Schlangenbuch für Kinder: Der Tigerpython

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Tigerpython

Der Tigerpython ist eine der größten Schlangenarten. Er gehört der Familie der Riesenschlangen an und wird hier zur Unterfamilie der Pythons zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung der Unterarten

[Bearbeiten] Dunkler Tigerpython (Python molurus bivittatus)

Dies ist die bekannteste Unterart. Als juveniles Tier noch schlank, erreicht er im adulten Stadium massige Statur. Der Kopf ist wuchtig und mäßig vom Hals abgesetzt.[1] Die seitliche Anordnung der Augen ergibt ein Sehfeld von 135°.

Färbung: Seine Grundfarbe reicht von hellbraun, gelblich bis gräulich. Über den Rücken ziehen 30 bis 40 große, eher rechteckige, dunkelbraune Sattelflecken, die schwarz umrandet sind. An den Flanken verlaufen alternierend zur Rückenmusterung braune Flecken. Die Schwanzzeichnung besteht oft aus Längeren Farbflächen und seitlich geschlossenen Flecken. Die Bauchseite ist von weiß-gelber Grundfarbe und von kleinen dunklen Punkten durchsetzt, welche zum Schwanz hin an Größe zunehmen. Auf der Kopfseite verläuft ein spitz zulaufendes dunkles Band vom Auge Richtung Nase. Ein breiteres schwarz umrandetes Band zieht vom Auge bis unter den Mundwinkel. Dieses schließt zusammen mit einem unterhalb des Auges liegenden keilförmigen dunklen Fleck, ein weiß gefärbtes Areal ein. Die Kopfoberseite ist von einem großen pfeilspitzenförmigen braunen Muster geziert, von dem die Spitze im Bereich der Augen, manchmal sogar bei der Schnauze liegt. In der Mitte der Pfeilzeichnung befindet sich ein länglicher heller Punkt.

Länge: Die Durchschnittsgröße liegt zwischen 3,6 und 4,5 Metern, wobei die Männchen meist deutlich kleiner und schlanker bleiben als die Weibchen. Diese Unterart kann in seltenen Fällen auch eine Länge von nahezu 7 Metern erreichen. Ein in der Wildnis gefangenes Exemplar wog bei einer Länge von 4,5 Meter 52 Kilogramm. In Gefangenschaft erreichen gut genährte Weibchen die 100 Kilogramm-Grenze bei 5,6 bis 6 Meter. Mit seinen Ausmassen ist der Dunkle Tigerpython nicht der längste Python Asiens aber der Schwerste. Denn der ebenfalls dort beheimatete Netzpython ist bei gleicher Länge wesentlich schlanker.

2003 wurden Inselzwergformen des Dunklen Tigerpythons bekannt. Sie stammen von kleinen, küstennahen Inseln in Südostasien. Zwerg-Tigerpythons zeigen in Färbung und Musterung starke Ähnlichkeiten zur Festlandform des Dunklen Tigerpythons. Diese Tiere sollen angeblich höchstens 2,5 Metern lang werden.

[Bearbeiten] Heller Tigerpython (Python molurus molurus)

Die namensgebende Form bleibt deutlich kleiner als der Dunkle Tigerpython. Ausgewachsene Weibchen erreichen im Durchschnitt etwa 3,5 Meter. Männchen bleiben im Normalfall unter dieser Größe. Der Rekord für den Hellen Tigerpython liegt bei 5 Metern.

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal dieser Subspezies ist ihr sechstes oder siebtes Oberlippenschild , welches direkt bis an den Augunterrand ragt. Beim Dunklen Tigerpython ist das Auge durch eine vollständige Reihe Unteraugenschilder von den Oberlippenschilden abgegrenzt.

Der Helle Tigerpython ist zudem heller gemustert. Vertreter von den Bergwäldern in West-Ghats und Assam sind jedoch generell dunkler gefärbt als solche vom Dekkan-Plateau und der Ostküste Indiens. Seine Grundfärbung besteht, je nach Individuum und Herkunft, aus einem hellen Grau, das auch ins Hellbraune gehen kann. Die dunkle Umrandung seiner beige- bis kastanienbraunen Sattelflecken ist weniger dick als beim Dunklen Tigerpython. Die Flankenflecken sind zudem dünner ausgebildet und haben meist einen hellen Kern. Die Bauchseite ist weisslich, gelblich oder leicht orange. Die auf der Kopfoberseite verlaufende braune Pfeilzeichnung wird von den Augen zur Nasenspitze hin undeutlich. Bei manchen Tieren ist sogar die vordere Hälfte der Kopfoberseite zu einem unifarbenen Hellbraun verwaschen.

[Bearbeiten] Python molurus pimbura

Der taxonomische Status dieser Unterart ist umstritten. Daher werden diese, ausschließlich in Sri Lanka heimischen Exemplare, meist zum Hellen Tigerpython gezählt.

Tiere von dieser Insel sind in der Regel noch kleiner als Vertreter der Hellen Subspezies vom Festland Python m. pimbura hat eine abweichende Zahl an Voraugenschilder (Präocularia). Die Festlandform hat drei, die Inselform nur zwei. Zudem ist Python m. pimbura in der Regel kontrastreicher gezeichnet. Die Kopfoberseite ist oft rötlich gefärbt und die ebenfalls auf dem Kopf befindliche Pfeilzeichnung beinahe vollkommen verwaschen. Sattelflecken sind unregelmäßiger gemustert und in der Anzahl geringer als die des auf dem Festland lebenden Hellen Tigerpythons. Auch wird ihnen ein aggressiveres Temperament unterstellt.

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