gleiche beim Mädchen

[Bearbeiten] Latenzphase

In der Latenzphase (6.-12. Lebensjahr) kommt es zu einem vorübergehenden Stillstand in der sexuellen Entwicklung des Kindes. Sexuelle Gedanken an das andere Geschlecht werden in den Hintergrund gerückt. Der Freundeskreis ist gleichgeschlechtlich betont ("Jungs finden Mädchen doof").

Die Latenzphase ist dadurch vor allem durch eine Anpassung an die Anforderungen der Umwelt gekennzeichnet.

[Bearbeiten] Genitale Phase

Ab dem 12. Lebensjahr bis zur Pubertät läuft die genitale Phase ab. In diesem Zeitraum kommt es zu einem Erwachen der sexuellen Entwicklung und der damit verbundenen Konflikte. Langsame Annäherung an das andere Geschlecht und eine schnelle körperliche und geistige Entwicklung stehen im Vordergrund.

Wikibooks buchseite.svg Zurück zu Der Lebenstrieb: Eros | One wikibook.svg Hoch zu Psychoanalyse nach Sigmund Freud | Wikibooks buchseite.svg Vor zu Der Lebenstrieb: Die orale Phase
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Werkzeuge
Drucken/exportieren